Kolumne

Hey Blogger! Are you real?

„Du siehst in echt ja ganz anders aus“ ist mir noch nie ins Gesicht gesagt worden. Ich habe noch nie offline hören müssen, dass ich online anders wäre oder anders aussehe. Die Frage ist, wieso das in meinem Berufszweig überhaupt eine Rolle spielt?

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Hey Blogger! Are you real?

Da ich immer davon ausgegangen bin, dass wir uns alle natürlich immer gern von der besten Seite zeigen wollen, aber uns nicht künstlich neu erschaffen wollen oder müssen. Bis zum letzten Treffen mit einer Person, die uns von außen beobachtet und das schon lange ganz anders sieht.

Einen Besuch ist eine alte Freundschaft immer wert. Ich bin auf dem Weg in meine Heimat, in die Stadt, in der ich groß geworden und bin und jede Ecke noch ganz genau wiederkenne und Geschichten mit ihr verbinde. Das rosa Haus, das früher der Treffpunkt für erste Dates herhalten musste, der dunkle Park mit nur 3 verwitterten Holzbänken und unendlich vielen verbalen Ausfällen gegen ehemalige Klassenkameraden. Das eine Cafè, in dem sich heute noch alle treffen müssen, denn es gab und gibt nur genau das eine. Ich quetsche mich zwischen Plastikstühlen zu ihr durch. Wir begrüßen uns, sie duftet gut und ich muss sofort nach dem Duft fragen. Alles wie immer. Cafè Latte, ein Stück Kuchen das wir uns teilen, da selbst in Kleinstädten die Preise in Sachen Zuckerguss explodieren. Alles wie immer. Auch die Geschichten über ehemalige Bekannte, wer jetzt heiratet, wer jetzt eher alt geworden ist und wen wir immer noch nicht abkönnen. Diese Abneigung gegen andere hielt sich bei mir immer in Grenzen. Ich bin vorsichtig geworden mit Meinungen über Menschen, da wir im Hier und Jetzt alle unser Schutzschild tragen und nach außen oft eine andere Person sein wollen, als wir manchmal wirklich sind. Das war auch einer der Gründe, wieso ich einen Blog angefangen habe. Weil ich in einer Kleinstadt immer ein Schutzschild haben musste, um nicht anzuecken oder überhaupt aufzufallen. Im Netz konnte ich damals mehr ich sein. Seit einiger Zeit treibt sie sich auch in meinem Berufszweig umher und hält mich immer auf dem Laufenden in Sachen Jobs, Blogger und News. Wir sind quasi zusammen aufgewachsen und von Schulfreundinnen zu Berufsfreundinnen geworden.

Wir schlürfen unseren Kaffee, sie klaut mir den letzten Zuckerguss und kann es kaum erwarten mir den neuesten Tratsch zu verraten, vermute ich bei ihrer Mimik. Ich blinzle ihr zu und sofort zückt sie ihr Smartphone. Code eingeben, schnell die App öffnen, Namen ein tippen und mit einer Armlänge liegt ihr Profil vor mir. „Hübsch“ rutscht es mir raus. „Nettes Mädel und tolle Haare. Was macht sie und wieso folgst du ihr?“

Kurze Stille, Blick zum Nachbartisch- „Siehst du dieses Mädel dort drüben?“ Nickend schaue ich ungeschickt zum Tisch. Mein Blick wird erwidert, beim Ausspähen bin ich eine Niete. Genau das ist sie. Ich kenne sie nicht, aber das Netz ist voll toller Inspirationen und Accounts wie ihrem. Ich erkenne gleich, sie hat ein Gespür für eine ganz eigene Bildsprache und ich möchte gerade anfangen zu loben, da platzt sie von der Seite in meine Gedanken hinein.

