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Mehr als der 70ies Look – So vielseitig ist die Schluppenbluse

30. April 2019 • 1 Kommentar

Das ist der perfekte Match für den Frühling: Bequeme Jeans mit einer Schluppenbluse kombiniert. Aber ist sie nicht doch etwas zu verspielt, zu retro oder altbacken?

Die Schluppenbluse ein neuer alter Trend

Die 70ies sind aber defintiv zurück, zumindest in meinem Kleiderschrank. Wieso also nicht einach probieren? Zurück zu meiner Vorliebe für Schluppenblusen.

Was kennzeichnet die Schluppenbluse?

Der Begriff Schluppenbluse ist abgeleitet aus dem süddeutschen und österreichischen Wort „Schluppe“ und bedeutet so viel wie „Schleife“. Das verlängerte Stück Stoff am Kragen ist das Markenzeichen des Kleidungsstückes. Die schalartigen Bänder kann man entweder zu einer Schleife binden, oder sie einfach lässig hängen lassen. Meist werden Schluppenblusen aus seidigen, glatten Stoffen hergestellt. Die Bluse selbst wird eigentlich immer hochgeschlossen getragen. Sie ist, ähnlich wie die Rüschenbluse, eine sehr feminine Variante, die aber nicht so sehr aufträgt.

Das Styling macht’s:

Zugegeben, die Schleifen können schnell etwas bieder wirken, weshalb die richtige Kombi essentiell ist. Blue Jeans, edle Stoffhosen, aber auch Midiröcke sind eine ideale Grundlage für das Outfit. Statt Perlen oder dick aufgetragenen Goldschmuck sind filigrane Armreifen und eventuell Leder-Accessoires wirkungsvolle Eyecatcher oder ich lasst einfach die Bluse für sich sprechen. Strickjacken und Blazer dagegen lassen den Look schnell ein wenig zu konservativ erscheinen. Weshalb eine lässige Jeans- oder Lederjacke gute Begleiter sind, um sich an frischeren Tagen warm zu halten. So wird es ein moderner, femininer und vor allem zeitloser Look.

Übrigens: Wenn ihr die Bänder nicht zur Schleife bindet, sondern leger herunterhängen lasst, habt ihr eine lässigere Variante der manchmal etwas spießig wirkenden Bluse.

Schluppenblusen als Symbol des Widerstands

So unschuldig und verspielt wie die Bluse äußerlich erscheint, so stark ist das Statement, das sie versprüht: Vor ziemlich genau einem Jahr posteten viele Leute als Zeichen der Solidarität ein Foto, auf dem sie eine Schluppenbluse tragen. Der damit verbundene Hashtag #knytblusförsara (#SchluppenblusefürSara) ging um die Welt.

Hintergrund ist die als Bauernopfer von der schwedischen Nobelpreis-Akademie geschasste Sara Danius, die am Tag ihres Abgangs eine eben solche Bluse trug.

Die ehemalige Vorsitzende des Auswahlgremiums für die Vergabe des Literatur-Nobelpreises hatte im Zuge eines Belästigungs- und Korruptionsskandals um das in der Akademie sehr einflussreichen Ehepaars Frostenson ihr Amt im April vergangenen Jahres niedergelegt. Doch auch darüber hinaus gilt die Bluse als Zeichen – vorrangig weiblicher – Rebellion.

In den USA bezeichnet man die Schluppenbluse umgangssprachlich als „Pussy Bow“.

Und so hat die US-Amerikanische First Lady, Melania Trump, wahrscheinlich unfreiwillig, ein Statement gesetzt, als sie eine pinke Schluppenbluse trug, während die „Grab ‚em by the Pussy“-Affäre ihres Mannes bekannt wurde. Das Kleidungsstück wurde daraufhin zu einem Protestsymbol gegen Sexismus erklärt.

Ob elegant und klassisch oder modern und rockig, die Schluppenbluse ist ein wahrer Alleskönner und definitiv ein Statement!

Kommentare

Ein Kommentar zu “Mehr als der 70ies Look – So vielseitig ist die Schluppenbluse”
  1. Celine sagt:

    Hallo Frances,
    Wirklich schöner Beitrag! Ich mag Schluppenblusen total gerne und finde sie super schick 🙂 dank dir habe ich jetzt sogar noch etwas über die Bluse gelernt.

    Liebe Grüße
    Celine von http://avenuedelamode.de

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