Kolumne

# BloggerfürFlüchtlinge WELCOME #2

6. September 2015 von

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In manchen Familien gibt es Geschichten die werden nicht immer gern erzählt, die werden vielleicht sogar bewusst verschwiegen, denn es sind Lebensgeschichten die durch Krieg, Hunger und Leid entstanden sind. Auch in meiner Familie gibt es diese Geschichte. „Darüber spricht man nicht“ waren die Worte meiner Urgroßmutter. „Geschichte ist Geschichte. Wir können sie nicht rückgängig machen.“ Doch meine Großmutter wollte sie erzählen und ich wollte es auch wissen.

# BloggerfuerFluechtlinge WELCOME #2

„Wir mussten auch flüchten …“

Wir wurden eingekesselt, wollten flüchten und mussten auch das Gebiet für die Polen räumen. Wir waren zwischen Ost- und Westpreußen. Es war noch deutsches Gebiet, aber wir haben die Kanonen schon hören können. „Die Russen waren ganz nahe.“ Zuerst machte man uns noch Hoffnung, dass wir dort bleiben könnten, aber dann wurden wir sortiert. Meine Mutter und wir fünf Kinder und meine drei Tanten. Eine Schwester blieb in Polen, denn sie hatte einen Polen dort geheiratet und musste nicht gehen. Die anderen zwei Geschwister wurden von den Russen ins Lager gebracht, wir haben sie nie wieder gesehen. „Sie verhungerten in diesem Lager.“ Wir hingen alle vier im Kreis um unsere junge Mutter und durften den Zug nach Deutschland nehmen. Alle um uns herum hatten ihre Habseligkeiten dabei. Manche verbuddelten die Erbstücke, das gute Porzellan noch auf dem Grundstück in ihren Gärten, in der Hoffnung, dass sie wieder zurückkommen könnten, in ihr altes Leben. Meine Mutter nahm nur Flaschen, Trinkbehälter mit viel Wasser mit. „Du musst ja trinken. Du kannst länger ohne Essen auskommen, als ohne Wasser.“ Wir hatten uns und traten die Reise in einen Viehtransport nach Deutschland an. Wir wurden überfallen, bombardiert. Diese Geräuschkulisse verfolgt mich noch heute. Ich muss manchmal das Wohnzimmer verlassen, wenn Schüsse und Bomben im Film fliegen. Wir mussten den Zug verlassen und liefen bei -35 Grad von Ort zu Ort. In der gefrorenen Erde hatte meine Mutter immer wieder nach Essen für uns gesucht. Es war kalt, sehr kalt und viele sind auf dem Weg gestorben. Tote Babys in Kinderwagen reisten mit uns, alte Menschen die kaum noch laufen konnten waren unsere Weggefährten. Wir liefen und liefen und überquerten einen Teil der Oder.

Hinter uns Karren, Handwagen, Menschen, Pferde. Das ganze Dorf, eine Gemeinschaft waren wir, die eine Reise antrat. Ich erinnere mich an einen Jungen im Rollstuhl. Dirks. Er war behindert. Er reiste mit uns und lebte später auch in meiner Nähe. Jahre später nahm er sich das Leben, er fuhr mit seinem Rollstuhl in einen See. Er nahm mich immer auf seinen Arm, ich war die Jüngste, wir haben uns gegenseitig gewärmt. Wir sind über die Oder. Sie war an manchen Stellen zu dünn für all die Last der Menschen und brach ein. Mit Pferd und Wagen waren sie auf ein mal weg. Plumps. Eine ganze Familie. Eine Frau, eine junge Frau um die dreißig hatte es gesehen, wie ein Wagen einfach verschwand mit Kind und Tier. Am nächsten Morgen hatte sie schneeweißes Haar. Über die Oder sind wir nach Berlin und dann nach Köthen. Ein Auffanglager. Wir wurden registriert. Wir wurden zugeteilt. Dort konnten wir schlafen. Aber es gab kein Essen. Mein Vater war in französischer Gefangenschaft. Wir gingen betteln, in der Leopoldstraße. Dort hatten sie Vorgärten, dort bettelten wir. Mein Vater kam, auf einem Rad, mit eine Laib Brot zu uns. Er war wieder da, wir aßen das Brot und weinten. Wir wurden nach Reupzig gebracht und aufgeteilt im Dorf. Wir hatten ein Zimmer. Jeder hatte einen Flüchtling. Überall. Das Dorf war voll. Wir versuchten uns etwas aufzubauen. Wir waren die Umsiedlerkinder. Wir sind ein Volk eine Mentalität, aber waren doch ein wenig anders.

