Inspiration

Welches Kamera Equipment benötigst du für Instagram und Blog?

12. Juli 2018 • 1 Kommentar

„Hi, mein Name ist Rico und ich mache hier die Fotos.“
Franzi kommt zu zweit, denn sie hat ihren persönlichen Fotografen dabei. Instagram Husband eben, hihi. Leider trifft es unsere Berufsbeschreibung ziemlich genau: Ein Blog ist keine one-man-show.

Dahinter steht oftmals ein Team, denn die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind einfach zu vielfältig. Neben den ganzen uninteressanten Backoffice Aufgaben kümmere ich mich darum, dass meine Frau auf ihren Bildern genau so hübsch aussieht, wie sie offline ist. Und heute möchte ich euch ein paar Zeilen zu den Produkten aufschreiben, die unseren Content mittlerweile so hochwertig machen, dass man die Bilder in Magazinen drucken könnte.

Vorweg: Ich habe mir dieses Wissen und die Erfahrungen in den letzten zehn Jahren selbst angeeignet, also urteilt bitte nicht zu scharf über die Vollständigkeit oder mein subjektives und sicher semiprofessionelles Halbwissen. Ich weiß, dass es in diesem Sektor immer Verbesserungspotential gibt. Außerdem ist Fotoausrüstung so unheimlich teuer!

Ich möchte euch einfach ein paar Tipps geben, falls ihr gerade auf der Suche seid, denn ich werde auch unterwegs immer wieder auf die Technik angesprochen. Für mich ist Technik nicht nur Spezifikation, sondern auch ein Gefühl.

Die Bildproduktion

Im Grunde braucht es für ein Bild auf einem Blog nur drei Sachen: Eine Location, ein Model und eine Person mit irgendeiner Kamera. Location, Model und der Typ hinter der Kamera sollen hier einfach vernachlässigt werden. Aber welche Kamera nutze ich? Reicht mein iPhone nicht auch aus? Und ich sage: Ja! Jede Kamera reicht aus. Die Frage ist nur, ob du mit deinem Bild zufrieden bist und was du mit deinem Bild danach noch vorhast. Nachbearbeitung? Lightroom? Photoshop? Print? Bild verkaufen?

Diesen Tipp muss ich euch mit auf den Weg geben:

Schießt Bilder mit dem Equipment was ihr habt. Es bringt nichts, ein Bild quasi nicht zu schießen, sich nicht zu trauen oder lieber auf den neuesten und teuersten HighEnd Shit zu warten, weil es unbedingt RAW und Vollformat und spiegellos sein muss. Das Fotografieren ist wichtig, nicht deine Kamera. Die Location und das Model sind wichtig, aber nicht deine Kamera. Nimm dein iPhone, es wird super Bilder machen. Aber bitte fangt einfach an zu fotografieren!

Damals

Ganz am Anfang war es mal eine kleine kompakte Sony CyberShot. Eine kleine digitale Urlaubsknipse eben. Für die Blogbilder vor zehn Jahren war es unsere Kamera, denn sie war ohnehin da und langte für die ersten Gehversuche auf dem Blog.

Recht schnell sind wir dann auf eine Canon 70D umgestiegen, da wir mit den Bildern nicht mehr zufrieden waren. Gerade die Möglichkeiten der Nachbearbeitung im Lightroom waren ohne RAW wirklich sehr begrenzt. Leider hatte die 70D noch keinen Vollformat Body, dafür aber mit dem vollständig klapp- und drehbaren Bildschirm. Eine ganze Weile lang war dieser Body Dreh- und Angelpunkt der Contentproduktion, denn die Kamera war unheimlich vielseitig. Zu diesem Zeitpunkt liebäugelte ich wegen des Qualitätssprungs zwar schon mit den großen Vollformatsensoren, doch leider hat Canon dem nächstgrößeren Body 6D erst mit der 6D Mark II ein klappbares Display spendiert. Franzi war in der Zeit oft allein unterwegs und musste ihre Bilder deswegen teilweise selbst und mit Stativ produzieren, ein vollständig umklappbares Display war deswegen ein Muss.

Als es die Canon 6D II dann endlich in Verbindung mit dem Display gab, stieg ich auf diesen Body um, zusammen mit einem Canon 50mm f/1.2. Gott, ein wahnsinnig tolles Objektiv. Zusammen mit dem Vollformatsensor ein riesiger Schritt nach vorne, was unser Bilder angeht. Das 1.2er von Canon ist nicht ohne Grund eine legendäre Linse.


Von Sony zu Canon und wieder zurück zu Sony

Nun, ich hatte vor ca. 1,5 Jahren mal einen Sony Alpha 7 Body in der Hand. Und ich war sofort getriggert. Handlich, leicht, unheimlich sexy, spiegellos. Die RAWs haben mich dann das zweite mal angefixt. Ich war also quasi sofort süchtig. Ich bin aber, was das angeht, auch wirklich begeisterungsfähig. Für mich muss ein Stück Technik einfach genau das haben, was die Alpha 7 Bodys verkörpern: Unglaubliche Leistung und tolles Handling in einer sexy hochwertigen Verpackung. Die Reise ging also weiter mit der Sony Alpha 7R II, die wir damals bei Foto Leistenschneider in der Berliner Grolmannstraße kauften. Noch etwas unentschlossen wegen des echt hohen Preises, konnte ich dort den heißersehnten Body mit einer wirklich tollen Beratung live testen. Und ein bisschen Cashback gabs von Sony on Top!

Ja ich weiß- jetzt werden wieder einige ihr Veto einlegen. „Canon Objektive an einem Sony Alpha Body?“ Die Kombi funktioniert, macht aber leider einige der tollen Features und Vorteile des Sony Ökosystems kaputt.

