Kolumne

Mister Zukker: Was ich als Leser von Bloggern erwarte

23. Oktober 2016 von

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Heute gibt es ausnahmsweise einmal nicht meine Gedanken und Meinungen im Sonntagspost. Dieser Beitrag wurde von Mister zukker geschrieben. Er hat sich mit dem Thema :“Was Leser von Bloggern eigentlich wollen“ beschäftigt. 

Ich bin quasi unfreiwillig mit in diese Szene hineingewachsen. Früher war mein Interesse daran nie so groß, auch wenn ich gesehen habe, dass Franzi hier etwas schafft, dass sie liebt und lebt. Frei und unabhängig schreiben, Fotos schießen, Interesse wecken, Geschichten erzählen.

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Ich bekomme aus der Szene so einiges mit. zukkermaedchen.de besteht schon lange nicht mehr nur aus dem blonden Mädchen, dass Selfies schießt und ihre Gedanken in einem online Tagebuch formuliert. Aus dem anfänglichen Hobby ist eine Selbstständigkeit gewachsen, die auch mich seit ein paar Jahren ordentlich einspannt. Und so erlange ich natürlich auch einen Eindruck über die Entwicklung, die die Szene macht.

Das Business von früher scheint es nicht mehr zu geben.

Vor etwa 9 Jahren war es eine ganz neue Idee. Aus online Tagebüchern wurden die ersten Blogs. Die Verfasser machten sich mehr und mehr Gedanken, wie sie ihren Content ansprechender gestalten können. Gleichzeitig entwickelte sich eine Euphorie über diese neue Art zu erzählen, die alle Blogger miteinander verband. Die gemeinsame Sache und das gemeinsame Ziel hielten die Szene eng zusammen. Kooperationen und Freundschaften entwickelten sich, die natürlich auch heute noch bestehen. Eine Szene entstand, in der man sich kennt, miteinander spricht und gemeinsam Ideen umsetzt. Beflügelt wurde das Geschäft durch die sprunghafte Verbreitung und Verfügbarkeit des Internets.

Die Zeiten haben sich geändert

Doch die Bloggerwelt scheint härter geworden zu sein. Die Szene steht heute nicht mehr zusammen, sondern mehr und mehr in direkter Konkurrenz zueinander. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, denn die Qualität der Blogs, der Texte und vorallem der Bilder haben sich um gefühlte eintausend Prozent verbessert und Konkurrenz belebt ja auch immer das Geschäft. Die Kooperationen werden größer und umfassender. Agenturen kümmern sich um die Vermarktung im Bereich Social Media. Andere Kanäle wie TV stinken ab und wirken einfach nur noch billig, unkreativ und muffig. Radiowerbung geht gar nicht. Printwerbung hat für mich keine Relevanz mehr.

Was ich als Leser von euch erwarte

Wenn Franzi mir erzählt, wer aktuell wieder Beef miteinander hat, überlege ich manchmal, ob ihr den Fokus verloren habt. Ganz ehrlich, so einiges Verhalten in der Szene kenne ich aus dem Kollegenkreis. Ellbogen zeigen, sich durchkämpfen, Missmut streuen um besser dazustehen, Kollegen in Verruf bringen. Menschen können hässlich zueinander sein.

Ganz ehrlich und direkt: Ich bin nicht an Stichelein interessiert. Wer wen blöd findet, geht mich nichts an. Ich möchte mich als Leser und Konsument nicht an eurem Beef ergötzen, wenn ich bereits in der offline Arbeitswelt genug damit konfrontiert werde. Wenn ich abends endlich davon abschalten kann, möchte ich nicht im Netz auch noch mit den menschlichen Abgründen belastet werden.

Mich interessiert euer Wissen und euer ehrlicher Eindruck. Ich möchte euch auf Reisen folgen, bei Events dabei sein. Ich möchte Informationen und differenzierte Meinungen lesen und sehen.

Wenn ich Menschen mit surrealen Problemen in eigenartigen Situationen sehen will, schalte ich mittags einschlägige Sendungen im Privatfernsehen ein. Das mag kurios klingen, aber glaubt mir, so weit seid ihr von diesem Niveau nicht mehr entfernt. Daher bin ich der festen Überzeugung, Qualität wird sich durchsetzen.