Feld, Tiere und ein Leben. Ich erinnere mich an unsere ersten zwei Schweine. Sie hießen: Wilhelm Pieck* und Otto Grotewohl*. Dann war die Polizei bei uns, wegen den Schweinen.

*Gründer der SED
*Ministerpräsident 1949-1964 der deutschen demokratischen Republik

„Meine Mutter hat nie wieder mit uns über diese Zeit gesprochen. Nur an einem Tag, an dem sie ihre Geschichte erzählen musste, ich erzähle sie heute dir“

Meine Großmutter ist heute 70 Jahre alt. Hat drei Kinder großgezogen, die ihr fünf Enkel geschenkt haben. Sie hat ihr Leben lang gearbeitet, mit 54 ihre letzte Umschulung zur Altenpflegerin absolviert, ihre Mutter bis zuletzt selbst gepflegt und engagiert sich immer noch ehrenamtlich für die Kirche in ihrem Dorf. Sie ist dankbar, dass sie hier aufgenommen wurde und gibt das auch wieder zurück.

Kommentare

Bisher 36 Kommentare zu “# BloggerfürFlüchtlinge WELCOME #2”

  1. Diana sagt:

    Ohne Worte.Ich bin stolz darauf das wir so tapfere Großeltern haben.Davon sollte sich die heutige Gesellschaft auch nur mal ein bisschen abgucken.Es ist traurig und macht mich unfassbar wütend wie die Menschen heute, obwohl wir nach mehreren Jahrzehnten dazu gelernt haben sollten, mit den Flüchtlingen umgehen.
    Die Technologie entwickelt sich ständig weiter, alles muss schneller,kleiner,grosser,effektiver einfach besser werden aber die Menschen bleiben so stumpf wie früher.
    Danke für diesen tollen Artikel.

  2. S. sagt:

    Ich muss sagen, dass mich dieser Post sehr berührt hat. Ich schließe mich Diana voll und ganz an.
    Es hat sich so viel geändert. Aber doch nicht genug.

    http://cappuccinocouture.blogspot.de/

  3. Mia sagt:

    Ein guter und berührender Artikel. Es ist wichtig, gegen das Vergessen zu schreiben. Du gehst mit gutem Beispiel voran und zwischen all dem Fluff und dem oberflächlichen Blabla vieler anderer Blogs, hat dein Beitrag Substanz und Echtheit, er moralisiert ohne den Finger zu heben. In meiner Familie sind alle geflohen und ich kann mir nur schwer vorstellen, wie meine Großeltern damals gelitten haben müssen. Das gleiche gilt für die Flüchtlinge heute.

    Liebe Grüße!

  4. Susanne sagt:

    Man kann aber in absolut gar keiner Weise die heutige Flüchtlingswelle mit der Flucht 44/45 vergleichen. Das waren alles Deutsche, keine Menschen aus völlig anderen Kulturen. Sie sprachen unsere Sprache und hatten die gleiche Lebensweise. Die Flüchtlinge aus den Ostgebieten halfen nach dem Krieg, Deutschland wieder aufzubauen. Die Flüchtlinge, die heute nach Deutschland kommen, helfen bei gar nichts, sie kosten nur.

    Und bevor man mich falsch verstehen will, ich bin sehr wohl bereit zu helfen und streite auch keinesfalls ab, dass viele dieser Menschen genauso traumatisiert sind, wie seinerzeit unsere Großeltern.

    • Franzi sagt:

      Ich würde mir nicht anmaßen zu sagen: die heutigen Flüchtlinge machen nichts und kosten uns nur. Woher willst du wissen, was in fünf Jahren ist? Woher willst du wissen- das deutsche nicht auch faul sind? Es gibt immer schwarze Schafe und ganz ehrlich dich zähle ich jetzt gerade auch mit dazu. Denn zu scherst alle Flüchtlinge über einen Kamm. Man versteht dich nicht falsch. Du hast nur eine total oberflächliche Meinung über ein Thema das dich gar nicht interessiert. Denn du denkst nur an Nutzen und Geld. Anders kann ich mir deine seltsame Argumentation nicht erklären.

      • Anonymous sagt:

        Meiner Ansicht nach du bist in der letzten Zeit nur noch verletzen wenn jemand nicht deiner Meinung ist.

