Kolumne

Was war los beim zukkermädchen 2017 #7

15. Mai 2017 • 9 Kommentare

Update der kleinen aber feinen Aufregung. Während ich hier tippe, kurz vor meiner Abreise, sitze ich im Zug um all die wichtigen Sachen die bestellt wurden nachzukaufen. 

Was war los beim zukkermädchen ?

Punkt eins geht an mich, ich habe einfach zu spät bestellt. Punkt zwei: Vertraue nie den Benachrichtigungen des DHL Services. Sei es drum, ich habe kurz den Kopf auf die Tastatur gelegt und mich gefragt, was ich da wieder für ein Chaos vor meiner Reise angerichtet habe. Auf Twitter schrieb ich DHL an, versuchte den Service zu erreichen und erlangte die Erkenntnis: Kümmere dich das nächste Mal selbst darum. DHL soll ja nur irgendwann liefern und nicht unbedingt zuverlässig sein. Daher geht es jetzt, 24h vor Abflug nach Israel, 200 km nach Frankfurt um alles einzusacken was nötig ist. Immerhin scheint die Sonne.

Dafür steht der Plan „Umzug nach Leipzig“ jetzt zu 90%. Das bedeutet nach Tel Aviv, Cannes und Berlin werden Umzugspläne geschmiedet. Oder wohl eher „ Die Wohnungssuche geht los“. Bis jetzt bin ich noch voller Hoffnung, aber ich weiß auch der Wohnungsmarkt ist umkämpft und wir müssen ja auch noch unsere alte Wohnung loswerden. Kriegen wir hin! Kann ja nicht schwieriger sein als den DHL Service mit einer netten und vor allem hilfreichen Antwort an die Strippe zu bekommen.

Wo war ich?

In Düsseldorf, auf einem Event eines waschechten Familienunternehmens. Schmuck heute noch selbst zu kreieren scheint schon fast aus der Mode gekommen zu sein. Dennoch war ich sehr begeistert und werde euch diese Woche noch mehr über das Event erzählen. Sonst habe ich erfolgreich die Couch gehütet. Ihr dürft mich gern wetterfühlig nennen. Leichte Migräne ist immer besonders gut auszuhalten bei wunderbarem Sonnenschein vor der Tür. 

Wo geht es hin?

Endlich nach Tel Aviv. Spannend! Morgen um diese Zeit sitze ich noch im Flieger. Im Gepäck dann hoffentlich alles was ich benötige. Ich bin wahnsinnig gespannt und habe bis jetzt nur Gutes von euch über diese Stadt gelesen. 

Was habe ich gedacht?

Ich bin gern einfach mal banal. Uh, hat sie das wirklich geschrieben? Ja, weil ich dann das Gefühl habe, dass ich einen stinknormalen Alltag habe, mich über Kleinigkeiten aufregen kann und mir keine Sorgen um das Große und Ganze machen muss. Es fühlt sich echter an auch mal über den Nachbarn zu meckern, oder über zu trockenes Brot und zu volle Mülltonnen. Es fühlt sich wie ein ganz normales Leben an, in dem nichts passiert außer das Leben. Es kann sich ja immer wieder alles ändern und auf einmal wünscht man sich die einfachen, sonnigen Tage zurück, an denen das größte Problem der DHL Bote war. Daher gebe ich es ganz offiziell zu, banal sein ist nichts schlimmes. Wir dürfen uns gern einmal über simple Sachen aufregen und sie zum Anlass für ein wenig Emotion nehmen. Es fühlt sich gerade richtig an. Es fühlt sich nach Leben an, was du, ich und wir alle jeden Tag erleben. 

Bin ich genervt?

Ich glaube ich habe die Lust an Instagramstories verloren. Jedes Mal muss ich irgendeinen Idioten blockieren, ihm erklären dass ich nicht nach Usbekistan möchte oder das hier keine Singlebörse, geschweige dann eine „Ich stelle dumme Fragen“- Runde ist. Stellt euch vor, ihr lauft durch die Innenstadt und schreit wildfremden Menschen entgegen: „Zeig mal dein Brüste!“ Stellt euch vor ihr steht in einer Runde fremder Menschen und euch platzt der Satz heraus: „Hey blondes geiles Stück.“ Was euch erwarten würde? Na hoffentlich eine kräftige Schelle. Leider ist das online noch nicht umsetzbar, aber ich vermute viele Frauen arbeiten schon daran. Bis dahin wäre es doch mega, nicht einfach wildfremden Livestreams beizutreten und zu pöbeln, ein wenig dummes Zeugs abzulassen oder jemanden anzubaggern. Stellt euch vor, wenn niemand darum bittet, möchte er das auch nicht ertragen müssen. Wie viele Menschen Social Media einfach mit einer Therapie verwechseln. Bis dahin wird blockiert und von meiner Seite aus gemeckert. Ganz banal eben. Fast so schlimm wie die Warteschleife beim DHL Kundenservice.

Liebe Grüße- es ist einfach ein klassischer Montag. Gott sei Dank

Kommentare

9 Kommentare zu “Was war los beim zukkermädchen 2017 #7”
  1. Alexandra sagt:

    Also ich fand dich gestern super sympathisch!
    Vielleicht kann man das nächste Mal einfach die Livestories nur für Follower machen, dann müssen wir uns auch nicht mehr fragen was mit dem Herrn mit seiner Obsession mit Usbekistan geworden ist. 😂

  2. Claudi sagt:

    Ui ich freue mich schon auf Bilder aus Tel Aviv!

    Aber vor allem: Wenn du wirklich nach Leipzig ziehst und ich dich auf der Straße sehe, möchte ich, dass wir ein Foto machen 😀 🙂

    Grüße aus Leipzig
    Claudi

  3. Pia sagt:

    Liebe Franzi,
    ich lese deinen Blog schon seit Jahren und freue mich sehr, dass du nach Leipzig ziehst 🙂 Auch wenn ich Erfurt sehr mag (komme selbst aus Thüringen) kann ich es gut verstehen und wünsche dir viel Erfolg bei der Wohnungssuche 🙂
    Viele Grüße aus Leipzig 🙂

  4. Claudi sagt:

    Hat es meinen Kommentar abgesendet? Wenn ja bin ich jetzt doppelt nervig 😀

    nein gar nicht! Ich wollte nur sagen, dass ich mich auf Bilder aus Tel Aviv freue und wenn wir uns in Leipzig mal sehen – wundere dich nicht, ich frage dich nach einem Foto! :3

    Grüße aus Leipzig
    Claudi

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Claudia! Danke und ja sieht so aus! Aber lassen wir es 2 x stehen. Ich bin am Sonntag bei dem Flohmarkt in Leipzig mit dabei! Dann gibt es die Chance für ein Bild! 😉

  5. Barbarella sagt:

    Nervige DM-Kommentare kenne ich auch. Die meisten sind so banal, dass man einschlafen könnte während man sie liest. Klar ärgert man sich über fiese sexistische Kommentare. Aber noch besser ist, sich gar nicht davon beeinflussen lassen, und zeigen, dass man sich gar nicht dran stört. Das ärgert den Kommentarschreiber nämlich am meisten 😉 Auf die Fotos aus Tel Aviv freue mich schon sehr 🙂

    Viele Grüße, Barbarella <3
    https://barbarella149.wordpress.com

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