Kolumne

Businesstalk- Was sich Agenturen und Firmen von Influencern wünschen

22. April 2018 von

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Wir Influencer machen unseren Job gut. Ja ich nehme das Wort in den Mund und meine all die, die auf Instagram, Blog, Youtube und Facebook Filme, Bilder und Worte veröffentlichen.

Businesstalk- Was sich Agenturen und Firmen von Influencern wünschen

 

Wir wünschen uns dafür Anerkennung, eine gerechte Bezahlung und Respekt. In einem neuen Berufszweig, der gerade für Außenstehende noch viel Unwissenheit mit sich bringt, ist das wichtig und richtig. Aber wenn wir Rechte einfordern, müssen wir auch unsere Pflichten erfüllen.

Ich weiß wir geben unser Bestes, dennoch ist es für mich immer wieder wichtig auch die Meinung von der anderen Seite zu hören. Auch wenn ich für mich selbst davon ausgehe, dass ich in meinem Job alles richtig angehe und umsetze, muss das ja nicht immer der Wahrheit entsprechen. Daher habe ich in den letzten Wochen immer wieder das Gespräch mit Agenturen und Firmen gesucht und wollte wissen: Was wünscht ihr euch von Influencern?

Aus diesen Gesprächen habe ich mir folgende sieben Punkte aufgeschrieben und möchte sie heute gern mit euch teilen.

Was sich Agenturen und Firmen von Influencern wünschen

 

Punkt Nummer 1: „Haltet euch an das Briefing.“

Ein Briefing ist eine clevere Sache. Darin befinden sich alle wichtigen Infos zu Verlinkungen, Hashtags, dem Veröffentlichungszeitraum, Kennzeichnungsregeln, den Preisen, dem Auftrag an sich und dem Inhalt und der Botschaft, die transportiert werden soll. Das alles erhält man im besten Fall vor der Veröffentlichung und kann alle wichtigen Informationen noch einmal mit der jeweiligen Agentur oder Firma absprechen. Wichtig ist, dass sich beide Seiten an alle abgesprochenen Details halten.

Punkt Nummer 2: „Posts am abgesprochenen Tag posten.“

Was im Briefing vereinbart wurde, muss von beiden Seiten erfüllt werden. Falls es mal nicht klappt: Anrufen, absprechen und gern selbst auch eine Alternative anbieten. Nicht melden und nicht ans Telefon zu gehen ist keine professionelle Lösung.

Punkt Nummer 3: „Reporting bitte abgeben.“

Der Auftrag ist abgearbeitet? Dann bitte Screenshots der Analytics von Blog, Youtube, Instagram oder der jeweils genutzten Plattform einreichen. Das sind die Daten, die am Ende auch für den Abschluss der Kooperation sehr wichtig sind und zeitnah benötigt werden.

Punkt Nummer 4: “Kennzeichnet bitte immer und wie abgesprochen.“

Bei Kooperationen sind wir auf Instagram und auf dem Blog gerade nur auf der rechtlich sicheren Seite, wenn vor dem Text „Anzeige“ oder „Werbung“ steht. Die richtige Art der Kennzeichnung unserer Inhalte ist eine elendige Grauzone, aber am Ende ist das die sicherste Methode. Das sollte auch immer eigehalten werden und wer es vergisst, sollte es sofort nachholen. Habt keine Angst davor Follower zu verprellen. Geht ehrlich und offen mit der Kennzeichnung um. Sie ist Pflicht und wirkt sehr professionell.

Punkt Nummer 5: „Hört auf euch öffentlich zu streiten.“

In jedem Job gibt es Menschen die sich nicht verstehen, sich nicht grün sind. Aber es muss nicht andauernd gegeneinander geschossen werden. Vor allem im Job sollte man die Leistung anderer anerkennen und respektieren. Was die eigenen Befindlichkeiten betrifft, muss man sich einfach manchmal zusammenreißen und zurücknehmen. Es ist ein vorrangig erst einmal ein Job, nicht die Möglichkeit Freundschaften für immer zu schließen. Wenn das passiert ist es wunderbar, aber wenn nicht, dann muss man die Professionalität wahren.

Punkt Nummer 6: „Erkundigt euch, wie Rechnungen richtig geschrieben werden.“

Wir müssen uns wohl mehr austauschen und mehr darauf hinweisen, wann und wie man richtige Rechnungen schreibt. Eine ordentliche Rechnung ist an verschiedene Merkmale gebunden, sie wirkt professionell und beschleunigt den Abrechnungsprozess. Habt ihr euch einmal eine gute Rechnungsvorlage angelegt, erleichtert euch das auch die zeitraubende Buchhaltung. Ein guter Tipp ist immer, sich einen Steuerberater zu suchen.

Punkt Nummer 7: „Denkt nach bevor ihr postet.“

Manchmal ist es gut, seine Gedanken zu sortieren und auf die Wortwahl zu achten. Nicht immer muss man etwas sagen, nicht immer muss man schweigen. Nicht immer ist der erste Gedanke der richtige und passende. Es geht nicht darum Meinungen einzuschränken oder sich zu verbiegen, oder auf Teufel komm raus alles ganz genau zu prüfen. Es geht darum bewusst im Netz aufzutreten weil wir eine Verantwortung haben, vor allem gegenüber unseren Followern und auch dem Brand, mit dem wir aus freien Stücken kooperieren.

Das waren sie, die sieben Themen die in den Gesprächen mit Agenturen und Firmen immer wieder auftauchen und die ich für euch gern festhalten wollte. Ich gebe zu, auch bei mir klappt nach vier Jahren Selbstständigkeit nicht immer alles sofort. Vielleicht hilft dieser Post euch für die kommenden Kooperation Dinge anders anzugehen oder neu zu überdenken.

Alles Liebe

Kommentare

Bisher 4 Kommentare zu “Businesstalk- Was sich Agenturen und Firmen von Influencern wünschen”

  1. Mrs Unicorn sagt:

    Ein interessanter Beitrag. Klingt alles machbar.

    Liebe Grüße und noch eine schöne Woche.
    Celine

  2. Anni Pastel sagt:

    Ich finde es ganz toll, dass du mit diesem Post nochmal ganz klar machst, dass Kooperation eben immer beidseitig sind. Oft habe ich das Gefühl, dass manche das vergessen. Und die Tipps sind natürlich sehr hilfreich 🙂

    Liebe Grüße,
    Anni

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