        • Franzi sagt:

          Es geht um Flüchtlinge … und wenn da jemand schreibt: „die kosten uns nur und helfen nicht- dann ist das keine Meinung nur eine Unterstellung, weil man Angst um Geld hat. Oder wieso schreibst du das unter diesen Post? Ich bin nicht verletzend, ich finde nur, wenn man andere verurteilt und um Sporthallen und Handys jammert, dann sage ich, ich finde das dumm und ungebildet. Dazu stehe ich. Ich möchte helfen, wenn Menschen aus ihrem Heimatland fliehen müssen. Ich würde auch dir die Hand reichen. Das ist nicht verletzend, ich habe eine Meinung. Die sich auf helfen begründet. Mich macht es eben wütend, wenn ich solche Kommentare lese, dich regt das gar nicht?

          • Anonymous sagt:

            Lies nochmal in Ruhe und denke auch du bitte über deine Worte nach. Das heisst weder dass ich dir widerspreche, noch dass ich dir zustimme was das Thema angeht. Ich bin einfach der Meinung dass du in letzter Zeit sehr vorschnell urteilst und unbedacht und unmenschlich antwortet wenn jemand eben nicht deine Ansicht teilt. Kein schöner Charakter der sich da offenbart. Doch ich hoffe, dass ich mich da eingentlich taeusche. Ich bin nicht Susanne und vielleicht ist sie durch deine Antwort auch gar nicht verletzt gewesen, ich lese es nur sehr unschön und da ich Ungerechtigkeit nicht leiden kann fühlte ich den Drang etwas dazu zu schreiben. Dass du eine Beleidung (gegen die man theoretisch, im RL, sogar klagen kann) wie nachstehend unkommentiert lässt, führt auch zu Rückschlüssen meinerseits. Das hat alles nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.

          • Franzi sagt:

            Wenn du es so siehst. Ich setze mich trotzdem für Flüchtlinge und für Hilfe ein und gehe gegen rassistische Äußerungen vor, denn die sind strafbar. Es ist einfach gelogen, wenn wir erzählen Flüchtlinge kosten nur und tun nichts für uns. Da sehe ich leider keinen Bezug zu mir und meinen Charakter. Wenn ich nicht dagegen spreche und still bin- unterstützte ich fremdenfeindliches Gedankengut. Das möchte ich nicht. Ungerecht sind doch Äußerungen von uns, wenn es uns gut geht über Menschen die vor einem Krieg und dem Tod fliehen müssen. Du musst mich nicht mögen, das ist ok. Aber man sollte für die richtige Sache einstehen. Das tue ich mit meinem Post und auch mit dieser Meinung. Liebe Grüße

          • Anonymous sagt:

            … Ich sehe du hast geändert und ergänzt. Dazu möchte ich auch gerne Stellung nehmen: ich übe Tolleranz jedem gegenüber und höre und lese dessen Meinungen um mir ein vielfältiges Bild zu machen – zu jedem Thema. Ich verurteile niemanden aufgrund einer kurzen Aussage und würde nicht persönlich angreifend werden wie du in diesem Fall. Ist aber deine Art und sei dir auch gestattet, ich meinerseits empfand dies als überzogene Reaktion auf den Kommentar einer Leserin und dies ist in meinen Augen ungerecht, daher habe auch ich die Möglichkeit des kommentierens in Anspruch genommen. Wenn ich ein solches Thema in einem Post anschneidet, wie du es hiermit tust, dann muss ich auch mit persönlichen Meinungen rechnen und damit umgehen können ohne beleidigend oder angreifend zu werden. Unbedachte und aus der Wut resultierende Äusserungen bringen uns nie und auch im speziellen Fall nicht weiter und wenn dass die Menschen nicht endlich verstehen, dann werden auch wir uns bald bekriegen, was ja wiederrum keinem etwas bringt und nicht das Ziel sein sollte.

          • Franzi sagt:

            „Die Flüchtlinge, die heute nach Deutschland kommen, helfen bei gar nichts, sie kosten nur.“ Dann unterstützt du diese Meinung, oder wir sollten sie einfach vom Tisch wischen? Es ist rassistisch. Es trennt Menschen auf Grund von Sprache/ Mentalität. Kann man das ignorieren? Sollte man da nicht reagieren? Du hast Verständnis für solche Äußerungen, aber nicht für meine Reaktion. Das finde ich traurig. Wenn ich einen Schuh schön finde und jemand anders ihn richtig hässlich und ich falsch reagiere nehme ich mir das gern an. Hier finde ich es so unpassend. Du sprichst von Toleranz, vergisst aber hier den Zusammenhang, nur um mir etwas vorzuwerfen. Nein, ich werde weiter gehen falsches Gedankengut vorgehen. Hier lesen auch junge Menschen, die sollen sehen, wie man sich nicht äußern sollte über andere Menschen die aus dem Krieg kommen.

