Inspiration

Die KonMari-Methode – Ein Weg, um unser Leben zu ordnen?

10. Januar 2019 • 5 Kommentare

Ich bin ehrlich zu euch: An den meisten Tagen des Jahres gehöre der Fraktion „Das Genie beherrscht das Chaos“ an. Und ich bin mir ziemlich sicher, für die Mehrheit von uns ist sauber machen elendig lästig, schränkt uns in der Freizeitgestaltung ein und macht einfach keinen Spaß.

Aber natürlich habe auch ich den weisen Spruch „Ordnung ist das halbe Leben“ im Ohr. Marie Kondō, die ultimative Aufräumkönigin, weiß Rat und zeigt uns jetzt gerade auf Netflix, was wir künftig wirklich behalten, brauchen und kaufen sollten. Und will uns dadurch auch Tipps geben, wie künftig nicht nur unsere Wohnung aufgeräumt ist, sondern auch wir selbst.

Was verbirgt sich hinter der KonMari-Methode?

Falls ihr noch nie von Marie Kondō gehört habt – Sie ist der absolute Aufräum-Guru für Ordnungsliebhaber und Minimalisten – Und erobert mit ihren bahnbrechenden Ideen nicht weniger als die Welt. Ihre Bücher über „Magic Cleaining“ sind in vielen Ländern absolute Bestseller. Bis heute haben sie sich weltweit über sieben Millionen Mal verkauft. Ihr YouTube-Channel, auf den sie ebenfalls Organisationstipps gibt, hat rund 69.000 Abonnenten. Nun widmet Netflix der gebürtigen Japanerin sogar eine eigene Show: Am 1. Januar startete die Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“. Das Format führt die gleichnamige Expertin in jeder Episode in ein anderes Haus, in dem sie dann mit den ungewöhnlichsten Mitteln ihrer über die Jahre entwickelten und nach ihrem Spitznamen benannten KonMari-Methode für Ordnung sorgt. Eine Serie, die den Weg in ein ordentlicheres Leben verspricht. Das klingt auf jeden Fall vielversprechend. Was bietet sich als Neujahrsvorsatz besser an, als endlich mal auszumisten?

Die Versprechen von Marie Kondō sind extrem hoch. Sie vertritt die Auffassung, wenn man einmal im Leben ein sogenanntes Aufräumfest gefeiert hat, wird man nie wieder zurück ins alte Chaos verfallen.

Mehr noch, der Aufräumprozess kann sogar das komplette Leben zum Positiven verändern – Denn mit ihrer Methode lassen sich laut der Ordnungsexpertin auch alle anderen Lebensbereiche wie Beziehungen und Karriere ordnen. Gleichzeitig zeigt die KonMari-Methode wie eng Bescheidenheit und Achtsamkeit zusammenhängen, indem man sich beim Aufräumen Fragen stellt wie: „Was ist wichtig für mein derzeitiges Leben? Was brauche ich wirklich? Und warum besitze ich diese Dinge?

Magic Cleaning: Erst ausmisten, dann ordnen

Die KonMari Methode besteht im Wesentlichen aus zwei zentralen Schritten:

Entrümpeln – Während des Aufräumfestes muss man jeden Gegenstand in die Hand nehmen und sich fragen „Macht er mich glücklich?“. Nur Dinge, bei denen man ein Glücksgefühl verspürt, dürfen bleiben. Alles andere wird radikal aussortiert. Die Besonderheit bei Magic Cleaning ist, dass der Fokus weniger auf den Dingen liegt, die man aussortieren möchte, sondern vor allem die Gegenstände von Bedeutung sind, die man behalten will. Damit uns unser entrümpeltes Zuhause lange glücklich macht, rät Marie Kondō außerdem zu einer simplen Methode der Achtsamkeitspraxis: Die Dinge wertschätzen, indem man ihnen Dankbarkeit entgegenbringt.

Aufräumen – Der Clou beim richtigen Aufräumen besteht laut Marie Kondō darin, dass man es einmal richtig macht – und es künftig dann nur noch ein paar Minuten in Anspruch nimmt. Der Trick hierbei ist ziemlich einfach: Alles gehört an einen bestimmten Ort. Jeder Gegenstand bekommt einen festen Platz. Dort soll er immer wieder landen, wenn er gerade nicht verwendet wird.

