Fashion

Vintage belt meets zara Blazer & Staud Bag.

1. Februar 2018 • 2 Kommentare

Ich zupfe meinen Blazer zurecht, wir stehen in netter Runde. Ihr Blick fällt auf mich. Sie wertet. Früher hätte ich gehofft, dass sie mich positiv einschätzt.

Vintage belt meets zara Blazer & Staud Bag.

Ich will ihr gefallen, sie soll sich mit mir sehen lassen können. Sie ist wunderschön, trägt lange elegante Ohrringe und einen pastellfarbenen Mantel. Alles ist perfekt an ihr, alles was man sich wünscht, um hier auch Anschluss zu finden. Doch ihre Begrüßung ist kühl, leicht abwertend und leicht überrascht über meine Anwesenheit. Ich möchte es ihr übel nehmen und ich will ihr sagen wie albern ich das finde, aber wann werde ich sie je wieder sehen und was bringt ihre meine Meinung auf einer Veranstaltung, die sich um Mode dreht und nicht um Menschlichkeit?

Ich weiß, in ihrem Dunstkreis wird man sie mögen, sie schätzen und auf andere wird sie anders wirken. Sie wird ihren erwählten Kreis nicht werten, die Menschen nicht leicht ignorieren oder gezwungenermaßen nur mit einem kurzen Seufzer in einer netten Mädelsrunde akzeptieren.

Wir werden uns hier immer mal wieder sehen, uns immer wieder nur kurz Hallo sagen und ich werde keinen freundlichen Blick erhalten. Ich könnte sagen sie steht über mir, spielt in einer anderen Klasse, will weiterkommen und sucht sich die Menschen aus, die besser zu ihrem Auftritt passen. Oder sie hat genug Freunde und Bekanntschaften und muss sich nicht noch mehr Labertaschen aufbinden, wie ich es eine bin. Vielleicht ist sie unsicher, vielleicht mag sie mich auch einfach nicht. All das sind mögliche Gedanken, die ich mir aber nur zusammenspinnen kann, denn ich werde sie nie fragen. So mutig wäre ich nicht, so wichtig ist es mir heute auch einfach nicht mehr.

Vintage belt meets zara Blazer & Staud Bag.

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Vintage belt meets zara Blazer & Staud Bag.

Vintage belt meets zara Blazer & Staud Bag.

„Immer wieder fällt mir auf, wie wahnsinnig unsicher ich zwischen all den Modemenschen werde“

Vor drei Jahren hätte ich meinem Gegenüber bei diesem Satz völlig zugestimmt. Denn da war es eine Pflicht zur Fashion Week zu fahren, dazuzugehören und zu netzwerken. Das ist eben auch das Bloggen. Ich nippe an meinem Champagnerglas, mitten in Berlin zwischen all den gut aussehenden Modells, Kellnern, den Kollegen und Kolleginnen. Aber jetzt? Das Gefühl sich ständig zu vergleichen hat sich verwachsen. Es ist auf einmal weg, nicht ganz und nicht immer, aber gerade jetzt, wo es sonst immer im gleichen Moment da gewesen wäre, merke ich nichts. Mir ist es schlichtweg egal. Ich kann mich einfach nicht ständig vergleichen und hoffen jemanden zu finden, über dem ich stehen kann, oder jemanden zu dem ich gehöre und meinen großen Auftritt feiere. Ich möchte das auch nicht mehr werten oder überhaupt nur denken.

Passe ich hierher? Was denken die anderen über mich und wie wirke ich auf andere? Hoffentlich gut. Hoffentlich so, dass alle hier im Raum am liebsten mit mir befreundet wären. 

Es ist mir egal. Denn all diese Menschen haben für mein Leben keine Bedeutung. Wenige werden mich für immer begleiten, mich bereichern oder mir in Erinnerung bleiben. Genauso wie ich für ihr Leben. Wenn ich eines will, dann möchte ich gern einen Gedanken zurücklassen. Franzi, die mit der starken Persönlichkeit, nicht die die gut aussah. Das tun viele, das würde mich heute nicht mehr reizen. Aber diese Erkenntnis hat eine Weile gedauert. Cheers dazu.

Alles Liebe

Vintage belt meets zara Blazer & Staud Bag.

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Kommentare

2 Kommentare zu “Vintage belt meets zara Blazer & Staud Bag.”
  1. LIsa sagt:

    Gute Gedanken und ein schönes Outfit!

  2. Thomas sagt:

    … ich besitze seit jahrzehnten einen ledergürtel der mit den jahren an charakter gewonnen hat – ein geschenk von einer naheperson – an einer zugstelle verjüngt sich das geschmeidige leder schon, aber er hält mich in form, er hält mich aufrecht – jedesmal, wenn ich nach ihm greife trete ich in beziehung – nur wenige begegnungen können mit diesem accessoire mithalten und wenn ich durch menschen irritiert werde, versuche ich wie franzi es beschreibt, bei mir zu bleiben, fasse ans leder und lächle entwaffnend 😉. irgendein thomas

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