Wie in jedem attraktiven Business gibt es irgendwann zu viele Konkurrenten. Während ihr euch mit eurem Beef aufhaltet, punkten andere mit Qualität und Ehrlichkeit. Der Markt wird sich ausdünnen und vielleicht habt ihr dann den Anschluss verpasst?  Glaubt mir, der Konsument hat sehr feine Antennen. Ich fände es sehr schade, wenn diese anfängliche Euphorie irgendwann im gleichen Sumpf wie die TV Landschaft endet. Ihr habt so viel Potenzial, Können und Wissen und darauf solltet ihr euren Fokus legen. Zumindest würde ich dann wieder mehr klicken und kommentieren. Und genau das wollt ihr doch auch mit euren Beiträgen erreichen, oder?

Liebe Grüße

Mister Zukker

Kommentare

Bisher 23 Kommentare zu “Mister Zukker: Was ich als Leser von Bloggern erwarte”

  1. Lieselotte sagt:

    Liebe Franzi, lieber Mister Zukker,
    ich sehe es auch so: ‚Beef‘ ist schrecklich. Das gibt’s ja auch bei Youtube, da klicke ich genauso schnell weiter wie bei Blogs, in denen es nur darum geht, jemand anderem etwas zu missgönnen. Wie lächerlich. So werden Blogger und Vlogger es auch nie schaffen, so ernst genommen zu werden wie sie es gern hätten… Wie auch? Als Agentur würde ich nicht gern mit nörgelnden jungen Erwachsenen / Jugendlichen zusammenarbeiten wollen…
    Allerdings sehe ich gleichzeitig auch die Überprofessionalisierung von Blogs kritisch. Denn wer 100% perfekte Bilder macht, unterscheidet sich ja auch nicht mehr viel von klassischer (Print-)werbung – das sehe ich vielleicht aber auch nur so, weil meine Fotos alles anderen als perfekt sind 😀
    Aber es stimmt: Ich lese auch lieber persönliche Meinungen als Standardsprüche. 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Lieselotte von http://www.lieselotteloves.wordpress.com

    • Franzi sagt:

      Hey Lotte! Ja aud Youtube ist es auch krass- oder snapchat. Aber das mit den Bildern finde ich eigentlich eine schöne Entwicklung und „perfekt“ liegt ja auch da immer im Auge des Betrachters 🙂

      Liebe Grüße Franzi

  2. Eve sagt:

    Liebe Zukkers,

    ich muss Mr. Zukker recht geben. Ich sehe in letzter Zeit häufiger Posts mit Nörgelcharakter, in denen es nur darum geht, wie doof doch alle anderen sind. Ich kann es langsam auch nicht mehr sehen. Andererseits kann ich den Frust mancher Blogger aber durchaus verstehen. Es läuft ja eben auch einiges verkehrt in der Szene. Doch wird es durchs Nörgeln erfahrungsgemäß auch nicht besser. Daher finde ich den Hinweis, dass Qualität und Professionalität die Antwort auf Beef sein sollten, auch richtig. Meine Mutter hat mir als Kind – wenn mein Bruder mich wieder mal geärgert hat – immer eingebläut, ihn zu ignorieren, damit ihm der Spaß an der Sache vergeht. Und was soll ich sagen, es hat funktioniert! So mache ich es bis heute 🙂

    Lieben Gruß an euch beide
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  3. Vielen Dank, der Herr!

    vielleicht verlieren wir wirklich (hin udn wieder) den Fokus.
    Das Bloggen habe ich , wie viele andere sicher auch, begonnen, weil ich Mehrwert für Leser genereieren wollte, Lust hatte meine Erfahrungen zu teilen, nette, neue Leute kennenlernen wollte.
    Und ab und an muss ich mich selbst auf den Boden der Tatsachen zrückholen:

    Eigentlich ist es egal, wie viele Klicks ich habe.. wichtig ist, dass ich qualität liefere und wenn es nur ein oder zwei Leute gibt denen gefällt was ich tue, dann hab ich es doch schon richtig gemacht 🙂

    Ich freu mich immer über ein solches Wort von außen
    Danke!

    • Indie sagt:

      Hallo Franzy vom Schlüssel zum Glück,

      ganz so unerheblich wieviele Leute klicken ist es sicher nicht, wenn man von seinem Blog leben muss.

      • Franzi sagt:

        Hey, das verstehe ich jetzt nicht. Erzähl mal bitte mehr, was du sagen möchtest.

        Liebe Grüße Rico

        • Indie sagt:

          Hallo Rico,
          mein Kommentar bezog sich auf die Aussage von „Franzy vom Schlüssel vom Glück“, in dem stand „eigentlich ist es egal, wie viele Klicks ich habe.. wichtig ist, dass ich qualität liefere und wenn es nur ein oder zwei Leute gibt denen gefällt was ich tue, dann hab ich es doch schon richtig gemacht“.

