Kolumne

killt das professionelle Bloggen das echte Bloggen?

19. Mai 2016 • 34 Kommentare

„Ich glaube ich bin out. Ich bin zu normal, zu ehrlich- das langweilt die Leser.“

Eigentlich bin ich selbst die Letzte die einer Person die Eigenschaften abkauft, die sie gern über sich präsentiert. Und wer kommt denn gern mit seinen Schwächen um die Ecke? Ja, wir müssen uns einfach verkaufen. Wir müssen uns toppen, in dem was wir sind. Egal wie wir wirklich sind. Und da liegt mein Problem. Da liegt mein Bloggerproblem. Aktuell bin ich satt.

killt das professionelle Bloggen das echte Bloggen?

So richtig satt von einem Lifestyle den ich vielleicht auch ein wenig mit unterstützt habe und auch immer noch irgendwo liebe. Die schönen Dinge im Leben. Ihr wisst schon. Aber ich verstehe es nicht mehr. Denn wisst ihr was? Ich bin all das nicht, was gerade in zu sein scheint. Was mir sonst gern egal ist. Aber was sich da gerade auftürmt ist für mich nicht mehr greifbar, es wirkt wie ein zweites Leben. Ich ecke nicht an, ich bin stinknormal, rede über die alltäglichen Dinge und teile meine Geschichten mit euch. Doch wer will das noch lesen? Wer will das noch wissen? Sind wir durch mit dem Mädchen von nebenan? Müssen wir jetzt die Krallen anspitzen und lackieren, den Anstand zu Hause lassen, das Make-up dramatischer wählen und das Leben mehr pimpen? Gehört es dann auch dazu sich die Lippen aufzuspritzen, Brust- OPs einfach als Gelegenheit zu nutzen alles überdrehter und viel lauter zu präsentieren? Brauche ich jetzt 6 Dates die Woche, muss ich mich von meinem Freund trennen und euch darüber auf jedem Kanal auf dem Laufenden halten? Oder schreibe ich mir lieber selbst Haterkommentare, sodass ihr mich in Schutz nehmt und wir zusammen das Übel im Netz bekämpfen? Denke ich mir Namen und Geschichten aus und verpacke sie als mein Leben? Erfinde ich Freunde? Events? Das ganze Drumherum, damit ihr wieder reagiert und wirklich lest?

Stellt euch vor, es ist alles nur noch Fake und andere können da nicht mehr mithalten, weil sie ein ganz normales Leben führen, über alltägliche Dinge erzählen, weil sie so sind wie ich! Ich bin so stinknormal, dass ich Angst habe gar nicht mehr in diese Welt zu passen, die eigentlich einmal voll mein Ding war.

Alles ist schneller, gestylter und unwichtiger geworden. Kaum jemand liest noch richtig, denn es geht nur noch darum irgendwie die eigene Website zu promoten. Texte mit Tipps für mehr Follower sind wichtiger als Texte über das Leben, Ziele und den Sinn. Ich möchte nicht unterstellen, dass diese Damen und Herren nicht darüber grübeln würden, aber es passiert nicht mehr im Netz. Es gibt nur noch Shoppingempfehlungen und Antworten auf „Wo kann ich das stylischste Essen für andere fotografieren?“. Immer viel Reisen und nie erschöpft sein- Freunde müssen auch Blogs besitzen und Designer müssen auch mit 18 schon im Schrank zu finden sein. Klingt das nach Neid? Ja vielleicht, aber es fühlt sich eher so an, als wäre das Bloggerkorsett zu eng geworden für mich. Die Themen wiederholen sich und manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich nach dem Klick auf den Veröffentlichen- Button denke, was war denn der Mehrwert? Habe ich etwas gelernt? Hat der Leser etwas davon? Vielleicht ist es gerade der Übergang zum Sommer, vielleicht fehlen mir die alten Zeiten. Vielleicht bin ich nicht mehr die, die ich vor 3 Jahren war und vielleicht möchte ich das nicht sein, was gerade als in gilt. Denn dann müsste ich mich von mir und meinem Leben verabschieden, erfolgsorientiert die Leiter erklimmen und hier und da ein wenig mehr Lügen. Bloggen ist ein Business. Business will Geld und Erfolg sehen- das geht nie wirklich fair zusammen. Vielleicht killt das professionelle Bloggen das echte Bloggen?

