Kolumne

Wir müssen reden: Ich bin kein Umsatzgenerator ich kreiere Content

Ich sitze hier vor meinem Rechner. Ich weiß welchen Luxus ich genieße und ich weiß wie toll mein Beruf klingt. Ich will mich eigentlich nicht über die „Schattenseiten“ beschweren. Die gibt es zweifelsfrei, aber ich habe das Glück, dass sie nicht dominieren. Ich mache meinen Job gern. Ich teile meine Gedanken mit euch und ich arbeite mit Firmen zusammen, die zu mir und meinem Leben passen. Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen. Mega!

hauptberuflich blogger arbeiten Geld verdienen Akzeptanz

Wie tausende von anderen Bloggern lebe ich von Geschichten, von Worten und von meinen Ideen, die dann auf meiner Seite präsentiert werden. Das Wort an euch ist mir immer noch das Wichtigste. Natürlich muss ich mich behaupten, jeden Tag muss ich zusehen, dass diese Seite hier läuft. Was dahinter steckt, will ich euch nicht vorenthalten, aber auch nicht kleinkariert aufzählen.

Wir alle haben in unserem Job genug zu tun. Wir alle müssen uns weiterentwicklen und mit der Zeit gehen. Wir alle kennen unsere beruflichen Hürden.

Ich selbst habe meine persönliche Grenze in meinem Berufsleben immer in der Festanstellung gesehen. Ich wollte lieber meine Gedanken und Ideen mit euch teilen, anstatt in einem Job festzusitzen, der mich nur Nerven und Zeit kostet. Ich wollte das Bloggen zu meinem Beruf machen. Vor drei Jahren war das sehr mutig, heute ist es dagegen schon fast Alltag. Trotzdem bereue ich es nicht. Ich bereue auch keine Weiterentwicklung. Ich sehne mich als Bloggerin, die schon über 9 Jahre dabei ist, auch nicht nach der guten alten Zeit. Es ist für mich auch völlig verständlich, dass neue und junge Gesichter auf anderen Plattformen Erfolg und Ansehen genießen. Go for it. Was dieser Wandel aber auch mit sich gebracht hat, kann ich jeden Tag ein Stück weit weniger nachvollziehen. Das ist gerade meine persönliche Schattenseite des Bloggerdaseins.

Die Branche, die von Kreativität und neuen Wegen leben möchte, hat sich auf  Zahlen fokussiert. Man schmückt sich nur noch mit der reinen Zahl. Das Endprodukt, der Post, der Text und das Bild, die für mich als Bloggerin zählen, sind gar nicht mehr relevant. Zahlen bestimmen wer mit dir arbeitet, Zahlen bestimmen ob du gut bist. Der Blog an sich soll verkaufen, er soll Gewinn bringen, Image hin oder her. Was am Ende online steht, ist fast schon egal. Ich muss es einfach fragen:

Wie kann ich so wenig von meinem Produkt halten, dass mir die Geschichte und der Mehrwert fast schon egal sind?

Natürlich gibt sehr reichweitenstarke Seiten, bei deren Zahlen ich nicht mithalten kann, aber das muss ich auch nicht. Denn ich weiß, ich spreche eine bestimmte Zielgruppe an. Ich bin völlig fein damit, nicht bei allem dabei zu sein. Ich schieße hier nicht gegen meine Kollegen, ich will unser aller Arbeit wieder mehr hervorheben. Es geht auch nicht darum mehr Geld zu verdienen, es geht rein um unsere Arbeit und wie sie wahrgenommen wird. Denn es tritt gerade ein Mangel an Verständnis für meinen Beruf auf. Gern werden wir schon mit Dauerwerbesendungen im TV verglichen, das blöde ist nur, kein Blogger will das. Wir boxen jeden Tag unsere Meinung und unser Verständnis von Arbeit durch. Doch heute hatte ich das Gefühl, dass es keinen Sinn mehr macht. Scheinbar möchte niemand mehr der Person hinter dem Blog vertrauen, dafür aber den Zahlen. Sie regieren, der Inhalt ist zweitrangig, wenn wir Glück haben.

