Kolumne

3 Frauen 3 Meinungen zum Thema … #3

5. November 2015 • 17 Kommentare

… „Er bezahlt alles“ .Wenn es um das Thema Geld geht, hört bei vielen bekanntlich nach einem klassischen Sprichwort die Freundschaft auf. Ist dem so? Und wie sieht es in der Beziehung aus? Dürfen wir uns einmal über das Thema „aushalten“ unterhalten?

3 Frauen 3 Meinungen zum Thema ... #3

Spricht das von Emanzipation etwas materiell einzufordern, oder machen wir uns abhängig? Drei Frauen und drei Meinungen zum Thema „Er bezahlt alles.“

Dame Nummer eins: Langjährige Beziehung, fest angestellt seit 5 Jahren. Und seit 6 Jahren in einer Beziehung.

Ich war schon immer selbstständig. Schon mit 14 suchte ich mir eine Aufgabe neben der Schule, ich wollte Geld verdienen und die Welt sehen. Mir wurde das Geld nicht mit in die Wiege gelegt. Was ich aber nie als schlimm oder nachteilig empfand. Ich musste selbst für mich sorgen, aber konnte daher mit meinem verdienten Geld auch machen was ich wollte. So zog sich das bis jetzt durch all meine Beziehungen. Ich fühlte mich nie verantwortlich für sein Einkommen und er musste sich keine Gedanken um mein Geld machen. Mein Konto, meine Ausgaben, meine Regeln. Sein Konto, sein Gehalt und das war es. Wenn wir zusammen Anschaffungen tätigen geht es immer halbe halbe. Miete, Einkauf, Möbel, Strom, Internet und Auto sind Anschaffungen von uns beiden. Daher sollten wir auch zu gleichen Teilen zahlen. Auch wenn ich gehaltsmäßig ein bisschen weniger verdiene, finde ich das nur fair. Damit sind wir beide glücklich und ich habe nicht das Gefühl ich liege ihm auf der Tasche. Dafür wäre ich zu stolz und möchte einfach nicht, dass jemand sein verdientes Geld für mich ausgibt. Anders herum würde ich es auch nicht wollen.

Dame Nummer zwei: Frisch verheiratet, Teilzeit, seit 4 Jahren zusammen.

Geld ist eigentlich kein Thema bei uns. Darüber sprechen wir selten. Er verdient wesentlich mehr, was ich nicht schlimm finde- denn ich habe so auch etwas davon. Ich habe ihn während seiner Studienzeit unterstützt und jetzt wo er wirklich ein gutes Einkommen erhält, ist es ok für uns beide, dass er in bestimmten Bereichen mehr zahlt: Miete, Hochzeit und mir zusätzlich auch manchmal einen Wunsch erfüllt. Ich hingegen rocke neben meiner Teilzeitstelle den Haushalt und kümmere mich um Buchhaltung und Co. Das heißt jetzt nicht, ich stehe brav am Herd und wenn der Mann dann nach Hause kommt, warte ich schon hinter der Tür mit angewärmten Pantoffeln auf ihn. Nein, wir schätzen beide das was wir haben und teilen das, was wir zusammen schaffen. Wir unterstützen uns gegenseitig und haben auch ein gemeinsames Konto. Wir teilen so gut wie alles und es gibt kein meins oder deins. Möchte ich mir etwas gönnen, muss ich ihn nicht fragen und er freut sich für mich, wenn ich glücklich bin. Ebenso hilft er auch wo er kann im Haushalt, was sich aber aufgrund seines Berufes manchmal schwieriger gestaltet. Uns stört das für andere wohl überholte Pärchenmodell ganz und gar nicht. Wir lieben uns, Geld spielt da keine Hauptrolle.

Dame Nummer drei: Seit 3 Jahren fest zusammen, selbstständig – die erste gemeinsame Wohnung wurde gerade bezogen.

