Kolumne

Was war los beim zukkermädchen 2017 #5

20. April 2017 • 9 Kommentare

Diese Woche fühlt sich wie ein ewig langes Wochenende an. Es ist ruhig und viel zu kalt, aber immerhin bleibt so genug Zeit um sich Gedanken zu machen.

Was war los beim zukkermädchen?

Meine herausragendsten Fähigkeiten sind Träumen und Hineinsteigern. Es besteht die Möglichkeit wieder nach Leipzig zu ziehen. Eine bis jetzt noch wirklich geringe Chance, aber innerlich bin ich schon auf Umzug, neue Wohnung und Leipzig gepolt. Es macht mich ganz verrückt wenn ich nicht weiß, ob etwas Gutes klappen könnte oder nicht. Aber wir haben es einfach nicht in der Hand. Vielleicht macht mich die Ungewissheit und das nichts dafür tun Können noch viel verrückter. Wenn andere darüber entscheiden, wo es hingehen soll. Also drückt mir die Daumen. Bis dahin werde ich kein Wort, nicht einmal mehr eine Andeutung fallen lassen. Vielleicht klappt es ja dann doch und die Überraschung ist dann um so größer.

Sonst war das Netz ruhig. Zu #Coachella habe ich gerade gar keine Meinung. Vielleicht schauen wir dann lieber einfach ein wenig mehr Tagesschau. Denn dort gibt es Themen die mich immer noch sehr berühren und aufwühlen. Am Samstag habe ich euch hier auf meiner Seite ja meine Unsicherheit und Hilflosigkeit spüren lassen. Ich glaube es geht uns allen so. Ich habe auch noch immer keine Antwort. Nur vielleicht die Idee eines Plans.

Wo war ich?

Zu Hause bei meiner Familie. Wenn man selten da ist, ist man oft der Mittelpunkt des ganzen Geschehens. Tut gut, aber nach drei konzentrierten Tagen Familie sind die eigenen vier Wände auch fast schon wieder gefühlt wie Urlaub. Ich sitze vor meinem Rechner, tippe für euch und plane den Mai gerade durch. Denn der hat es reisetechnisch wieder in sich.

Wo geht es hin?

Erst einmal zu den Pressdays nach Berlin. Ein wenig Agenturluft schnuppern, quatschen und die Bloggerkolleginnen wieder zu einem Essen nötigen. Kann ich gut ;). Danach der deutsche Filmpreis, dann Wolfsburg und dann sitze ich auch schon im Flieger nach Israel. Ich bin ein wenig aufgeregt, freue mich aber auf die kommenden Wochen.

Gedacht?

Menschen die keinen Abstand einhalten können, machen irgendetwas falsch. Jeder von uns hat eine eigene Komfortzone in die er, wenn überhaupt, nur ganz bestimmte Menschen lässt. Die ist sehr persönlich festgelegt und hat viel mit Vertrauen und einem angenehmen Gefühl zu tun. Wenn man diese Grenze ungefragt überschreitet wird es unangenehm, vor allem wenn die Person es null bemerkt. Passiert ist mir das in der Schlange, in der ich für eine guten Kaffee anstand. Irgendwann hatte ich das Gefühl die Person hinter mir würde mir auf der Schulter sitzen. Er atmete mir ganz langsam in den Nacken. Ich rückte etwas vor, er nach. Ich rückte etwas zur Seite, er mit. Ich gab ihm mit einem Blick zu verstehen, dass er etwas Abstand halten sollte. Doch es kam wohl nicht an. Erst als ich ihn darauf ansprach, wurde ihm wohl bewusst wie nahe er mir gekommen war. 

Ganz erschrocken ging er drei Schritte zurück und entschuldigte sich. Es war nicht meine Absicht ihn vor den Kopf zu stoßen oder vorzuführen. Ich habe ihn einfach nur drauf hingewiesen, dass ich ein wenig Platz bräuchte und ich es als unangenehm empfinden würde einen Fremden so nahe an mich heranzulassen. Ob das frech war? Nein. Ich glaube manchmal muss man den Mund aufmachen. Ich nehme das der Person auch nicht übel. Es war sicher unbedacht. Wobei ich nie verstehen werde, wieso andere Menschen nicht merken wenn sie einen Schritt zu weit gehen oder zu nahe kommen. Ich selbst achte immer sehr darauf gefühlte Grenzen einzuhalten. Ich merke, wenn ich jemandem zu nahe komme und möchte auch, das andere meine persönliche Komfortzone akzeptieren. Ich glaube das Überschreiten der Grenzen passiert auch oft aus dem Umstand, dass wir unsere Umwelt kaum noch wirklich wahrnehmen oder auf sie achten. 

Was ich gut finde? 

Ihr seid gerade unglaublich aktiv auf Instagramstories und auf dem Blog. Mega! Ich liebe den Austausch mit euch und wisst ihr was? Dadurch fühlt sich die Welt, das World Wide Net, irgendwie besser und klüger an. Gefällt mir. Daumen hoch.