„Weißt du was mich an deinem Job stört? Das bei euch so viele lügen. Eine App für schmale Beine, schöne Haut und schwups wird das Mädchen von Nebenan, in ihrer Zarajeans, zu einem unwirklich hübschen Wesen mit Porzellan Teint. Glattes Haar, Nase kleiner, mehr Wangenknochen und dann die Bildunterschrift: Liebe dich selbst. Das ist doch alles fake und weißt du was, die die immer am meisten darauf pochen, die die immer #nomakeup und #beyourself auf die Fahne schreiben, haben die größten Komplexe. Deine Welt ist ganz schön schräg, und wenn du sie dann darauf ansprichst wirst du fertig gemacht. Denn genau diese Menschen können die Wahrheit oder eine andere Meinung nicht vertragen. Bei euch stimmt doch etwas nicht. Ihr seid keine guten Vorbilder. Ich würde mich schämen, wenn ich online so viel schummeln würde und offline nicht einmal die Hälfte einhalten kann, was ich im Netz immer so groß verspreche.“

Ok, diese Richtung des Gesprächs hätte ich nicht erwartet, diese Ehrlichkeit und so viel Gefühl auch nicht. Aber wie oft standen schon Damen vor mir und ich dachte, sieht aber ganz anders aus? Ja, davon kann ich mich auch nicht frei sprechen. Aber ich habe es immer auf gutes Licht und fotogene Gesichtszüge geschoben und mich danach nie mehr damit beschäftigt, wieso wer wann wie schummelt. Geht mich ja nichts an, ist ja am Ende nicht mein Business und das Schutzschild, was wir Menschen manchmal brauchen, kenne ich auch nur all zu gut. Doch womöglich hat sie mit einem Punkt Recht: Wer oft genug laut danach schreit, hat vielleicht am meisten mit sich und genau diesem Part im Leben zu kämpfen. Wer sich unwohl fühlt, möchte Bestätigung von anderen, um endlich glücklich zu werden. War das mein Grund im Netz aktiv zu sein? Wäre das nicht unglaublich traurig? Denn wer sich anders sieht, Unterstützung sucht und das nicht offline findet, der kann eben online ganz anders auftreten- aber wird im realen Leben doch trotzdem nicht glücklicher werden? Und beeinflusst uns und andere diese Art des Selbstbelügens auch?

In dem Moment, als sie mir das Profil zeigt und mir vorhält, was Lüge und Realität ist, bin ich nicht wütend auf das Mädchen ab Nachbatsrisch und auch nicht auf meine Freundin. Ich kann es beiden nicht verübeln. Vielleicht ist der Druck so groß einem Bild zu entsprechen, weil wir es im Netz eben auch jeden Tag sehen? Vielleicht optimieren wir uns für andere, um endlich akzeptiert zu werden? Wir oft erwische ich mich noch dabei, dass ich mir wünsche da etwas weniger, dort gern etwas größer und vielleicht auch einfach einmal komplett anders zu sein? Auf der anderen Seite weiß ich um das kleine Schummeln in meinem Beruf und störe mich ebenso daran.

Wenn ich mich aber  im Netz betrachte, dann bin das ich und ich habe nicht das Gefühl, dass ich mit ihrer Antwort gemeint bin. Oder sehe ich mich auch schon ganz anders?

Ich blicke sie an und lächele. Ich glaube sie erwartet eine Antwort. Ich habe nur keine- kommt auch selten vor. Habt ihr eine? Oder sollten wir uns einfach um wichtigere Themen kümmern?

Liebe Grüße

Kommentare

Bisher 13 Kommentare zu “Hey Blogger! Are you real?”

  1. theothercara sagt:

    Toller Beitrag. Ich sehe die Thematik aus einer künstlerischen Sicht. Wenn damals ein Maler ein Porträt einer Person malen sollte, so zog sich die Person die schönste Kleidung an und eine unnatürliche Pose wurde eingenommen. Die meisten Maler zeichneten und malten die Personen so, wie das Ideal ihrer Epoche aussah und passten die Körper dieser an, weil etwas anderes nicht als schön empfunden wurde. Viele Maler beschäftigten sich aber noch viel mehr mit den zu Malenden und versteckten kleinere Details, die wohl eher weniger auf einem Bild gesehen werden sollten. Doch all diese entstandenen Gemälde gelten als Abbild dieser zu porträtierten Personen, ob idealisiert, mit einer versteckten Botschaft oder ähnliches. Selten wird hinterfragt, ob die Mona Lisa nun wirklich so aussah oder nicht. Es sind die Bilder von Menschen, die genauso mit einem Pinsel verschönt wurden und eben diese Personen zeigen. Ich denke bei Fotos ist es nicht anders – die Person die sich fotografiert steckt, auch wenn sie sich sehr stark korrigiert immer noch mit ihrem Charakter und Persönlichkeit hinter dem Foto. Das Foto zeigt immer noch die Person, auch wenn diese sich in eine optimale Lichtquelle setzt oder in die Rolle einer vermeintlich besseren Person schlüpft.
    Gefährlich finde ich nur den Umgang mit diesen idealisierten Menschen, die auf den Fotos zu erkennen sind. Da nicht jeder ein Foto als Kunst oder als erschaffene Inszenierung oder Augenblicksmoment erkennen kann und sich dieses immer mehr vermischt und somit ein falscher Eindruck von einem Einheitsbrei entstehen kann.