Ich gebe zu, das Gehalt spielte schon immer eine Rolle bei mir. Ich will mich sicher fühlen und auch wissen, das es finanziell nie Probleme geben wird. Es ist keine Prämisse für die Liebe, aber für ein sorgenfreies Leben ist es schon sehr angenehm zu wissen: Er kann mir in der Not helfen und unterstützt mich gern. Das war schon immer so und bis jetzt hat es in meinen Beziehungen auch immer so gepasst. Vor allem jetzt, wo ich mich selbstständig gemacht habe, bin ich froh, dass er die Miete stemmen kann. Wir haben auch so einige Vorzüge durch seinen Beruf die ich gern nutze, um mir ein Leben mit ihm aufzubauen. Dabei unterstützt er mich finanziell, weil er es kann und er absolut keine Probleme damit hat. Geld spielt für ihn keine Rolle und für mich ist es schön, mich ausleben zu können. Er ist mein bester Freund, mein Mann, meine große Liebe. Die Frage, ob ich ihn auch ohne sein Geld lieben würde, kann ich jetzt mit ja beantworten. Aber ob wir uns dann tatsächlich kennengelernt hätten? Vielleicht unwahrscheinlich. Ich gehe damit sehr ehrlich um, manche meiner Freundinnen konnten nicht damit leben und unsere Wege trennten sich daraufhin. Aber das stört mich heute nur noch wenig, denn wenn jemand das Geld des Partners als Problem ansieht, ist es nicht mein Problem. Wir beide sind ja glücklich zusammen. Das ist doch das Wichtigste.

Und wie sieht ihr die Sache? Wie läuft das bei euch ab?

Liebe Grüße

Kommentare

17 Kommentare zu “3 Frauen 3 Meinungen zum Thema … #3”
  1. ich sagt:

    Ich bin Studentin und mein Freund verdient ziemlich gut. Deshalb finde ich es gar nicht schlimme, wenn er das Essen im Restaurant bezahlt oder den einen oder anderen Drink bezahlt. Bei den größeren Ausgaben bin ich dagegen immer für Hälfte Hälfte. Auch wenn er mir gerne alles bezahlen möchste, aber das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

  2. Leonie sagt:

    Das ist wirklich ein spannendes Thema, das auch immer wieder Diskussion in meinem Umfeld hervorruft. Im Gegensatz zu mir arbeitet mein Freund Vollzeit und verdient deshalb natürlich deutlich mehr als ich, weil ich ja noch studiere. Trotzdem teilen wir uns die meisten Kosten. Manchmal, wenn es zum Beispiel um größere Anschaffungen wie Möbel und Co. geht, zahlt er allerdings etwas mehr. Das finde ich auch gut so, denn sonst könnten wir uns die Sachen vielleicht gar nicht leisten. Allerdings ist es für mich sehr wichtig, hier einen gewissen Ausgleich zu haben. Sobald ich voll ins Berufsleben einsteige, ist es für mich auch selbstverständlich, dass wir uns alle Kosten gerecht aufteilen.
    Liebe Grüße
    Leonie von Follow The Daisies

    • Jessica sagt:

      Hallo Leonie, dieses Thema gab es zur Zeit auch bei mir und in meinem Freundeskreis. Du sagst, es wäre selbstverständlich für dich, dass ab deinem Berufseinstieg Kosten gerecht aufgeteilt werden. Klingt logisch. Siehst du es aber nicht so, dass du deinem Partner über die Jahre vielleicht etwas „schuldig“ geworden bist und du ja dann vielleicht auch eine gewisse Zeit mehr bezahlen könntest? Zum Beispiel mehr Miete als er?
      Liebe Grüße, Jessica
      PS: Meine Meinung ist dazu alles andere als gefestigt. Mich interessiert es einfach, wie andere das sehen.

    • Franzi sagt:

      Hallo leonie! Ich finde das auch völlig legitm, selbst wenn du nicht den Wunsch hättest den Ausgleich zu schaffen. Ihr müsst das ja klären. Geld ist nicht alles!
      Liebe Grüße

  3. ich mag diese 3 frauen – 3 meinungen serie wirklich gern! wie in allen dingen, ist es vor allem beim geld wichtig, dass es richtig kommuniziert wird. dass beide seiten glücklich sind, ist das wichtigste!