          Ich denke dass man sowas nur schreiben kann (nämlich dass es nur darauf ankommt was einem selbst gefällt), wenn man kein Geld mit seinem Blog verdient (oder verdienen muss).

          Ich lese in letzter Zeit häufiger bei Bloggern, dass sie keinen Bock mehr haben sich von den Kunden diktieren zu lassen was sie nachher auf ihren Blog stellen und den ganzen Modezirkus leid sind. Die Freiheit sich dagegen zu entscheiden hat natürlich jeder, aber dann kann man davon eben nicht mehr leben, wenn die Kunden dann abspringen.

          • Franzi sagt:

            Hallo liebe Indie! Du in diesem Text kam nix von mir. Daher verstehe ich deinen Gedankengang – aber ich glaube man muss da differenzieren. Sich alles vorschreiben zu lassen oder andere Wege zu gehen sind ja am Ende zwei verschiedene Wege. Schwarz oder weiß würde ich das nicht betrachten. Und manchmal muss man auf Klicks nichts geben. Denn manche Themen sind schwietig, neu und vielleicht auch unangenehm. Aber wie in jedem Beruf, es gibt immer mal Hürden oder die Entscheidung: Ist das noch so richtig für mich. Daher gibt es kein ganz oder gar nicht. Ich hoffe wir sind noch beim Thema, weil es ja eigentlich um etwas anderes ging 😉

            Liebe Grüße

  4. Sehr schöner Text und trifft genau den Punkt: der Leser will Mehrwert und nicht Gossip- er will die schöne Welt und nicht den rauen Alltag von dem er selbst genug hat. Sehr schön zusammengefasst!

  5. Sehr gut geschrieben, Mr Zukker!
    Nachdem ich mit meinem Achtsamkeits-Blog nicht in der jüngeren Blogger-Mode-Lifestyle-Szene bestehen muss und will, habe ich mit „Beef“ gottseidank null Problem. Interessant finde ich es aber allemal zu lesen.

    Zukkermädchen ist der einzige Blog in dieser Richtung, den ich verfolge, weil dieser sich aus der Masse so positiv – durch Klasse – hervorhebt!

    Macht weiter so, Zukkers!

  6. Jessica sagt:

    Liebe Franzi,
    dieser Beitrag verwirrt mich etwas, ein bisschen ärgert er mich auch. Ich liebe Deinen Blog, die hochwertigen Bilder, die Beautytipps, die Fashion-Inspirationen, Blumen & Kaffee, Lenny. Ich liebe aber genauso auch andere Blogs, vielleicht aus ähnlichen aber auch anderen Gründen. Daher interessiert mich der Beef zwischen einzelnen Bloggern wirklich gar nicht. Ich finde es kindisch, albern, stutenbissig, unprofessionell. Nur es tut mir leid, dass jetzt sagen zu müssen: Die meisten Artikel, die genau das thematisieren, lese ich hier beim Zukkermädchen. Gefühlt in fast jedem zweiten Artikel springt mir entgegen, wie hart doch die Blogger-Szene ist und wie jetzt gerade Dein Standpunkt dazu aussieht. Ich habe wirklich Respekt vor Deiner Arbeit, aber andere Berufe sind auch hart. Wenn ich zu Douglas gehe, möchte ich auch eine Beratung und schöne Produkte kaufen. Der Wunsch wird mir immer erfüllt. Da jammert niemand gegenüber mir als Kundin, wie hoch der Druck der Verkäuferinnen ist, wie lange sie arbeiten müssen (auch an Heilig Abend z.B), dass sie alle Probleme mit Krampfadern oder Bandscheiben haben oder dass es Mobbing unter den Kolleginnen gibt. Das ist nämlich so und richtig übel, trotzdem wird mir das nicht dort auf die Nase gebunden. Genau darüber ärgert sich Mister Zukker ja hier auch und er hat Recht. Dennoch macht dieser Artikel wieder nichts anderes, als diesen Beef/die Szene zum Thema zu machen. Das, was kritisiert wird, wird auf diesem Blog gleichzeitig gelebt. Das finde ich sehr schade, da die blumigen Inspirationen darunter leiden. Und apropos feine Antennen: Ich wundere mich schon etwas, wenn Mister Zukker den gleichen Schreibstil wie ein Zukkermädchen pflegt, sogar die gleichen Rechtschreib- und Kommafehler macht. Aber ich will nicht spekulieren 😉 Ich freue mich bald wieder über Content, wie ich ihn kennen und lieben gelernt habe!
    Liebe Grüße
    Jessica

