Kolumne

Was war los beim zukkermädchen 2017 #6

Manchmal kann eine Situation, eine Erkenntnis alles verändern. Ich habe gerade genau dieses Gefühl der Veränderung bei mir entdeckt. Was genau da passiert und was der Ursprung dieser Wandlung ist, werde ich euch hier nie erzählen. Es gibt Dinge die bleiben bei mir, die haben mein Leben verändert, dienen aber nicht der Öffentlichkeit.

Was war los beim zukkermädchen 2017 #6

Das mag auch an meiner klaren Abgrenzung liegen. Die Seite hier, der Blog ist viel von mir, aber eben nicht alles. Das ist wichtig. Das ist mir schon immer klar gewesen und zeigt jetzt auch, wie gut diese Entscheidung war. Ich will mich nicht verlieren und mit fremden Menschen alles teilen, nur weil es irgendwie zum Bloggerdasein gehört. Ich glaube, ich kann genau so gut echt sein, mir selbst treu sein, wenn ich bewusst mit euch darüber rede, was hier gezeigt wird und was nicht. Dass es so schnell zu viel Geplänkel kommen kann, dass viele Menschen gern durch ein fremdes Schlüsselloch schauen um mehr über fremde Gefühle, Leid und Freude wissen wollen, ist mir und sicher auch euch bewusst.

Dass Gesprächsstoff heute möglichst aufreibend und provozierend sein muss, ebenso. Aber ich habe nie zu den Menschen gehört, die anderes Leid, oder die Belustigung fremder Missgeschicke für ihr eigenes gutes Gefühl benötigen. Nein. Ich glaube wer Kopf, Verstand und Charakter besitzt, der weiß das Tratschen mal gut ist, Aufregung und Kontroverse das Leben für eine gewisse Zeit bestimmen können, aber es nicht ausmachen. Wie ich auf diese Zeilen komme, weiß ich nicht. Keine Sorge, ich schließe mit diesen Worten nicht meine Seite. Ich glaube nur, ich will eine bestimmte Zielgruppe erreichen. Die mir gefällt, der ich nicht gefallen muss. Klingt gut oder? Ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis dahin geht es weiter wie immer:

Wo war ich?

 

Kurz zu Hause. Dann auch schon wieder zur nächsten Preisverleihung. Zusammen mit L’OREAL und der Haarbeautymarke Dessange war ich zum deutschen Filmpreis eingeladen. Ich gestehe, so richtig einordnen konnte ich die Lola nicht. Doch ich gebe zu, es war die lässigste und wirklich unaufgeregteste Preisverleihung, der ich je beiwohnen durfte. Berlin eben. Die Stars und Sternchen stehen mit dir in einer Reihe für ein Glas Champagner an. Sie kennen sich alle, grüßen sich, quatschen und geben mit ihrem absolut grandios bodenständigem Verhalten den Ton an. Richtig gut richtig angenehm. Ich bin immer noch begeistert!

Was habe ich getan?

Gevlogt. Mein Problem ist aber einfach die Umsetzung. Ich stelle mir vor, dass es erwachsen, interessant und gehaltvoll zugeht. Immer wenn ich mir mein Resultat dann ansehe, denke ich mir aber, wie öde, wie  semi professionell, wie sinnfrei. Ganz ehrlich, ich liebe es zu drehen, aber der Output müsste mehr hergeben. Nun bleibt die Frage, ob ich wieder viel zu viel erwarte, oder ob ich Recht habe. Ich warte auf eure Meinung. Ich sitze noch am Schneiden.

Wo geht es hin?

Erst einmal kurz nach Berlin und dann ja steht schon Tel Aviv und Cannes an. Im Juni Kroatien und dann vielleicht endlich mal wirklich Urlaub. So richtig, vermute ich mal! Ich weiß nur nicht wohin. Tipps werden hier gern entgegengenommen. Sonne und Strand sind meine einzigen Vorgaben.

Gedacht?

Manchmal vermisse ich die Leichtigkeit. Die Unbeschwertheit. Darf man ab einem gewissen Alter nicht mehr, wurde mir erst neulich wieder gesagt. Ich grüble noch, ob es absoluter Schwachsinn oder genau richtig ist, so zu denken.

Liebe Grüße

Kommentare

12 Kommentare zu “Was war los beim zukkermädchen 2017 #6”
  1. Kate sagt:

    Liebe Franzi,

    das sind viele Gedanken für eine Woche!

    Dass du nicht dein gesamtes Privat- und Gefühlsleben vor deinen Lesern ausbreiten musst, ist glaube ich den allermeisten (deiner!) Leser klar. Deiner, weil wir dich ja kennen, wie du bist und wie du schreibst, und wenn wir dich nach wie vor lesen, dann doch ganz klar deshalb, weil wir dich mögen wie du bist. Was du teilst und was nicht, kannst du jedes Mal aufs Neue selbst entscheiden.