Wir machen natürlich Werbung und leben davon. Vielleicht bedarf es hier auch noch mehr Aufklärungsarbeit, denn es gibt einfach Unterschiede. Es ist etwas anderes, wenn ich das Produkt vorstelle, teste und euch ehrliches Feedback gebe. Es ist etwas anderes, wenn ich das Produkt in meinem Alltag in meine Geschichten einbaue, ohne dabei etwas zu erfinden, ohne dabei ein Stück Seele zu verkaufen.

Ich würde mich freuen, wenn das Vertrauen in die Arbeit des Bloggers selbstverständlich wird. Wir sind, ich spreche jetzt frech für alle, kein Absatzmarkt. Wir sind Menschen, die mit ihrer Seite Geld verdienen, weil sie Geschichten erzählen und weil sie einen Mehrwert gegenüber klassischer Werbung bieten wollen. Wir sprechen an, nehmen auf, verändern und sind jeden Tag daran interessiert unseren Lesern, zu denen wir eine enge Bindung eingehen, etwas von uns zu erzählen. Wir gehen mit unserer ganzen Persönlichkeit ins Netz. Ich möchte, dass meine Leser sich an meine Posts erinnern, wenn sie ein Produkt oder einen Gedanken entdecken. Mein Blog ist kein Ladenregal. Das können andere besser.

Qualität und gute Arbeit dürfen nicht hinten anstehen. Wer nur Reichweite will, soll sie bekommen. Dafür gibt es so viele andere tolle Gesichter dort draußen. Wer dagegen eine Story und einen persönlichen Bezug will, der darf bei uns Bloggern anklopfen. Nehmt es mir nicht übel, aber was macht das Bloggen noch aus, wenn nicht genau dieser Gedanke? Richtig: Die Geschichte und die Person hinter der Seite.

Für mich steht fest, dass ich bei meiner Arbeitsweise bleiben werde. Ich versuche euch immer wieder neue Texte und Ideen zu bieten. Wenn dann eine Marke mit mir zusammen diesen Gedanken umsetzen will, bin ich dankbar.  Dann können solche Beiträge oder auch solche entstehen.

Es geht mir mit meinem Beitrag weder um Konkurrenz noch um Geld, sondern um das Verständnis für unsere Arbeit als Blogger.

 

Kommentare

Bisher 27 Kommentare zu “Wir müssen reden: Ich bin kein Umsatzgenerator ich kreiere Content”

  1. Welch wahre Worte, welch wertvolle Worte – die erinnern.

    Uns alle, einerlei welchen Berufes, einerlei wo wir Aufträge geben oder sie umsetzen oder wo wir konsumieren. Es gilt den Blick für die TIEFE und die WERTE wieder mehr zu schärfen und sie nicht von Fassade und Oberfläche blenden zu lassen.

    Vielen DANK für deine GeDanken.

    Wortnah und Herzensnah aus Tirol. Daniela ♥

    • Franzi sagt:

      Liebe Daniela! Ich bin völlig bei dir! Schnell wird auch geurteilt oder gar nicht mehr gelesen. Meinung haben ist immer gut, sie sollte nur auf Wissen und nich auf gefühlter Wahrheit bestehen.

      Liebe Grüße

  2. Lilo sagt:

    Hi,

    ich finde deinen Beitrag super geschrieben. Überhaupt dein ganzer Blog ist so authentisch. Das begeistert mich jedesmal!
    Ich finde, wenn man einem Blog folgt und der Blogger nur noch über Kooperationen spricht, kann man ja selbst entscheiden, ob man diesen Blog weiterlesen möchte oder nicht, oder ob man es als Inspiration sieht, wie man ja auch eine Zeitschrift liest oder einen Katalog anschaut. Außerdem finde ich bewundernswert, wie viel Arbeit hinter so einem Blog steckt und natürlich kannst du die Inhalte nicht komplett kostenfrei zur Verfügung stellen – das funktioniert nicht.
    Bitte mach weiter so und bleibe so authentisch! DANKE! 🙂

    • Franzi sagt:

      Liebe Lio danke für die lieben Worte! Genau so. Ihr als Lesewr könnt auch ganz klar selektieren und entscheiden was ihr sehen möchtet. Immerhin seid ihr ein wichtiger Teil meiner Seite und ich will mit euch hier etwas auf die Beine stellen!