          • Anonymous sagt:

            Liebe Franzi,

            Recht und richtig sind eben nicht immer das gleiche und schon lange nicht dasselbe. Was du für richtig hälst bleibt dir überlassen wie auch jeder andere das Recht hat richtig für sich zu enscheiden, ob dies nun dem selben Recht entspricht entscheiden hierzulande am Ende meist Gerichte. Ich empfinde es als richtig für das an was man glaubt einzustehen. Aber gleiches mit gleichem vergelten ist kein konstruktiver Weg. Nur noch einer Meinung sein, heisst nicht mehr diskutieren, andere Meinungen zu unterbinden ist das gleiche wie anderen seine Meinung aufzwingen.

          • Franzi sagt:

            „Die Flüchtlinge, die heute nach Deutschland kommen, helfen bei gar nichts, sie kosten nur.“

            Diese Äußerung ist aber nicht richtig, da fängt der Rassismus an. Ich klassifiziere und degradiere andere Menschen mit dieser Aussage. Dabei bleibe ich. Das ist mein Standpunkt. Darum schreibe ich hier auch darüber.

          • Anonymous sagt:

            …die Frage ist vielleicht nicht ob, sondern wie man reagiert. Wäre es eventuell ein Weg, wenn jemand solch eine Äusserung tätigt, nachzufragen wie er daruaf kommt, welcher Grundlage dies entspringt?

            Was genau sollen junge Menschen daraus lernen? Wenn andere anders denken haue ich mit allem mir zur Verfügung stehendem drauflos? Alles ist gut wenn alle meiner Meinung sind? Richtig und falsch definiert wer – ich? Grundsätzlich wäre es doch wünschendswert wenn junge Menschen Respekt lernen würden und den habe ich erst einmal vor jedem und wenn jemand eine meine Ansicht nach inkorrekte Äusserung tätigt hinterfrage ich diese. Eventuell war derjenige sich nicht über die Aussagekraft seiner Worte bewusst, eventuell ist er nicht richtig informiert oder oder oder. Aber generell denke ich ist Gewalt nicht mit Gewalt zu bekämpfen und Krieger die aus Überzeugung für die richtige Sache töten, töten auch.

          • Franzi sagt:

            Ich glaube du möchtest sehr viel Gewalt in meine Worte legen, die es da nicht gibt. Ich verstehe deinen Standpunkt, aber du gehst nie auf eine einzige Frage ein, du bist dir nur sicher: Ich will meine Meinung jemanden aufzwängen und nimmst die Grundmessage, das Thema einfach raus aus dem Gespräch Wir könnten uns jetzt wieder verlieren- aber da du nie auf mich eingehst und das Thema von dem menschenverachtenden Gedankengut abziehst, kann ich dir nicht entgegenkommen. Ich bin gegen rassistische Äußerungen und habe darauf reagiert. Du fühlst dich daraufhin angesprochen aber nimmst es aus den Kontext und versuchst die Ebene zu wechseln und beziehst es auf meinen Charakter. Daher funktioniert diese Diskussion nicht, da die Ebenen nicht stimmen. Denn das ist keine Gewalt, die ich ausspreche oder androhe, es ist eine Äußerung, die auf Worte zurückgeht, die nicht richtig sind. Du willst mehr Toleranz von mir und ich soll mich mit dem Gegenüber beschäftigen, aber dann müssten wir auch mehr wissen und Bereitschaft für richtige Fakten von der dritten Partei einfordern. Können wir nicht, denn du hast die Verteidigung für diese Seite eingenommen, ohne das Thema den Grund mitzunehmen. Ich weiß, dir geht es um die Meinungsfreiheit, aber bei rassistischen Äußerungen gibt es Grenzen. Ich werde nie gleiches mit gleichem vergelten, wie du es so schön formulierst. Solange du aber abstrakt kommunizierst, distanzierst du dich vom Thema. Das ist schade, denn so wirkt es wieder wie Lehrbuch Gerede, dass die Realität ausgrenzt, aber meint zu wissen wie man sich richtig verhält.Nimm doch direkt Stellung zum Thema bitte.

