Kolumne

Was war los beim zukkermädchen? 2017 #11

11. Juli 2017 • 7 Kommentare

Ich bin noch nicht ganz angekommen. Ich schwirre immer noch mit dem Kopf zwischen den Wolken.

Was war los beim zukkermädchen?

Ich glaube das ist meine Entschuldigung für diese angefangene Woche. Ich verstecke mich noch ein wenig in meinen Erinnerungen. Die Realität kann noch warten. Vielleicht habe ich durch meine Auszeit aber auch ein wenig Weitblick mitgebracht. In den letzten Wochen fühlten sich viele Aufgaben schwer an. Ich bin kein Mensch, der bei alltäglichen Dingen große Hürden erkennt und erst einmal laut aufstöhnt, um mir und anderen zu vermitteln, wie schwer das Leben doch ist. Mein Beruf erlaubt mir zwar vieles und verlangt mir viel ab, aber er bringt mich nicht um mein Leben oder meine positive Einstellung. Dennoch war so ein Perspektivwechsel gar nicht so schlecht. Eine Reise kann dich erden, lässt dich mehr über dich selbst erfahren und zeigt dir, wie groß oder klein die Blase ist, in der du dich täglich bewegst.

Meine Blase, mein Blick auf die Welt ist doch sehr groß und vielfältig. Was mir aber helfen würde? Ordnung. Somit räume ich diese Woche innerlich auf, trenne mich von schlechten Angewohnheiten und vor allem von langweiligen Gedanken. Ich glaube, es ist immer wieder ein Prozess. Wir verändern uns, legen Altes ab, prüfen Neugewonnenes auf Echtheit und müssen manchmal erkennen, dass es so nicht weitergeht. Das sind keine große Worte für große Taten, eher kleine Gedanken, die zu einem großen Ganzen führen können. So ist auch mein Rückblick heute sehr persönlich und wahrscheinlich viel zu kurz, um all meine Gedanken wirklich so zu vermitteln, wie ich sie gerade wahrnehme.

Reisen befreit

„Ich glaube, ich muss noch mehr reisen, um mich noch mehr zu finden“- Ich habe keine Ahnung woher dieser Satz stammt, aber er beschreibt meine derzeitige Vorstellung der kommenden Wochen sehr gut. Ich will noch einmal raus, die Tür hinter mir schließen und andere Menschen und Leben kennenlernen. Ich habe für mich persönlich immer dann etwas dazugewonnen, wenn ich Menschen mit anderen Gedanken begegnen durfte. So ist der Plan für August auch wirklich zu Reisen. Ob 50 Kilometer, 500 oder 5000, ich verspüre den Drang das Leben anders wahrzunehmen und Menschen zu treffen, die mir etwas erzählen. Etwas von sich, von ihrer Stadt oder vom Leben das ich nie leben werde, weil es ja nicht meines ist. Ich bin neugierig und interessiert an anderen Vorstellungen. Ich spinne mir  gerade eine kleine Rundreise in meinem Kopf zusammen und hoffe, sie auch umsetzen zu können.

Gedankenverloren

Selbst mit den Kopf in den Wolken gingen die Bilder aus Hamburg auch an mir nicht vorbei. Zuerst war ich unglaublich wütend und enttäuscht von uns Menschen. Woher kommt die Lust auf Zerstörung und die Wut und der Elan, sich auf die Straßen einer Stadt zu stellen und nicht nur verbal, sondern auch ganz real Feuer zu legen? Demonstration, Protest und Meinungen sind unglaublich wichtig. Aber so? Es gibt für mich gerade keine plausible Antwort. Solche Ereignisse bringen jedoch immer eine Erkenntnis mit sich und ich bin gespannt, wie wir die Geschehnisse als Gesellschaft verdauen werden und was wir daraus lernen. Ich heiße das Verhalten nicht gut.  Ich bin jetzt an einer Lösung interessiert.