    • Franzi sagt:

      Liebe Jessica! Danke für deine Ehrlichkeit. Das weiß ich zu schätzen. Aber mal ganz frech heraus: Wo jammere ich denn bitte über meine Job? Ich zeige nur auf, was ich tue- mehr nicht. Ich würde nie behaupten, dass ich hier jammere. Ich erwähne immer wie viel Glück ich habe. Jetzt ärgere ich mich, dass du mich völlig flasch verstehst. Also gern her mit den Links wo ich jammere unc andauernd über andere Blogger schreibe und mich beschwere. Ich habe bis heute nicht das Gefühl, dass ich das tue und die Spekulation ist da auch etwas abwegig, er liest auch über meine Texte und dieser Text stammt von ihm. Daher solltest du differenzieren. Und unpassendes Verhalten soll immer noch angesprochen werden, aber der Kindergarten wer ist besser, macht schönere Bilder oder ist so richtig doof, das interessiert doch niemanden. Oder doch? Sehr schade, dass du hier sehr viele Unterstellungen aufschreibst. Vielleicht sendest du mir die Links zu, dann sehe ich was du meinst. Und noch einmal das mit dem wie „hart die Bloggerszene ist“ habe ich bis jetzt nicht einmal erwähnt. Ich betrachte das von der Selbstständigkeit aus.

      Liebe Grüße Ich bin gespannt auf deine Antwort! Verzeih, ich muss immer elend lange Texte schreiben

      • Die Irre sagt:

        „Und unpassendes Verhalten soll immer noch angesprochen werden, aber der Kindergarten wer ist besser, macht schönere Bilder oder ist so richtig doof, das interessiert doch niemanden. Oder doch?“ Doch. Man liest es gern, das liegt in unserer Natur als Voyeure. Jeder ergötzt sich (wenigstens ab und zu mal) an Lästereien, Auseinandersetzungen oder neuen Stuff von unbeliebten Leuten. Mir kann keiner erzählen, dass er noch nie über Facebook oder den Bekanntenkreis Details über bestimmte Personen herausfinden wollte. Höchstwahrscheinlich lesen auch voyeuristische Leser gerade diese Kommentare hier mit, lachen sich ins Fäustchen und wissen nicht so wirklich, ob sie in die Diskussion einsteigen sollen.
        Wir sollten einfach mal zugeben können, dass uns Klatsch und Tratsch interessiert und unsere Egos mal nicht so wichtig nehmen!
        Ja, ich mag Klatsch und Tratsch, auch wenn ich mich nicht ins Getümmel werfe.

        • Franzi sagt:

          Hey na klar macht das jeder. Aber es kommt darauf an, wie es umgesetzt oder besprochen wird. Es geht ja nicht um „huch diese Schuhe passen nicht zum Outfit“. Es geht schon um so richtiges Schulhofgehabe und da bin ich eben raus. Muss jeder für sich wissen,. Aber jetzt auf „Egos und wichtig nehmen“ gehen, versteh ich nicht ganz so. Vielleicht noch einmal lesen- also das Kommentar.Denn hier ging es doch um etwas anderes und du hast vielleicht diese Kommunikation mit einer Leserin auf den ganzen Text bezogen? Der aber auch nicht von mir ist. Ich hatte mich nur zu Wort gemeldet. Und für Klatsch und Tratsch gibt es ja extra Seiten 😉 Also mögen es sicher nicht nur du oder ich. Aber diesen argen Trash? Nein danke. Ich wollte z.B. nicht jeden Tag etwas über eine Trennung und Fremdgehen der DSDS Sternchen lesen oder hören.
          Liebe Grüße