          • Anonymous sagt:

            Abschliessende Worte von Marc Aurel ( ich selber kann es nicht annähernd so treffend beschreiben, was ich mir von allen Menschen wünsche):

            Wenn mich jemand überzeugen und beweisen kann, daß meine Ansicht oder meine Handlungsweise nicht richtig sei, so will ich sie mit Freuden ändern. Denn ich suche die Wahrheit, sie, die niemandem Schaden zufügt. Wohl aber nimmt derjenige Schaden, der auf seinem Irrtum und seiner Unwissenheit beharrt.

          • Franzi sagt:

            Siehst du, wieder entziehst du dich der direkten Diskussion. So kann man sich immer distanzieren und dem anderen Dinge und böse Worte versucht gut versteckt unterstellen und natürlich über den Dingen stehen. Am Ende lässt du das Thema fallen, wie schon bei der Tuchsache- als sei es nicht wichtig. Was dem Ganzen heute noch so einen enttäuschen Beigeschmack gibt, dass ich froh bin- dass wir uns nicht persönlich kennen. Abschließend möchte ich sagen: Ich nutze gern meine eigenen Worte und Gedanken- denn dafür haben wir Kopf und Mund erhalten: Meinung beziehen ist nicht einfach, denn es wird immer Menschen geben, die wollen es nicht hören, möchten andere Dinge lesen und möchten dich missverstehen und auch beleidigen und bloßstellen. Dieses Thema ist so unglaublich wichtig, dass all deine Worte und die versteckten Beleidigungen ja nur ein Second Life widerspiegeln Ich würde mich freuen, wenn du nur wiederkommst, wenn du wirklich am Thema und nicht nur an der Selbstdarstellung interessiert bist. Verschwende nicht Zeit die du besser nutzen könntest, verschwende nicht mein offenes Ohr. Du hättest so viel mehr beitragen können- Aber wolltest nur deine Worte hier lesen.
            Liebe Grüße wir wissen beide, du interessierst dich gar nicht für das alles hier.

          • Anonymous sagt:

            Ich denke nicht dass die Zeit verschwendet war. Vielmehr passiert hier im Kleinen was im Grossen oft dort passiert woher dann Menschen kommen die flüchten müssen und wenn nun wir uns aufgrund dieser Situation dazu hinreissen lassen andere wegen ihrer Meinung zu verurteilen und nicht diese Ansichten zu hinterfragen, uns nicht der Diskussion stellen ohne wütend und agressiv zu werden, dann sind wir bald auch nicht mehr sicher – egal welche Meinung wir vertreten. Mein Kopf und mein Verstand sagt mir dass diese Aussage von Aurel selten besser getroffen werden könnte, daher bediene ich mich dieser. Das Thema an sich, zu dem ich mich deiner Meinung nach nicht äussere (was so gar nicht der Tatsache entspricht), ist wirklich nicht leicht in dieser Form zu besprechen und ein-zwei kleine Sätze reichen nicht aus. Mein persönliches Wissen über alle Fakten und Daten in bezug auf die Flüchtlingspolitik sind bestimmt nicht dazu geeeignet eine fachlich versierte und begründete Diskussion zu führen und meine subjektive Meinung ist hier auch nachvollziehbar. Ich bin nicht dafür zu pauschalisieren und zu verurteilen. Egal wen, wann wo und aus welchem Grund. Ich für meinen Teil habe Susannes Kommentar nicht derart rassistisch empfunden, wie den von „adolf“ dass Susanne ein Nazi sei. Und ganz klar bin ich dagegen so etwas im Raum stehen zu lassen, denn dies scheint mir dumm und ungebildet (um deine Worte zu nutzen). Dazu müsste ich einfach auch mehr lesen was sie schreibt, was sie ja nicht tut. Vielleicht kann Susanne ja ihre Meinung begründen…dann können wir weiter diskutieren.

