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Beauty Wissen: Was können Avocado und Teebaumöl?

30. Oktober 2018

Schon unsere Großmütter wussten: Die besten Beauty-Zutaten findet man in der Natur. Zu den altbekannten und bewährten zählen Honig, Eier und Oliven. Doch seit einigen Jahren finden zunehmend auch „exotischere“ Lebensmittel beziehungsweise Wirkstoffe Zugang in unsere Beautyroutine.

Beauty Wissen: Was können Avocado und Teebaumöl?

Ganz vorn mit dabei sind Aloe Vera und Grüntee. Besonders angetan haben es mir in letzter Zeit aber vor allem die Inhaltsstoffe Avocado und Teebaum-Extrakt. Da mir diese vermehrt im beautyregal ins Auge springen. Ich wollte wissen, was diese natürlichen Schätze so drauf haben. Da ich hauttechnisch aber ein kleines Sensibelchen bin, habe ich mich erst mal schlau gemacht und euch die Ergebnisse zusammengefasst:

Ja, wir lieben die Avocado. Ob pur, gegrillt, in der Guacamole, auf einer Scheibe Brot oder im Salat. Das Beste: Sie schmeckt nicht nur unglaublich lecker, sondern ist auch als Beautyprodukt der Knaller! Was die Inhaltsstoffe der Avocado angeht, so verfügt sie über einen beträchtlichen Nährwert: Sie ist reich an Kalium, Calcium, Eisen und anderen Mineralien, Eiweiß und Vitaminen, insbesondere Vitamin E und B, sowie an leicht verdaulichen, ungesättigten Pflanzenfettsäuren. Sie ist die fettreichste Frucht überhaupt. Trotzdem ist sie ein „Cholesterinsenker“, aufgrund der überwiegend ungesättigten Fetten. Die Avocado gehört zu den linearen Fettsäuren mit geringer Molekülgröße, wodurch Produkte mit diesem Inhaltsstoff tief in die Haut eindringen können.

Sie beruhigt und entspannt gereizte Haut und verleiht ihr Elastizität und Festigkeit. Die Frucht spendet zudem Feuchtigkeit und hilft, den richtigen pH-Wert aufrechtzuerhalten.

Avocado macht die Haut seidig weich und verleiht ihr einen strahlend gesunden Teint. Einziger Wermutstropfen: Avocados werden überwiegend in tropischen und subtropischen Ländern angebaut. Der Baum wächst in warmen, eher trockeneren Gebieten. Das bedeutet, die Avocado muss einen ziemlich langen Weg zurücklegen, bevor sie auf unseren Tisch oder in unserem Badezimmer landet. Nachhaltig ist das nicht wirklich. Stichwort: „Virtuelles Wasser“.

Drei Hacks für euch, um Avocados in eure Beauty-Routine zu integrieren.

Gesichtspeeling

Avocados enthalten reichlich Antioxidantien, daher sind sie eine echte Beauty-Wunderwaffe, vor allem für unsere Haut. Um diese von abgestorbenen Hautzellen zu befreien sind Peelings essentiell. Da macht die Frucht eine besonders gute Figur.
Zubereitung: Nehmt eine reife Avocado, zerdrückt diese und püriert sie. Anschließend etwas braunen Zucker und ein paar Tropfen Jojoba- oder Oliven-Öl hinzugeben.

Anwendung: Zuerst das Gesicht mit Wasser reinigen. Anschließend das Avocado-Gemisch auftragen und sanft einmassieren. Gut abwaschen und FERTIG. Ihr werdet sehen, wie gut das Avocado-Peeling eurer Haut tut.

Masken

Natürlich könnt ihr Avocados auch als Maske verwenden. Die Omega3-Fettsäurenm die darin enthalten sind, tragen positiv zu unserem Hautbild bei und spenden unserer Haut noch dazu Feuchtigkeit.

Zubereitung: Eine halbe Avocado reicht für eine Maske. Einfach wieder pürieren und mit etwas Honig und Joghurt vermengen.

Anwendung: Die Maske auf das gewaschene Gesicht ach 20 Minuten mit lauwarmen Wasser abwaschen. Die Haut fühlt sich babyweich an und ist mit Feuchtigkeit versorgt.

Haarwunder

Haare und Nägel freuen sich besonders über die Powerfrucht. Denn Avocados enthalten viel Biotin und sind daher super geeignet für eine Haarmaske.