  4. Luise sagt:

    Ein wirklich interessantes Thema. Bei uns ist es so, dass gemeinsame Kosten wie Miete, Möbel, Strom, Internet, Wocheneinkauf an Lebensmitteln genau durch zwei geteilt werden. Alle anderen Einkäufe, wie z.B. Kleidung bezahlt jeder für sich selbst. Für uns ist es die perfekte Lösung und funktioniert schon über 5 Jahre so.

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  5. Jessica sagt:

    Ein wichtiges Thema, das mich aktuell sehr beschäftigt. Ich bin jedoch eher Dame Nr. 4:

    Seit mehreren Jahren im Beruf und dabei einige Karrierestufen hochgeklettert. Mein Partner (5 Jahre Beziehung) studiert – und das schon sehr lange ohne Aussicht auf ein nahes Ende. Daher zahle ich deutlich mehr Miete, übernehme Kosten für Urlaube und tätige größere Anschaffungen nahezu im Alleingang. Restaurantrechnungen gehen meistens auf meine Kappe. Mir ist Geld nicht wichtig, ich bin nicht geizig und würde das niemals 1:1 aufwiegen. Ich unterstütze ihn gern. Aber so langsam wünsche ich mir wirklich, ein bisschen von dieser Emanzipation abgeben zu können. Zumindest so, dass wir uns auf einer Ebene befinden… das meine ich nicht mal finanziell, sondern mehr im Sinne von Verantwortung und Engagement in der Beziehung.

    Grundsätzlich bin ich dafür, in einer Beziehung selbst über sein verdientes Geld verfügen zu können. Von gemeinsamer Kontoführung und absolute Kontrolle halte ich nichts genauso wenig wie von Mann verdient und Frau gibt aus. Dass man sich aber gegenseitig unterstützt, gehört dazu.

  6. ashyda sagt:

    Irgendwas hab ich falsch gemacht. Bei uns bin ich die, die das Portemonnaie zückt :‘)
    Mein Freund und ich sind seit 4 Jahren ein Paar und wir wohnen seit 1,5 Jahren auch zusammen. er ist Student, ich relativ gut bezahlte Angestellte. Ich zahle etwas mehr Miete, die Möbel, komme komplett für die Kosten für unseren Hund auf (Futter, Tierarzt, etc.) und am Ende des Monats, wenn sein geringer Lohn vom Teilzeitjob all ist, zahl ich ihm auch noch das Bier in der Kneipe.
    So geht das jetzt seit 4 Jahren und es stört mich auch nicht wirklich, trotzdem hoffe ich, dass er sein Studium bald mal beendet & einen gescheiten Job findet und damit die Kostenteilung mehr Richtung halbe-halbe geht. 😉

    • Franzi sagt:

      Du hast nix falsch gemacht. Ich glaube nur, in unserer Gesellschaft ist das immer noch nicht so verbreitet, das Frau auch einmal mehr verdienen kann- schlimm eigentlich, aber nicht schlimm das es so ist. Ich glaube aber, so wie du dir langsam mehr Unabhängigkeit wünscht von ihm, sind Männer da oft noch anders gepolt. Oder? Wie geht er denn damit um, das du mehr verdienst, wenn ich das fragen darf?
      Liebe Grüße

  7. Ich finde das Thema unglaublich spannend und ich glaube da gibt es kein richtig oder falsch. Jedes Paar ist anders und entscheidet deswegen frei darüber, wie das mit dem Geld läuft – nur die Einigkeit sollte da sein.
    Bei mir ist das so, dass ich deutlich weniger verdiene als mein Mann und ich auch gern noch studieren möchte. Er sieht die Sache mit dem Geld furchtbar gelassen, finanziert fast alles, Miete, Urlaub, Anschaffungen. Wir gehen beide 40 Stunden arbeiten und irgendwie ist meine Arbeit halt einfach nicht weniger wert, nur weil ich weniger verdiene. Also macht er da auch überhaupt keine Anstalten 50:50 teilen zu wollen.
    Was ich als kleine Wiedergutmachung versuche ist halt ihm anderweitig so gut es geht den Rücken frei zu halten. Wenn er Stress bei der Arbeit hat versuche ich die Wohnung schön zu haben und das Essen fertig zu haben, damit er einfach zu Hause nakommen und relaxen kann.
    Und ja, damit gehöre ich wohl eher einem veralteten Beziehungsmodell an, aber mein Mann sagt immer, dass er mich ja nicht geheiratet hätte, wenn ihm das alles nicht passen würde, so wie es ist =)

