Kolumne

I changed my Instagram behavior – 5 Tipps für den Instagram Alltag

13. Februar 2018 • 8 Kommentare

Instagram ist neben meinem Blog das Medium für meinen Job. Vorweg: Klar bin ich genervt von dem albernen Algorithmus, der am Ende niemanden außer Instagram zu Gute kommt. Klar würde ich mir eine Veränderung wünschen, aber logisch ist auch, dass das nicht passieren wird. Alles hat seine Zeit, alles hat seine Möglichkeiten und nicht alles läuft hundertprozentig nach dem eigenen Plan.

Nachdem ich mir letzte Woche ein wenig Luft machen musste und dabei auch deutlich herausstellen wollte, dass es mir weniger um die Zahl meiner Follower und Likes geht als um die ursprüngliche Funktion von Instagram, ist mir auch aufgefallen, dass ich selbst etwas tun kann.

Ich habe lange Zeit nicht mehr wirklich interagiert mit der App und ihr erzählt was ich sehen will und was nicht. Vielmehr habe ich täglich noch kurz eine Like- und Follower- Nachrichten- Check- Pause eingelegt und mich von den unglaublich vielen Inhalten immer mehr distanziert. Mal gab es Tage an denen es mich wirklich frustriert hat das nichts geht, dafür augenscheinlich bei anderen viel mehr. Mal war es mir egal und mal konnte ich nicht verstehen, warum dieses Bild auf einmal so abging.

Zufall? Lockprinzip? Keine Ahnung.

Ich weiß auch, dass ich nicht mehr viel für meinen täglichen Feed getan habe. Ich hatte abgeschlossen damit, dem vielen Glitzer, viel Rosa, viel laut schreien, mehr ausziehen anstatt anzuziehen und auch den extrem veralteten Rollenklischees. Ich hatte schlichtweg das Interesse verloren.

Ich empfand die Anordnung und Inhalte in meinem Feed als unglaublich willkürlich und war es leid, so viel Zeit für so viel bildlichen Müll zu investieren. Die Vorschläge wurden immer kurioser und ich immer abgeneigter. Ich gebe zu, ich dachte eine ganze Weile lang wir Menschen müssen ganz schön einfach sein, wenn wir das Angezeigte in dieser Masse wirklich konsumieren. Weil aber meckern nie die Lösung ist und ich keinen heißen Draht zum Herrn Zuckerberg pflege, habe ich mir überlegt mir die App wieder so zu gestalten, dass sie mir Spaß bringt. Denn das war ganz zu Beginn auch der Grund warum ich Bilder und Texte mit euch teilen wollte. Ich bin immer noch wahnsinnig am Austausch interessiert, musste aber auch verstehen, dass es die Kommunikation nicht nur einseitig geben kann. Daher habe ich mir für Instagram einen kleinen Masterplan zurechtgelegt, der sich für mich optimal anfühlt und einfach umgesetzt wird. Wie die App das findet? Keinen blassen Schimmer. Aber es ist mir auch egal.

Was habe ich geändert?

Ich habe meinen Feed bereinigt.

 

  • Accounts die nicht mehr posten, wenig aktiv sind und nicht mehr nach meinem Geschmack auftreten, bin ich als erstes entfolgt. Keine Sorge, das waren nicht viele und oftmals auch Accounts, die schon länger als sechs Monate nichts mehr gepostet haben.

 

  • Ich habe mich auch von zahlreichen Firmenaccounts verabschieden müssen, da sie meinen Feed mit extrem viel Werbung und gesponserten Inhalten vollgespamt haben. Ich liebe diese Marken immer noch, kann ihnen aber nicht mehr folgen, weil ich nur noch sie sehe, auch wenn ich sie nicht like.

 

  • Ich bin auch sehr großen Accounts entfolgt, die mich nicht mehr bildlich abholen konnten oder einen komplett anderen Stil verfolgen, der mich nicht anspricht. Ich gebe zu, oft folgt man großen Accounts weil man glaubt, dass viele Follower Content posten der mir absolut gefallen wird. Das ist leider nicht immer so und man selbst verändert sich ja auch im Laufe der Zeit.

