Kolumne

Was war los Frances in Zeiten von Corona?

Was war los Frances in Zeiten von Corona?

Die letzten zwei Wochen fühlten sich wie Jahre an. Ich bin nicht gut im Warten und von nicht planbaren Situationen.

Was war los francés? Hast du einen Podcast aufgenommen ?

Vielleicht sehr deutsch? Wir akzeptieren Veränderungen nur schwer. Alte Gewohnheiten und Freiheiten einzuschränken, fällt uns schwer, in einigen Bereichen zu Recht, in einigen war es aber verdammt notwendig. Ich weiß selbst ebenso was richtig ist und ich weiß, was ich tun muss und lassen kann, um anderen zu helfen. Darum geht es ja jetzt vorzugsweise.

Was kann ich für andere tun?

Das beschäftigt mich gerade sehr. Eigentlich war nicht viel los, aber dennoch durfte ich wieder erkennen, was mir wichtig sein sollte. Ich muss mich, das ist mir auch vor Augen geführt wurden,  noch etwas mehr konfigurieren, denn es fehlen noch ein paar gute Routinen, um nicht völlig verlottert mit Netflix und Chipstüten an der Couch festzukleben.  Daher krame ich für mich, eine alte Gewohnheit wieder aus, um mir meine Routinen auch wirklich wieder anzueignen.

Eine Followerin auf Instagram sagte neulich zu mir „Du hast so viel zu erzählen, mir wird manchmal ganz schlecht bei dem vielen Input“.

Stimmt, aber ich will euch natürlich nicht jeden Tag zu viel Frances zumuten, und das schöne am Blog: Ihr müsst es erst gar nicht anklicken, oder könnt meine Gedanken in Etappen lesen. Daher gibt es erst einmal wieder ganz viele Gedanken aus meinem Hirn hier auf dem Blog, unter der Rubrik: 

Was war los bei dir, Frances? 

Ich hatte viel Zeit, um nichts zu tun. Dieses Gefühl  lerne ich gerade für mich neu kennen. Mal nicht raus müssen, mal nicht einen Termin nach dem anderen, mal nicht neue Jobs an Land ziehen. Wobei ich den erwähnten Part „Jobs an Land ziehen“- liebe. Ich liebe es, Ideen aufzuschreiben und sie jemandem zu schreiben, sie zu besprechen und gemeinsam etwas zu entwickeln. Ich kleine Konzeptmaus. Das ruht nicht ganz, der Kopf bleibt an -Gott sei Dank- , aber ich versuche mehr abzuschalten, Themen genauer anzugehen und ruhig alles voranzutreiben. Wie oben schon erwähnt, ist das nicht mein Ding und ja, es macht mich verrückt abzuwarten.

Wer das Warten erfunden hat, mit dem stimmt einfach etwas nicht. Der schubst auch Kinder vom Bordstein. 

Wo war ich?

Im Park und ich habe doch tatsächlich Treppenworkouts absolviert. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mal öffentlich Sport mache. Ich muss zugeben, dass ich da wirklich keine gute Figur mache. Wenn ich etwas mache, dann muss ich mich auch immer zwingen es richtig zu machen. Und so verbissen sehe ich auch beim Sport aus. Ich werde ab Morgen meine sportlichen Aktivitäten noch früher starten, die letzten beiden Male wurde mir von Passanten schon Hilfe angeboten.

„Man wüsste nicht was ich dort treibe und ob es mir auch wirklich gut gehe.“

Ohne Worte.

Was habe ich gedacht? 

Ob Netflix bitte einmal alle anstehenden Serien bis Oktober vorziehen würde? Ich habe Netflix, Amazon Prime, Sky, Disney+ und Apple Movies gefühlt durchgeschaut. Ich bin überall angeödet und habe jeden Vorschlag der noch kommt schon längst geschaut und nein- Ich möchte nicht noch einmal die Gilmore Girls oder Gossip Girl schauen. Wer noch ein paar Tipps hat, kann sie mir gern verraten. Aber bitte nicht die, die eh immer in jeder App in der Vorschau empfohlen werden. 

Was ich mag? 

TikTok. Ich sehe da ganz viel Selbstironie und Spaß. Die tanzenden Girls lasse ich außer Acht, aber der Rest gefällt mir. Was ich auf Instagram vermisse, ist der Humor und die Selbstironie, die auf TikTok endlich wieder zu sehen sind. I like. Ich komme mit dem Produzieren leider nicht hinterher, gelobe aber Besserung. Wobei es dort schon so viel gutes Zeug gibt, dass es mir schwer fällt etwas zu erstellen. Mal schauen, die App kann was. Das wird dem Zuckerberg wohl nicht so gefallen. 

Was ich nicht mag? 

Dass wir wieder zurückkommen zu beruflichen Fehlern. Kennzeichnung der Werbung auf Instagram ade? Wie oft ich wieder versteckte oder verschleierte Werbung sehe, dabei ist es jetzt gerade wieder so wichtig transparent mit unseren Inhalten umzugehen. Werbung machen ist ein Job, und online geht das gerade immer noch so wie vorher. Das ist keine gemeine, geldgierige oder schlimme Aussage. Jeder möchte, dass sein Beruf weiterläuft oder wieder in Gang kommt und für seine Arbeit Geld verdienen. Für manche ist es jetzt schwieriger, für andere nicht. Ob und wie geworben wird, sollte jeder für sich entscheiden. Ich kann die Angst verstehen, wenn Follower nicht so reagieren, wie man es gern selbst hätte- aber da hilft wie immer nur eines: Reden. Das können wir doch alle gut und wir wissen doch auch, dass wir manchmal die sind, die es abbekommen, weil es im Netz so einfach ist, mal Wut rauszuballern. Dennoch bitte ich euch dort draußen, liebe Kollegen und Kolleginnen, kennzeichnet eure Werbung gemäß dem journalistischen Trennungsgebot. Seid stolz auf eure Arbeit und transparent. Ihr macht das gut! Wir sprechen schließlich auch 2020 und unter solchen Bedingungen von Authentizität. 

Was ich mir wünsche? 

Mal so an mich gerichtet: Mehr Mut. Ich sitze seit zwei Tagen an meinem Podcastinterview. Ich schaffe es nicht auf veröffentlichen zu klicken. Schade, für mich selbst.

Hier geht es zum Podcast, zur neuen Folge:

Auf einen Kaffee mit Diana Lehmann. 

Was war los Frances in Zeiten von Corona?

Kommentare

Bisher ein Kommentar zu “Was war los Frances in Zeiten von Corona?”

  1. Daniela sagt:

    Das Schöne an der aktuellen Situation ist, dass man mal wieder etwas Zeit für sich selbst hat. Stay positive!

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