Auf so viele Fragen habe ich gerade keine Antwort. Vielleicht aber ihr? Verurteilt mich nicht für meine Worte- ich möchte niemandem etwas missgönnen, ich frage mich gerade nur wo mein Platz ist und wieso die anderen Bloggerwege gerade nicht zu mir passen.

Liebe Grüße

Kommentare

34 Kommentare zu “killt das professionelle Bloggen das echte Bloggen?”
  1. Nadja sagt:

    Liebe Franzi, (ein paar Worte zur Aufmunterung) ich liebe deine Ehrlichkeit und gerade deswegen, wegen solcher Texte folge ich dir schon so lange. Du gehörst für mich zu einer der besonderen Blogger, da du nicht jeden Trend mitmachst, weil du eben du selbst bist und uns Lesern nichts vorheuchelst. Bitte bleib so wie du bist, denn ich glaube es gibt so viele junge Mädchen, die sich viel besser mit dir und deinen Erfahrungen identifizieren können als mit jemanden, der ständig nur Bilder einer Luxuswelt vorzeigt. Ich mag das Mädchen von Nebenan sehr und ich will deinen Blog nicht missen!
    Ganz liebe Grüße
    Nadja von https://liebestanz.com/

  2. Nadine sagt:

    Ich glaube wir haben alle unseren Platz. Vielleicht schaut man zu oft nach links und rechts und lässt sich vom Bloggermainstream verunsichern, anstatt einfach auf seine Intuition zu vertrauen und sich seiner selbst sicher zu sein. Das passiert mir auch gelegentlich, vielleicht auch ein Grund, warum ich wenig deutsche Blogs lese. Weil doch vieles gleich ist und man sich selbst und die eigene Arbeit schnell vergleicht. Vielleicht wächst man aus gewissen Themengebieten aber auch einfach heraus, weil andere Dinge im Leben irgendwann wichtiger werden…und vielleicht muss man sich dann einfach nur einmal neu sortieren, in sich hinein horchen und das machen, was das Gefühl einem sagt…

    Liebste Grüße
    Nadine

  3. Marion sagt:

    Hallo Franzi, ich finde es toll, dass du auch mal über die Dinge schreibst, die sonst kaum angesprochen werden. Jeder postet nur über tolle Klamotten, Luxus und andere Dinge die zwar schön, aber für das Leben eigentlich unwichtig sind. Ich versuche auch, mich auf meinem Blog zu zeigen, wie ich wirklich bin und nicht wie die große Mehrheit mich sehen will. Ich zeige mich auch nur in Stylings die zu mir und meiner Auffassung gehören und in denen ich mir nicht verkleidet vorkomme. Sich nur in einer „gefakten“ Welt zu präsentieren macht die ganze Sache auf Dauer nur unecht und unglaubwürdig. Ich mag dein Blog sehr, gerade weil du so echt und unverfälscht schreibst. So soll es sein! 🙂

    Viele Grüße,
    Marion

  4. für mich der satz des jahres ist: „keiner lest mehr e-mails“ (oder wahlweise whatsapp-nachrichten) – auch wenn diese wirklich wichtige informationen behandeln. so kommt es mir momentan vor. jeder will sich nur berieseln lassen, selbst lesen/denken/recherchieren = viel zu anstrengend.

    • Franzi sagt:

      Hey Lisi! Verzeih- ich muss mal fragen- sprichst du allgemein? Bestimmt- ja da kann ich mich auch nicht ausnehmen. Vielleicht weil es zu viel ist oder weil wir viel auf uns achten?
      Liebe Grüße

  5. der Michi sagt:

    Guter Beitrag, danke dafür! Ähnliche Gedanken habe ich mir auch schon gemacht.