 

  • Ich bin auch sehr persönlichen, sehr intensiven Accounts entfolgt. Nehmt es mir nicht übel, ich finde es toll wenn man all seine Facetten und Emotionen mit anderen teilen kann und somit auch Hilfe für andere anbietet. Doch wenn es immer nur um negative Gefühle geht und Themen die mich an manchen Tagen zu sehr aufreiben, muss ich für mich irgendwo die Grenze ziehen, auch wenn ich weiß, dass auch diese Gedanken gehört werden müssen. Es muss nicht alles eitel Sonnenschein sein, aber ich kann auch nicht nur negativen Gefühlen so einen großen Raum anbieten. Richtig gut tat mir aber auch Dauernörglern zu entfolgen.

Ich bin aktiv.

Ich muss etwas tun für den Austausch. Wer will nur reden, wenn der andere schweigt? Richtig. Ich finde es toll, wenn ich nette, schmeichelnde Worte unter meinen Bildern lese. Aber ich freue mich ehrlicherweise noch mehr, wenn jemand die Caption liest und mehr mit mir teilt, als mein Bild schön zu finden. Da steckt ja doch mehr hinter dem blonden Schopf mit den blauen Augen. Somit muss ich euch auch die richtigen Themen liefern, Fragen stellen und antworten. Klar ist es manchmal banal und manchmal kommt auch von mir nicht viel zurück außer ein Danke. Aber immerhin gibt es wieder einen Austausch. Dass der jetzt vermehrt in den Direktnachrichten stattfindet finde ich genauso genial. Hier bemühe ich mich wirklich auch allen zu antworten, was großen Anklang bei euch findet.

 

Ich gebe Likes und kommentiere…

 

… weil ich es will und wann ich es will. Klar wäre es schön immer alle Bilder zu sehen, um so auch eine tolle Auswahl zu haben. Aber ich mache mir keinen Stress mehr. Sehe ich ein tolles Bild, like ich und kommentiere aus dem Bauch heraus eine Antwort, die sich auf das Bild und auf die Caption bezieht. Das ist kein geheucheltes Interesse weil ich selbst mehr Likes oder Follower will. Nein, ich mache das für mich und weil mir einfach das Bild oder der Gedanke gefällt. Der Deutsche hat ja oft ein Problem damit zu loben, noch viel mehr neigen wir dazu uns gern aufzuregen. Daher unterstütze ich das, was ich öfter sehen möchte, mit ein paar Zeilen und Likes.

 

Ich bin nicht enttäuscht, wenn…

 

… andere mir entfolgen. Wenn jemand genervt ist von mir und meiner Arbeit auf Instagram, dann soll er mir auch entfolgen. So wie ich mich entschieden habe meinen Feed zu bereinigen, werden andere das auch aus ihren ganz persönlichen Gründen tun.

Ich bleibe mir treu.

 

Ich habe zu Beginn des Jahres beschlossen wieder mehr bei mir zu sein, womit ich sicherlich auch manchen Follower zu verprellen. Macht nichts. Ich kann nicht jedem gefallen und muss das auch nicht. Ich führe meine Stories so wie ich es für richtig halte. Ihr seht mehr Privates, mehr Alltag und mehr Bloggerarbeit. Ich verzichte auf drölfzig Filter nur für ein wenig glatte Haut, ich lasse Quark auch einmal online und verrate euch auch, wenn es mir nicht so gut geht. Aber ich halte immer noch einen gewissen Abstand zum offline Leben. Ich trenne zwar nicht strickt, zeige mein Leben und konsumiere das anderer aber bewusster. Das heißt auch, dass ich nicht so spannend bin. Ich bin vergeben, habe mir eine tolle Grundlage für ein sicheres Leben geschaffen und bin mehr Normalo als A round- the- World- Traveler oder Drama Queen. Dass das auch völlig ok ist musste ich erst lernen.