    Liebe Grüße
    Julia

    • Franzi sagt:

      Hey! Ja das Thema wird wohl immer spannend bleiben. Ich finde es toll, das dich dein Freund so unterstützt. Aber schlimm ist es nicht, am Ende müsst ihr ja glücklich sein und vielleicht bist du in 5 Jahren die Top Verdienerin?;) Aber wichtig ist es nicht. Wäre ja schlimm, wenn das die Liebe ausmachen würde.
      Liebe Grüße

  8. Kat sagt:

    Mein Lieblingsmensch und ich teilen uns so gut wie alle Kosten, egal ob es um Neuanschaffungen (Möbel, etc.) oder allgemeine Rechnungen (Strom, Wasser, Lebensmittel, etc.) geht. Ich habe zwar ein geringeres Gehalt als er, aber ich möchte mir niemals von irgendjemand nachsagen lassen, dass ich ihm auf der Tasche hänge. Das ist meine persönliche Einstellung dazu und viele meiner Bekannten oder Familienangehörigen finden, dass ich ihn auch mal öfters zahlen lassen könnte, aber das möchte ich nicht. Ich verdiene mein eigenes Geld und möchte es dann auch für meinen allgemeinen Lebensunterhalt nutzen, anstelle es nur für Klamotten und Make-up auszugeben. Natürlich wäre es schön, wenn ich das Geld einfach ausgeben könnte ohne zu überlegen, ob ich am Monatsende noch genug für die XYZ-Rechnungen habe, aber ich bin gerne weitestgehend unabhängig. Ich liebe meinen Lieblingsmenschen aus tiefstem Herzen und möchte auch mein Leben mit ihm verbringen, aber trotzdem arbeite ich daran beruflich weiterzukommen, um im Notfalls (z.B. Berufsunfähigkeit oder so) später einmal die Raten fürs Eigenheim oder den Lebensunterhalt meiner Kinder alleine bestreiten zu könnnen. Ich möchte später nicht jeden Cent rumdrehen müssen, sondern ein angenehmes Leben (ohne großartigen Luxus, aber dafür mit viel Liebe und wenig Geldsorgen ♥!) mit meiner eigenen kleinen Familie führen.

    Liebe Grüße
    Kat
    http://www.heartandsoulforfashion.com/

  9. Julia sagt:

    Ich mag diese Reihe super gerne, spannend, was man für andere Ansichten kennenlernt!

    Ich persönlich möchte nicht, dass mein Freund sich für mich in Unkosten stürzt und wahnsinnig viel Geld für mich ausgibt. Wir sind beide noch Studenten und werden teilweise auch noch finanziell von den jeweiligen Eltern unterstützt, da z.B. mein Nebenjob nicht ausreicht, um das WG-Zimmer und alle Ausgaben drumherum zu stemmen. Klar, wir schenken uns gegenseitig Dinge zum Geburtstag, zu Weihnachten, oder auch mal eine Kleinigkeit zwischendurch, wenn man dem anderen einfach mal was gutes tun möchte, aber wir bleiben da beide schon sehr auf dem Teppich und übertreiben es nicht. Wenn wir zusammen weg fahren (z.B. in die Heimat), dann teilen wir alles zur Hälfte; er bekommt ab und zu mal eine Tankfüllung von mir bezahlt (ich besitze kein Auto, deswegen fahren wir oft mit seinem Wagen) und wir versuchen es ausgeglichen zu haben. Klar rechnen wir nicht jeden Cent auf, natürlich freue ich mich, wenn er mich z.B. ins Restaurant einlädt, aber gleichzeitig versuche ich mich immer erkenntlich zu zeigen und zahle dann beim nächsten mal. Auf jeden fall ist es für mich nicht selbstverständlich, dass er alle Rechnungen übernimmt.
    Ich finde uns sehr bodenständig und alles was ich an materiellen Wünschen habe möchte ich mir auch selbst verwirklichen können, dafür gehe ich nunmal arbeiten.
    Ich kenne auch andere Menschen in meinem Umfeld, die das komplette Gegenteil leben. Da bezahlt der Freund alles. Es gibt teure Urlaube zum Geburtstag, er bezahlt die Shoppingtouren.. Für mich wäre das überhaupt nichts. Selbst wenn es von ihm aus finanziell möglich wäre, es wäre mir hochgradig unangenehm und würde mich fühlen als würde ich in seiner Schuld stehen. Allerdings könnte ich mir schon vorstellen, später (vor allem falls wir irgendwann heiraten sollten) auch gemeinsame Konten zu führen, da ich auch einfach weiß, dass wir beide vernünftig genug sind nicht den „Anteil“ des anderen komplett zu verprassen. Man kann ja trotzdem noch etwas vom eigenen Gehalt gesondert anlegen für spezielle Wünsche.