  6. Tina sagt:

    Liebe Franzi
    danke für deine (wiedereinmal) ehrlichen Gedanken. Genau deswegen mag ich deinen Blog so gerne. Auch als „Nicht-Bloggerin“ habe ich mir des öfteren die Frage gestellt: Ist mein Leben genug? Zu sehr habe ich mich vom Schein blenden lassen und mich klein gemacht. Doch jetzt bin ich es leid. Ich bin nun mal das „nette Mädchen“ und sitze lieber in einer gemütlichen Runde unter Freunden, als irgendwo so zu tun als ob. Meine Konsequenz: Ich tue mir solche „Schein-Welten“ nicht mehr an, und besuche einige Blogs nicht mehr. Da nehm ich mir lieber die Zeit, deine Texte zu lesen. Denn diese bringen mich zum Nachdenken, Überdenken aber auch zum Schmunzeln und Träumen…
    Mach bitte weiter so!

  7. Yvonne sagt:

    Die lieben Mädchen von nebenan waren schon immer die besseren Freundinnen! 😉

  8. Katharina sagt:

    Bitte nicht! Ich mag typische Lifestyle Blogs nicht, sie sagen mir immer, dass ich nicht im Trend lebe, unfotogen bin, zu viel arbeite, zu wenig Geld habe, unkreativ bin und die falschen Dinge als die „wichtigen“ Dinge im Leben betrachte. Das ist Quatsch, ich bin voll ok – aber diese Blogs geben mir nichts und sie erzählen nur bequeme, leichte Dinge. Klar lese ich auch gerne von deinen Tripps nach Paris, New York oder Graz. Aber noch lieber lese ich, dass du auch manchmal über Zwischenmenschlichkeiten stolperst, die Blogger-Welt von einer Metaebene betrachten kannst und zwischen deinen sponsored Artikeln eben mehr Franzi-Alltag steckt als andersrum. Selbst wenn du sponsored Dinge machst, wirbst du nicht plötzlich für n Bügeleisen oder Tierhausschuhe… Du vermarktest nicht deinen Kerl oder preist seinen Blog/Youtube-Kanal/irgendwas an. DU bist der Grund warum ich dich abonniert habe. Also ändere dich bitte nicht. Feedbackwalloftext ende 🙂

  9. Nadja sagt:

    Nein, absolut nicht! Die Mädchen von nebenan sind die einzigen, die mich wirklich interessieren. Das ganze Gehabe was sich um den Beruf Blogger gebildet hat nervt mich als Blog-lesendes-Mädchen-von-nebenan nur noch. Ich habe mich persönlich davon auch arg distanziert und lese nur noch Blogs, von denen ich glaube dass sie authentisch geblieben sind. Vielleicht liegts am Alter? Ich bin ja irgendwo auch schon alter Blogleser-Hase mit meinen 30 Lenzen. Vielleicht werden ich und meine Gleichaltrigen und Gleichgesinnten als Zielgruppe aber auch einfach unterschätzt. Ich bin nicht mehr so empfänglich für dieses Drumherum und das Werbegemache, weil ich es unlängst durchschaut habe. Ich sehne mich nach den, wie du sie nennst „langweiligen“ Beiträgen. Ich mag nur was echt ist. Wenn ich permanente Werbebeschallung suche, schalte ich den Fernseh ein oder kaufe mir eine Zeitschrift. Ich mag aber lieber die netten Bloggermädels wie dich.
    Liebe Grüße

  10. Ach ich versteh schon was du meinst, so gut sogar 🙂 Aber ich mach mich da gar nicht so verrückt. ich poste das worauf ich lust habe, was mich betrifft und was mir gefällt. wenn das nicht „instagramable“ oder sonstwas ist… ja und??

    Habe übrigens einige Blogs die ich sehr mochte und die ich mittlerweile kaum noch lese weil alles darin so richtig nach Kommerz schreit.