      Liebe Grüße

  3. Lilo sagt:

    PS: Woher sind die super schönen Ballerinas ? 😀

  4. Anna sagt:

    Hallo Franzi,
    inwiefern unterscheidet sich deiner Meinung nach das Bloggen von klassischer Werbung? Ich kann den Unterschied nicht so ganz sehen. Hinter jeder Werbung steckt ja auch ein Mensch, der sich eine Geschichte dazu ausgedacht hat. Meinst du einfach nur, dass es „hochwertigere“ Werbung ist? Ich sehe nämlich ganz viele Blogger, die ihre Werbung eben nicht schön verpacken oder mit Inhalten füllen. Angefangen schon damit, dass die Produkte gar nicht als Werbung gekennzeichnet werden. Dieser Aspekt ist dann eher deinen Kollegen selbst zu verschulden und nicht dem Konsumenten oder der Firma.
    PS: Ich würde über die Texte nochmal drüber schauen, da schleichen sich diverse Fehler ein. Kommafehler, Rechtschreibung…

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Anna! Danke für den Hinweis, die Flüchtigkeitsfehler wurden überarbeitet.
      Zum Inhalt: Der Unterschied liegt klar auf der Hand, ich bin kein Model, mir wird kein Text vorgegeben, ich bin als Person zu sehen, ich kann Fragen beantworten. Ich kann mein Wissen teilen und kreiere Geschichten, schreibe Texte, erstelle Bilder für meine Seite und das komplett allein. Ich gehe auf die Straße, suche Locations, lese, recherchiere, um euch ein Produkt näher zu bringen oder gar eine neue Anwendung zu finden. Ich teile auch meine Gefühle mit euch, spreche persönliche wie auch gesellschaftliche Themen an. Ich finde hier sieht und sollte man auch den Unterschied klar erkennen. Es hat vielleicht auch etwas mit Interesse an Blogs zu tun? Denn Werbung im TV oder im Print sehen doch etwas anderes aus. Für mich sieht man ganz klar die Grenze.
      Ich stimme dir zu, es gibt überall unterschiedliche Qualitäten. Ebenso die Kennzeichnung müssten wir auf jeden Fall noch besser umsetzen. Aber ich denke 2017 wird sich hier auch einiges verändern, zum Positiven. Ich spreche in meinem Text aber nur von mir und auch von den Kollegen, die ich lese. Ob das immer gut ankommt, kann man nicht sagen. Aber ich versuche mit jedem Beitrag zu wachsen und jede Aufgabe neu anzugehen. Ich glaube schon, das macht den Unterschied aus. Und viele Blogger arbeiten so viel im Hintergrund an Konzepten und Ideen für ihre Seiten. Nicht um sonst siehst du so viel gute Qualität. Siehst du es anders?

  5. andrea sagt:

    liebe franzi,
    danke dir für deine ehrlichen worte. gut, dass das mal gesagt wird.
    ich finde die richtung, in die sich das ganze bloggertum entwickelt leider teilweise sehr traurig. vielleicht liegt es auch dran, dass wir in einer immer schnelllebigeren zeit leben und vielen ein kurzer instapost schon reicht. ich höre immer öfter: für blogs lesen hab ich keine zeit. kurze, mundgerechte dosen. ist das der zeitgeist?

    und dann gibt es noch jene, die – dank ihrer zahlen – zu einem reinen Werbeträger verkommen. wo nichts mehr außer produktwerbung in liebloser verpackung gebracht wird. einfach weils geld bring. ich als leser fühl mich da dann oft etwas an der nase herumgeführt.

    ich sehne mich, wenns danach geht also schon wieder nach der guten alten zeit. oder einfach nach bloggern, die es aus einer herzenshaltung machen. die authentische posts schreiben.