Liebe Grüße

Kommentare

9 Kommentare zu “Was war los beim zukkermädchen 2017 #5”
  1. Marie sagt:

    Hey Franzi,
    oh ja, das mit dem Überschreiten der Grenzen in Sachen Distanz kenne ich, aber nicht einfach so auf der Straße. Es gibt ein paar Leute, die ich nur oberflächlich kenne und die schon bei der zweiten oder dritten zufälligen Begegnung auf mich zugestürmt kamen, mich umarmt haben und ihre Hände an meinen Haaren, meiner Kapuze oder meiner Jacke hatten, um mal zu fühlen, weil diese so toll aussieht oder um ungefragt Fusseln zu entfernen. Sowas mag ich gar nicht. Dazu kommt, dass diese Leute dann denken, man wäre gut befreundet und ewig lange Vorträge über ihr Leben halten oder sehr private Fragen stellen, obwohl man gar nicht an einer näheren Freundschaft interessiert ist. Leider habe ich da selten den Mut, diese Leute wegzuschicken, weil man ja freundlich sein möchte.
    Liebe Grüße
    Marie

    • Franzi sagt:

      Liebe Marie! Das ist auch sehr seltsam. Aber das geht gleich einher mit: Wir haben uns einmal getroffen und sind beste Freunde. Ich vermute, ich bin ein Mensch der unglaublich auf seinen Freiraum besteht. 😉

      Liebe Grüße

  2. Dany sagt:

    Leipzig, das wäre ja irgendwie cool. Da biste schon ne ganze Ecke näher bei mir 😄 ich bin sehr gespannt. Und das mit dem Umzug kenn ich. Haben eine Wohnung gesehen die mir so mega gut gefallen hat. Im Kopf hab ich die schon eingerichtet und dann kam der Dämpfer. Die Erinnerung daran das wir erst Sommer / Herbst umziehen werden. Die nächste Wochen klingen bei dir wundervoll. Ich wünsche dir ganz viel Spaß auf deinen Reisen und freue mich schon sehr auf deinen Blog dann darüber zu lesen. PS. Das mit der Komfortzone kenn ich auch zu gut.

    Liebe Grüße aus Dresden die Dany

    http://www.danyalacarte.de

    • Franzi sagt:

      Ja! ich liebe diese Stadt! Daumen drücken bitte, aber auch nicht mehr fragen. Ich will mich gar nicht mehr hineinsteigern. Wobei es dafür ja nun auch zu spät ist.

      Liebe Grüße

  3. Barbarella sagt:

    Ich mag es auch absolut nicht, wenn fremde Menschen mir über Gebühr zu nahe kommen. Ich finde, es gibt einfach eine Grenze die man nicht überschreiten sollte. Einfach aus Respekt. Doch leider scheint Respekt etwas zu sein, dass heutzutage nur noch wenige Menschen kennen und daher rührt oftmals diese Überschreitung persönlicher Grenzen. Muss nicht sein denke ich. Darüber sollten mal mehr Leute nachdenken. Keiner möchte, dass ihm ein Fremder auf die Pelle rückt.

    Lieben Gruß von Barbarella <3

    https://barbarella149.wordpress.com

  4. Maria sagt:

    Hallo Franzi, das mit dem richtigen Abstand hatte ich mal in Sozialwissenschaften, fand ich sehr interessant. Wir hatten gerade das Thema Sozialisation und da ging es unter anderem auch um den richtigen Abstand zwischen Personen. So nehmen wir immer den für uns gewohnten und meist typischen Abstand ein und rücken sogar unbewusst nach oder etwas weg. Dann wird es natürlich interessant wenn du Personen hast, die aufgrund der Sozialisation unterschiedliche Abstände haben (in anderen Kulturen oder so). Das ist dann ein lustiges weg- und hinterherrücken und zwangsläufig wird sich immer einer unwohl fühlen. Das Erlebnis hatte ich selber schon 😉
    Liebe Grüße

    Maria

  5. Oh wow, ich bin gespannt auf deine Reise nach Israel und werde fleissig auf Instagram stalken.
    Was die Komfortzone angeht. Das kann ich vollkommen nachvollziehen, auch wenn ich generell ein sehr offeer Mensch bin. So etwas ist auch mir sehr unangenehm. Es gibt aber tatsächlich Menschen, die das einfach nicht merken. Genau deswegen finde ich es gut, dass du es angesprochen hast. Wird man selbst darauf angesprochen ist es natürlich super unangenehm, aber dann achtet man zukünftig vielleicht wenigestens ein bisschen mehr darauf.

  6. Caterina sagt:

    Liebe Franzi,
    ich drücke dir die Daumen für Leipzig und hoffe es klappt so wie du es gerne hättest.
    Wünsche dir eine schöne Woche.

    LG Caterina
    http://caterinasblog.com/

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