Kolumne

Was war los Frances? Weekly Update #11 2018

4. Juli 2018 • 3 Kommentare

Ich müsste es langsam umtaufen in „Monthly Update“. Aber in letzter Zeit hatte ich das Gefühl, als Bloggerin  gibt es gerade nichts zu erzählen. Nichts Aufregendes, nichts Weltbewegendes. Es lief alles so vor sich hin. Dabei wird mir erst jetzt wieder bewusst, was alles passiert ist und was davon fast nur noch auf Instagram stattfindet.

Das ist der Übeltäter, der dem Blog große Konkurrenz macht, was ich aber schade finde. Ich glaube das geschriebene Wort, das was wir doch noch einmal überdenken, macht mehr Sinn und kann mehr bewirken als etwas in die Kamera zu quarken und es nach 24 Stunden wieder verschwinden lassen. So habe ich mich jetzt auch wieder hingesetzt und will euch erzählen was war, was sein wird und was mich gerade im Alltag beschäftigt. Denn es gibt ja im Leben einer Frau mehr als nur Schminke, Jungs und Popmusik. Auf Instagram kann man aber manchmal das Gefühl bekommen, dass es nicht so ist. Da kann ich mich nicht herausnehmen.

Ich überlege manchmal, wie viel Zeit wir 2018 noch haben um einfach in die Kamera zu quatschen, Outfits zu besprechen oder uns darüber zu beschweren, dass jemand seine Zeit damit verschwendet Outfits online zu besprechen. Verrückt, oder? Was wir wohl mit all dieser Zeit, die wir mit dem Leben der anderen verbringen, für uns selbst tun könnten? Ich versuche gerade eine Zeittagebuch zu führen, um mir selbst vor Augen zu führen, wann ich Zeit verschwende und was ich mit dieser Zeit anfangen könnte. Ein Buch lesen, Gossip Girl weiter suchten, meinen Freund mit meiner Anwesenheit belasten oder wieder einmal die Familie und Freunde besuchen. Das sind schon gefühlt eintausend Gründe genauer hinzusehen, was ich mir ansehe. Geht es euch ähnlich?

Ob man es schon als leichtes Problem definieren könnte? Wenn Online spannender erscheint, es aber am Ende doch nur reine Zeitvergeudung war.

Wo war ich?

In Paris und sonst nur ab und an in Hamburg, Berlin und Leipzig war ich unterwegs. Interessant für euch könnten meine Aufenthalte in Paris und Hamburg sein. Beides geschäftlich und beide, wenn ich es sinnvoll und richtig angehe- für euch auch ein großer Mehrwert. Aber ich will noch nicht zu viel verraten, ich muss dafür mehr lesen und mich mehr in ein Thema einarbeiten, was uns zusammen voranbringen kann.

Kann ich Workshops geben?

Genau diese Frage habe ich mir nach einer Anfrage gestellt und beantworte sie mit ja. Geplant sind sie im Herbst. Ob das alles glatt geht und ihr dann auch kommen wollt, sehen wir dann einfach. Dieses Mal heißt es durchziehen und dranbleiben. Vielleicht kann ich euch ja einen Mehrwert, Tipps und Tricks mitgeben. Bei 10 Jahren bloggen ist viel Wissen und Erfahrung hängengeblieben. Wieso das nicht teilen? Immerhin habe ich oft genug das Gefühl, dass viele Gerüchte und Vermutungen die Branche eher ausbremsen, als das diese uns voran bringen. Vielleicht kann ich so meinen Teil dazu beitragen, mehr in meiner Branche zu schaffen. Stichworte: Vertrauen, journalistischer Anspruch, Qualität.


Wo geht es hin?

Eine ganze Woche treiben wir beide uns in Südfrankreich rum und nehmen euch in den Stories mit. IG TV ist gerade neu am Start und für mich wohl die Chance doch noch einmal mehr das Bewegbild anzugehen? Ich probiere es aus und warte auf die Reaktionen. Mehr als machen ist eh nicht drin. Aber ich finde es einen guten Schritt Richtung Qualität im Netz, da die Videos hochwertiger und die Upload Qualität weitaus besser ist als ganz normal in der App.

Aber am Ende landen dich ganz wichtigen Sachen hier auf dem Blog. Die Base vergesse ich nicht.

Was mich gerade an meisten beschäftigt?