  2. Diana sagt:

    also ich finde dass in jeder Branche jeder lügt, wo es geht. Wenn sie ihren Lebenslauf oder LinkedIn Profil nie etwas beschönigt hat, dann Hut ab. Wenn sie auch noch nie künstlich runtergespielt hat, dass sie sich rausgeputzt hat, nachdem sie ein Kompliment bekam, verbeuge ich mich auch. Wenn sie auf Tinder nur unvorteilhafte Fotos hochlädt, verstehe ich ihr Problem. Aber einen oberflächlichen Bereich (Instagram, Selfies etc) rauszupicken und dann zu meckern, es sei oberflächlich und falsch, finde ich etwas unnötig.

  3. Starker Beitrag, in mir regt sich gerade das Bedürfnis, mal einen Kaffee mit dir zu trinken 😉 Ich persönlich denke unglaublich viel über dieses Thema nach und fühle mich ehrlich gesagt auch ein bisschen unter Druck gesetzt. Wenn alle aufhören würde, so stark zu retuschieren, müsste ich es auch nicht tun, aber ich glaube Instagram & Co. verfolgen einfach ein anderes Ziel. Meiner Erfahrung nach muss man sich entweder anpassen oder untergehen aber ich habe mich dafür entschieden, es als eine Art von Kunst zu betrachten. Es bringt uns nicht viel, deutlich und ehrlich zu sein, da die meisten Menschen, wie du schon sagst, die Wahrheit nicht ertragen und mit aller Kraft verleugnen. Dagegen kommen die wenigen „Echten“ leider nicht an, das habe ich gemerkt, als ich begonnen habe, mich mit tiefgründigeren Themen auf meinem Blog zu befassen. Dein Blog ist einer der ganz, ganz wenigen, die ich hin und wieder aufmerksam lese und ich danke dir für deine Offenheit. Mach weiter so <3

    Liebste Grüße,

    Franzi
    franziska-elea.de

  4. Anne sagt:

    Schöner Post zum Sonntag =) Ich glaube das Thema beschäftigt viele, nicht nur uns Blogger, sondern auch uns als Leser. Mir geht es zumindest so. Es heisst ja nicht zu unrecht: Das Leben ist nicht so perfekt wie eine Instagram Timeline. Da ist was wahres dran.

    liebe Grüße,
    Anne
    maditashaus.com

  5. Hallo Franzi,
    Ein toller Beitrag! Wenn man instagram nutzt, weiß man ja im Hinterkopf, dass da bearbeitet und geschummelt wird – und dennoch nagt dann so ein kleines Monster an mir, das sagt, dass alle anderen alles besser machen, besser aussehen und sowieso besser sind. Das bessere Leben haben, die bessere Figur, das bessere Essen, die besseren Klamotten. Vielleicht wäre das Gefühl auch bei natürlichen Bildern da, aber sicher nicht so stark. Auf instagram scheint wenig Raum für Ehrlichkeit. Oder Natürlichkeit. Und das ist schon schade. Man will doch lieber hinter die Fassade sehen – vielleicht ist deswegen auch snapchat so erfolgreich. Da gibt’s auch mal die ungeschminkte Wahrheit.
    Und ob du auch online wirklich du bist, weißt du doch selbst am besten, oder? Ich kenne dich ja (leider) nicht offline 😉 Du kommst aber authentisch rüber, das kann ich sagen 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Lieselotte Vera

  6. S. sagt:

    Toller Post! Ich hatte, glaube ich, mal unter einen anderen Post von dir eine ähnliche Antwort geschrieben, aber ich fasse sie einfach nochmal kurz zusammen. Ich denke, jeder möchte sich selbst in einem gewissen Maße gut darstellen und das Internet bietet dabei eben einige Möglichkeiten. Das heißt aber nicht, dass man plötzlich „fake“ ist. Klar, das wenigste ist so, wie es im Netz zu sein scheint, aber letztendlich stört man damit doch niemanden. Also finde ich, dass es nichts schlimmes ist, so lange man sich bewusst ist, dass in Internet die Realität gerne etwas angepasst wird und man sich dadurch nicht zu sehr unter Druck setzten lassen soll. 🙂
    Liebe Grüße
    S.
    http://cappuccinocouture.blogspot.de/

