Kolumne

I should say Thank you

19. Juli 2015 von

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Wenn man sich zu sehr in seinem Gefühlschaos bewegt, beginnt man irgendwann an allem zu zweifeln. Zuerst beginnt es bei einem selbst. Alle Schritte und Worte werden analysiert. Jeder Moment wird noch einmal durchgekaut, jede Situation wird so lange gedreht, bis ich den Fehler nur bei mir selbst finde.

I should say Thank you

Was dann passiert? Ich steigere mich richtig in das Thema hinein und will auf einmal glauben, dass es alle auch so sehen. Meine Umwelt, meine Freunde alle Menschen, denen ich begegne. Was dann wirklich hilft? Es herauszulassen, zu erzählen und damit auch zu erkennen: Es hilft zu reden, es hilft zu zeigen, wenn man verletzt wurde. Es hilft zu sagen: Ich brauche Unterstützung. Genau das habe ich am Freitag getan, weil der innere Druck zu groß war und meine Gefühle mich langsam erdrückten. Es tat gut, die Worte einfach niederzuschreiben, ohne Bedenken und ohne diesen einen Satz, der mich schon mein Leben lang begleitet: Was denken die anderen dann über mich?

Was sollen sie schon denken, dass ich auch nur ein Mensch bin? Mehr nicht. Und eure Kommentare und die vielen persönlichen Mails haben mir einfach gezeigt, dass es genau der richtige Weg für mich war. Gefühle zeigen ist nichts Verwerfliches, Wut auszusprechen, Missverständnisse zu klären haben nichts damit zu tun die Etikette zu wahren. Nein sie erleichtern das Miteinander. Ich habe in den letzten drei Tagen mehr über mich und meine Leser lernen dürfen, als in den letzten Bloggerjahren. Und sage mit diesem immer noch ganz emotionalen Text Danke. Danke, dass ihr auf meine Bedürfnisse eingegangen seid, danke für die ehrlichen Worte und danke für die zahlreichen eigenen Erlebnisse. Es ist nicht selbstverständlich, mit einer fremden Person so viel zu teilen und ihr helfen zu wollen. Ich ziehe den imaginären Hut vor euch und bin dankbar für so viel Herzlichkeit und Verständnis! Ich glaube ihr seid ziemlich tolle Menschen! Nein, ich weiß es!

Liebe Grüße

Damit wünsche ich euch einen wunderbaren Sonntag!

Kommentare

Bisher 4 Kommentare zu “I should say Thank you”

  1. Kali P. sagt:

    Liebe Franzi,
    vielleicht ist das nicht alltäglich, doch ich finde, es ist Ehrensache, unter Bloggern, ja unter Menschen, sich gegenseitig Mut zu machen, sich zu trösten. Selbst wenn wir uns nicht persönlich kennen.
    Schließlich teilst du als Blogger dein Leben mit Fremden. Und wie du mit deinen Beiträgen das Leben deiner Leser erfreust und bereicherst, so haben deine Leser auch mal die Gelegenheit, dir etwas zurück zu geben, wenn es dir einmal nicht gut geht.
    So zeigt man sich, dass man einander wertschätzt. Ich freue mich, dass es dir schon besser geht.
    Liebste Grüße
    Kali von Miss Bellis Perennis

  2. ich mag deine Texte :-* (Übrigend bist du in der aktuellen Glamour mit einem kleinen Foto und ein paar Sätzen über Trend Styling drin) http://www.thepinkheartgirl.blogspot.de

  3. Johanna sagt:

    Manchmal ist es eben leichter Dinge fremden oder fast fremden Menschen anzuvertrauen. Ist mir selbst so ergangen und hat mir geholfen 🙂
    Ich freue mich für dich dass es dir ebenso geholfen hat! 🙂
    Bleib so wie du bist und bleib stark, du bist ein toller Mensch 🙂

    Johanna
    http://dream-factory-of-my-world.blogspot.de/

  4. Mimi sagt:

    So geht es mir auch oftmals. Ich mache mir viel zu viele Gedanken, was andere über mich denken könnten, was sie im Endeffekt nicht mal tun.
    Sehr schöner Text.
    Liebe Grüße
    Mimi

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