Zubereitung: Einfach eine reife Avocado pürieren und mit 2 Esslöffel Kokosöl anreichen. Damit die Haarmaske noch besser wirkt, das Ganze noch mit einem Ei vermengen.
Anwendung: Nun auf die trockenen Haare auftragen und ein bis zwei Stunden einwirken lassen.
Wichtig: Gut ausspülen und anschließend die Haare mit Shampoo waschen.


 


Teebaumöl

Schon seit Jahrhunderten gilt Teebaumöl als All-in-one-Wundermittel für so ziemliche jede Lebenslage. Teebaumöl wirkt antibakteriell und fungizid, also keim- und pilzabtötend, und hat verschiedene positive Effekte auf das Hautbild. Dahinter stecken vor allem zwei Inhaltsstoffe: Terpinen und Cineol.

Teebaumöl wird pur oder mit Wasser verdünnt angewendet. Zur Hautpflege, Desinfektion und Wundheilung trägt man es direkt auf die Haut auf, auch Spülungen oder Inhalationen sind möglich. Doch nicht nur für den Körper, auch für den Geist wird Teebaumöl eine wohltuende Wirkung nachgesagt. Einige Tropfen Teebaumessenz im Badewasser fördern die Entspannung und unterstützen bei der Regeneration. Man sollte mit der Anwendung allerdings vorsichtig sein. Da es sehr reizend auf die Haut wirken kann, sollte Teebaumöl prinzipiell nur lokal verwendet werden, um betroffene Hautpartien nicht unnötig zu belasten. Manche Menschen reagieren auch allergisch darauf.

Deswegen vorher unbedingt testen, ob ihr dieses ätherische Öl vertragt.

Teebaumöl wird zum größten Teil in Australien und Neuseeland hergestellt. Die Ureinwohner schwören schon seit Urzeiten auf das bewährte Hausmittel. Erzeugnisse aus anderen Regionen sind mit Vorsicht zu genießen, da es sich oftmals nicht um ein reines Produkt handelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das ätherische Öl dann auch in Europa destilliert und seine antiseptische, entzündungshemmende Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen. Seitdem hat Teebaumöl auch bei uns stetig an Beliebtheit gewonnen und ist mittlerweile in vielen Haushalten zu finden.

Ich habe euch einige Tipps für Anwendungen von Kopf bis Fuß gesammelt.

Gegen Hautunreinheiten

Durch seine antibakterielle und antiseptische Wirkung wird es oft bei Problemhaut benutzt, beispielsweise gegen Pickel oder Akne. Doch Bereits 2-3 Tropfen im lauwarmen Wasser hilft beim Kampf gegen Pickel, ein paar wenige Tropfen in der Creme/Vaseline reichen auch schon aus. Wie so oft gilt auch hier: Weniger ist mehr! Tipp: Ein paar Tropfen Teebaumöl in heißes Wasser geben und ein Handtuch darin tränken, welches ihr anschließend für einige Minuten auf die von Pickeln oder Unreinheiten betroffene Stelle legt. Anschließend eine leichte Pflege für die Haut verwenden und die Haut ruhen lassen.

Für schöne Hände und Füße

Als Zusatz zu anderen Ölen weicht es Hornhaut auf und bekämpft Pilze sowie Bakterien. Zusammen mit Bienenwachs als Bestandteil einer Handcreme hilft es bei stark strapazierten Händen. Einen schnellen Frischekick für müde Füße bringen ein paar Tropfen Teebaumöl, die man pur zwischen die Zehen einmassiert. Wer mehr Zeit hat, kann auch ein Teebaumöl-Fußbad genießen: Einige Tropfen ins heiße Wasser geben, zurücklehnen und einfach entspannen!

Die perfekte Haarkur

Eingearbeitet in Shampoos und Kuren hilft Teebaumöl effizient gegen Schuppen. Es fördert die Durchblutung der Kopfhaut und hilft zusätzlich gegen schnell fettende Haare. Das Öl reguliert die Tätigkeit der Talgdrüsen.
Für die idealen Entspannungsmomente.

Nice to know: Teebaumöl wird häufig als „Seelentröster“ beschrieben. Das Öl soll Kraft, Selbstvertrauen und Entschlossenheit schenken und stressgeplagte Menschen ihre Sorgen vergessen lassen.

Gut zu wissen, was in unseren Beautyprodukten steckt- oder?

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