    Deinen Vlog fand ich süß, nur deine Stimme müsste ein wenig lauter und klarer sein, sie wirkt so weich und geht schnell in den Hintergrund über. Und Panoramablicke müssten ein wenig langsamer sein, sonst erkennt man kaum etwas und ein wenig schwindelig wirds einem auch! 😉

    Und nun zum letzten Abschnitt, bei dem mir meine Antwort fast am Wichtigsten ist. Wer auch immer dir kürzlich erst wieder gesagt hat, man dürfe ab einem gewissen Alter nicht mehr leicht und unbeschwert sein, könnte nicht mehr Unrecht haben! Vielleicht passiert das vielen Menschen einfach, und dann denken sie das muss so sein – möglicherweise sind sie unterbewusst auch ein wenig traurig darüber, dass es so ist. Und das ist dann gleich der nächste Grund, wieso sie andere dazu bringen wollen, auch so zu sein. Geteiltes Leid! Aber es gibt keine Grenze, ab der man nicht mehr unbeschwert und hin und wieder gerne kindlich oder albern sein darf, denn ob man das ist, hängt einzig und allein vom Charakter ab. Und dein Charakter, das bist du. Gibt es ein Alter, ab dem du nicht mehr du sein solltest? Glaube ich nicht. Zerbrich dir nicht zu viel den Kopf darüber, wie andere meinen, wie du sein solltest. Genieß das Leben einfach genau so wie es ist, egal ob es gerade wunderschön oder wirklich traurig ist. Du selbst zu bleiben, das ist das Wichtige.

    Das ist jetzt etwas lang geworden, aber ich glaube es musste unbedingt gesagt werden! Hab eine schöne Woche. ❤

    Liebe Grüße,
    Kate | Katinspiration – Ein April-Outfit

    • Franzi sagt:

      Liebe Kate! Danke für das ausführliche Feedback! Ich nehme mir das alles gern an! Ich bin noch Vlog Neuling, mal wieder, aber bin über jeden Tipp froh!
      Zwecks der letzten Worte. Ja es war auch mit einem Schulterzucken versehen und wir waren beide nicht gut drauf. Ich denke es liegt an den Situationen im Leben. Manchmal erscheinen die Hürden so groß, das Leichtigkeit und Unbeschwertheit so fern wirken. Du hast völlig Recht. Ich habe das auch mit in die zweite Runde genommen und es kam ganz gut an! Danke dafür und danke für den langen Kommentar! Das ist mega! Du liest und machst dir Gedanken, die du dann mit mir teilst! DANKE! Echt jetzt!

      Liebe Grüße

  2. Saritschka sagt:

    Liebe Franzi,

    ein Satz ist mir aus diesem Post besonders im Kopf geblieben: „Ich glaube nur, ich will eine bestimmte Zielgruppe erreichen. Die mir gefällt, der ich nicht gefallen muss.“ Und genau das finde ich so wunderbar an dir und deinem Blog – denn man merkt, dass du das verinnerlicht hast. Ich schaue täglich hier vorbei und freue mich über jeden deiner Artikel, denn das bist DU mit ganz viel Herzblut. Dass du dabei nicht dein komplettes Privatleben teilst, finde ich nicht nur legitim sondern äußerst gesund.

    Und ganz kurz zum Thema Leichtigkeit ab einer gewissen Altersstufe: Halte ich für schwachsinnig. Ich bin jetzt auch 31 und fühle mich mal als Zwanzigjärige und manchmal aber auch als Achtzigjährige. Ist Unbeschwertheit nicht ein ganz bezaubernder Zustand, den man sich wünschen und bestenfalls auch hin und wieder leben darf? Solange man nicht ausblendet, dass nicht alles auf dieser Welt gut läuft und die Augen vor der – manchmal bösartigen und dramatischen – Realität verschließt, bin ich für mehr Leichtigkeit! <3

    Liebste Grüße,
    Sarah

    http://www.saritschka.com

    • Franzi sagt:

      Liebe Sarah! Danke dir! Ja ich vermute mal, ich habe mir zu sehr den Kopf zerbrochen: Was wollen andere, anstatt auf mich zuhören. Ändere ich hiermit, musste nur noch einmal gesagt werden. Daher danke für dein tolles Feedback! Bei der Leichtigkeit bin ich völlig bei dir! Danke dir für den Input! Immer gut sich auszutauschen!