  11. Maria M sagt:

    Liebes Zukkermädchen,
    ich gehöre meistens zu deinen stillen Lesern, aber heute möchte ich mal an Kompliment an dich aussprechen. Ich lese deinen Blog wahrscheinlich seit einem Jahr und ich habe das Gefühl er wird immer besser! Zu Anfangs hatte ich das Gefühl dein Blog wäre eher der typische Mode-Mädchen-Reise-Beautyblog, dazu muss ich sagen, diese Kategorie spricht mich nicht besonders an, weil bei diesen Blogs meist nicht viel Persönlichkeit rüberkommt. Aber seit einiger Zeit schreibst du sehr viel persönliche Gedanken auf und seitdem gehört dein Blog zu meinen absoluten Lieblingsseiten. Ich lese unglaublich gerne Meinungen, auch wenn diese nicht unbedingt meiner eigenen entsprechen, denn das regt zum nachdenken an. Dein Blog spiegelt deine Persönlichkeit wieder und besitzt eine gewissen Tiefgang und genau das macht ihn für mich so besonders. Bleib wie du bist und lass dich nicht verunsichern 🙂

    Liebe Grüße
    Maria

  12. Anonymous sagt:

    …schreib doch einfach und denk nicht zu viel über die anderen nach. Immer wenn es dich interessiert worüber du schreibst, und das tut es offensichtlich denn sonst würdest du gar nicht drüber nachdenken, dann gibt es irgenwo wen den das auch interessiert. So weh es manchmal tut, wir sind irgenwie doch alle nicht die grosse Ausnahme und es gibt immer einen anderen der genauso verrückt und ausgefallen ist oder gar noch verrückter als wir selber und somit sind wir dann doch alle das Mädchen oder der Junge von nebenan. Auch du heute mit diesen Gedanken bist eine von vielen. Du schreibst es auf, ein anderer malt oder fotografiert, wieder ein anderer spricht darüber und der nächste macht es mit sich selber aus ohne die Welt zu informieren und genügt und bestätigt sich damit alleine. Ist es nicht so, dass wenn man seine Gedanken mit anderen teilt, man doch nach Gleichgesinnten sucht?! Was ich allerdings auch lese ist, dass da eine gewisse Unzufriedenheit in dir scheint und dann solltest du dich damit auseinander setzten was dich glücklich macht. Vielleicht das Schreiben plus etwas anderes, vielleicht das Schreiben über etwas anderes, vielleicht ist es aber auch ein den meisten unbekanntes Gefühl was dich verunsichert: Zufriedenheit. Eventuell ist alles gerade so ok und so unaufgeregt selbstverständlich dass die kleinen Ecken und Kanten fehlen und das Gefühl von alles läuft rund gibt zu viel Freiraum für Gedanken die eigentlich gar nicht sein müssten, sondern du einfach diese Freiheit geniessen könntest. Vieles kann sein, nichts muss, nur sind mir diese Gedanken auch nicht fremd 😉 Ende des Romans :))

  13. Jari-chan sagt:

    Wieder einmal ein sehr schöner Post. Ich dachte, nur mir geht es da so. Ich blogge seit 2005, aber die Bloggerszene von damals scheint es nicht mehr zu geben oder hat sich irgendwohin zurückgezogen, wo ich sie nicht mehr finde. Manchmal vermisse ich diese Zeiten. Denn in der neuen, modernen Bloggerwelt fühle ich mich schon lange nicht mehr heimisch. Zwar versuche ich wie wild, dazuzugehören, aber nich schaffe es einfach nicht. Schade irgendwie, aber ich mache weiter 🙂

