Kolumne

Yes I did eat that

28. Februar 2016 von

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Ich esse Burger, Pizza und manchmal könnte ich für Pommes und Co. glatt töten. Manchmal brauche ich Nervennahrung in Form von dunklen, zuckerumhüllten, schwarzen, göttlichen Keksen mit weißer Cremefüllung. Ja, und dann habe ich auch manchmal ein schlechtes Gewissen. Wieso?

Yes I did eat that

Weil ich nicht alles essen kann ohne Reue, weil ich schon ein wenig auf mein Wohlfühlgewicht achten muss. Wir reden immer alle von: Iss was du willst, sei wie du willst. Aber wenn ich im Freundeskreis oder hier auf meiner Seite einfach einmal zugebe, ich muss auf mein Gewicht achten, werden viele sicher skeptisch die Augenbraue nach oben ziehen. Wieso? Weil nicht oft erwähnt wird, dass nach einem ausgiebigen Donut Tag auch einmal ein Salat Tag folgt. Zumindest drehen sich die Bilder und Worte im Netz selten um Verzicht. Ich kann euch mit diesem Post aber getrost sagen: Ich kann nicht alles essen was ich will und wann ich es will. Ja, ich muss auch einmal nein sagen, mich zum Sport aufraffen und die Zuckerzufuhr herunterschrauben. Den Grund kann ich euch noch auf die Nase binden- mir ist meine Figur und somit eben auch meine äußere Erscheinung wichtig. Ganz klar, ein toller Charakter hat nichts mit der Anzeige auf der Waage zu tun, oder mit dem kleinen Schild in meinen Kleidern. Aber wenn es für mich um mein Körpergefühl geht, dann sage ich es ganz ehrlich- Gönnen ist eine unglaublich tolle Sache aber ich möchte mich nicht gehen lassen und mich in meiner Haut wohlfühlen.

Ich möchte mich schön finden und meine Lieblingsjeans auch nach einem Jahr noch ausführen können. Ich will mich mit meiner Figur und meinem Auftreten ganz klar identifizieren können, mich aber natürlich nicht messen lassen. Somit habe ich für mich entschieden, immer mal wieder kürzer zu treten und mich auch mehr mit gesunden Alternativen auseinanderzusetzen. Das ist kein Trendgedanke, das ist kein Ich muss in einer Woche 10 Kilo abnehmen„- Marathon. Nein, es ist wohl mehr die Realität. Alles und vor allem nur Ungesundes zu sich zu nehmen, ohne das es sich am Körper rächt und sich meine Erscheinung verändert, ist einfach nicht machbar, ist nicht die Realität, die ich nur zu gut kenne. Ich gehe noch weiter und gehe auch davon aus, dass es vielen Frauen so ergeht und eigentlich können wir damit auch ganz gut leben. Denn Verzicht oder „nein“ Sagen muss ja nicht bedeuten sich zu Kasteien oder zu quälen. Einfach einmal einen Gang herunterschalten und auch reflektieren was ich alles so meinem Körper zuführe. Wieso fühle ich mich gerade schlapp und ausgelaugt? Wieso fühlt sich meine Haut nicht gut an? Auch das sind Gründe, sich mehr mit seinem Essen zu befassen. Da ich eine bestimmte Vorstellung von mir habe, in der ich mich wohlfühle, muss ich mich auch damit beschäftigen und diese Gedanken mit euch teilen.

Ich glaube auch mein Körper wird mir den regelmäßigen Sport und die gesunde Ernährung mehr danken, als Junkfood und Fertigessen. Daher geht dieser Post heute vor allem an mich selbst und auch an andere Frauen, die sich vielleicht immer fragen, wie wir im Netz das so machen mit all den Pizza, Eis und Donut Bildern. Wir können es doch gern zugeben: Nur ungesundes Essen ist für viele Körperideale keine ehrliche Grundlage. Wieso dann also immer nur so tun, als ob alles gottgegeben wäre? Ich muss auch einmal verzichten, was ich aber nicht schlimm finde. Ich muss eben öfter als einmal im Monat die Laufhose anziehen. Aber so ist es eben und ich wette, ich stehe damit nicht allein da. Yes I did eat that, aber am nächsten Tag muss ich wieder ein wenig mehr darauf achten. Das zuzugeben ist nicht schlimm, ich höre und lese es nur zu selten. Haben wir da vielleicht ein wenig Angst, die Perfect Bodywelt aufzurütteln? Oder wissen wir das am Ende alle sowieso schon und müssen es nicht mehr bereden?