          • Franzi sagt:

            Für mich ist auch meine Meinung nachvollziehbar. So wie auch eine rassistische Äußerung von dem Kommentator selbst nachvollziehbar ist. Wieso nicht über das Thema sprechen, anstatt mit vielen verbalen Ausschmückungen, kleinen verpackten Sticheleien das Kaschieren was andere Menschen degradiert? Genau so wie du meinen Charakter analysierst und mir Dinge unterstellst und den Rassismus als Unwissenheit betitelst, unterstellt der Kommentar von Susanne, das Flüchtlinge aus dieser Zeit weniger wert sind. Alltagsrassismus Menschen nach Sprache und Kultur einzuordnen und ihnen „Faulheit“ und „Kosten“ im Deckmantel der Meinungsfreiheit gekleidet zu unterstellen, ist nur ein weiteres Problem unserer Gesellschaft. Das ist der Punkt, darüber müssen wir reden und nicht nur um sich selbst ein wenig im Netz zu bejubeln. Hier scheint die Sonne immer ein wenig mehr, aber entlarvt auch schnell das seichte Gerede. Liebe Grüße

          • Anonymous sagt:

            Franzi, ganz ehrlich, offen und tolerant wirkst du nicht und im Beurteilen, über einen Kamm scheren und verallgemeinern von Menschen und Angreifen bist du derzeit ganz weit vorne. Mir unterstellst du diverse Dinge offensichtlich und zwischen den Zeilen und wenn alle Argumente ausgehen, dann wollte ich mich nur selber darstellen und Recht haben ( wobei das haben und bekommen auch immer zweierlei ist) . Das aber von einer Bloggerin zu lesen, ich empfinde ich persönlich schon fast als Ironie.

            Was ich auch schade finde ist dein nachträgliches Abänder deiner Antworten. Es wäre schöner und aufrichtiger, wenn auch du alles wie geschrieben stehen lassen und lediglich ergänzen würdest, so wie auch wir als Kommentatoren deiner Post das machen müssen.

          • Franzi sagt:

            Wir belassen es dabei: Ich bin nicht deiner Meinung. Das erzählst du mir immer und immer wieder. Ich müsste also nur sagen:Ja du hast Recht. Verrückt, genau das was du mir vorwirfst, setzt du gekonnt um. Gratulation. Aber ich bin nicht dafür da, um dich glücklich zu machen und deine Meinung anzunhemen. Ich bin dafür da ein Thema aufzunhemen und zu zeigen, wie wichtig die Auseiandersetzung damit ist und das wir uns bewusst machen sollten: Wir müssen offen für Flüchtlinge sein. Viel Glück, vielleicht suchst du dir jemanden, der deine Meinung teilt. Aber ich will nicht, dass du deinen Unsinn hier weiter verbreitest. „Was nützen einem all die klugen Worte, wenn sie nur offenbaren, wer man gern sein würde und aber vielleicht nie sein wird.“ Soll ich dir von meiner Großmutter ausrichten. Sie hat mitgelesen. Ich vertaue ihr. 😉

        • Kathi sagt:

          @Anonymous Vor was sind wir nicht mehr sicher? Du hüllst deine Ansichten gekonnt in einen Batzen Worthülsen, doch einen konkreten Standpunkt willst du nicht vertreten. Nicht versiert genug? Erst ruderst du zurück, um im nächsten Moment doch mit deiner subjektiven Meinung zu glänzen? Den letzten Absatz in deinem Kommentar kann man meines Erachtens so nicht stehen lassen. Susannes Kommentar (besonders dieser eine Satz) war nicht rassistisch, er war tendenziell rechtspopulistisch. Er war unversöhnlich, undifferenziert und in Bezug auf den historischen Kontext inkorrekt. Ich kenne deine politische Einstellung nicht, doch in Zeiten von Pegida und Co. sollte man seine Worte mit Bedacht wählen. „Adolf“ hat am Ende nur persifliert, was Susanne präsupponiert hat. That’s it.

          • Anonymous sagt:

            Hallo Kathi,

            Wir sind nicht mehr sicher vor uns selber und vor allen anderen wenn wir anfangen nur noch drauflos zu poltern sobald uns nicht jemand nach dem Schnabel quasselt. Ich finde es bedenklich wenn jemand einen kurzen Satz schreibt und als schwarzes Schaf tituliert und als Nazi beschimpft wird. Das kann und darf nicht sein und so einen Umgang miteinander wünsche ich persönlich mir nicht. Wir sind ein freies Land, dem es gut geht und das, wie man sieht, auch bereit ist grosse Hilfe zu leisten, doch wir dürfen nicht die Rechte einzelner beschränken weil sie anders denken, sondern sollten uns vielmehr darum kümmern einen gemeinsamen Weg zu finden der nicht schadet und verletzt. Ich meine die wenigsten von uns wissen wirklich über alle Fakten Bescheid und informieren sich entsprechend allumfassend und ich denke es wäre gut, wenn man helfen möchte zu helfen und andere zu fragen ob sie mitmachen wollen und mit einem nach besten Wissen und Gewissen guten Beispiel voran zu gehen. Aber meinem Verständnis nach ist es nicht richtig zu verurteilen und zu beschimpfen weil einer einen Satz schreibt, den dieser jemand noch nicht einmal begründet und sich derart daran hochzuziehen und zu polarisieren. Das ist definitif auch nicht richtig und das wiederrum ist meine Meinung. Ich kann nicht verstehen wie man zusehen kann wie ein einfacher Mensch mit seiner Meinung zu einem aktuellen Thema mit Nazis verglichen wird und man diesbezüglich nicht in der Lage ist zu differenzieren, sondern da alles in einen Topf schmeisst. Das widerstrebt meinem Verständnis von einer modernen, aufgeschlossenen und gerechten Welt und macht diejenigen nicht besser als die, die sie selber verurteilen.