Meine Wenigkeit. Ich bin eine erwachsene Frau und ich schaffe es nicht, mich nicht zu vergleichen. Es nervt mich selbst, dass ich immer wieder nach links und rechts schaue. Das ist der eine Punkt der mir vermehrt sauer aufstößt und dann kommt noch eine weitere Sache hinzu, die bin unsagbar dumm klingen mag. Aber ich vergleiche mich in letzter Zeit mit Menschen, die ich eigentlich nicht einmal interessant finde. Ich vergleiche mich in meiner Arbeit, mit Arbeit die ich nicht gut finde. Ob sie wirklich nicht ist, sei dahin gestellt. Es ist einfach ein subjektives Empfinden. Aber allein der Gedanke,

hey ich finde das was du machst nicht gut, aber ich vergleiche mich trotzdem mit dir

 

, müsste doch einen Preis für die dümmste Erkenntnis auf Erden erhalten.

Was ist das und woher kommt dieser Strunz in mir und wieso verdirbt es mir die gute Laune? Wenn ich mir das doch eh nicht ansehen oder anhören will? Also ganz ehrlich, mit mir stimmt in letzter Zeit etwas nicht und das muss ich erst einmal kräftig gerade biegen. Wie ich das mache? Ich erzähle schon einmal euch davon und ihr werdet mir doch wohl bitte auch sagen, dass es reine Zeitverschwendung ist? So landen wir wieder bei meinen ersten einleitenden Sätzen … pure Zeitverschwendung und ich bin ganz allein schuld daran und ich kann es auch nur ganz allein ändern.

Na hoffentlich klappt es jetzt!
Ich finde mein hausgemachtes Drama die meiste Zeit eh schon anstrengend und ich bin doch schon lange genug Bloggerin, um es besser zu wissen.

Alles Liebe

Kommentare

3 Kommentare zu “Was war los Frances? Weekly Update #11 2018”
  1. Elisa sagt:

    Liebe Franzi,

    ein wirklich tolles Update und besonders die Idee mit dem Zeittagebuch
    finde ich extrem spannend. Mir geht es da nämlich ziemlich ähnlich auch
    im Vergleich zu Personen, die mich eigentlich gar nicht recht faszinieren.
    Ob das nur eine blöde Gewohnheit ist, die man durchbrechen sollte?
    Ist ja wirklich großer Quatsch sich etwas anzusehen, was eben nicht be-
    geistert.

    Ich fänd’s sehr spannend, wenn du nach einiger Zeit nochmal über dein
    Zeittagebuch berichtest… mich würde interessieren, ob hierdurch eventuell
    ein Wandel passiert.
    Ich habe mir übrigens angewöhnt ein Dankbarkeitstagebuch zu führen und
    pro Tag mindestens 5 Dinge aufzuschreiben. Das hilft mir sehr!

    Sonnige Grüße,
    Elisa

  2. Brini sagt:

    Oh Südfrankreich klingt einfach wirklich toll – und bin gespannt auf die Videos über IG TV 🙂
    LG
    Brini
    http://www.brinisfashionbook.com

  3. Katja sagt:

    Ich glaube man vergleicht sich mit Menschen deren Arbeit/Stil/Charakter einem nicht zusagt weil es meistens Menschen sind die trotz dessen dass man selber sie nicht mag (total schwachsinnig sich als so wichtig zu erachten :D) Erfolg haben. Dann passiert in uns etwas ganz ekliges zwischen Missgunst und Neid und wir fangen mit der Vergleich an…tooootal schwachsinnig. Hobbypsychologinmodus off.

    Mir geht’s zurzeit ähnlich mit dem Vergleichen, die letzten Tag war ich in meiner Heimatstadt und meine Freundinnen dort definieren sich eben oft durch neue Kleidung, Designerschmuck/taschen etc., nicht schlimm aber ich bin halt das Gegenteil und brauch es eigentlich nicht. Eigentlich, denn eigentlich hätte ich es dann schon gerne. Somit habe ich heute 5 Stunden auf H&M und Designer Second Hand Shops verbracht, Warenkörbe gefühlt um dann festzustellen, dass ich wirklich nichts davon brauche und glücklich aufs rote X gedrückt.

    Vergleichen ist schwachsinnig, wir machen es alle, egal wie alt, es zu reflektieren und sich dabei doch ziemlich gut zu finden das ist wichtig.

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