Liebe Grüße

Kommentare

Bisher 13 Kommentare zu “Yes I did eat that”

  1. Anke sagt:

    Toller, ehrlicher Post – sehr schön.
    Ich liebe es mir etwas zu gönnen…. aber bei mir spielt ein ganz anderer Gedanke eine Rolle: Ich hasse Abhängigkeit, in jeglicher Form.
    Da ich nicht rauche und kaum Alkohol trinke, trifft auf mich am ehesten eine Zuckersucht zu. Mein Körper sehnt sich bei regelmäßigen Konsum einfach nach Nachschub und ganz egal ob ich überhaupt Lust auf Schoki hab, mein Körper schreit danach.
    Deswegen verzichte ich in regelmäßigen Abständen auf Süßigkeiten und merke wie viel besser es mir dadurch geht: Wenn ich mir jeden Tag einen Schokoriegel gönne, verlangt mein Körper nach einem weiteren – auch wenn ich es doch eigentlich gar nicht brauche.
    Wenn ich bewusst verzichtet habe geht es mir besser, da mein Körper nicht nach Junk Food oder Süßigkeiten schreit und ich auch nicht daran denke. Zucker ist für mich wie alles andere auch, eine Sucht von der ich nicht abhängig sein möchte. Auch wenn ich mir selbstverständlich in regelmäßigen Abständen (sogar ziemlich oft) etwas gönne. Aber auch bewusst darauf verzichte!

  2. Kerstin sagt:

    Wundervoller Post. Ich stimme dir voll und ganz zu. Am wichtigsten ist dann ja doch die Balance – manchmal Kekse, dann Salat. Ist aber auch nicht schlecht – wenn man immer nur Donuts und co isst dann verlieren sie ja an Magie 😀 Und am Ende achtet doch dann jeder auf seine Figur – auch wenn man nicht jeden Salat Tag im Netz postet 🙂
    Ich schätze allerdings deine Ehrlichkeit & finde es gut das du das Thema hier auch mal ansprichst.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  3. Leonie sagt:

    Sehr wahre Gedanken, das finde ich toll! Ich denke, den meisten Frauen ist ihre Figur und das, was sie essen, sehr wichtig. Ich selbst halte es auch für unabdingbar, darauf zu achten, welche Nahrung ich meinem Körper gebe und wie viel ich ihn bewege. Bei mir rächt es sich leider sehr schnell, wenn ich das vernachlässige, deshalb ist mir gesunde Ernährung und Bewegung auch sehr wichtig. 😉
    Liebe Grüße
    Leonie von glowing

  4. Leni sagt:

    Ein toller Post 🙂
    Und vor allem eine gesunde Einstellung, man kann sich ruhig mal was gönnen, das zerstört das Hautbild oder die Figur nicht direkt, man darf sich halt nur nicht konsequent gehen lassen. Sich mal was zu gönnen macht glücklich, man muss dann nur wissen, wann es genug ist und vielleicht mal lieber wieder ein Salat auf den Teller kommt statt der fettigen Fertigpizza. Ich versuche auch meine Ernährung möglichst ausgewogen zu halten, seit ich nur mal ein Stück Kuchen oder die Currywurst nehme und mich ansonsten recht gesund ernähre bin ich viel zufriedener mit mir selbst, obwohl ich kaum etwas abgenommen habe, was aber auch nicht das Ziel war.
    Liebe Grüße 🙂

  5. Sehr gut gesagt! Gesund sollte man schon essen, es heißt aber nicht das manchmal pizza, Burger oder Pommes nicht ins Teller dürfen! Ich versuche auch gesünder zu essen, weil ich mich dann auch allgemein wohler fühle!

    xorRosie
    Rosie’s Life

  6. PiWi sagt:

    Danke, für deine ehrlichen Worte. Das muss einfach mal auch öffentlich gesagt werden.
    Ich selbst bin nicht so gut darin mich zu zügeln, nutze aber das Phänomen der Fastenzeit um zumindest auf Süßigkeiten und Alkohol zu verzichten.
    Und ich muss ehrlich zugeben, dass es mir dieses Jahr leichter fällt als die Jahre davor. Und ja, ich merke bereits einen Unterschied.
    Verzicht muss einfach manchmal sein. Dann weiß man das gute auch noch umso mehr zu schätzen. Das ist ja schließlich in fast allen Lebenslagen so.
    Verzicht muss einfach manchmal sein. Dann weiß man das gute auch noch umso mehr zu schätzen. Das ist ja schließlich in fast allen Lebenslagen so.
    Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag und danke dir, Franzi, erneut für den schönen Blogpost. Und danke dir, Franzi, erneut für den schönen Blogpost.