      • Anonymous sagt:

        Was du dir anmaßt , ohne mich zu kennen ist schon erstaunlich. Ich habe lediglich gesagt, dass man die Flüchtlinge des 2. Weltkrieges nicht mit den jetzigen vergleichen kann, denn die sind in ihre Heimat geflohen. Und du wirst wohl nicht abstreiten, dass die Flüchtlinge finanziert werden müssen. Da du im Gegensatz zu mir beleidigend und unverschämt wirst, werde ich hierzu nichts mehr schreiben. Ist ja ganz toll, dass du mich so gut zu kennen scheinst.

        • Franzi sagt:

          „Die Flüchtlinge, die heute nach Deutschland kommen, helfen bei gar nichts, sie kosten nur.“ Du scheinst auch alle Flüchtlinge zu kennen und zu wissen: Sie kosten nur und helfen nicht. Was macht dich jetzt besser? Kosten? Ja da stimmt, das sie nichts tun werden? Sag doch woher du das weißt? Woher kennst du diese Flüchtlinge so gut? Ich war nicht beleidigend, nur schockiert und frage mich, wieso du so über Fremde schreiben darfst. Ich kenne dich nicht, aber musste mutmaßen, so wie du über die Flüchtlinge denkst und es auch hier geschrieben hast. Nur haben sie keine Chance, sich bei dir zu melden. Du kannst hier über sie urteilen, sie können sich nicht wehren, Ich möchte sie verteidigen. Wenn ich dir da zu Nahe getreten bin, dann finde ich das gerade nicht schlimm. Was stört dich an meiner Äußerung? Oder sprichst du die Aussage von Kathi an? Erklär mir gern, wieso alle Flüchtlinge nicht helfen werden. Dann siehst die Sache vielleicht anders aus. Aber du hast nicht nur gesagt, man kann diese Flüchtlinge nicht vergleichen.

          • Anonymous sagt:

            Franzi, bitte erklär du doch mal wieso deiner Ansicht nach scheinbar das Umgekehrte der Fall sein wird.

          • Franzi sagt:

            Ich soll dir erklären, wieso Flüchtlinge doch helfen werden? Ich kann dir hier schon drei Beispiele in meinem Ort nennen. Sie bringen sich gegenseitig deutsch bei, sie absolvieren in einem Friseursalon gerade ein Praktikum und gehen mir in der Kleiderspende zur Hand. Sie übersetzen bei Artbesuchen und vermitteln bei Behördengängen. Nebenbei haben sie Krieg, Tod und Leid hinter sich. Erklär du mir, wieso das „nie“ und diese Äußerung eine Berechtigung haben und Flüchtlinge nicht durch diese Worte über einen Kamm geschert werden und dazu noch beleidigt? Das ist dein Verständnis von Toleranz? Das ist also Meinungsfreiheit? Alle sind gleich, nur die Flüchtlinge nicht? Ich schäme mich, dass ich dir überhaupt Zeit geschenkt habe. Diese drei Menschen haben geholfen und ich muss dir und auch Susanne das noch beweisen? Du forderst etwas, von dem du weit entfernt bist. Nimm es nicht als Unterstellung, einfach als Tatsache. Manchmal entlarven viele Worte eine schlechte Grundeinstellung. Bitte such dir eine andere Seite, nimm Susanne mit- erklär ihr die Welt. Ich möchte es nicht mehr tun.

        • bla bla sagt:

          Fassen wir zusammen, die eine wollte nur labern und die andere ist kein Rassist, aber … wenn dann jemand die richtigen Gedanken verteidigt, sind dann die Labertasche und die kleine Braune beleidigt. Toll. Ein Querschnitt der Gesellschaft.