  3. Indie sagt:

    „Manchmal vermisse ich die Leichtigkeit. Die Unbeschwertheit. Darf man ab einem gewissen Alter nicht mehr, wurde mir erst neulich wieder gesagt. Ich grüble noch, ob es absoluter Schwachsinn oder genau richtig ist, so zu denken.“

    Wenn du die Meinung einer 35-jährigen Leserin hören möchtest: Schwachsinn! Lass dir nichts einreden.

  4. Charli sagt:

    Hallo Franzi,
    ich finde es oftmals erschreckend, wenn Blogger allzu Privates preisgeben, dann komme ich mir vor wie ein Spanner. So als ob man irgendwo hineinguckt und Dinge sieht, die man gar nicht sehen wollte. Ich finde es toll, etwas Persönliches zu lesen, aber manchmal zerstört dann allzu viel Offenheit mein Bild von der Person (was dann offensichtlich sowieso falsch war und irgendwie an mir liegt). Aber ich wollte nur sagen, dass ich es toll finde, dass du es anders handhabst und ich eben „mein“ Bild von dir behalte. Ist jetzt etwas merkwürdig ausgedrückt, aber du verstehst sicher wie ich es meine. 🙂

    Zu alt für Leichtigkeit? Darum wirken Erwachsene auf mich oft so verbissen und langweilig. Also, ich finde unbeschwerte fröhliche Erwachsene viel cooler. Okay, wenn meine Eltern zu albern sind, finde ich es manchmal ein bisschen peinlich. Aber das liegt wohl einfach daran, dass sie eben meine Eltern sind. 😉
    Viel Spaß auf deinen anstehenden Reisen! Für mich geht es nächste Woche zum Schüleraustausch nach Budapest, ich bin schon so gespannt! 🙂
    LG Charli von https://frischgelesen.de

    • Franzi sagt:

      Liebe Charlie! Ja ich auch! Vielleicht liegt es auch in der Natur des Menschen Gefühle zu teilen? Aber mir ist es doch oft zu viel Input. Ich hoffe mein Bild wird trotzdem immer ein Abbild meiner Selbst sein, nur eben als Teil vom Ganzen. Nicht alles und immer. Das klingt kurz so, als möchte ich es jedem Recht machen, aber so war es nicht gemeint. Ich hoffe der Sinn kommt an.

      Ja und zum Thema Leichtigkeit. Ich glaube das Leben fordert sie oft ein. Oder stellt uns auf die Probe. Zumindest hatte ich in letzter Zeit arg das Gefühl und dieser Ausspruch hat mich irgendwie zum Grübeln gebracht. Und meine Eltern sind heute noch in manchen Sachen peinlich. Ich glaube das gehört dazu. Ich bin es später für meine Kinder bestimmt auch. 😉 Viel Spaß in Budapest! Genieß es, es soll toll sein!

  5. Franzii sagt:

    Liebe Franzi,
    ich bin gespannt was dein Sinneswandel (nicht wertend gemeint) für den Blog so neues mit sich bringt und bin gespannt ob ich dieser Zielgruppe angehören darf 😀

    Ich finde auch du musst nicht alles auf deinem Blog teilen. Der Blog ist deine Arbeit und ich finde Arbeit und Privatleben sollten auf eine gewisse Weise getrennt bleiben. Zumindest benötige ich diese Trennung und verstehe das bei anderen ebenso.

    Bei den Vlogs finde ich keine tiefgründigen Gedanken nötig. Für mich ist es etwas Besonderes bei bestimmten Dingen über die Schulter schauen zu dürfen, beispielsweise bei der Preisberleihung oder einem Shooting.

    Liebe Grüße und genieße die kurze Woche

    • Franzi sagt:

      Aber hallo! Ich glaube alle die hie regelmäßig lesen, passen wie die Faust auf’s Auge zu mir! Nur wollte ich es noch deutlicher markieren? Ist es das? Wir werden sehen. Ich danke dir für dein Verständnis in Sachen persönliche Themen! Finde ich toll! Und die Vlogs müssen wahrscheinlich einfach so sein wie ich es bin.

      Liebe Grüße

  6. Claudia sagt:

    Das die Leichtigkeit und Umbeschwertheit in einem gewissen Alter unter gewissen Umständen verloren gehen kann ist leider der Lauf des Lebens..wenn Krankheiten einem selbst oder anderen im eigenen Umfeld das Leben schwer oder unmöglich machen, Todesfälle, Unglücke und Herzschmerz mit zunehmendem Alter ein Begleiter werden verändert das viel in einem selbst. Aber genau dann muss man sich einfach frei machen vom Erlebten und sich genau diese Leichtigkeit und Unveschwertheit bewahren damit das Leben auch lebenswert bleibt. Lieben Gruß

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