 


Am Ende möchte ich noch eines erwähnen: Natürlich finde ich es schade, dass ich Follower verliere oder nicht mehr Likes erhalte als andere. Aber die Frage ist immer was man dafür tun muss. Es ist nur eine App und ich will sie weiterhin für meine Blogarbeit nutzen. Sie soll aber nicht alles übernehmen. Ich will nicht meine ganze kreative Arbeit in eine App stecken, die irgendwann out ist. Ich will mich auch nicht emotional binden und alles Persönliche in die Öffentlichkeit ziehen, um mehr Follower und Likes zu generieren. Denn das kann passieren wenn man den Bezug verliert und glaubt, die App mache dich zu einem besseren Menschen oder kann dir geben was dir fehlt. Daher denkt auch immer daran: Es ist nur eine App.

 

Letztendlich benötige ich auch eure Hilfe. Erzählt mir gern wem ihr gerade folgt, wer richtig genial ist und wer mir gefallen könnte. Denn das ist gerade die größte Hürde für mich auf Instagram: Neue Accounts entdecken. Vielleicht gestalte ich aus euren Tipps und meinen Neuentdeckungen dann einen Inspirationspost.

Alles Liebe

Kommentare

8 Kommentare zu “I changed my Instagram behavior – 5 Tipps für den Instagram Alltag”
  1. Milli sagt:

    Ich habe auch neulich meine Liste bereinigt und bin dabei ganz vielen Unternehmen entfolgt. Einfach weil ich genau wie du nur reihenweise deren Bilder gesehen habe und keine Bilder mehr von den Accounts, denen ich gerne folge. Ich muss zu geben, dass mich Instagram im Moment trotzdem noch nervt und mir teilweise sogar Postings in meinem Feed anzeigt, die bis zu 5 Tage alt sind also schon längst von mir gesehen. Neue Accounts zu entdecken finde ich ebenfalls verdammt schwierig, weil auch in den zufälligen Bildern nur noch die gleichen großen Blogger-Accounts angezeigt werden und sogar mehrere Bilder hintereinander des gleichen Accounts. Tierisch nervig!
    Accounts denen ich super gerne folge sind: kathleensdream, writteninredletters, fashiioncarpet und liebewasist. Vielleicht ist da ja die ein oder andere Inspiration für dich dabei.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  2. Kristina sagt:

    Ich habe auch bemerkt: so viel man Schlechtes man auch über den Algorithmus sagen kann, kann man ihn auch beeinflussen, indem man selbst aktiv ist und die Accounts unterstützt, die man mag. Meine Neuentdeckung ist @jaceydurprie .
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

  3. Danke für diesen wunderbaren Post <3 Hätte man das gedacht, was eine App mal alles mit unseren Gedanken und Gefühlen anrichten kann? Mir geht es sehr ähnlich wie dir und deine Vorgehensweise finde ich super! Emlee7, Pilotmadeleine, aylin_koenig, effortlyss, janina_who, notyourstandard, belenhostalet, constantly_k , black_palms, tourdelust, lovelypepa und mustafaseven finde ich alle super! Die meisten sind sehr bekannt aber vielleicht sind ja welche dabei die du noch nicht kennst 🙂 gerade Emlee7 macht soooo schöne Bilder (finde ich)

    Alles Liebe
    rinipini

  4. Iris sagt:

    Instagram macht mir in letzter Zeit auch nicht mehr wirklich Spaß. Den ganz großen Bloggern folge ich nicht mehr, weil mir irgendwie die Vielfalt fehlt. Viele Bildern schauen halt einfach gleich aus, und das finde ich persönlich wirklich langweilig. Mich hat es aber auch bei denen gestört, dass meine Instastories immer komplett überfüllt waren, weil die großen Blogger halt einfach alles filmen, und wenn ich dann kurz mal nicht reinschaue, quillt das regelrecht über.