          • Anja sagt:

            @anonymus alter Schwede wie man eine Äußerung fein unter den Tisch kehrt, das Moralapostel spielt, Franzi beleidigt und dann so viel faselt und dann hier fein noch um Toleranz bettelt. Vielleicht kannst du erst bei dir anfangen? Nee geht wohl nicht. Fühlt sich nicht so gut an, wa?

          • Anonymous sagt:

            …und dann sind da noch die ohne Meinung, die nur sticheln und die aderen gegeseitig aufhetzen wollen. Ich danke für die Ergänzung und zur Vervollständigung des „Querschnitts“.

  5. Adolf sagt:

    Susanne ist ein Nazi

  6. Liebe Franzi,
    mich bewegt dieses Thema momentan auch sehr und ich habe deshalb vor ein paar Minuten ebenfalls einen Artikel auf meinem Blog dazu veröffentlicht: http://schwesternwerk.de/wordpress/bloggerfuerfluechtlinge/

    Dieses Thema geht uns alle an und ich freue mich, dass so viele Blogger dafür ihre Stimme erheben und ihre Meinung dazu äußern! Ich danke Dir für Deinen guten Beitrag zu diesem Thema! #bloggerfuerfluechtlinge

    Alles Liebe, Claudia von Schwesternwerk

  7. Volker Lange sagt:

    Es ist gut und wichtig, das solche Geschichten weitererzählt werden und das Du hier davon berichtest. Gerade auch in der jetzigen Zeit mit den Flüchtlingsdramen, entstanden durch die vielen Kriege fern von uns.
    Deine Geschichte berührt mich durch das ähnliche Schicksal meiner Großeltern. Heimat und Arbeit auf dem scheinbar ewig sicheren Bauernhof in Schlesien, bis meine Großmutter mit ihrem Vater und ihren 5 Kindern von den Russen vertrieben wurden und per Zug im Viehwaggon in Norddeutschland strandeten. Wie sich doch die vielen Schicksale ähneln: von dem alten Geld, eingegrabenen Essen und dem silbernen Besteck unter dem Holzstapel haben meine Großeltern nie wieder was gesehen. 😉
    Zu Susanne: das sind abgedroschene Nazi-Sprüche. Meine Großmutter und ihre Famile wurden in Norddeutschland am Anfang auch nicht gerne empfangen. Essen und Wohnraum wollte man nach dem Krieg gar nicht gerne teilen. Die seltsame Sprache und Gewohnheiten der Schlesier und Ostpreußen wurden als komisch empfunden. Und dann das peinlichste, viele Kinder, kein Vater und lebt mit einem alten Mann(ihr Vater!) zusammen.

  8. Anonymous sagt:

    Franzi, eine Frage habe ich: was hast du bis jetzt aktuell für Flüchtlinge getan? Hilfst du direkt vor Ort? Hast du gespendet? Wenn ja, ungefähr wieviel? Mehr als eine Chloé Tasche kostet oder weniger? Eine Meinung zu haben ist das eine, diese durch Taten zu unterstützen wäre nicht schlecht. Bring doch einen Beitrag wo du in einem Lager ehrenamtlich hilfst, setzt dich direkt ein, lass andere wirklich deinem Beispiel folgen. Vielleicht tust du dies ja bereits, dann würde ich mich freuen davon zu lesen. Du siehst, es interessiert mich 😉

    • Franzi sagt:

      Haha- es fehlt noch der Satz: nimm doch alle Flüchtlinge bei dir auf! Mehr kommt da nicht? Wenn du fleißig snapchat verfolgst und du hier diese Rubrik liest, kannst du es erahnen. Denn stell dir vor, das mach ich. Ich helfe. Jetzt könnte man fragen was machst du? Aber es interessiert mich nicht. Denn du willst dich nur profilieren. Es geht nicht um dich, sondern um Menschen die fliehen mussten. Liebe Grüße

      • Franzi sagt:

        Ich zitiere „ich übe Tolleranz jedem gegenüber und höre und lese dessen Meinungen um mir ein vielfältiges Bild zu machen – zu jedem Thema. Ich verurteile NIEMANDEN aufgrund einer kurzen Aussage und würde NICHT PERSÖNLICH angreifend werden wie du in diesem Fall.“ Aber wenn es mich betrifft darf man auf Grund einer Tasche und einer menschlich richtigen Meinung mehr als frech werden. Das war es hier für dich. Die Chloe kaufende Frau, mit einer guten Meinung und dem Drang zu helfen.

        Liebe Grüße

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