Aufräumen innerhalb Kategorien, nicht nach Räumen

Während des Aufräumfestes empfiehlt Marie Kondō, nicht nach Zimmern, sondern strikt nach Kategorien vorzugehen. Sie teilt das Aufräumen in fünf Gruppen ein. Dabei spielt laut der Expertin auch die Reihenfolge eine wichtige Rolle. Bei der KonMari-Methode beginnt man mit der Rubrik, bei der einem das Wegwerfen am leichtesten fällt und arbeitet sich schrittweise zur schwierigsten Kategorie vor. Weil wir dann schon Übung haben, fällt uns das Aussortieren immer leichter, so die Idee von Marie Kondō. Egal welcher Kategorie ihr euch widmet, Kondō empfiehlt, zunächst alles daraus auf einen großen Haufen zu legen. So lässt sich einfach überblicken, welche Dinge man hat.

Die fünf Kategorien lauten:

– Kleidung
– Bücher
– Dokumente
– Diverses (Küche, Badezimmer, Spielzeug, etc.)
– Sentimentale Dinge/ Erinnerungsstücke

Die KonMari-Methode ist nicht neu. Kondōs erstes Buch „Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ erschien bereits im Januar 2011. Kondōs Show ist gut gemacht und gibt auf jeden Fall erste hilfreiche Tipps in Sachen Ordnung schaffen. Letztlich handelt es sich dabei aber um Unterhaltungsfernsehen. Wer wirklich in seinem Leben aufräumen will, dem empfehle ich die Lektüre von Kondō. Was auf mich ehrlich gesagt ziemlich befremdlich gewirkt hat: Marie Kondō spricht immer wieder vom Wegwerfen – Bietet dabei aber keine Idee von nachhaltiger Entsorgung. Im Gegenteil, sie ist sogar stolz darauf, wenn ihre Klienten bergeweise Mülltüten zusammentragen. Man muss sicher nicht in sämtlichen Lebensbereichen als Vorbild glänzen, aber etwas mehr ökologisches Bewusstsein hätte ich mir dann doch gewünscht.

Und jetzt Hand aufs Herz und gern auch Butter bei die Fische: Wie ist das bei euch? Wünscht ihr euch in eurem Zuhause auch mehr Ordnung? Oder sieht es bei euch bereits aufgeräumt aus? Schreibt es mir gern in die Kommentare!

Alles Liebe

 

Kommentare

5 Kommentare zu “Die KonMari-Methode – Ein Weg, um unser Leben zu ordnen?”
  1. Katja Faigle sagt:

    Das Buch steht 2019 auf meiner Wunschliste ganz oben – wenn die drei zu Hause ausgelesen sind! Alles Liebe, Katja

  2. Janine sagt:

    Ich habe vor 4 Jahren nach KonMarie ausgemistet und kann nur bestätigen: Das Chaos kommt nicht wieder.

  3. Peggy sagt:

    Ich habe auch erst in den letzten Tagen die Serie entdeckt und war direkt infiziert. Man sammelt über all die Jahre doch so viele Sachen an, die man nicht nutzt und eigentlich keine Bedeutung haben. Und ja auch mein Kleiderschrank platzt aus allen Nähten. Meine ausrangierten Dinge verkaufe ich auf dem Flohmarkt oder spende ich einem Kirchenladen. Einfach wegschmeissen – viel zu schade!
    Liebe Grüße

  4. Tasha sagt:

    Liebe Franzi,

    toller Blogbeitrag zu diesem Thema.

    Ich muss gestehen, dass ich vor ein paar Jahren tatsächlich Probleme hatte mich von irgendwas zu trennen.
    Nach ein paar großen Veränderungen in meinem Leben und somit auch meinem Umzug in eine neue Wohnung, die 3 mal kleiner ist, als mein damaliger Wohnort, musste sich was ändern.

    Per Zufall bin ich dann auf das Buch von Marie Kondō aufmerksam geworden, jedoch im Form eines Hörbuches auf Spotify. Seitdem hat mich diese Lust nach Ausmisten und Aufräumen gepackt und es hat sich vieles gebessert.

    Es fällt mir sehr leicht von Dingen zu trennen, die ich eigentlich nicht brauche.

    Liebe Grüße
    Tasha
    von http://tashaloves.de/

  5. Anonymous sagt:

    Ich wünsche mir auch immer wieder mehr Ordnung bzw. einfach eine besserer Struktur.
    Tatsächlich habe ich mir ihr Buch erst vor einigen Tagen bestellt und bin wirklich gespannt ob ihre Vorgehensweise funktioniert und eventuell Wunder bewirkt 🙂
    Ich werde mir das Buch in aller Ruhe durchlesen, dann die Serie schauen und dann wird los gelegt.

    Larissa

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