  14. Pinkpetzie sagt:

    Liebe Franzi,
    ich lese deinen Blog seid Jahren, weil du so bist wie du bist. Du bist das Zukkermädchen und hast es doch überhaupt nicht nötig, links und rechts zu gucken. Aber klar, die Verführungen sind groß. Ständig komme neue Blogger, Instagramer, YouTuber, die einen vermeintlich überholen. Aber mal ehrlich: sie viele nicht absolut austauschbar?! Das, was du machst, machst du mit Herzblut. Du bist (jedenfalls online) das süße Mädchen von nebenan und das mögen viele, weil sie sich damit identifizieren können. Du hast eine Marke geschaffen, die gut ist, wie sie ist. Warum daran was ändern? Erst wenn man aufhört, sein eigenes Ding zu machen, fängt man an, out, langweilig, belanglos zu sein.
    Liebe Grüße an dich

  15. Alina sagt:

    Du bist eine ganz tolle Bloggerin. Ich mag deinen Schreibstil sehr ☺️❤️

  16. Josephine sagt:

    Chapeau 🙂 besser hätte man’s nicht sagen können! Ich bin auch „nur“ das nette Mädel von nebenan. Aber was soll’s 🙂 solange einem das bloggen trotzdem noch Spaß macht – trotz der ganzen Konkurrenz, denn jeder will ja seit Neusten Blogger sein (ich blogge selbst seit über 3 Jahren). Lass den Kopf nicht hängen, es gibt immer noch genügend Leute, die genau DAS lesen wollen! Über das echte Leben 🙂 xx
    Alles liebe! Josephine von http://littlediscoverygirl.de

  17. Anonymous sagt:

    Liebe Franzi,
    ich kann dich so gut verstehen! ich habe in letzter zeit auch das gefühl nicht gut genug zu sein. mein blog ist bei weitem nicht so „gross“ wie deiner aber ich weiss genau was du meinst. ich arbeite lieber zuhause oder verbringe mal einen abend mit meinem freund als dass ich dauernd auf events herumirre mit personen die sich für jem besseres halten ubd das auch zeigen… ich stelle mir oft die frage ob ich nicht auch so sein muss? ich habe meine antwort denke ich gefunden:nein! so bin ich nicht und da möchte ich auch eigentlich nicht dazugehören! ich schreibe auch gerne auf meinem blog über mein leben aber grenze sehe persönliche dinge oder private probleme lieber aus. bin deshalb schlechter? nein weil ich meine mitmenschen respektiere!

    bleib wie du bist, denn am ende werden genau diese blogger übeig bleiben!

    alles liebe, trixi

    http://www.amigaprincess.com

  18. Ich verstehe dich absolut und fühle mich genauso wie du es beschreibst. Ich bin auch das Mädchen von Nebenan, mache keine tollen Reisen und habe auch keine Chanel Handtasche im Schrank. Aber dafür habe ich ein Haus, eine tolle Familie und erzähle ein bisschen über mein pupsnormales Leben.

    Und das mit dem Lesen… Mir fällt das auch sehr auf. Man schreibt zum Beispiel einen sehr ausführlichen Text und bekommt keine 30 Sekunden später eine Frage, die man soeben im Text beantwortet hat.
    Ich verstehe das nicht?! Warum liest man nicht einfach was da steht?
    Wenn man dann darauf hinweist, dass doch da oben alle steht, ist man gleich patzig oder aggressiv…

    Es hat sich wirklich alles sehr verändert…

  19. Mich nervt dieser ganze Lifestyle-fake ehrlich gesagt ziemlich,. Sowas will ich auch gar nicht lesen. Ich lese lieber ehrliche Texte, auch über Schwächen, über Probleme. Solche Menschen interessieren mich viel mehr und dann fühle ich mich ja auch viel mehr mit den Menschen verbunden 🙂

  20. Charli sagt:

    Dieses Thema scheint ja zur Zeit sehr aktuell zu sein. Ich finde, dass dieses ganze Bloggerding sich teilweise selbst zerstört.
    Jeder möchte mit seinem Blog erfolgreich sein, damit Geld verdienen. Dabei geht ein bisschen der Zauber verloren. Ich zum Beispiel lese gern, aber viele Texte sind mir einfach zu oberflächlich.
    Ich muss mir auch keinen langen Beitrag durchlesen, um am Ende festzustellen, dass es eigentlich nur Werbung für einen Pizza-Lieferdienst ist. Da fühle ich mich dann veralbert.
    Wenn ein Blog aber wirklich Mehrwert hat, wie Rezepte, oder Anleitungen, oder auch wirklich persönliche Eindrücke bzw. Tipps, finde ich es nach wie vor lesenswert. Und dann darf der Blogger damit natürlich auch sein Geld verdienen. 😉
    Liebe Grüße
    Charli von http://frischgelesen.de