Die Vorteile des fixen Autofokus, einige Fokusmodi und ein moderates Gesamtgewicht muss man für diese Kombi opfern, zudem sollte man einen guten Adapter wie den Metabones EF-E T Mark V dazu kaufen, der die Canon- Signale möglichst richtig und schnell für den Sony Body übersetzt. Aber so ein tolles Objektiv wie das Canon f/1.2 schmeißt man ja nicht einfach weg, also war es eine Übergangslösung, die für uns zunächst funktionierte.
Ein sehr guter Freund brachte mich dann auf der Suche nach einem markengleichen Objektiv recht schnell auf das Sony Zeiss 55mm f/1.8, was ich jetzt seit einigen Monaten nutze. Die Linse ist, auch für den relativ smarten Preis, wirklich wahnsinn und schon ein Muss. Knackscharf, schneller Autofokus, tolles Bokeh: Genau das machte unsere Sony Alpha 7R II endlich komplett. Ich mag sie sehr und habe sie immer dabei.

Jetzt muss der Kerl doch mal zufrieden sein, denkt ihr?

Weit gefehlt… eine wundervolle Kooperation mit Sony Alpha brachte mich gerade zur aktuellen Sony Alpha 7 III. Und wieder hat mich Sony sofort getroffen. Ich will nicht behaupten, dass die 7R II eine schlechte Kamera ist, ganz im Gegenteil. Ich liebe eigentlich beide.

Look and Feel sind quasi identisch, aber der größere Akku, der nochmals höhere Dynamische Umfang, der Joystick der 7 III, der höhere und schnellere und größere Pufferspeicher bei Serienaufnahmen und die wesentlich größere Abdeckung des Bildausschnitts mit Fokuspunkten machen die 7 III aktuell zur besten Kamera, die ich je in den Fingern hatte.

 

 Features, die ich an der 7III liebe:

Spiegellos, Vollformatsensor

Dynamikumfang von gut 15 Blendenstufen

Irre schnelles Autofokussystem

693 Phasen-Autofokus-Punkte, die rund 93% der Sensorfläche abdecken

Eye-AF für automatischen Fokus auf den Augen

Geräuschlose Aufnahmen, auch im Bildserienmodus

Zehn Bilder pro Sekunde mit kontinuierlicher Schärfenachführung

Zwei SD-Kartenslots, großer Akku, Joystick und Touch- Fokus,…


Der entscheidende Faktor: Mobilität.

Ich hatte es ja bereits angerissen- Der Kriterien für eine möglichst hohe Mobilität der Kameratechnik sind in letzter Zeit immer wichtiger geworden. Dinge wie Gewicht, Abmaße und hohe Kompatibilität sind für mich ausschlaggebend geworden, wenn es beispielsweise darum geht zwischen zwei Shootings arbeiten zu können. Mir ist wichtig, die geschossenen Bilder auch zwischen zwei Shootings schon auf einer Taxifahrt oder im Zug bearbeiten können, damit Franzi die Bilder für ihre Instagram Posts und Stories nutzen kann.

Dabei möchte ich nicht erst die SD- Karte aus der Kamera friemeln müssen, um anschließend mit Adaptern arbeiten zu müssen. Wifi in der Kamera ist hier genau richtig.

Inzwischen dürften alle Kamerahersteller diese Funktion in ihre Bodys integriert haben, aber wer macht es wirklich gut? Bei wem funktioniert es einfach? Bei wem funktioniert es vor allem so zuverlässig, dass ich mich darauf verlassen kann? Sorry Canon, aber bei der 6D II funktionierte das einfach nicht zuverlässig genug. Verbindungsabbrüche, keine Verbindung, oder sogar die immer wiederkehrende komplette Neueinrichtung mit dem iPhone resümiere ich im Bezug zu Wifi an Canon Bodys einfach mit „Pain-in-the-ass“.

Das gefällt mir bei Sony wesentlich besser!

Einmal eingerichtet und mit dem iPhone gekoppelt, habe ich mir die Wifi Funktion ganz einfach auf den C4- Button (Papierkorb) gelegt. Drücke ich ihn, fehlt nur noch der Griff zum iPhone und das Öffnen der PlayMemories App, um anschließend die Bilder ganz easy auf dem Telefon auszuwählen und zu kopieren. Du bist sofort bereit das Bild in deinen Apps zu bearbeiten und zu posten. Die Koppelung der Alpha 7 Bodys funktioniert übrigens auch mit mehreren Smartphones (wenn auch nicht gleichzeitig).

Ich liebe es einfach, wenn die Technik sich meinem Workflow anpasst. Nicht umgekehrt.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben. Verratet mir gern was euch gefehlt hat, worüber ihr mehr erfahren möchtet und wie euch mein Artikel gefiel. Und natürlich möchte ich jetzt wissen, warum ihr eure Kamera liebt, oder was ihr gern an eurer Ausstattung verbessern möchtet.

Übrigens- bis 31.07.2018 laufen die aktuellen Sommer Cashback Aktionen bei Sony und Zeiss noch.

Kommentare

Ein Kommentar zu “Welches Kamera Equipment benötigst du für Instagram und Blog?”
  1. Ruth sagt:

    Oh, ein super interessanter Blogpost! Ich selbst bin auch Team Sony und fotografiere mit der Alpha 6300 – super happy. Leider funktioniert bei mir die WiFi Funktion irgendwie nicht so richtig, aber das liegt wahrscheinlich eher an mir und nicht an der Kamera, haha. Was ich bei Sony auch schön finde, ist das Bearbeitungsprogramm Capture One. Das hat eine kostenlose Version, die für mich absolut reicht und mit der ich hervorragend zurecht komme.
    Liebe Grüße
    Ruth

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