  7. Dorna sagt:

    Dein Beitrag hat mich mal wieder sehr zum Nachdenken angeregt. Ich beschäftige mich schon seit einer Weile mit diesem Themenkomplex und doch fällt es mir schwer klar Stellung zu beziehen, weil sich dieses „mediale Blogger-Ich“ aus vielen verschiedenen Komponenten zusammensetzt und die unterschiedlichsten Aspekte mit reinspielen. Ich hatte neulich etwas über Authentizität beim Bloggen geschrieben und mich in diesem Zusammenhang gefragt, ob es denn überhaupt noch authentisch ist, wenn man Bilder bearbeitet, inszeniert und so weiter. Für mich ganz klar: Ja. Denn mein Blogger-Ich ist für mich eine Möglichkeit, eine Seite von mir auszuleben, meine kreativen Ideen nicht nur in meinem Kopf abzuspielen sondern auch tatsächlich umzusetzen. Ich sehe das ganze Thema wie einige meiner Vorrednerinnen auch von einer künstlerischen Seite. Ich möchte gar nicht die (meine) Realität beim Bloggen abbilden. Sicherlich ein Teil oder zu einem gewissen Maß, aber nie die volle Wahrheit. Jeder möchte sich doch im besten Licht präsentieren, das ist etwas ganz natürliches und gibt es überall wohin man schaut. Selbst bei mir im Studium stellen sich einige – was Noten und Wissen betrifft – auch immer besser da als sie eigentlich sind. Ist dann im Grunde nicht auch Fake?
    Mir ist bewusst, dass das Internet nicht die Realität darstellt und viel geschönt ist -auch beim Bloggen. Das sehen viele Nicht-Blogger (auch aus meinem privaten Freundes- und Familienkreis) leider ganz anders.
    So lange man mit seinem eigenen Verhalten im Netz zufrieden ist, sollte man es so weiter handhaben. 🙂

    Liebste Grüße
    Dorina // Adeline und Gustav

  8. MissRainbow sagt:

    Hallo liebe Franzi!
    Du hast mich sofort zu einem Beitrag inspiriert, vielleicht hast du ja Lust, morgen mal vorbeizuschauen (Heißt: Kennt ihr mich?). Dankeschön, dass du mich zum Nachdenken gebracht hast und liebe Grüße 🙂

  9. Nathalie sagt:

    Das hier ist ein wirklich toller Beitrag! Ich habe den Post schon Sonntag einmal gelesen und bis jetzt darüber nachgedacht was ich hier zu schreiben könnte. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass wir alle doch immer nur unsere „Schololaden Seite“ zum Vorschein bringen wollen oder? Ich meine wofür gibt es denn z.B. diese ganzen „How to blablabla“ Videos auf Youtube, die Filter und Bearbeitungsprogramme? Um die Seite rauszubringen die wir der Öffentlichkeit außerhalb unserer Zone zu zeigen oder? Ein Blogger oder eine Person des Öffentlichenlebens, möchte doch auch eigentlich nur die schönen Dinge in diesem Leben präsentieren, denn sind wir mal ehrlich wer will schon jemandem Folgen, der den ganzen Tag nur meckert? Ich nicht… Ich möchte und wenn es nur für fünf Minuten ist der Welt entfliehen und kurz in eine von außen Glamourösewelt hineintauchen, auch wenn sie eigentlich nicht so Glamourös und einfach wie sie von außen erscheint ist. Es ist klar das wir alle nicht so sind wie wir vorgeben zu sein. Auf Fotos und Videos oder auch in Blogposts kann man selbst steuern, was man dort mit der Welt teilen möchte und was nicht und ich denke genau das ist der Grund, weshalb wir uns in diese gemachte Welt von Social Media flüchten.
    Liebe Grüße Nathalie

  10. Bianca sagt:

    Wie immer ein gelungener Denkanstoß. Es kommt ein bisschen darauf an finde ich. Einerseits spricht nichts dagegen auf Instagram, einer Plattform die dazu da ist, schöne Bilder zu präsentieren, ein bisschen zu schummeln und gutes Licht und Filter zu seinem Vorteil zu nutzen. Ab einem gewissen Alter ist man sich einfach darüber im klare, dass vieles, was man da präsentiert bekommt eben nicht die Realität ist, sondern nur dieser kleine und aufgehübschte Teil – aber es ist ein schönes Bild auf einer Plattform für schöne Bilder.

