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Inspiration

Tag des Glücks: Übertreiben wir es mit dem Glücklich sein?

20. März 2019 • 1 Kommentar

Ich würde euch gern erzählen, dass das Glück in deinen Händen liegt und du es nur wollen muss. Das stimmt und auch wieder nicht. Ich glaube, die Definition von Glück ist so vielseitig und so individuell, dass es auf die Frage danach nie nur die eine Antwort geben wird. Verzeiht, ich enttäusche euch wahrscheinlich nun schon in der Einleitung.

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Aber ich will euch erzählen, dass es sehr wohl wichtig ist, das Glück im Leben zu finden, aber das ewige Streben danach nicht. Wie passend, so einen Text am Tag des Glückes online zu stellen. Aber ich gestehe euch jetzt einfach einmal etwas: Ich habe verdammt lange geglaubt, dass ich jetzt glücklich sein müsste, weil alle anderen es sind, weil es mir gesagt wird oder weil es von mir verlangt wird. Aber was ist, wenn wir das Glück nicht mehr als oberstes Ziel ansetzen, sondern einfach das erfüllte Leben?

Keine Sorge, ich mutiere nicht zum Lifecoach, der euch jetzt verrät was er im Leben gelernt hat und wie auch ihr endlich glücklich sein könnt.

Es ist nicht meine Aufgabe und zeitweise finde ich dieses ewige Gerede über das eigene ultimative Glück auch völlig übertrieben und vor allem am Ziel vorbei. Ich muss nicht ständig auf der Suche nach dem einen Glück sein.

Die neue Designertasche? Die erste eigene Wohnung? Die große Liebe? Das erste, zweite, dritte Kind? Alles kann Glück bedeuten, aber all das würde mir nicht mehr so erfüllend vorkommen, wenn ich nicht endliche beginne zu verstehen, dass mir manche Dinge egal sein müssen. Ich z.B. war immer sehr viel darauf bedacht was andere sagen, was sie in mir sehen und wie sie mein Leben werten. Ich habe mich bestimmt jeden Tag und in jeder Situation unbewusst mit anderen Menschen verglichen. In meinem Job kommt dann noch hinzu, dass online scheinbar alle immer alles großartig finden und offensichtlich so glücklich sind. So dass sich noch mehr Druck aufbaute und ich mir einredete, genau so sein zu müssen.

Aber ich wusste nicht einmal wofür? Für die kleinen Dinge, für das Leben? Wieso soll man eigentlich glücklich sein, und wieso hält dieser Zustand bitte nicht auch ewig an?

Es ist doch totaler Kopfmist zu glauben, dass wenn ich einmal das Glück finde in einem Menschen, in einem Gefühl oder an einem Ort, ich es immer bei mir behalten kann. Ein Gefühl kommt und geht. Es ist mal mehr oder weniger da und es ist ok, nicht ständig glücklich zu sein. Weil das einfach menschlich ist. Wir bestehen nicht nur aus guten Gefühlen. Das ist auch eine seltsam gruselige Vorstellung, oder? Wieso glauben wir tatsächlich, dass Glück grundsätzlich immer genug vorhanden ist und wir es uns nur nehmen müssen?

Genau das war mein Point of no Return.

Ich musste mich mehr auf mich konzentrieren und für mich den richtigen Weg finden. Mein größtes Glück war die Erkenntnis, dass es mir egal sein muss was andere über mich denken. Ich falle aus der Rolle, weil ich es will. Ich will meine Meinung behalten, auch wenn das unbequem ist und ich will euch nicht vorgaukeln, dass glücklich sein das Ziel ist, dem ihr stets nachstreben müsst um endlich zufrieden zu sein.

Ich habe meine Zeit damit verschwendet unbedingt glücklich zu werden, anstatt erst einmal zu schauen was mich zufrieden macht.

Kein Gefühl hält ewig an, aber wir können lernen besser zu leben, für uns und für unsere eigenen Gedanken. Am Tag des Glückes muss ich einfach einmal ganz ehrlich sagen: Glücklich sein ist kein Muss und schon gar kein Dauerzustand für den, der es erreicht hat. Es fühlt sich an manchen Tagen eben doch nicht immer alles wunderbar an. Das zu akzeptieren und herauszufinden was mich zufrieden macht, ist mir viel wichtiger geworden.

Heute am Tag des Glücks, bin ich glücklich in Blume2000.de einen Partner gefunden zu haben, der an mich und meine Arbeit glaubt. Das war ein wichtiger Baustein um zufrieden mit mir selbst und meiner Arbeit zu sein. Was für ein Glück, oder?

P.S.: Blumen verschenken ist auch so eine tolle Sache die glücklich macht. Und Blumen geschenkt zu bekommen ist Glück. P.S.S.: Es ist völlig egal was euch glücklich machen könnte oder was nicht. Macht es einfach.

Kommentare

Ein Kommentar zu “Tag des Glücks: Übertreiben wir es mit dem Glücklich sein?”
  1. Claudia sagt:

    Liebe Franzi,
    danke für diesen schönen Artikel. Ich bin schon 48 und kann Dir sagen, diese Gedanken bleiben immer. Und auch (durch unsere Online-Welt) der Versuch sich zu vergleichen oder zu denken, die anderen hätten das Glück gefunden, während wir nicht wissen, was uns wirklich und dauerhaft glücklich macht.
    Ich habe mir einen großen Spruch an die Wand geschrieben:
    „Persönlichkeit fängt da an, wo Vergleich aufhört.“
    Oder um es mit dem grandiosen Oscar Wilde zu sagen: Sei Du selbst, alle anderen sind schon vergeben.
    Und was soll ich Dir erzählen; mein Gefühl das Glück gefunden zu haben schwankt von Tag zu Tag. Doch im Laufe meiner 48 Jahre wird es immer besser; Tendenz steigend. Und auch wenn die körperlichen Problemzonen etwas mehr werden, das ist das Schönste am älter werden!
    Ganz liebe Grüße, Claudia

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