    dann werden die vielleicht auch wieder mehr gelesen, da es am ende nicht nur eine reine werbeschaltung war sondern ein hauptabendprogramm.

    alles liebe,
    andrea

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Andrea!
      Ja das finde ich auch schade. Es wird oft mehr Tiefgang gefordert, wird aber eigentlich gar nicht mehr so konsumiert. Das ist für mich immer der größte Witz! Denn es gibt so viele Blogs die so gute und wichtige Posts verfassen, die aber einfach nicht mehr gelesen werden. Wenn es aber um peinliche Details oder Nörgelposts geht, steigen die Klicks. Finde ich keine gute Entwicklung.
      Das mit den bezahlten Posts finde ich nicht schlimm, ich lebe ja auch davon. Gute Texte können ja auch bezahlt sein. Wenn es aber nur noch platt gesagt: „Produkt in die Kamera halten und zu Tode loben“ ist, kann ich die Beschwerde völlig verstehen. Das schaue ich mir auch nur einmal an. Dann nie wieder.
      Liebe Grüße

  6. Liebe Franzi,

    das ist ein ganz wunderbarer und sehr wichtiger Beitrag! Ich unterschreibe Deine Ansichten sofort, denn Du hast einfach Recht mit dem was Du denkst und hier niedergeschrieben hast. Ich finde es auch so schade, dass es immer mehr in den Hintergrund rückt, wie qualitativ man Beiträge erstellt, sondern vermehrt auf Zahlen ankommt. Klar, jemand der sehr gute Texte und Bilder erstellt, hat oft auch „viele, bzw. hohe Zahlen“. Trotzdem fände ich es auch sehr schön, wenn wieder mehr auf Authentizität, Qualität und weniger auf irgendwelche Zahlen geschaut wird.

    Ich finde es außerdem sehr lobenswert, dass Du genau solche Probleme/Gedanken wie dieser Beitrag ansprichst! Daumen hoch! 🙂

    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende.

    XX,

    http://www.ChristinaKey.com

    • Franzi sagt:

      Liebe Christina! Ja es ist vielleicht auch manchmal notwendig zu erwähnen was wir Blogger von unserem beruf erwarten und wie wir uns sehen. In letzter Zeit lese ich nur noch wie wir als Blogger wann wo Abverkaufen können. Der Inhalt wird gar nicht mehr erwähnt! Das regt mich einfach auf. Denn die meisten Blogger schreiben sich die Finger wund, kämpfen für neue Kooperationsideen und füllen das Netz mit wichtigen Texten. Zahlen sind nicht unwichtig, sollten aber nicht über den Inhalt regieren.

      Liebe Grüße

  7. Jens sagt:

    FullAck. Doch weitaus mehr Agenturen und Firmen erkennen diesen Negativ-Trend „Nur auf die Zahlen gucken“. Es besteht also Hoffnung. Denn Zahlen kann man mit Katzenbildern und Netztrash doch recht simpel und schnell aggregieren. Aber dann geht der Beitrag, den du für eine Marke umsetzt, auch an der Zielgruppe komplett vorbei. Diese Erfahrungen machen gerade viele Firmen. Reichweite ist nicht gleich Zielerreichung. Ein Schuss mit dem Schrotgewehr blind in die Menge um das Ziel zu treffen… „Aber wir haben auf einem Blog mit +200.000 FB Fans verteilt 😎
    Ich blogge nun auch schon über 10 Jahre und ich kann nur schreiben: Mit deiner Einstellung machst du es auch noch die nächsten 10 Jahre.
    Also, locker bleiben. Qualität setzt sich auf Dauer um.

