Kolumne

Jeden Tag das Richtige tun: Unsere Helden im Alltag Nr.2

Helden im Alltag

Ich habe mich gefragt, wie ich etwas zurückgeben kann?! Ich habe mich gefragt, was meinen Job gerade noch wichtiger und sinnvoller machen würde? Was kann ich tun, damit andere daraus etwas mitnehmen und sich gut fühlen?

Helden im Alltag zu Zeiten von Corona

Jeden Tag das Richtige tun: Unsere Helden im Alltag

Daher ist hier auf dem Blog eine neue Rubrik entstanden, “ Helden im Alltag „- die euch Menschen vorstellt, die gerade ihr bestes geben. Die jeden Tag ein klein wenig mehr für unsere Gesellschaft tun und somit systemrelevant sind und in meinen Augen mehr Aufmerksamkeit verdienen. Ich möchte euch heute eine der vielen Heldinnen und Helden vorstellen, die gerade alles tun, um unser System am laufen zu halten.

Das ist Paulina  

Helden im Alltag zu Zeiten von Corona

Was machst du beruflich?

Seit 2006 arbeite ich in einer hausärztlichen Praxis in Niederbayern. Ich bin gelernte medizinische Fachangestellte. Vor einigen Jahren machte ich meine Weiterbildung zur Nichtärztlichen Versorgungsassistentin und Praxisassistentin. Ich kümmere mich um die ambulante medizinische Versorgung der Patienten. Mein Beruf ist sehr vielseitig. Zu meinen Hauptaufgaben gehören die Verwaltung und medizinisch notwendige vom Arzt delegierte Hausbesuche bei den Älteren, und Behandlung der Patienten in der Praxis. Ich übernehme arztentlastende Aufgaben und unterstütze dadurch bei der Sicherstellung eine umfassende Patientenbetreuung. Mich interessierte schon immer die Medizin. Ebenso wollte ich unbedingt etwas mit Menschen zu tun haben.

Ich bevorzugte schon immer einen Beruf, der den Menschen hilfreich und lebensnotwendig ist. Im Endeffekt berate und betreue ich die Patienten damit sie gesund bleiben, bzw gut mit ihren Erkrankungen leben können. 

Was ist gerade die größte Herausforderung für dich? 

Unsere größte Herausforderung in Zeiten der Coronakrise ist die ambulante Betreuung und Behandlung der Menschen so gut es geht, wie gewohnt fortzuführen. Was natürlich im Moment sehr schwierig ist. Hausbesuche werden so gut wie keine mehr gemacht, um unsere Patienten und unser Team zu schützen. Unsere Sprechstunde findet hauptsächlich am Telefon statt. Das macht es sehr schwierig Diagnosen zu stellen und die Bedürfnisse der Patienten richtig zu ermitteln.

Man darf nicht vergessen, dass es auch in der Coronakrise andere akute Erkrankungen gibt.

Vor allem die psychischen Belastungen machen unserer Bevölkerung zu schaffen. Die Menschen in unserem Land sind der verunsichert. Haben oft das Gefühl in den Medien steckt nur die halbe Wahrheit. Unsere Telefone stehen kaum noch still. Wir beraten die Patienten wie sie ihren Alltag gestalten, und mit dem Infektionsschutzgesetz richtig umgehen. Die meisten sind Menschen mittleren Alters mit Familie, und somit haben sie sehr viele Existenzängste. Sie sind überfordert weil der Alltag ein ganz anderer ist wie gewohnt. Sie suchen oft einen sogenannten „Blitzableiter“, bei dem sie ihre ganze Verunsicherung und ihren seelischen Stress abladen. Oft vergessen Sie, dass das medizinische Personal und die Ärzte nicht aus Stein gemeisselt sind und auch unter Ängste, Verunsicherung und Überforderung leiden. Wir sind so wie alle Mitmenschen nicht immun und allwissend gegenüber dem Virus.

Als Versorgungspraxis erreichen und fast täglich Neuerungen und Änderungen der Vorgehensweise. Unsere übliche Arbeit ist mit dem Covid 19 umso schwerer nachzugehen.

Was wünscht du dir von der Gesellschaft gerade?

Ich denke ich spreche auch im Sinne der Ärzte und medizinischen Personals, dass die Bevölkerung unseren Politikern, Forschern, Wissenschaftlern und Medizinern vertrauen sollen. Die Menschen sollen nicht immer alles in Frage stellen. Die Bekämpfung bzw Eindemmung der Gefahr liegt im Sinne von 83,02 Millionen Menschen in Deutschland. Wir haben eins der besten Gesundheitssysteme weltweit, und haben es mit einem unbekannten Gegner zu tun. Die Geduld wird bei jedem auf die Probe gestellt.

Deshalb muss das Ich zum Wir werden. 

Hier geht es zum ersten Interview

„Helden im Alltag“.

Liebe Grüße Frances

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