Kolumne

the undefinition of- Die anderen sind schuld

28. August 2016 von

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Seltsam wie wir ticken. Wir sind nicht gemacht für das „Alle für einen und einer für alle“. Schnell ist sie da, die Unzufriedenheit, die Ungewissheit, die Angst. Da sind die Tomaten roter, das Vehikel strahlender, die Fensterbank größer, der Geldbeutel dicker und der Fenchel wächst schneller.

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the undefinition of- Die anderen sind Schuld

Was wir dann machen? Uns Sorgen. Wir bekommen Panik und müssen das verarbeiten. Dann kommt die Suche nach dem Grund. Schnell stoßen wir dabei auf die Schuld. Es muss ja einen Schuldigen geben. Es muss ja eine Antwort geben auf die Frage, Wieso läuft das alles bei anderen und bei mir nicht? Was steckt hinter dem Fenchel- Geldbeutel- Rezept und wieso glauben alle, dort drüben läuft es besser?

Ein schweres Thema, das aber in jedem Bereich auftritt. Angestellte, Liebe, Freundschaft und Blogger. Und da sind wir bei meinem Thema heute. Ich weiß gar nicht, ob das hier alles Sinn macht, ob mein Fenchel hier gut wächst und zu verdauen ist, oder ob ihr nur kopfschüttelnd das X im Fenster oben suchen werdet. Aber wisst ihr was? Wir dürfen alle mal tief durchatmen. Wir dürfen alle mal einen Gang runterschalten und die ewigen Erwartungen einstellen. Die große Frage der Schuld kann nicht bei anderen und deren Leben gefunden werden. Eine innere Unzufriedenheit wird sich nicht einfach umdrehen und verschwinden wenn wir sie auf andere schieben. Pustekuchen. Leider ist die Schuld ein Miststück die weiß wo es zwickt und nicht sagt, was Sache ist, bis wir es selbst erkannt haben.

All die Erwartungen, all das, was wir an andere stellen und einfordern, müssen wir selbst erst erfüllen und das selbstlos.

Selbstlos. Noch so ein gemeines Wort. Erst wenn ich aufhöre etwas zu tun und von Beginn an etwas dafür erwarte, kann ich verstehen worum es eigentlich geht: Das Leben so gut wie es geht für mich und mein Umfeld zu meistern. Etwas Gutes zu hinterlassen, egal wie. Aber ich muss verstehen, dass ich nicht immer grundlos und mit Schuldzuweisungen anderen etwas aufzwingen kann. Natürlich reden wir von Zusammenhalt, ganz klar wollen wir uns alle pushen, aber vielleicht ist das nicht mehr wichtig oder nützlich? Manchmal muss man von alten Mustern ablassen, seinen Fokus neu setzen und darf nicht darauf warten, dass andere beginnen.

Will ich mehr Wir anstatt nur Ich? Dann mach es. Habe ich null Lust auf andere und will mein Ding machen? Genau so gut, genau so legitim. Es ist das Recht eines jeden Menschen für sich das Beste zu wollen. Es ist totaler Unfug zu glauben, die anderen werden das umsetzen was ich mir wünsche, weil das kein selbstloser Gedanke ist. Weil das genau so egoistisch wäre, wie andere anzugehen oder andere vorzuführen, wenn gerade wieder der Fenchel eingegangen ist, das Vehikel eine deftige Delle bekommen hat und die Tomaten nicht rot werden.

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Es kann nicht immer an anderen, es muss aber auch nicht immer an der eigenen Person liegen. Manchmal reicht ein neuer Fokus und die Einsicht, nicht jeder will das, was andere wollen oder haben. Nicht jeder möchte mit jedem alles teilen. Wir sollten Dinge akzeptieren.

Das habe ich und daher quatsche ich euch heute das letzte Mal in diese Richtung voll. Auf dieser Seite geht es um meine Gedanken und um das, was ich für wichtig halte. Dieses Thema hier ist ein alter Hut. Wichtig war es, es anzusprechen. Aber es wird Zeit, dass jeder seine ganz persönliche Lösung findet.

Wir Vollzeit-, Teilzeit-, Hobby- oder Gelegenheitsblogger, Snapchater, Instagramer, Youtuber (ich hoffe ich vergesse niemanden) sind in erster Linie für uns und die eigenen Leser verantwortlich. Alle haben ihre Berechtigung, alle dürfen existieren. Alle dürfen sich auf ihren Seiten so entfalten wie sie wollen- ihr dort draußen werdet euch schon melden, wenn etwas nicht passt.

Edit: Wenn ihr jetzt kurz denkt- meckert sie über ihre Kollegen und Kolleginnen? Nein. Ich wollte nur kurz einmal sagen: Lasst los, geht weiter. Es kann doch nur so gut werden, wie wir es uns erlauben. Und außerdem hat dieses ewige „Die anderen sollten oder müssten mal“  einen so langen Bart, dass ich selbst schon dreimal darüber gestolpert bin.

Liebe Grüße, die mit dem Fenchel- Tomaten- Metapher- Problem.

Kommentare

Bisher 8 Kommentare zu “the undefinition of- Die anderen sind schuld”

  1. Vivi sagt:

    Auch wenn du wirklich schon ein paar Mal Beiträge in diese Richtung verfasst hast Franzi, ist dir dieser wieder super gelungen 🙂
    Klar ist es ein alter Hut, aber leider scheint es wohl, als ob man es doch hier und da mal wieder sagen muss, daher finde ich es gut, dass du es noch einmal aufgegriffen hast 🙂

    Liebe Grüße,
    Vivi <3
    vanillaholica.com

  2. Nicca sagt:

    Hey,
    ein sehr schöner Beitrag. Irgendwie ist es wirklich zwar ein alter Hut, aber in letzter Zeit habe ich ohnehin das Gefühl, dass man alles doppelt und dreifach wiederholen muss – und es kommt immer noch nicht wirklich an.
    Die Fotos sind übrigens auch toll. 🙂
    glg, Nicca von kosmeticca.blogspot.com

  3. Gitta sagt:

    Ach herrlich ehrlich 🙂 schön in Metaphern gepackt meine Liebe 😀

    x Gitta // http://www.gittawitzel.com

  4. nathalie sagt:

    die bilder gefallen mir so gut 🙂
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

  5. Michaela sagt:

    Wunderschöner Blogpost! Sehr ehrlich und tolle Bilder dazu <3

    Liebe Grüsse
    Michaela

    Michaelablog
    Bloglovin‘

  6. Frank Lin sagt:

    Du wirst echt zu meiner Lieblingsbloggerin.
    Ich mag deine Texte unheimlich gern.
    Sie sind ehrlich und sehr reflektiert.
    Viele kritische Texte über die Bloggerwelt sind so heuchlerisch,
    weil ständig mit dem Finger auf anderen gezeigt wird, wohlwissend,
    dass man eigentlich selbst ein großer Teil des Ganzen ist. Mich nervt das extrem.

    Liebe Grüße,
    Frank

  7. […] hier schon mal verlinkt) wollte ich auch meine Meinung sagen. Einige Tage später hatte ich aber diesen Post von Franzi gelesen und muss sagen, dass auch sie recht hat. Meckern ist einfach, wieso nicht lieber […]

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