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Julia! Ich sehe es ähnlich wie du! Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn man es anders gern lebt. Aber ich kann das mit der in der Schuld stehen sehr gut nachvollziehen. Das Gefühö hätte ich dann auch immer!

      Liebe Grüße

  10. Caterina sagt:

    Spannendes Thema. Jeder sieht das denke ich anders. Ich verdiene, wie mein Freund, mein eigenes Geld. Wir verdienen quasi das Gleiche und so bezahlt auch jeder seine Sachen. Ich freue mich natürlich, wenn er mich zum Essen mal einlädt, erwarte das aber nicht.
    Ich möchte niemals von einem Mann abhängig sein sondern immer mein eigenes Geld haben. So kann ich damit auch kaufen was ich möchte. Ich fände es schrecklich ihn fragen zu müssen, wenn ich mir einen Pullover kaufen wöllte.

    LG Caterina

    http://caterinasblog.com

  11. Anni sagt:

    Ich finde, dass das so ein unheimlich schwieriges Thema ist. Ich weiß, dass ich mich nicht ohne schlechtes Gewissen von meinem Partner „aushalten“ lassen könnte. Aber es gibt eben auch genügend Situationen, in denen es eben nicht anders geht. Und Fakt ist, dass ich natürlich ohne nachzudenken für meinen Freund einspringen würde, wenn er finanzielle Schwierigkeiten hätte. Eigentlich hat er die sogar, weil er sich sein Studium komplett selbst finanziert und manchmal nicht mit dem Geld hinkommt. Aber Geld möchte er dann tatsächlich nie von mir annehmen. Ich bin mit dem Studium fertig, arbeite nun seit ein paar Monaten und habe daher etwa doppelt so viel Geld zur Verfügung wie er. Wir wohnen allerdings nicht zusammen und daher müssen wir uns Miete, Lebensmittel usw. sowieso nicht teilen. Würden wir zusammen wohnen, wäre es selbstverständlich für mich, dass ich mit dem höheren Einkommen den Großteil der Ausgaben trage. Es gehört ja in ein Partnerschaft dazu, dass man sich gegenseitig unterstützt und auffängt und dazu gehört eben auch der finanzielle Part. Es ist ja eben auch ein großer Unterschied, ob man sich mit dem Geld des Freundes/Mannes ein schönes Leben macht und es für den eigenen, unnötigen Luxus aus dem Fenster schmeißt oder wenn man eben finanziell gerade schlechter dasteht, weil man vielleicht noch studiert oder auf einer Teilzeitstelle festhängt.Und ich bin mir sicher, dass die meisten Frauen ihren Partner ebenso unterstützen würden, wenn es umgekehrt der Fall wäre.

  12. Vivien sagt:

    Ein sehr schwieriges Thema. Mein Freund steht schon seit vielen Jahren im Berufsleben, während ich immernoch studiere… Ich versuche seit ich mit ihm zusammen bin, jeden Cent zurück zu legen, um mir auch gemeinsame Urlaube mit ihm leisten zu können. Natürlich zahlt er auch etwas für mich, wenn wir Essen oder Feiern gehen, aber mich komplett von ihm aushalten lassen möchteich ja auch nicht (und genauso wenig will er es). Da ich wahrscheinlich weniger als die Hälfte als er am Anfang verdienen werde sehe ich keinen Ausweg aus dem Ganzen…

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