    Andererseits haben viele Blogger ein Publikum, dass vielleicht noch zu jung ist, um das zu begreifen. Für die wäre sicher das ein oder andere unretuschierte Foto auch mal schön. Aber dafür gibt es ja Snapchat 😉

    Grüße,
    Bianca

  11. Liebe Franzi,

    toller Text und ja die Situation kann ich gut nachvollziehen.
    Mir ist es auch schon passiert, dass ich Leute „in real“ gesehen habe, von denen ich dachte, wow, krass, das kann jetzt aber wirklich nicht sein. Und das müssen nicht mal Blogger sein, sondern können auch einfach Mädels aus dem Studium sein.

    Ich denke es war schon immer so. Nur ist es jetzt durch den Bloggerrummel, den wir ja mitveranstalten, eben krasser geworden.
    Es war schon immer so, dass man sich im Netz möglichst vorteilhaft präsentieren möchte. Oder wieso hat man bei schuelervz damals den Arm halb abgeschnitten auf dem Foto, damit man nicht sieht, wie dick der aussieht?

    Das ist alles ganz normal und ich denke, dass man jedem das so lassen sollte, wie er es für richtig hält. Wenn es Freunde sind, kann man gut und gerne mal ein Wort drüber verlieren, aber bei Fremden: Ganz ehrlich, wen sollte es denn nun interessieren, ob ihre Nase nun schmaler ist oder nicht, wenn sie für sich entschieden hat, es so online zu stellen?

    Die Frage nach der Echtheit ist in Zeiten von XXS-Models doch lange schon flöten gegangen. Ein Hoch auf die Blogger, die noch „echt“ sind und wenig schummeln..
    Und allen anderen? Denen muss ich nicht folgen wenn ich nicht will, über sie muss ich mich nicht aufregen und bei denen verschwende ich keine guten Karmapunkte, wenn ich mich aufrege. Dafür ist die Zeit doch wirklich zu knapp.
    Freuen wir uns an schönen Bildern und lassen jeden so sein, wie er sich zeigen möchte.

    Danke für deine Gedanken, Liebes!!!

    Deine Mona von
    Fleur & Fatale

  12. Franzi sagt:

    Hoffentlich schieße ich jetzt nicht am Thema vorbei 😀
    Bei der Aussage zum Thema Selbstliebe… „die haben die größten Komplexe“. Da muss ich an Lou von fit trio denken. Sie verbreitet massiv diese Message und das keinesfalls weil sie Komplexe hat, sondern weil sie selbst weiß wie gefährlich es ist, es nicht zu tun. Ich bin auch der Meinung würden wir uns alle ein wenig mehr so nehmen wie wir sind, wäre unsere Welt ein bisschen harmonischer.
    Ich persönlich bin kein Freund von Retuschier-Apps und finde auch das es einen extrem unter Druck setzt. Viele Instagram-Girls können das so perfekt, dass ich das nicht mal bemerke 😀 Aber Hey, jeder Mensch hat seine Berechtigung!
    Liebe Grüße
    Franzi

  13. Patricia sagt:

    Ich finde dies ist ein ganz interessanter Beitrag, der wirklich zum Nachdenken anregt. Klar, eine App ist eine App – aber ich würde mich nie (mehr) verstellen, weder online noch off-line. Denn was nütz die größte Inspirationsquelle, wenn der Mensch dahinter gar nicht der Mensch vor der Kamera ist. Ich glaube auch, dass ich mich schämen würde, wenn ich so viel an mir bearbeite, denn Lob für etwas falsches möchte ich nicht. Wir haben uns doch lange, lange, lange genug verächtlich darüber ausgelassen, warum Models auf Coverildern nur so viel aufpoliert werden. Für mehr Realität wurde sich eingesetzt. Und jetzt geht der Trend irgendwie genau wieder in die andere Richtung, normale Menschen wie Du und Ich wollen Online perfekte Menschen sein, wie es dahinter aussieht, weiß man nicht.

    Bisous aus Berlin, deine Patricia
    THEVOGUEVOYAGE by Patricia Petite

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