  7. S. sagt:

    Toller Post! Ich finde es klasse, dass du so ehrlich darüber redest. Letztendlich geht es ja auch bei Figur und Aussehen darum, dass man es zwar nicht zum Mittelpunkt seines ganzen Daseins macht, aber dennoch muss man sich schließlich wohlfühlen und da geht nun einiges über das Aussehen.
    Man kann das „sich etwas gönnen“ nicht von dem „heute muss ich kürzer treten“ trennen und beides hat seine Daseinsberechtigung. Und so ist das auch gut. 🙂
    Liebe Grüße
    S.
    http://www.cappuccinocouture.blogspot.de/

  8. Shia sagt:

    Ein wirklich toller Post und ich kann dir da absolut Recht geben.
    Hach – und das Foto ist so toll <3

  9. Mona sagt:

    Ach wie schön, dass nicht nur mir das auf den Senkel geht 🙂 Viele Blogger und Instapeople posten ständig die geilsten (ungesündesten) Dinge und wie durch ein Wunder haben sie trotzdem die perfekte Figur. Dabei würden sie doch auch ihre Follower und Leser mit motivieren wenn sie zB mal was sportliches zeigen würden.

  10. Yoyó sagt:

    Sehe ich genauso. Ich bin von Natur aus relativ dünn (schon immer gewesen) und dank meines superschnellen Metabolismus setzt bei mir auch wenig an – außer am Bauch.
    Es gab aber mal eine Zeit, wo ich wenig Sport gemacht und meine Mutter mich dafür nonstop gefüttert hat. Und plötzlich waren innerhalb von drei Wochen vier Kilo mehr drauf. Und das sah man total.
    Zurzeit verzichte ich auf Süßes (Fastenzeit), aber nur, weil ich meine Zuckerzufuhr einschränken möchte (das hat in der Klausurenphase wahnsinnige Ausmaße angenommen …). Viele schauen mich wie ein Auto an: „Du musst doch gar nicht abnehmen!“. Ja, aber meine Haut spielt bei Zucker verrückt. Leider vergessen viel zu viele, dass es nicht immer ums Gewicht, sondern um Wohlbefinden geht. Ich freue mich jetzt schon, zu Ostern endlich wieder in ein Stück Schokolade beißen zu können, aber diesmal eben nur in Maßen. Macht ja auch viel mehr Spaß.

  11. Anna sagt:

    Es scheint oft als gäbe es zwei Extreme „Iss was du willst“ und „alles clean und total healthy“ die Wahrheit liegt oft dazwischen. Ich könnte auch für Pommes sterben, aber am nächsten Tag achte ich dann darauf etwas gesundes zu essen. Ich finde das ist ein guter Mittelweg. Schön, dass du deine Gedanken dazu mit uns teilst 🙂

    Viele Grüße, Anna
    http://cleanlines.de/

  12. Elisa sagt:

    Leidvoller Verzicht auf Zucker oder Gewinn durch Zuckerverzicht. Ich habe mich für letzteres entschieden und fühl mich gut dabei.
    Ich brauche keinen Schokoriegel mehr ablaufen, bei einem ist es ja sowieso nie geblieben. Laufen müssen plus schlechtem Gewissen frustrierte arg und bot den belohnenden Grund für den nächsten Riegel.
    Dass der Kampf gegen Kilos und schlechtes Gewissen mit mehr Sport und weniger Essen nicht zu gewinnen ist, zeigt sehr eindrücklich der Film „Fed Up – Du bist, was du isst“ http://zuckerersatz-info.de/fed-up-du-bist-was-du-isst/

    Liebe Grüße
    Elisa

  13. Sarah sagt:

    Hallo liebe Franzi,

    ein wirklich sehr schöner Text 🙂
    ja ich sehe das auch so und handhabe es auch so.
    Es gibt viele Menschen die das nicht können, dass Ganze als Kasterei abtun oder gar als oberflächlich darstellen. Schade.
    Für mich ist es ein gesundes Bewusstsein. Heute an später denken. Man kann doch ruhig zugeben das von nix, eben nix kommt. Klar gibt es so Ausnahmen, die Top Gene haben..ohne jeglichen Sport trainiert aussehen und essen können was sie wollen. Das ist wohl aber wirklich die Ausnahme.
    Es gibt so viele Krankheiten, die man vor allem mit Übergewicht oder nicht Maß halten herbei führen kann.
    Das Schwierige ist immer die Disziplin. Ich kann das nie zu 100%, aber das ist auch ok so. Man muss sich auf jeden Fall auch mal etwas gönnen, das kann dann auch die teure hochprozentige von Lindt sein oder mal eine Pizza. Die Frage ist ja auch, wie oft gönnen wir uns heutzutage etwas.
    Viele gönnen sich den ganzen Tag nur etwas, dann wird das Ganze zur “ Ersatzbefriedigung“. Danach fühlt man sich dann schlecht. Kann ja auch nicht der Sinn sein. Heute auch an morgen denken 🙂

    Somit ein wirklich schöner Text, der mir aus der Seele spricht.
    Du bist eine schöne Frau, schreibst echt tolle Texte, die ich mir immer wieder gerne durch lese.
    Hast du eigentlich schonmal deinen Kleiderschrank von innen gezeigt? Der würde mich ja interessieren.
    Hab einen schönen Tag

    LG Sarah

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