  21. Anna sagt:

    Hallo Franzi,
    naja jetzt tuen wir mal nicht so, als würden die meisten Leser nicht merken, dass zu extreme Fotos oder ein ach so tolles Leben nicht absolut gestellt und unautentisch sind. Die einen merken es halt eher und die anderen später. Was ich nicht verstehe ist: Hast du wirklich das Gefühl da mithalten zu müssen? Mehr Channel-Taschen, mehr gestelltes Kamera-Grinsen und Feiern mit den so tiefgründigen Blogger-Freunden und falschen Neid-Followern, die sich die von dir promotete Tasche unterm Strich eh nicht leisten können? ? Jetzt tuen wir mal nicht so, als hättest du nicht genug Persönlichkeit und Rückrad um es anders und besser zu machen. Und ich finde übrigens du machst das doch super! Also Trauer nicht den alten Zeiten nach. Dafür hast du die Branche zu groß gemacht.

    Wundertolle Grüße ☺️
    Anna

  22. Katharina sagt:

    Niemand, der sich ausschließlich nur auf Werbung und Bling Bling fokussiert, wird auf Dauer erfolgreich sein – da bin ich mir so gut wie sicher. Die Leser wollen doch den Menschen kennenlernen, teilhaben am Leben, an Gedanken, Wünschen und Träumen. Gerade diese persönlichen Artikel werden auf meinem Blog mit am meisten gelesen. Authentizität zählt, Lesernähe zählt, Empathie zählt. Deswegen bin ich auch der Meinung, dass man sich beim professionellen Bloggen nicht verkaufen darf. Klar, wir brauchen ein Einkommen und darum machen viele Werbung und das finde ich völlig ok – solange es Produkte sind, hinter denen an wirklich steht. Wer wild uns wahllos alles anpreist, wird seine Leser doch ohnehin bald verlieren…mach dir nicht so viele Gedanken, sondern einfach weiter wie bisher :-). LG, Katharina von sonahundsofern.com

  23. Louisa sagt:

    Liebe Franzi,

    du machst alles genau richtig! Ich glaube, genau das suchen wir doch alle tief in uns in unserer viel zu oberflächlichen und unverbindlichen Zeit: Besinnung auf das Wesentliche. Ruhe in der Ehrlichkeit. Echtheit. Klarheit.

  24. Ari sagt:

    Ich verstehe zwar worauf du hinaus willst, allerdings hört sich das für mich ein wenig zu einseitig an. Was verstehst du denn genau unter professionellem und was unter echtem Bloggen?

    Schließt das Eine wirklich das Andere aus? Für mich gibt es da keine klare Definition. So wie ich es aus deinem Artikel herausgelesen habe, kategorisierst du reichweitenstarken Blogs als professionell. Ich denke aber, es gibt genügend Beispiele für kleinere Blogs, die ebenfalls sehr professionell arbeiten.

    Zudem kenne ich einige hauptberufliche Blogger, die davon ihre Miete zahlen müssen und deswegen das Bloggen mitunter auch als Business verstehen. Dennoch würde ich nicht behaupten, dass dieser Umstand sie daran hindert, ehrliche Texte zu schreiben.