  7. Jessica sagt:

    Liebe Franzi,
    vielen Dank für Deine Antwort! Menschen neigen leider dazu, Negatives schwerer ins Gewicht fallen zu lassen als Positives. So hast Du aus meinem Post auch in erster Linie Vorwürfe rausgelesen und nicht etwa, dass ich Deinen Blog liebe und Deine wundervolle Arbeit sehr schätze 🙂 Und so lese ich vermutlich auch Deine Artikel (auch wenn ich grundsätzlich ein fröhliches Gemüt. Auch wenn Du natürlich oft von Deiner Leidenschaft für den Bloggerberuf schwärmst, fallen hin und wieder auch Sätze wie „Es wird immer jemanden geben, der dir etwas nicht gönnt.“ oder „Auch habe ich gelernt, mir ein dickes Fell zuzulegen…“ oder „Auch wenn von außen immer wieder Gegenwind kam…“ oder „Wir leben in einer Welt voller Blender…“. Mag sein, dass die Sätze in einem anderen Zusammenhang standen und vielleicht hast Du sie auch verwendet, um etwas Positives aufzuzeigen. Nur bleiben sie – und das ist mein persönliches Empfinden – einfach hängen, teilweise auch ohne den eigentlichen Kontext (=das Bloggerleben ist hart). Natürlich geht’s Dir auch oft darum, Missstände aufzudecken. Aber deshalb bin ich nicht hier – ich will mich inspirieren lassen. Und das kannst Du ja auch ziemlich gut. Also liebe Grüße und alles Gute, Jessica
    PS: Kein Thema, als Texterin kann ich mit langen Texten gut umgehen. Und wie sagte Goethe so schön: „Ich schreibe Dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben.“

    • Franzi sagt:

      Na ja du sprichst eben ganz gezielt von Jammern und das tue ich einfach nicht. Auch finde ich, man sollte Themen ansprechen, die einem auf der Zunge liegen. Wie du sagst, Beef und Kindergarten Gestreite sind alberne Themen. Genau das hat der Text ausgesagt und er geht null auf ein Jammern ein oder Beschweren über die Bloggerarbeit. Du nutzt durch die Douglasverkäuferin im Vergelich mit meiner Arbeit und mit meinen Worten ein bestimmtes Bild.

      „Die meisten Artikel, die genau das thematisieren, lese ich hier beim Zukkermädchen. Gefühlt in fast jedem zweiten Artikel springt mir entgegen, wie hart doch die Blogger-Szene ist und wie jetzt gerade Dein Standpunkt dazu aussieht.“

      „Da jammert niemand gegenüber mir als Kundin, wie hoch der Druck der Verkäuferinnen ist, wie lange sie arbeiten müssen (auch an Heilig Abend z.B), dass sie alle Probleme mit Krampfadern oder Bandscheiben haben oder dass es Mobbing unter den Kolleginnen gibt. Das ist nämlich so und richtig übel, trotzdem wird mir das nicht dort auf die Nase gebunden.“

      Ich schreibe bis zu 7 Beiträge die Woche, dabei geht es viel auch um Selbstständigkeit. Als Texterin weißt du was Worte bewirken, daher finde ich es eben extrem schade und hatte dir noch einmal persönlich geschrieben. Auch wenn du am Anfang liebe Worte wählst, war der Rest eine Unterstellung, nett verpackt und die wollte ich nicht auf mir sitzen lassen.
      Aber vielleicht liest du den Text noch einmal, bist dir bewusst, der ist nicht von mir und liest andere Texte von mir- die nichts mit einer jammernden Verkäufern bei Douglas zu tun haben.
      Wobei ich das nicht mal schlimm finden würde, auch diese Damen dürfen mal Dampf ablassen. 😉

      Und um etwas zu beschreiben, muss man es auch bennen. Der Kontext macht es. Ich nehme dir das nicht böse, oder bin zickig, aber ich finde es einfach nur nicht richtig, mir zu unterstellen: Ich jammere und beklage mich und dafür habe ich 5 Zitate aus den letzten Wochen gefunden. Nicht jeder Text passt zu jedem. Und nicht jedes Gefühl, was in dir aufkommt muss auch für den anderen passen. Daher danke fürs zweite Mal schreiben. Trotzdem empfand ich den Vergleich als sehr unpassend und alle meine Texte („fast jeder zweite unterstreicht es) so auf das kleinste negative Segment zu reduzieren, als nicht fair. Wenn man selbst will, findet man viel Negatives und immer. Aber das kann ja nur aus der eigenen Wahrnehmung heraus entstehen, denn sonst kennen wir uns ja nicht persönlich. Vielleicht hat mich das auch so erschrocken. Denn das machen wir in Deutschland immer: Wir sehen gern und viel das Negative. Habe ich bei dir auch, aber weil der Vergleich so hinkt und am Ende am Text für mich vorbeigeht. Du hättest den Vergelich mit einer jammernden Verkäuferin, deren Probleme du nicht hören möchtest auch weglassen können. Dann wäre es vielleicht nicht so negativ bei mir angekommen.

