Kolumne

Was war los frances? What happend? #6 2018

Hallo ihr Schönen. Ich schreibe euch von der Couch aus, dick eingemummelt. Keine Sorge, ich werde es überleben. Da ich aber in Krankheitsfällen immer sehr leide, muss ich meinen körperlichen Zustand auch hier niederschrieben.

Will sie Mitleid? Ein wenig. Warum auch immer werde ich selten krank, aber wenn dann leide ich immer besonders. Meistens sind es zwei volle Tage, dann ist wieder alles im Reinen. Es ist Tag zwei angebrochen, daher werde ich heute noch etwas jammern, morgen aber wieder fit auf der Matte stehen und auch wieder mehr Stories produzieren. Wenn schon krank, dann müssen auch alle mit mir leiden.

Spannende Einleitung für die letzten Tage. 

Was war los frances?

Erinnerst du dich noch?

Ehrlicherweise fast nie hundertprozentig. Was mir in letzter Zeit an mir auffällt, dass ich manche Sachen nicht mehr so wahrnehme wie ich das früher tat. Es hat sich eine gewisse Selbstverständlichkeit eingeschlichen, die Events, Reisen und tolle Treffen immer schneller in den Hintergrund stellt, als es sein sollte. Ich bin tatsächlich ein Gewohnheitstier. Ich erlebe unglaublich tolle Sachen, darf Events besuchen und auf Reisen gehen, aber es gerät immer schneller in Vergessenheit. Wenn ihr mich heute fragt wie meine Woche war, muss ich ernsthaft überlegen, was genau alles passiert ist. Das ärgert mich. Ich ärgere mich über mich selbst für mein Kurzzeitgedächtnis, das nicht richtig mitspielen will und mir vorgaukelt, ich wäre schon lange nicht mehr weg gewesen oder habe etwas Wunderbares erlebt.

Vielleicht kommt dazu noch der ständige Vergleich auf Instagram wo alle tolle Orte von tollen Reisen zeigen, wenn ich gerade die Couch hüten muss.

Ich will das aber ändern und nutze diese Kategorie wieder mehr um mich auch zu erinnern, was ich jeden Tag alles erleben darf. Die größte Angst die mich begleitet ist, gleichgültig oder undankbar zu werden. Das geht sehr schnell, ich sehe das oft online.

Das Outfit

Nachdem ich den Begriff „casual“ in letzter Zeit so extrem angegangen bin und mich komplett auf flache Schuhe eingeschossen habe, gibt es endlich wieder Absatz. An dem Tag schien auch noch die Sonne und so verband ich XXL Flausch, Denim und Pumps miteinander, um endlich wieder mehr Absatz auszuführen. Das hat sich durch den aktuellen Wintereinbruch gerade auch wieder erledigt, aber so bekommt Gott sei Dank auch der Mantel in den kommenden Tagen seinen Auftritt. Dass Teddy- Mäntel nichts Neues sind ist mir auch klar, doch empfand ich die Auswahl, die mir andere Blogger oder Onlineshops boten, immer eher als nicht so schön. Oversize, schlechte Qualität oder viel zu kurz geraten sah ich wie ein aufgeplatztes Sofakissen aus. American Vintage hatte da den richtigen Riecher, doch leider war das Teil überall ausverkauft und online nicht mehr zu finden. Aber im schönsten Kaufhaus von Paris, dem Lafayette, war er ausgestellt und strahlte mich frech von der Seite an. Ich musste ihn sofort mitnehmen. Der Mantel ist der Knaller und ich feiere ihn jeden Tag, weil er genau meinen Vorstellungen von einem Teddy- Mantel entspricht. Dass ich so ein Teil einmal besitzen würde, hätte ich mir vor Monaten selbst nicht geglaubt. Ich bin noch immer schockverliebt.

Was habe ich gedacht?

Was habe ich gedacht? 

Die Bloggerszene ist ein hartes Pflaster geworden, denn man wird nicht einmal mehr verlinkt. 

Es war mal üblich, in einem Gruppenfoto alle zu verlinken. Oder man ließ es einfach und verlinkte niemanden. Ich war letztens auf einem Event in Hamburg und als ich mich den nächsten Tag durch die Hashtags klickte wurde mir wieder klar: Nicht jeder kann noch teilen und nicht jeder kann noch verlinken. Ich finde es nicht schlimm, wenn man auf einem Event ist und nicht alle kennt. Aber man könnte doch einfach nach dem Account fragen, oder lieber niemanden auf einem Bild verlinken. Aber wenn dann zwei dieser Personen beim Verlinken der jeweiligen Accounts nur zwei ganz offensichtlich auslassen, weiß man auch nicht mehr was man sagen soll. Das sind dann im Übrigen auch immer die, die sich selbst als sehr nett und sozial beschreiben. Pustekuchen. Wer nicht einmal ein „@…“ hinbekommt, der hat ganz andere Probleme. Es ist nicht schlimm und keineswegs ein Drama, aber es zeigt immer wieder wie Menschen sich im Netz darstellen und wie sie dagegen wirklich ticken.

Das ABER muss ganz groß sein, denn die meisten tollen Frauen haben alle verlinkt, selbst die, die sie nicht kannten.

Live auf Instagram

Ich hatte mich für längere Zeit wieder gegen den Livechat auf Instagram entschieden. Es gab eine Menge Bots und Idioten, die jeden Livechat mit dummen Kommentaren voll spamten. Da hat sich etwas getan. Gut, jetzt schauen durchschnittlich weniger Menschen zu, aber dann eben auch die die Spaß daran haben. Daher gibt es ab jetzt auch wieder ein festes Date für einen gemeinsamen Livechat. Diesen Sonntag um 19.30 Uhr auf Instagram, auf meinem Account, ich bin für Themen und Fragen offen. Wir landen oft bei meinem Beruf oder bei Büchern. Der letzter Livechat war wohl doch sehr unterhaltsam, zumindest habt ihr mir am nächsten Tag genau das geschrieben.

Am Küchentisch gedacht:

Der Frauenanteil im Bundestag liegt mit derzeit 31 Prozent so niedrig wie seit 2002 nicht mehr. Sollten wir doch einmal über eine Frauenquote nachdenken? Oder sollte es sich natürlich regeln?

 

Alles Liebe eure Frances

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