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Home Office: Wie du von zu Hause aus besser arbeiten kannst

16. August 2018 von

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Home Office- Ich arbeite von zu Hause aus.

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Nach diesem Satz stellt sich mein Gegenüber meinen Tag gern wie folgt vor: Bis zehn schlafen, genüsslich im Schlabberlook in die Küche schlendern, Kaffee trinken, Couch aufsuchen, dort dann ein bisschen Laptop, ein bisschen Mails und weiter gammeln. Ehrlicherweise muss ich gestehen, das kann passieren. Gerade als ich anfing von zu Hause aus zu arbeiten, habe ich den nicht vorhandenen Druck wirklich vermisst. Es gab keine aufmerksamen Augen mehr, die mich und mein Tun verfolgen. Keine offizielle Pause und kein offizieller Feierabend mit den Kollegen.

Das hatte zur Folge, dass ich eine ganze Zeit lang morgens nicht in die Gänge kam und dann leider bis in die Nacht hinein nacharbeiten musste. Wer eher der Nachtmensch ist, soll gern so seinen Tag planen. Wer aber gern alles vormittags bis nachmittags erledigt haben möchte, der muss sich ransetzen und seinen Tag strukturieren. Und auch wenn ich nun schon über fünf Jahre selbstständig bin, lerne ich immer wieder dazu. Um euch ein wenig zu unterstützen und meine Tipps und Tricks mit euch zu teilen, packe ich heute meine „How to better work from home“- Liste aus und zeige euch, was ich getan habe und jeden Tag tue, um produktiv zu sein.

1. Plane deinen Tag / deine Woche.

Jeden Sonntag die gleiche Leier: Die Woche wird geplant. Damit ich alles auf dem Schirm habe, wird es im Onlinekalender festgehalten. Meine Ideen zu den kommenden Blogposts werden in eine Tabelle eingetragen und ich plane mit diversen Apps meine Instagram Postings vor. Es gab mal eine Zeit, da habe ich jeden Tag alles spontan hochgeladen und veröffentlicht. Heute liebe ich es, genau zu wissen was ansteht und was euch erwartet. Das klingt sehr spießig und eingefahren, fördert aber die Struktur. So kann ich meinen Content genau planen, nehme mir den Druck immer auf Abruf abzuliefern und weiß, dass es mehr Hand und Fuß hat. Strukturiertes Arbeiten lässt mir mehr Freiraum für kreative Einfälle oder spontane Ideen. Es gibt mir persönlich ein Gefühl von Sicherheit und Professionalität.


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2. Schnapp dir eine Working Woman.

Alles ist Ablenkung? Das Handy immer griffbereit? Der Netflixaccount ist schon wieder offen und das dritte Kleid ist im virtuellen Einkaufswagen gelandet? Dann suche dir eine Gleichgesinnte. So eine Frau, oder auch gern einen Mann, der mit dir arbeitet. Jemand der dich animiert weiterzumachen, Projekte durchzuziehen, Deadlines einzuhalten und der Organisation einfordert. Es ist wie als ob ihr gemeinsam zum Sport geht und die andere Person dich nur durch ihre reine Anwesenheit unterstützt und pusht. Sie muss nicht einmal im gleichen Business unterwegs sein.

Sie kann einfach neben dir arbeiten. Ihr könnt gemeinsame Ruhezeiten planen, die Pausen miteinander verbringen, Arbeitsstunden festlegen und so zusammen produktiv sein. Das könnt ihr jeweils abwechselnd bei dir oder bei der anderen Person zu Hause oder in einem Co Working Space angehen.

Oft reichen zwei oder drei Tage die Woche aus, um dann wieder ganz allein am Rechner zu Hause zu sitzen und dran zu bleiben.

Ab und an tue ich genau das mit Kolleginnen oder Freunden, die auch noch genug zu erledigen haben, aber an bestimmten Tagen gern viele Ausreden finden, weswegen sie heute nicht voran gekommen sind.