    • Jens sagt:

      Sollte natürlich so sein: „Also, locker bleiben. Qualität setzt sich auf Dauer durch.“
      Naja, Autokorrektur halt 😉

    • Franzi sagt:

      Auf den Punkt!Netztrash, richtig gutes Wort. Der bringt schnell Klicks, aber die bleiben auch nicht lange oder passen zum Rest des Contents. Daher danke für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße

  8. PetissaPan sagt:

    Liebes Zukkermädchen, wie du meine ich, dass niemand bestreiten, sondern ehrlich anerkennen sollte, dass „Blogger“ ein zeitaufwendiger und ernstzunehmender Beruf / eine Berufung ist. Gerade heute, wo die Konkurrenz seit ein paar Jahren immer größer wird und sich jeder gut überlegen muss, welche Linie er fährt. Deine Linie gefällt mir sehr gut und ich schaue öfter mal vorbei. 🙂 Selbst blogge ich nur als Hobby. Aber auch zeitintensiv und zunehmend, und deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass hauptberuflich Blogger zu sein, ein toughes Unterfangen, wenn auch eine wunderschöne Herausforderung ist. Unterm Strich denke ich, dass es wie mit allem ist: Authentizität und seine spezielle Nische mit seinem Erlebten / seiner Passion zu finden, bezahlt sich aus. Und du verfügst, meiner Meinung nach, über beides. 🙂 Liebe Grüße, PetissaPan

    • Franzi sagt:

      Hey! Ja ich bin völlig bei dir und ich glaube auch, viele wissen inzwischen was hinter einem Blog alles so an Arbeit stecken kann. Ich muss eben dranbleiben und immer schauen wo es hingehen wird und auch für mich entscheiden, ob ich das noch so machen möchte. Bis jetzt bin ich mit der Entwicklung immer ganz gut klargekommen. Wir werden sehen und ich freue mich sehr über die letzten zwei Zeilen! Danke!

  9. Steffi sagt:

    Liebe Franzi …
    schön, daß Du Dein Hobby zum Beruf machen konntest. In einem Job festzusitzen, der Nerven und Zeit kostet … dieses Gefühl kenne ich. Wie gut, daß Du Dich daraus befreit hast.
    Ich habe mich leider erst spät – im Januar diesen Jahres – dazu entschieden, einen eigenen Blog zu veröffentlichen. Ich habe sehr viel Freude daran, obwohl ich neben zwei Jobs nur wenig Zeit dafür aufbringen kann. Ich blogge aus Spaß – Kooperationsanfragen gibt es kaum. Vielleicht geht die Zeit der Blogs auch langsam vorbei?!
    Ich werde das Zukkermaedchen auf jeden Fall weiter verfolgen. 🙂
    Liebe Grüße.
    <3
    Steffi

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Steffi! Danke dir. Ich blogge schon seit 9 Jahren. Davon 5 nicht als hauptberuflicher Blogger. Daher bleib dran! Ich glaube nicht, das unsere Zeit vorbei ist. Wir müssen nur schauen wie es weitergeht. Veränderung ist wohl das Stichwort. Aber ich freue mich, wenn du mir treu bleibst.
      Liebe Grüße

      • Dany sagt:

        Ich denke auch, dass wir einfach schauen müssen in welche Richtung es geht. Ich bin sehr gespannt und immer für gute Veränderungen zu haben. Mein Blog steckt ja selbst noch in den Kinderschuhen.

  10. Sassi sagt:

    Auch ich finde es einfach nur schade, wie sehr manche Firmen auf Zahlen reduzieren. Ich mache mir zu jedem Produkt Gedanken, überlege mir eine ganz eigene Geschichte, wähle meine Worte mit Bedacht und versuche Emotionen bei meinen Lesern zu wecken.
    Auch bei den Bildern überlege ich lange, wie ich Dinge am Besten inszeniere, sodass die Bilder sowohl zu mir als auch zur Marke passen.
    Danke für diesen wundervollen Beitrag <3 Mach weiter wie bisher, denn deine Texte, dene Geschichten und deine Bilder sind toll.
    Hab einen wunderschönen Abend :*
    Liebste Grüße
    Sassi

