Kolumne

Brustkrebs – Ein Thema das uns alle angeht

29. Oktober 2019

Der Oktober endet bald, aber ich möchte euch dennoch darauf aufmerksam machen, dass dieser Monat ganz dem Thema Brustkrebs gewidmet war und ist. Eine Krebserkrankung die pro Jahr etwa 71.000 Frauen betrifft.

Der Brustkrebs Monat vorsorge und mehr Wissen über Brustkrebs teilen

Etwa jede 10. Frau erkrankt unter 45 Jahren an Krebs. Aber auch Männer können, wenn auch ausgesprochen selten, an Brustkrebs erkranken. Damit wir dem Thema mehr Raum und Aufmerksamkeit geben, gibt es zahlreiche Initiativen, die den Oktober als den Brustkrebs Monat auserwählt haben. Warum? Um uns Frauen wie auch Männern Wissen mit auf den Weg zu geben. Um aufzuklären und um zu helfen.

Der Brustkrebsmonat Oktober ….

soll allgemein für die Sensibilisierung der Gesellschaft dienen. Durch Informationsveranstaltungen soll auf das Thema Brustkrebs aufmerksam gemacht werden und der Informationsstand in der Bevölkerung auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem wird an die nötige Vorsorge erinnert. Das Tragen der rosa Schleife dient als Zeichen der Solidarität; die wurde 1992 von Evelyn Lauder in Anlehnung an die rote Aidsschleife entworfen.

Ich möchte das Thema Brustkrebs gern ein wenig beleuchten, um euch und mich selbst mehr dafür zu sensibilisieren. 

Die Entstehung

  • Die Smyptome: Knoten im Brustgewebe, Grübchen oder Rötungen der Haut, einseitige Vergrößerung der Brust, mitunter auch Brustschmerzen
  • jeder Brustkrebs ist anders, man kann nicht „die“ Risikofaktoren benennen; dennoch spielen der Lebensstil, die weiblichen Geschlechtshormone, das Alter und Genetik eine Rolle
  • Tumorgröße, Lymphknotenbefall der Achselhöhle und biologischer Charakter des Tumors bestimmen die Prognose, so können Rückschlüsse auf das Wachstumsverhalten gezogen werden, was für die Therapie wichtig ist
  • die Art der Behandlung, das Alter der Patientin und mögliche Begleiterkrankungen wirken sich ebenfalls auf den Krankheitsverlauf aus

Wie kann ich vorbeugen?

Die Selbstuntersuchung, das Abtasten der Brust in regelmäßigen Abständen zu Hause oder beim Frauenarzt können eine frühzeitige Erkennung gewährleisten. Wichtig zu wissen: Die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen bei Frauen ohne erhöhtes Risiko sieht Folgendes vor:

Frauen ab 20 Jahren erhalten eine jährliche kostenlose Früherkennungs-Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs 

Für Frauen ab 30 Jahren ist einmal jährlich eine kostenlose Früherkennungs-Untersuchung auf Brustkrebs vorgesehen

Zum Mammografiescreening wird Frau ab dem Alter von 50 alle zwei Jahre eingeladen, bis zum Alter von 69 Jahren.

Bei verdächtigem Gewebe erfolgt eine Biopsie, um die Diagnose sicherzustellen, dann geht es zunächst um die Frage gut- oder bösartig

Aber auch der Austausch, das ansprechen von Zweifeln, Ängste und Sorgen sind ein wichtiger Punkt. Lieber einmal mehr bei eurem Arzt des Vertrauens fragen, als schweigen und das Thema beiseite schieben. Redet! 

Die Therapie- wie kann die aussehen?

  • der erste Schritt einer Behandlung ist oft die operative Entfernung des Tumors; oft kann dabei die Brust erhalten bleiben, andernfalls die Brust mit Eigengewebe oder Implantaten oder einer Kombination davon rekonstruiert werden
  • Zusätzlich stehen die Strahlentherapie, Anti-Hormontherapie, Chemotherapie und sogenannte gezielte Therapieformen wie zum Beispiel eine Antikörper-Therapie zur Verfügung 
  • die Behandlungsfolge hängt von verschiedenen Faktoren ab, da bei bestimmten Varianten andere Therapien vor einer Operation sinnvoll sind
  • der Mix aus medizinischen Leitlinien (Handlungsempfehlungen für Ärzte auf der Basis gesicherter klinischer Studienergebnisse) und individuell zugeschnittener Therapie soll mittel- und langfristig die Sterblichkeit senken und die Lebensqualität erhöhen

 

Wir alle müssen viel offener darüber sprechen und uns gegenseitig immer wieder erinnern Vorsorgetermine wahrzunehmen und im schlimmsten Fall dem geliebten Menschen beizustehen. Was ich mir wünsche? Das eine Brustkrebsvorsorge für alle Pflicht ist. Das dieses Thema auch im Schulunterricht einen Platz findet und die Vorsorge von jeder Krankenkasse übernommen wird und das  egal in welchem Alter.

Ich möchte, dass niemand mit einer Diagnose allein dasteht, dass Familie und Freunde und Bekannte nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen … ich möchte viel offener darüber reden …

P.S. Das ist nur ein kleiner Versuch, das Thema ins Gespräch zu bringen. Ich hoffe es gelingt mir ….

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