Kolumne

Was war los Frances? Weekly Update #9 2018

19. April 2018 • 2 Kommentare

Polen. Krakau. Hallo! Ich war noch nie hier. Es ist das erste Mal, dass ich Polen bereise.

Tatsächlich wäre ich von allein nicht auf die Idee gekommen hier her zu reisen. Städtereisen sind in, aber es muss doch immer weiter, höher und trendiger sein, oder? Mir geht es auch nicht anders. Irgendwie möchte man mit seinen Reisen ja doch mithalten können. Denn interessant ist nur der, der weit weg verreist und international unterwegs ist. Zumindest scheint das im Netz so zu sein. Trotzdem habe ich mich für die Reise nach Krakau entschieden und es in keiner Sekunde bereut.


Gereist.

Diese Stadt hat so unglaublich viel zu bieten und ist voll von Geschichte, die uns alle immer noch betrift und nie in Vergessenheit geraten sollte. Krakau hat zwei Geschichten zu erzählen, eine schreckliche und eine wunderschöne. Beide Seiten sind hier allgegenwärtig, beide Seiten pärgten die Stadt und das Stadtbild. Das zu Zeiten des Holocaust errichtete Ghetto von Krakau ist heute ein normaler Stadtteil und eine ganz normale Wohngegend für junge Menschen. Studenten leben hier. Zwischen Denkmälern und noch ca. 15 original erhaltenden Gebäuden aus der Zeit des zweiten Weltkreigs düsen wir in kleinen Elektrocaddies durch die großen, breiten Straßen. Als wären hier nie diese grauenhaften Verbrechen passiert. Als konnte man hier schon immer ganz frei leben. Das funktioniert heute besonders für junge Menschen ganz gut, verrät uns der Guide in lässiger Erzählpose. Das tun die Krakauer eben. Die eisernen Stühle auf dem „Platz der Ghettohelden“, die orignalerhaltenen Mauerfragmente des Ghettos und die Gebäude, die das Ghetto überlebt haben und heute als ganz normaler Wohnraum dienen, schaffen eine bleibende Erinnerung. Schreckliche Schönheit.


 

Gegessen.

Hummus for President. Ich muss das kurz einschieben. Hier im Jüdischen Viertel in Krakau kann man von jeder Speisekarte richtig guten Hummus bestellen. Das passt zu mir und das würde ich jeden Tag essen. Gott, wie gut das ist. Allein deshalb kann ich euch die Stadt nur empfehlen.

 


Gedacht.

Instagram braucht mehr echte Inspirationen. Hier schon erwähnt, will ich das Thema noch einmal kurz anschneiden. Ich als Frau suche andere Frauen, die echte Inspirationen bieten. Die, die arbeiten, die Kinder und Familie wuppen, die ihren eigenen Stil haben und mit ihrem Leben, ihren Erfahrungen und ihrer Einstellung zum Leben eine Message weitergeben können.

Es gibt mehr als eine Instagram Karriere.

Diese erfolgreichen Accounts sind toll und genau so wichtig. Aber ich möchte mehr Inspirationen aus unterschiedlichen Bereichen und Branchen. Ich möchte einfach andere Inspirationen in meiner Timeline haben. Geht es euch auch so?


Wo geht es hin?

Ganz kurz nach Düsseldorf. Ich spiele Fachfrau und danach geht es nach Cannes. Spannend. Die Filmfestspiele gehen in die letzte Runde und ich werde euch wohl gleich zwei Mal mit auf den roten Teppich nehmen. Ich bin gespannt auf alles was kommen wird. Mein größtes Problem wird dann aber die Outfitwahl sein. Lucky me! Es könnte ja schlimmer sein.

Gedanke der Woche:

Sterben Blogs aus?

Alles Liebe

Kommentare

2 Kommentare zu “Was war los Frances? Weekly Update #9 2018”
  1. Anja sagt:

    Ein schöner aber auch nachdenklicher Beitrag zu deiner Reise nach Krakau. Ich bin überrascht, wie schön die Stadt doch auch ist und könnte mir doch tatsächlich auch vorstellen einmal eine kleine Städtereise nach Krakau zu machen. Ich finde es toll, dass du dich auch für Frauen interessierst, die außerhalb der „Bloggerwelt“ tätig sind und Dinge bewegen.

  2. Meri sagt:

    Instagram als Karriere? Mit Verlaub, dass bringt mich ein wenig ins Schmunzeln. Ich sehe das als einen sehr temporären Job. Ich bin 31, habe eine 2-jährige Tochter und gehe Vollzeit arbeiten. Kind, Haushalt, Vollzeitstelle und Ehe unter einen Hut zu bekommen ist eine Herausforderung, aber so ist das Leben halt :-). Vielleicht bin ich in einer Sache konserativ und zwar in der, dass ein fester und unbefristeter Job sehr nice sein kann. Sein Lebensunterhalt auf einer Online Plattform mit einer App zu bestreiten, wo man auf Leser, Follower und steigendes Engagement angewissen ist, ist mir persönlich zu heikel. Täglicher Seelenstripteas und Lebensoffenbarungen an den Tag legen nur damit man im Gespräch finde ich auch sehr fraglich.

    Ich bin selbst Bloggerin und sehr aktiv auf Instagram unterwegs. Viele große Instagramer sind für mich schon lange uninteressatn geworden, weil die Persönlichkeit schon sehr lange auf der Strecke geblieben ist.

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