    Wenn es um Inhalte geht, dann sind wir doch gerade mit unseren Blogs in der glücklichen Lage, autonom und unabhängig zu sein. In der Regel kann der Blogger bestimmen, welche Inhalte er mit seinen Lesern teilt. Natürlich gibt es Trendthemen, natürlich gibt es Überschriften, die mehr Klicks generieren, aber es liegt an jedem Blogger selbst, was er veröffentlicht und was nicht.
    Liebe Grüße,
    Ari
    http://www.moderiamia.de

  25. Luisa Lion sagt:

    Toller Beitrag Franzi mir geht es da immer mehr so wie dir.. Irgendwie ist die komplette Bloggerszene gerade im letzten Jahr so fake und oberflählich geworden. Es geht nur noch im Follower, Events, mit welchen Marken man arbeitet und welche Tasche gerade in ist die dann auch wirklich JEDER haben muss oder man ist nicht ‚in‘.. Verrückte Welt und irgendwie haben wir sie mit kreiert..

  26. Tascha sagt:

    Liebe Franzi, tolle Worte !! Und nein , du sollst das nicht ändern und ja !!! Verdammt ja ich finde stinknormal sein super und dazu gehört auch seine Meinung zu sagen ! Die will nicht jeder hören – na und . Bleib wie du bist , ich lese deinen Blog gerne und weiter! Liebste Grüße Tascha

  27. Vanessa sagt:

    Liebe Franzi,
    ein ungflaublich toller Post und so wahre Worte! Wirklcih Applaus! Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich beobachte schon lange, dass sich das Bloggen sehr stark verändert. Meiner Meinung nach waren Blogger früher nahbar, man konnte sie als Stylingvorbilder nehmen, weil sie eben das Mädchen von Nebenan waren (meist mit super -modischen- Geschmack). Das war das tolle wie ich fand.
    Heute aber sieht man nur noch, wie sie von einem Designer nach dem anderen ausgestattet werden und in voller Designermontour sich kurz ablichten lassen. Mit eigenem Geschmack hat das wenig zu tun (aber ja klar, sie gehen ja nur kooperationen ein, wenn sie auch völlig hinter dem Produkt stehen -wers glaubt- )
    Ich habe selber einen kleinen Blog gehabt/habe ihn noch. Habe aber seit längerer Zeit einfach keine Lust mehr! Denn wenn man sieht, wie sich ein Blog verändert sobald er mehr Leser bekommt, macht es einfach keinen Spaß mehr ihn zu lesen. Man sieht eh auf jedem das selbe. Alle sind beim selben Event, alle wurden gleichzeitig vom selben Designer ausgestattet und ja, alle haben so zimlcih die gleichen Blogpost zu den selben Themen.
    Ich mag deinen Blog sehr gerne und er ist einer der wenigen, die ich zur Zeit noch besuche.
    Ich mag deinen Style (sowohl Modetechnisch als auch deienn Schreibstil und deine Themen).
    Ich finde es vor allem klasse wie du die Balance hälst zwischen Designerteilen und „low-Budget Klamotten“
    Wirklcih klasse! Bleib so wie du bist! Und werd nicht so langweilig wie die anderen :-*

    LG Vanessa von
    http://fashion-art-tricota.de/

  28. […] komm raus ins Korsett der Professionalität zurren wollen – eine aussterbende Spezies, wie auch Franzi von Zuckermädchen […]

  29. Michaela sagt:

    Liebe Franzi!
    Ich finde den Post so toll und wirklich ehrliche Worte! Ich bewundere nicht nur dein Schreibtalent, aber auch dein Kleidungsgeschmack und dein Sinn für Humor <3

    Ich kann mir vorstellen, dass die wenigsten diesen Beitrag gelesen haben, weil er nicht einmal ein Bild enthält und sehr konzentriert ist 🙂 Umso beeindruckter bin ich <3

    Liebe Grüsse und bleib so wie du bist!
    Michaela

  30. […] Franzi ahnt etwas: „Aber es fühlt sich eher so an, als wäre das Bloggerkorsett zu eng geworden für mich.“ Und ein paar Zeilen weiter: „Bloggen ist ein Business. Business will Geld und Erfolg sehen – das geht nie wirklich fair zusammen. Vielleicht killt das professionelle Bloggen das echte Bloggen?“ (zukkermaedchen) […]

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