3.Zieh deine Arbeitsuniform an.

Das können die Jogginghose und das Schlabbershirt sein oder wie bei mir ein Outfit, in dem ich definitiv noch die eigenen vier Wände verlassen kann und mich wohl fühle. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, für mich immer gut gekleidet zu sein, so als ob ich ins Büro gehen würde. Es motiviert mich, weil ich mir ein wenig vorgaukle, dass jeden Augenblick jemand hereinkommen, anrufen oder mich dringend irgendwo benötigen könnte. Es gibt mir das Gefühl, dass ich mich für meine kommenden Stunden in meinem Home Office vorbereite. Das ist übrigens mein persönlicher Push- Tipp. Falls es kleidungstechnisch mal bequemer wird, habe ich an dem Tag nicht so viel vor.

4.Lege deine Kernarbeitszeiten fest.

Selbst und ständig, oft chaotisch, noch nichts fertig, aber der nächste Termin steht an? Noch einmal ja. Daher ist Punkt eins auch so unglaublich wichtig und Punkt vier spielt hier ebenso mit. Wer feste Zeiten am Schreibtisch hat, kann sich seine Arbeit, seine Termine und seine Freizeit besser einplanen. Spontan sein ist toll, aber es klappt leider nicht immer und vor allem fast nie, wenn man vor lauter Terminen, Mails und liegengebliebener Arbeit durchdreht. Um mir den Druck zu nehmen und um auch schnell einmal zu sagen „Es passt gerade…“ oder „Da kann ich nicht…“, um Doppeldates oder vergessene Termine nicht zu erleben und selbst Schuld daran zu tragen, macht es Sinn sich festzulegen. Das kann für jeden Tag individuell geplant werden oder für jede Woche, oder den ganzen Monat. Wer wie ich gern früh aufsteht, der sitzt dann gern ab sieben oder acht Uhr am Rechner und gibt alles. Wer lieber abends arbeitet kann am Morgen alles ruhiger angehen. Wenn du weißt was wann zu tun ist, erleichtert dir das den Alltag im Home Office ungemein.


5.Halte deinen Arbeitsplatz sauber und aufgeräumt.

Ordnung ist das halbe Leben? Jein. Ich lebe ein gesundes Chaos. Aber am Schreibtisch muss ich, bevor ich den Laptop schließe oder den Rechner runterfahre, ein paar Dinge an seinen Platz zurückstellen. Alle Kaffeebecher einsammeln und zur Spüle bringen und noch einmal ein wenig Ordnung schaffen. So stehe ich am nächsten Tag in meiner Uniform nicht vor meinem Chaos. Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet das zu verstehen: Das Chaos am Morgen erschwert mir den Start eher, als dass es ihn erleichtert. Alles lag ausgebreitet irgendwo und irgendwie, irrelevante Themen lenkten mich ab, das Chaos verunsicherte mich und ich suchte Kleinigkeiten, weil sie nicht mehr an ihrem Platz waren. So verschwendete ich mehr Zeit mit Suchen und Ablenkung als mit meiner eigentlichen Arbeit.

Wenn ich 07.30 Uhr am Rechner sitze, soll es gleich losgehen und ich will mich nicht erst über mich selbst ärgern, weil alles einfach noch so wie gestern vor mir liegt. Dieses Chaos hat in mir immer viele negative Gefühle hervorgerufen und mich in meiner Arbeit eingeschränkt. Es fühlt sich jetzt gut an, den Schreibtisch ordentlich zu verlassen und am Morgen auch so aufzufinden.


Das sind alles ganz simple Tipps, die ihr überall in eurem Alltag aufnehmen könnt. Vielleicht, weil ihr euch gerade selbstständig gemacht habt, noch am überlegen seid oder weil es bei euch gerade etwas hapert. Ich hoffe meine Tipps bringen euch etwas.