      Liebe Grüße

  8. Indie sagt:

    Hallo Franzi,

    leider kann ich auf bei deinem Kommentar nicht mehr auf „reply“ klicken.
    Ich hab das Gefühl wir reden ein bisschen aneinander vorbei. Ich hatte schon verstanden, dass es sich um eine andere Franzy handelt und auf ihren Kommentar hab ich mich bezogen.
    Ich gebe dir Recht, dass es mehr als schwarz und weiss gibt und wie in jedem Job und überhaupt in den meisten Dingen des Lebens muss man Kompromisse eingehen. Und genau das fehlte mir bei der Aussage der anderen Franzy, die m.E. auf dem Standpunkt steht “ wenns halt keinem gefällt ist es mir auch egal“.
    Aber ich wollte ursprünglich gar keine große Diskussion vom Zaun brechen 🙂

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Indie! Verzeih! Jetzt habe auch ich es verstanden. Ich dachte du meinst mich- aber du schreibst ja auch die gnaze Zeit Franzy! Sorry! Manchmal steh ich auf dem Schlauch oder fühle mich immer gleich angesprochen. Ich wollt das auch nicht groß in die Runde bringen. Ich habe es einfach ordentlich flasch verstanden! Verzeih!

      Liebe Grüße

  9. Farina sagt:

    Mega coole Idee mal ihn schreiben zu lassen. Ich find das total toll & mal etwas ganz anderes.
    Liebst,
    Farina

  10. Die Irre sagt:

    Die Bloggerzeiten sind deshalb „härter“ geworden, weil fast jeder jetzt Geld damit verdient bzw. verdienen will. Da geht leider meist sehr schnell die Originalität flöten, weil man viel mehr darauf achtet, was die Leser sehen wollen und nicht, was einem selbst wichtig ist (und vielleicht nicht so oft geklickt wird). Individualität trauen sich die monetarisierten Blogs nur so viel, wie die Leser verkraften können.
    Ich finde diese Entwicklung superschade und hoffe, dass die Anzahl der noch unabhängigen Blogs steigt!

    • Franzi sagt:

      Das stimmt auch, aber erst einmal möchte man ja auch mit seinen Lesern im Austausch bleiben. Daher schaut man schon, was Lese auch interessiert. Sonst glaube ich aber auch, dass uns manchmal der Mut fehlt für neue Wege. Denn immer wenn ich eine neue Idee sehe, lese keine Kommentare oder überhaupt eine Interaktion der Unterstützung. Also wieso nicht sagen: Der Leser könnte genau so individuell konsumieren? Was ist aber, wenn wir alle so gern anders wären, es aber am Ende gar nicht sind? Denn das würde erklären, wieso so viele das gleiche lesen und auch veröffentlichen. Irgendwie verlangen immer alle etwas Neues, aber der Support oder die Base für Dinge die reifen müssen, bleibt dann doch aus. Wir könnten wohl auch fragen: Was war zuerst da das Ei oder das Huhn?

      Und dieses Nischendenken empfand ich schon immer als seltsam: Wie mit Bands. Früher haben 5 Leute diese eine Band gehört, da war es sau geheim und in. Man konnte sich abgrenzen. Dann hatte die Band Erfolg und schon war sie Mainstream, weil auch der uncoole Nachbarsjunge auf einmal diese Band kannte.
      Aus einer Nische kann schnell etwas Größeres werden, das macht es aber nicht schlechter. Oft sind es die Menschen, die sich abgrenzen wollen, besser sein wollen und Dinge und das Damals in Anspruch nehmen. Habe ich nie verstanden. Aber so ist es wohl mit Trends 😉

  11. Farina sagt:

    Lieber Mister Zukker,
    ich fand diesen Beitrag von dir so außergewöhnlich und lesenswert, dass ich ihn in meinen Favorite Blogposts vorgestellt habe. Vielleicht magst du ja mal vorbei schauen!
    Liebst,
    Farina

  12. Christina sagt:

    Das ist einer der besten Posts, die ich jemals gelesen habe! Ich denke es liegt auch stark daran, dass inzwischen sooo viele einen Blog erstellen und sich nach oben kämpfen wollen. Wenn man die Bloggergrößen auf Instagram oder Snapchat sieht, denkt man sich natürlich schon „hm, wie komme ich auch an Produktproben, Goodie Bags, exklusive Events und vielleicht sogar bezahlten Urlaub ran?“ Eigentlich ist das schade, denn auch wenn das Bloggen schon lange ein richtiges Business geworden ist, fehlt häufig einfach die Persönlichkeit dahinter.

    Love,
    Christina ♥
    cinapeh.blogspot.de

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