  5. Saskia sagt:

    Liebe Franzi,

    Das waren wieder wirklich tolle Worte, die du auf den Punkt gebracht hast.

    Ich habe dasselbe Problem. Besonders schwierig finde ich es neue Accounts zu entdecken, die mich tatsächlich ansprechen und dann auch noch regelmäßig aktiv sind.

    Auf neue Empfehlungen und Anregung freu ich mich auch sehr.
    Ich bleibe auf jeden Fall dran und muss mir wohl auch eingestehen, mal wieder mehr für das Instagram, wie ich es haben will, tun zu müssen.

    Liebe Grüße
    Saskia
    (Instagram: kopfundso)

  6. Marion sagt:

    Ich hatte auch längere Zeit ein paar Probleme mit Instagram. Leider bin ich ein Opfer des Algorithmus und bekomme entsprechend wenig Likes und Follower. Aber ich will mir die Freude an der App und den tollen Fotos nicht vermiesen lassen, und lege jetzt mehr Wert auf die Kommunikation mit netten Menschen. Instagram soll ja kein Wettbewerb sein, sondern Spaß machen. Ich habe zwar auch ein Blog, dies aber nur zum Spaß und zum Niederschreiben meiner Gedanken und Gefühle zu aktuellen Themen. Ich folge nur noch wenigen Leuten, damit behalte ich eine bessere Übersicht über meine Timeline. Dein Instagram gefällt mir am besten, aber ich finde außerdem noch die Seite von @jeannedamas sehr ansprechend. Der French-Style kommt hier sehr schön rüber 😉

    Ganz liebe Grüße, Marion <3

    https://barbarellaxo.tumblr.com

  7. Doro sagt:

    Ich hab diese Instagram Kur mal vor gut einem Jahr gemacht, weil ich das meiste in meinem Feed nur „überscrollt“ habe und nicht mehr wirklich wahr nahm. Viele schöne Bilder, wenig Inhalt. Wenig Echtes. Deshalb bin ich vielen großen Followern entfolgt und hab mich auf die Suche nach kleinen Inspirationsquellen gemacht. Das sind bei mir komische Wege geworden, die ich mittlerweile aber sehr gern mag: sommeraufdemdach (Poesie und Fotos von Flo), edencottageyarns (irgendwie total bescheuert, aber ich finde die Wolle so toll und guck mir die Bilder immer gerne an) und dariadaria (ok das ist ein großer Account, aber ich mag den Mix aus Yoga/Mode/Interior/Lifestyle). Und ich setz mich mittlerweile nicht mehr unter Druck jeden Tag mindestens einmal posten zu müssen. Gehts mir nicht so gut oder bin ich einfach damit beschäftigt mit Freunden Bier zu trinken, dann gibts halt eben nichts. Und ohne diesen Druck hat mir die App auch wieder Spaß gemacht 🙂
    liebe Grüße aus München
    Doro

    (Instagram: muenchnerliebe)

  8. Ein super Beitrag. Ich habe es letzte Woche ähnlich gehandhabt. Ich habe nur ein Bild in meinem Feed hochgeladen und sonst nur ein wenig die Stories gefüllt. Da meine Kleine krank war und ich neben sie auf die Couch gefesselt war, habe ich sehr oft wenn sie schlief Instagram durchgesehen. Habe kommentiert und geliked und was interessant war: ich bekam mehr Follower als wenn ich ein Bild hochlade. Das verblüffte mich, ich hätte ja eher mit dem Gegenteil gerechnet, da es ja immer heißt min. zwei Bilder am Tag hochladen (wer schafft so was?).
    Ich habe mir vorgenommen jetzt auch nur noch nach Lust und Laune Bilder in meinem Feed hochzuladen und sonst reichen die Stories. Ich tausche mich gerade auch viel lieber mit anderen über diese Plattform aus.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Kathy

Schreibe einen Kommentar