Kolumne

You can call me blogger influencer or just Franzi

5. März 2017 • 10 Kommentare

Neue Dinge brauchen immer Zeit, neue Wege sind immer erst einmal befremdlich. Es hat sich viel geändert in der Bloggerszene. Es gibt viele neue Möglichkeiten, wir sind eine richtig große Familie geworden. Oder müssen wir das erst noch werden?

Ich bin gern alles. Nennt mich Influencer, Bloggerin oder einfach nur Franzi, denn hinter meiner Seite, hier direkt am Laptop sitze ich. Ein Mensch, der Gefühle und Gedanken in sich trägt und immer wieder hofft, dass ihr sie teilt und euch animiert fühlt mitzumachen, auszutauschen und eine gute Unterhaltung zu starten.

Doch wir haben ein kleines Problem.

 

Wir kränkeln ein wenig. Denn wir stecken gefühlt seit 100 Jahren in der einen großen Krise. Wir vertrauen unserer Arbeit immer noch nicht so ganz. Wir sind argwöhnisch und misstrauisch. Wir glauben einfach immer noch zu oft, wir seien nicht gut genug, wir müssten uns beweisen. Es muss uns aber endlich absolut egal sein was alle anderen machen, sagen oder erleben wollen. Besser wäre der Ansatz: Was kann ich tun, damit wir vorankommen, dass ich mich mit meinem Job gern identifiziere und nicht zusammenzucke, wenn ich das Schlagwort Influencer oder Blogger höre.

Vertrauen ist das Stichwort. Vertrauen in sich und andere wäre ein sensationell revolutionärer Schritt für unserer Branche.

Denn genau das haben wir bis jetzt noch nicht wirklich umsetzen können. Wir sind immer noch viel zu skeptisch wenn sich Dinge verändern, wenn auf einmal alles anders läuft und neue Gesichter auf der Tanzfläche erscheinen. Haben wir Angst? Na klar. Ist es schlimm darüber zu sprechen? Im Gegenteil. Dürfen wir irgendwann darüber hinwegkommen? Ich bitte darum. Ich will, dass wir alle kennzeichnen. Ich will, dass wir gut zusammenarbeiten. Ich will, dass wir uns unterstützen und ich will, dass wir nicht mehr nur Schuldige ausfindig machen wollen  Ich will viel noch viel mehr lesen und sehen: Inspirationen, Vorbilder und neue Gedanken auf den Weg bringen. Das bedeutet auch, dass es oft genug schief gehen wird, wir aneinander geraten und neue Wege finden müssen.

Aber dabei dürfen wir nie vergessen, dass wir unserer Arbeit vertrauen dürfen. Wir dürfen stolz auf uns sein, wir dürfen stolz auf Kollegen sein, wir dürfen uns freuen.

Wir landen zur Zeit aber immer noch zu oft bei dem beliebten Schwarzen Peter. Einer muss ja faken, einer muss ja nicht so gut sein, einer muss ja Schuld haben. Nur an was? Denn wir wachsen gerade so gut. Wir werden immer mehr, wir professionalisieren uns und können unser Hobby zum Beruf machen. Das klingt doch richtig gut. Dabei wird es immer Menschen geben, die nicht verstehen was wir wie machen. Trotzdem müssen wir immer im Hinterkopf behalten, uns und unserer Arbeit zu vertrauen.

Was ich also wieder mehr lesen und hören will sind eure Ideen, verpackt in Texten und Bildern, die euch ausmachen. Ich will eurer Leben lesen, eure Gedanken miterleben und eure Inspirationen entdecken, in all den Themen die mir und euch Spaß machen. Und dabei ist es mir egal welchen Titel ihr tragt, welche Handtasche ihr ausführt oder ob High End oder Budget Outfits eure Stärken sind. Solange ihr eure Arbeit liebt und lebt, lese und sehe ich das unglaublich gern. Influencer oder Blogger? Wieso nicht beides? Wieso das Wort nicht mit Stolz aussprechen?

Denk immer daran: Niemand kann deine Arbeit ersetzen, denn solange du Spaß hast und dir vertraust, kann es nur gut sein. Ein Bild ersetzt nicht deine Texte. Ein Blogger mit gleichen Interessen kopiert dich nicht. Die Follower Zahl sagt nichts über den Menschen dahinter aus und nur, weil einer Blödes von sich gibt, sind nicht alle so. Glaubt mir, wir sind ne ziemlich dufte Truppe. Wir müssen das nur erkennen, an uns glauben und uns vertrauen. Oder?

