Kolumne

Das mit der Kritik

29. Januar 2014 von

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Wir äußern uns gern. Hören gern unsere Meinung und das Beste, was dann passieren kann? Andere sind gedanklich und verbal bei uns. Passiert das einmal nicht, kann auch eine rege Diskussion stattfinden.

 

Zumindest wäre das wünschenswert. Was gibt es Schöneres, als zusammen ein Thema zu besprechen und gemeinsam auf einen Konsens zu kommen. Schön wäre das. Doch irgendwie und irgendwann ist der Sinn hinter den 6 Buchstaben, hinter dem Wort Kritik verschwommen. Auf beiden Seiten. Der, der sich äußert und der der reagiert. Kritik ist eine kleine Wortbombe geworden. Gern werden andere Sichtweisen absolut ignoriert und nur der Kopf geschüttelt. Denn das würde ja implizieren, man hätte nicht alle auf seiner Seite. Doch wenn ich öffentlich etwas von mir gebe, eine subjektive Meinung (diese Sicht kann nicht jeden und alles erreichen und abholen, vor allem wenn kein persönlicher Kontakt besteht) dann muss ich ebenso damit rechnen, dass mein Gegenüber es ganz anders fühlt und lebt. Ich muss ebenso eine mir fremde Äußerung auch reflektieren und mit meinem Bild vergleichen. Aber auch das Gegenüber nimmt das Wörtchen Kritik schnell in den Mund.

Denn der eigene Standpunkt kann auch ebenso mit aller Macht vertreten werden. Beschimpfungen, Beleidigungen dienen als Beweisführung der eigenen Meinung. Was läuft da schief? Ganz klar, der Sinn der Aktion ist kein reges Miteinander, sondern eine applaushaschende Rede. Aufspringen, mitnehmen, präsentieren. Beide Seiten möchten sich nur zur Schau stellen, und nicht das Thema. Da bleibt nicht mehr viel Luft für einen regen Austausch. Anstatt das Thema wirklich von Herzen und mit einem offenen Ohr anzugehen, steht die Mauer schon vor dem Ersten gesagtem, geschriebenen Wort. Beide Seiten, Leser und Autor sollten sich dessen bewusst sein. Eigentlich ganz einfach. Nicht jeder mag Vanilleeis. Auch nach der 200. Begründung kann und muss man die eigene Überzeugung nicht vergessen oder zwingend durchgesetzt werden. Aber man kann es sich anhören und akzeptieren und das frei von persönlichen Angriffen. Und dann vielleicht soch einmal probieren oder bei Erbeere bleiben.

Was meint ihr?

Kommentare

Bisher 5 Kommentare zu “Das mit der Kritik”

  1. Puh gutes Thema, schweres Thema. Ich muss sagen ich mag es viel mehr, wenn mal jemand nicht meiner Meinung ist und eben wirklich eine Diskussion entsteht. Aber eine richtige, eine konstruktive, die einen vllt auch dazu bringt sich das ganze mal aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Ich find das immer total interessant! Aber ja wie du ja schon schreibst, können viele Menschen nicht mehr sachlich diskutieren. Wirklich schade. Denn es macht ja eigentlich so viel Spaß.
    Ich sprech auf meinem Blog ganz oft allgemeine Themen an und möchte mit meiner Meinung auch Leute zum diskutieren anregen und vor allem auch ihre Meinung dazu wissen. Bisher hatte ich da sehr Glück und es sind wirklich interessante Kommentare gekommen und auch mal das ein oder andre Gesrpäch entstanden. Ich meinem privaten Umfeld hab ich zum Glück einige Menschen, mit denen Man super über Dinge reden kann, die einem Feedback geben, ihre eigene Meinung äußern und sie sachlich verteten. Egal ob es die gleiche oder eine andere ist. Ich glaube viele sehen Kritik aber auch als komplett negative Sache an. Ging mir auch lang so. Ich hab lange nicht gewusst, dass Kritik sowohl positiv als auch negativ ausfallen kann.

  2. jasmin sagt:

    puh, ja nicht einfach. kritik ist gut, aber oft kommt kritik eher als beleidigung an. das kommt eben immer auch auf die formulierung an. das nicht jeder die gleiche meinung ha t ist klar. ich denke jder sollte seine meinung haben dürfen ohne sich dafür schaämen zu müssen. ein richtig gibt es nicht. aber gerade unter uns mädchen geht dann schnell das geläster los. ich finde das sehr schade.missgunst ist da auch so ein weibliches thema. warum kann nicht jeder einfach so sein wie er möchte?

  3. radieschen sagt:

    Ganz ehrlich, der erste große Absatz … was kommt da bei rum? „Faseln“ kannst du gut. (Eine Meinung ist im Übrigen immer subjektiv!) Was du mit de Absatz aussagst ist: „Kritik wird nicht immer angenommen…buhu. Ich muss damit rechnen, dass Mitmenschen andere Meinungen haben.“ Krasse Weisheit! Ach Quatsch, ich bin nicht neidisch, finde aber, dir könnte auch mal jemand sagen, dass du bescheuerte Texte schreibst. Wirst dich da an wichtigeren Punkten vielleicht noch blamieren.
    Läuft mit deinem Blog scheinbar ja aber ganz rund, die Bilder sind nett anzuschauen … schreiben kannst du definitiv nicht. Lässt sich auch an vielen anderen Stellen bemerken. Für dein Publikum reicht es aber…

    • Franzi sagt:

      Na ja ich kann nicht jeden glücklich machen. Aber ich finde, du passt genau in meinen bescheuerten Text.

      Liebe Grüße und ich denke ich werde nur für dich weiter schwafeln. Denn es passt so gut zu dir und du hast das mit der Kritik ja auch nicht verstanden 😉

  4. Svenja Süß sagt:

    Sehr schönes Thema, das gleich vorne weg angemerkt. Ich glaube das viele soziale Plattformen das „Ich muss mich in dieser Gesellschaft behaupten – Ich“ über die letzten Jahre geprägt hat. Jeder vergleicht, will besser sein. Wenn das Selbstbild nicht im reinen ist, nehmen wir vieles schnell als Kritik wahr. Wir fühlen uns in den eigenen Vorstellungen und Standpunkten schneller nicht wahrgenommen, da wir uns nicht verstanden fühlen bzw. uns wird unsere Meinung als falsch signalisiert. Das man nicht immer auf einen Nenner kommen kann und auch gar nicht muss, zeigt dein schönes Beispiel mit dem Vanielleeis.

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