Kommentare

Bisher 11 Kommentare zu “Home Office: Wie du von zu Hause aus besser arbeiten kannst”

  1. Was für ein toller und hilfreicher Post – vielen Dank dafür! Ich mache mich Mitte September selbstständig und freue mich schon sehr darauf. So kleine Tipps können da ganz schön motivieren 🙂 Viele liebe Grüße, Nathalie von Fashiondeluxxe

    http://www.Fashiondeluxxe.com

  2. Sonja sagt:

    Das mit der Kleidung finde ich besonders gut, denn es stimmt einfach! 😉 Toller Post. Vielen Dank dafür. Viele Grüße aus Coburg Sonja

  3. Rena sagt:

    Hallo Franzi, ich lese deine Blogposts immer gerne, aber eine Sache, Kritik, will ich doch mal dalassen: Manche Fotos sind ein wenig zu künstlich. Es ist klar, dass Bilder gestellt sind und auch, dass man sie möglichst ästhetisch möchte – da will ich auch gar nichts dagegen sagen. Aber zB in diesem Post: Mit Kopfbedeckung, den Laptop in der Hand haltend, kerzengerade auf dem Sofa – das gibt einen negativen Touch, weil es zu absurd ist. Der Text hingegen oder auch das zweite Bild sind richtig klasse. Eigentlich sind mir die Bilder auch echt egal, weil mich der Text interessiert, aber vielleicht bringt dir eine kritische Meinung etwas? Man will sich ja ständig verbessern.

    Ansonsten ist das wieder ein schöner EIntrag, wie die meisten deiner Posts, die man mit Freude liest 😀 Finde es auch wichtig, sich zu Hause halbwegs ordentlich zu kleiden, dass man sich nicht zu gammlig fühlt. I c h werde da auch direkt etwas produktiver. Ordnung ist auch mir sehr wichtig. Meinen Arbeitsplatz halte ich sauber, weil miich die Umgebung sonst bedrückt und dadurch läuft die Arbeit dann auch wesentlich zäher als wenn Ordnung ist.

    • Franzi sagt:

      Hello! Danke für deinen Kommentar. Ich trage gern Hut und auch Mützen. Sie sind für mich ein Accessoire und ich gebe auch zu: Wenn ich aml einen Bad Hair Day habe. Daher ist es ok, wenn du es künstlich findest, aber ich sehe wirklich oft so aus. Aber solange jeder sich so wohlfühlt, finde ich das völlig ok. Daher danke für dein Feedback, aber bei meinen Outfits lasse ich mich nicht bequatschen. Dickkopf. Meine Mutter hatte schon keien Chance mir meine Zusammenstellungen auszureden haha! Alles Liebe dir 🙂

  4. Tolle Tipps ! Zum Glück arbeite ich schon seit 13 Jahren im Büro und somit übertrage ich meine Arbeitsweise auch auf zu Hause für meinen Blog 😊👍🏻

    Lg
    Carina

  5. Sophia sagt:

    Ein sehr toller und inspirierender Post! Finde ich auch fürs Studium und zu Hause lernen sehr hilfreich! Danke 🙂

  6. Anja sagt:

    Vielen Dank für die tollen Tipps! Ich mache mich gerade selbstständig und finde es gar nicht so leicht einen eigenen Ablauf in den Arbeitstag zu bekommen. Zwar arbeite ich selten im Home Office, dafür aber alleine in meinem Büro… was dann das Problem mit den fehlenden Kollegen, der Zeiteinteilung usw. ebenfalls mit sich bringt. Danke für deine Tipps 🤗

  7. Larissa sagt:

    Ich arbeite zwar nicht von zu hause aus, finde deine Tipps dennoch super.
    Ich als kleiner „Monk“ bin immer froh über neue Ideen zum Thema Organisation.
    An einem unaufgeräumten Schreibtisch, an dem nicht alles an seinem Platz steht kann ich auch nicht arbeiten. Da benötigt das Aufräumen einfach schon so viel Zeit und lenkt von der eigentlichen Arbeit ab.

    Liebe Grüße,
    Larissa
    (https://salutmavie.de)

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