Liebe Grüße eure Infuencerin Bloggerin Snapchaterin (eher weniger haha) Youtube Anfängerin, Instagramerin Franzi

Outfit: HolyGhost (PrSamples)

Kommentare

10 Kommentare zu “You can call me blogger influencer or just Franzi”
  1. Kati sagt:

    Liebe Franzi,

    du bringst es mal wieder sehr feinfühlig auf den Punkt. Ich selbst blogge erst sehr kurz. Befasse mich aber schon seit langem mit diesem Thema. Weil es mich einfach interessiert. Ich schon lange ein Teil von dieser kreativen Welt sein will. Weil es mir Freude bereitet und mich erfüllt.
    Schade, dass es immer wieder genug Menschen gibt, die pessimistisch allem gegenüberstehen. Alles schlecht machen. „Fake“ nennen.

    Danke für diesen tollen Text.

    Liebste Grüße, Kati <3

    http://www.kati-onclouds.de

    • Franzi sagt:

      Ja, es ist nicht einfach sich auf neue Dinge einzustellen. Aber gerade hier im Netz ist alles so schnell wieder vorbei. Wieso dann nicht einfach offen bleiben. Und am Ende glaube ich, ist genau das der bessere Weg!

      Liebe Grüße

  2. nathalie sagt:

    das ist wieder mal ein sehr schöner Post meine Liebe 🙂
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

  3. Vanessa sagt:

    Wenn man das was man tut liebt und die Arbeit anderer Kollegen respektiert und schätzt, dann steht bei einem selbst hoffentlich nichts mehr im weg. So ein Blog ist einfach persönlich und soll es auch weiterhin bleiben, deswegen steht man in irgendeiner Weise in der Öffentlichkeit. Und wenn man nicht stolz ist auf das was man selbst aus eigenen Händen geschaffen hat, dann hätte man schon viel früher die Bremse ziehen müssen!

    LG Vanny <3

    P.s. tolle Bilder aus Paris! (Instagram!) <3

    http://vanessa-may-photography.blogspot.de

  4. Barbarella sagt:

    Toller Beitrag. Ich blogge auch seit kurzem wieder und genieße es, mich der Welt mitteilen und kreativ sein zu können. Bloggen ermöglicht mir beides. Ich kann meine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen, egal was andere darüber denken.

    LG, Barbarella (Marion)

    https://barbarella149.wordpress.com

  5. Katharina sagt:

    Liebe Franzi,
    du triffst den Nagel mal wieder auf den Kopf.
    Zweifel, Neid und Missgunst bestimmen immer noch das alltägliche Bild in der Bloggerwelt.
    Vor einiger Zeit habe ich für mich ganz persönlich damit abgeschlossen. Ich habe mir vorgenommen nur noch auf mich zu schauen, mich von anderen inspirieren, aber nicht mehr runterziehen zu lassen, meinen eigenen Weg zu gehen. Damit geht es mir viel besser und ich habe wieder viel mehr Spaß an der Arbeit am Blog. Ich vertraue darauf, dass das, was ich tue gut sein wird. Aber eben gut für mich. Und weniger für andere.
    Auf dass es nicht 100 Jahre dauern wird, bis sich etwas ändern wird.
    Liebste Grüße
    Katharina
    _____________
    http://somekindoffashion.de

    • Franzi sagt:

      Absolut! Es ist viel wichtiger sich die positiven Dinge herauszuziehen. Vielleicht ist es aber ein ganz typisch deutsches Problem? Es geht mir auch nicht darum Missstände zu verschweigen und alles schön zu reden. Aber in letzter Zeit ist nur noch alles schwarz und jeder schlimm und kann es nicht gut meinen. Das glaube ich persönlich nicht. Denn ich habe so tolle Menschen durch das Bloggen kennenlernen dürfen. Daher eine perfekte Entscheidung.

      Liebe Grüße

  6. Lisa sagt:

    Hallo Liebe Franzi,
    das sind sehr ehrliche Worte und genau deswegen macht es so Spaß deine Beiträge zu lesen!
    Liebste Grüße!

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