  11. Jules sagt:

    Liebe Franziska,
    sicherlich hast Du vollkommen recht, dass Reichweite allein nicht ausschlagend ist bzw. sein sollte. Content zu kreieren, sei es auf Social Media Kanälen, dem Blog oder in Form eines Videos, ist Arbeit. Eine Dienstleistung die bezahlt werden sollte – was ja nicht immer der Fall ist (aber das steht auf einem anderen Blatt).
    Allerdings sollte man sich als Blogger (und ich blogge selbst und arbeite beruflich mit Bloggern) nicht „auf den Schlips getreten“ fühlen, wenn die angesprochene oder aktiv herangetretene Firma über den Preis verhandeln möchte. Hier sollte auf Dialog gesetzt werden, anstatt die entrüstete Diva zu spielen (und ich meine jetzt nicht Dich persönlich). Sehr häufig stehen Preis, Leistung und Qualität eben nämlich nicht im Einklang miteinander – sowohl seitens der Blogger als auch der Firmen.
    Faire Bedingungen zu schaffen, das ist anstregend und fordert die mentale Ausdauer stetig aufs neue heraus – auf beiden Seiten.
    Deshalb entschuldige, aber dein Text ist mir doch etwas zu Einseitig. Damit eine gute Beziehung funktioniert gehören zwei Parteien hinzu, die voneinander lernen können, sollen und immer noch müssen.
    Deinem Blog und deinem Stil treu zu bleiben, steht dies sicherlich nicht im Wege.

    • Franzi sagt:

      Liebe Jules! ich bin völlig bei dir. Und ich war auch gar nicht auf die Bezahlung oder das allgemeine Budget und das Verhandeln aus. Das ist völlig legitim. Mir geht es rein um die Arbeit. Da ich auch vermehrt Artikel lese, in denen nur über Absatz und Verkauf gesprochen wird. Wir beschäftigen uns aber fast gar nicht mit der Story oder den Bildern. Mir geht es absolut nicht ums Geld verdienen in diesem Artikel. Wie auch in meinen letzten Zeilen vermerkt. Ich finde, man darf auch mal losgelöst diskutieren. Daher verzeih, wenn ich das nicht deutlich in meinem Text angesprochen habe.
      Einseitig finde ich es deshalb auch gar nicht. Weil es nicht um das Wertschätzen der Arbeit mit der einhergehenden Bezahlung geht, sondern um den Inhalt und die Umsetzung. Klasse ist es dann, wenn das auch passt. Aber an erster Stelle steht für mich der Gedanke und das dringende Bedürfnis: Den Beruf Blogger anders definieren. Kein Absatzmarkt, sondern Image unterstützend. Markenbildend und nicht reine Werbefläche. Das war mein Ziel mit meinen Worten. Nicht der Gedanke der Bezahlung für Leistung.

      Liebe Grüße und danke für deine Worte

  12. Eve sagt:

    Hi Franzi,

    ich denke, Qualität setzt sich auf Dauer durch. Instagram wird nicht ewig währen und was beständig bleibt, sind nun mal die Blogs, auf denen die Blogger allein die Herren/Herrinnen sind.
    Abwarten und Tee trinken.

    Du leistest großartige Arbeit, an die gehypte Instagrammer mit angehängtem Blog bei Weitem nicht ran kommen.

    Wünsche dir noch eine schöne Woche.
    Liebe Grüße
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  13. Katharina sagt:

    Erst heute morgen musste ich wieder feststellen, dass du ein Nichts zu sein scheinst, wenn du nicht bestimmte Zahlen erreichst. Ob ich damit Menschen erreiche oder gute Inhalte produziere, zählt nicht. „Content ist King“ wird überall hinausposaunt, aber in Wahrheit müsste es heißen „Zahlen sind Alles“.
    Schade, dass es so läuft. Damit wird kleinen „Anfängern“ die Chance genommen sich etwas aufzubauen, egal wie viel Arbeit, Herzblut und Qualität darin steckt. Viele beschweren sich, dass es immer die selben Gesichter sind, die Kooperationen an Land ziehen und meckern, dass bei diesen Bloggern nur noch „Werbung“ geschaltet würde. Aber solange für Agenturen und Marken nur nackte Zahlen ausschlaggebend sind, wird sich daran auch nichts ändern.
    Ich bin gespannt, wie sich dieses Thema entwickeln wird.
    Liebste Grüße
    Katharina
    ________________
    http://somekindoffashion.de

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