Kolumne

Businesstalk: Don’t sell yourself for peanuts- schätze deine Arbeit

2. Mai 2018 • 1 Kommentar

Unser Job ist vielfältig. Wir müssen uns jeden Tag reinhängen und dran bleiben. Ich weiß das, wir wissen das jeweils übereinander. Was ich euch aber heute sagen will ist keine Maßregelung. Es sollen keine Worte mit erhobenem Zeigefinger sein, nur viel mehr ein Tipp, ein Hinweis und vor allem ein Statement zur Einschätzung der eigenen Arbeit. 

 

Wie viel ist dir deine Arbeit wert?

Beschäftigt ihr euch mit diesem Thema? Ist euch bewusst was ihr wert seid? Klar ist der Markt voll von Influencern. Stars und Sternchen. Es gibt Accounts und Blogs die bessere Zahlen, mehr Follower und Likes haben. Aber niemand kann deine Arbeit so umsetzen wie du es jeden Tag tust, denn sonst würdest du nicht selbstständig arbeiten können. Ich halte das für ganz logisch. Kunden schätzen deine Umsetzungen, deine Ideen und dich als Person. 

 

Don’t sell yourself for peanuts

Dennoch beschleicht mich in der Branche das Gefühl, dass jeder immer einmal wieder in eine Art von kreativem Loch fällt. Auf einmal sind alle besser, haben mehr Follower und du versuchst mitzuhalten und scheiterst. Nicht laut, aber für dich allein hinter deinem Laptop. Es passiert einfach und immer gerade dann, wenn auch noch das echte Leben nicht richtig mitspielt. Dazu kann der Erfolgsdruck von zu Hause, von Freunden oder von Kollegen kommen. Da springen alte Partner auf neue Ideen auf, die nicht deine sind. Da wirst du vergessen, oder auf einmal gar nicht mehr angefragt. Unangenehm. Leider ist das ein Punkt, der immer wieder eine große Rolle spielt. Auch deine Kooperationspartner können manchmal den falschen Weg wählen. Sie halten dir vor, wer was für weniger Budget macht und fragen, wieso du es für diesen Betrag nicht auch machen würdest.

 

Hart. Schlimmes Gefühl. Davon musste ich mich auch erst lösen.

Bleib dir treu!

Dafür gibt es nur eine Lösung: Standhaft bleiben und ehrlich sein. Lass dir nicht einreden, dass du ersetzbar wärst. Lass dir nicht erzählen, dass diese Marke dir Ruhm und Anerkennung verleihen kann. Lass dir nicht einreden, dass jeder es günstiger machen würde. Lass dich nicht davon abringen, jeden Tag immer wieder das beste Ergebnis abzuliefern. Es wird tatsächlich immer jemanden geben der besser, schöner, größer und wohl auch erfolgreicher ist. Aber wieso solltest du dich deshalb schlecht fühlen? Wieso solltest du dich deswegen unter Wert verkaufen? Weil andere das sagen? Weil andere nur Zahlen vergleichen, aber die Arbeit dahinter nicht sehen wollen?

„Verkaufe dich nicht für ein paar Produkte und ein wenig versprochenem Fame.“

Puh, hat sie das wirklich gesagt? Ja und ich stehe dazu, weil es mir nicht darum geht mit welcher Marke du zusammenarbeitest. Das ist und bleibt deine Entscheidung. Du kennst deine Zielgruppe, du machst deine Arbeit nach bestem Gewissen. Nur manchmal glaube ich, vergessen wir dabei unsere Arbeit selbst zu schätzen und richtig einzuschätzen. Mir persönlich geht es viel mehr darum, dass du selbst lernst deine Arbeit wertzuschätzen und deine Budgets richtig anzupassen. Du musst nicht jede Anfrage auf Biegen und Brechen annehmen, nur weil alle anderen es so machen. Du musst nicht immer wieder einknicken oder leeren Versprechungen folgen, weil du Angst hast nicht mithalten zu können. Dieser Job entwickelt sich rasant. Wir alle müssen immer wieder schauen wo es hingehen soll. Wir wissen alle, dass gute Arbeit, schöne Bilder und wichtige Texte einfach Zeit brauchen. Sie benötigen mal viel Investment, mal externe Hilfe, mal einen Denkanstoß, mal nur 24 Stunden und mal drei Wochen.

 

Wir sind Fotografen, Storyteller, Selbstdarsteller, Ideenfinder, Konzeptionierer, Journalisten, Maler oder Entwickler, und das 24 Stunden am Tag. Wir machen das gern, wir wollen davon leben. Wir wollen nicht reich werden und uns nicht nur bereichern, sondern etwas Bleibendes schaffen, damit dieser Berufszweig sich nicht in fünf Jahren schon so ausgehölt und selbst verkauft hat, dass alle nur noch über uns lachen. Wir müssen ganz offen darüber sprechen, was unsere Arbeit ausmacht und wie viel Herzblut wir jeden Tag und immer wieder in Projekte und Ideen stecken.

Genau deshalb schreibe ich diesen Text. Es ist so wahnsinnig wichtig, dass du dir deiner Arbeit bewusst bist, nicht immer nur nach links und rechts schaust und gezwungen wirst, dich unter Wert zu verkaufen. Egal was ich darüber denke, oder andere: Es ist wichtig deine Arbeit zu kennen und dich richtig einzuschätzen. Auch wenn es dann wieder einmal heißt „Du bist zu teuer. Du bist nicht dabei.“

 

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Es ist wichtig deine Arbeit zu kennen und dich richtig einzuschätzen. Auch wenn es dann wieder einmal heißt „Du bist zu teuer. Du bist nicht dabei.“

Nein, vielleicht stimmt dieses Mal einfach das Budget nicht, oder die Firma schätzt deine Arbeit nicht genug, oder es geht nur um ganz banales Influencer Marketing, weil alle gerade genau das machen. Das kann noch ein paar Jahre gut gehen, aber  wer will sich denn nicht weiterentwickeln, mehr bieten und dabei an seiner Arbeit wachsen? Richtig, niemand. Wenn wir diesen inflationären Weg weiter so verfolgen, wird der Bereich Influencer Marketing an Substanz und Inhalt verlieren. Gute Arbeit wird einfach noch weniger geschätzt werden. DAHER

Sei dir deiner Arbeit bewusst.

Sie ist es wert.

Wenn ich das weiß, dann hoffe ich, du erst Recht.

Alles Liebe

Kommentare

Ein Kommentar zu “Businesstalk: Don’t sell yourself for peanuts- schätze deine Arbeit”
  1. Loredana sagt:

    Hallo liebe Franzi. Ich habe mir schon länger vorgenommen mal deinen Blog zu besuchen. Endlich habe ich es geschafft. Ich habe noch nicht sehr viel gelesen aber das brauche ich in diesem Augenblick nicht. Ich möchte jetzt schon sagen, dass ich ihn liebe. Was ich bis jetzt gelesen habe finde ich einfach toll. So viel von dem was ich lese beschäftigt mich auch aber ich bin keine Bloggerin leider und so gerne ich wollte, ich weiß nicht wie ich darüber schreiben soll. Ich habe viele Gedanken und Themen die geschrieben werden wollen. Dann lese ich Blogs und denke, ja das ist es doch, was mich auch beschäftigt (nur ohne meine persönliche Note 😉 ) ich bin begeistert und freue mich noch sehr viel von dir zu lesen.
    Ganz herzliche Grüße Loredana

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