Im Detail Shoppen

Ich bin ein kleiner Optimierungsjunkie und oft genug quäle ich damit andere. Ich glaube meine Bilder kommen gut an, da regelmäßif Fragen zur Bildbearbeitung bei mir eintrudeln. Persönlich habe ich jedoch das Gefühl, dass es noch besser geht. Ich liebe es mich selbst zu verbessern und einen Schritt weiterzugehen. So habe ich mir angewöhnt, alle meine Bilder selbst zu schießen, zu bearbeiten und ihnen immer persönliche Note zu verpassen. Dazu gehört für mich auch die passende Technik. Ich war, das gebe ich zu, immer großer Canon Fan, doch in Sachen Kamera liebäugele ich gerade stark mit Sony. Ob das meine nächste Investition wird? Ich bin mir noch unsicher. Aber ich weiß, ich erwarte mehr von meinen Bildern. Gerade finde ich sie ok, es geht noch besser, Wie immer.

Das Outfit

Ungewöhnlich ist, dass es heute zu meinem gedanklichen Rückblick ein Outfit gibt. Mir gefällt die Art der Bilder, aber es ist mehr „Ich, in Los Angeles“ als „Ich, hier in Deutschland“. Wie schnell doch ein Ort etwas in einem hervorrufen kann, dass man selbst nie so an sich gesehen hätte. Ich trage ein simples Kleid von Kate Spade und meine gerade absolut von mir selbst gehypte Basttasche. Dazu Sunnies, flache Schläppchen und ich war bereit für L.A. Das war mein Tour Outfit für die ersten Tage Los Angeles.

Ich überlege mir, ob Rückblicke doch intensiver und persönlicher sein sollen. Ich habe ja jeden Tag die Wahl.

Alles Liebe

 

Kommentare

7 Kommentare zu “Was war los beim zukkermädchen? 2017 #11”
  1. Kristina sagt:

    Ich finde auch, dass das Reisen einem hinterher einen irgendwie klareren Blick auf die Dinge verschafft. Nach der Rückkehr habe ich dann meist das Bedürfnis aufzuräumen, zu ordnen, auszumisten – irgendwie eine Art Neuanfang zu wagen. Wahrscheinlich weil man nie ganz als die gleiche Person zurückkehrt.
    Du schießt auch die Bilder von dir selbst selbst? Wow das ist wirklich mehr als beeindruckend! Es wäre toll, mal etwas mehr darüber zu erfahren.
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Kristina! Stimmt, jede Reise verändert einen auch ein wenig und man startet mit einem neuen Blick auf bestimmte Dinge. Diese Bilder hier sind von meinem Freund geschossen. Aber die meisten Bilder schieße ich allein! Liegt wohl an dem Drang, alles selbst in der Hand haben zu können. Ist auch nicht immer die beste Art.

      Alles Liebe

  2. Mrs Unicorn sagt:

    Fantastische Fotos. Ich liebe deine Bilderwelt. Sowohl hier, als auch bei Instagram.

    Liebe Grüße
    Celine von http://mrsunicorn.de

  3. Ich kann das unglaublich gut nachvollziehen! Ich war jahrelang nicht mehr wirklich in Urlaub und habe alle Urlaubstage für Events und Co mit dem Blog aufgebraucht. Eine richtige Auszeit hatte ich nie. Vor zwei Wochen ging es dann endlich wieder ans Meer nach Zypern und auch ich habe gemerkt wie gut das tun kann! Wie sehr man so eine Auszeit einfach braucht und wie man sich in so einer Zeit endlich mal wieder mit sich selbst beschäftigt! Dann bekommt man ganz schnell Lust auf mehr und weiß gar nicht wie man das so lange ohne ausgehalten hat! Toller Beitrag und super schöne Bilder Franzi!

  4. Sara sagt:

    Tolle Bilder, tolle Worte! Reisen erdet mich persönlich auch immer, besonders wenn es mal in ganz andere Kulturen und Länder geht. Leider kommt das ja nicht so oft vor, daher muss man sich auch im Alltag immer wieder umschauen, Zeit zum Beobachten nehmen und inspirieren lassen.

    Liebe Grüße
    Sara | missesviolet

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