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Travel vibes // Was braucht es mehr?

29. März 2017 • 11 Kommentare

Ich will alles sehen, alles erleben und nichts verpassen. Ich will jedem die Hand geben, an jedem Tisch gesessen haben und einfach sagen können, dass ich dabei war.


Travel vibes // Was braucht es mehr?

Es gibt Momente in denen möchte ich mich zerteilen. Dann möchte ich alles gleichzeitig erleben, mitmischen und ja nicht von der Angst eingeholt werden, etwas nicht erlebt zu haben.

„Du warst nicht dabei.“

Ich vermute ich stecke in etwas fest, in dem wir alle leben. Im digitalen Zeitalter können wir überall dabei sein und das Leben der anderen sieht einfach immer spannender aus. Es wirkt fröhlicher, echter und glücklicher. Wir bekommen das zu sehen, was wir uns wünschen. Wir treiben das voran, was wir als perfekt ansehen. Nehme ich mir das zu Herzen? Manchmal schon. Manchmal möchte man nichts verpassen, manchmal möchte man mitreden können. Manchmal darf es mir einfach nicht wichtig sein. Das klingt nach einem großen inneren Konflikt. Nein, es ist wohl eher ein alltäglicher Begeleiter geworden, dass wir uns alle vergleichen. Es ist wohl menschlich, dass wir zeigen was schön ist und wie wir uns gern sehen. Doch rauscht unsere Vorstellung davon oft an der Wirklichkeit vorbei.

 

Mantel //IKKS
Bluse//Uterqüe similar
Jeans//Scotch&Soda similar
Schuhe //similar
Tasche//Valentino

Wir machen uns gegenseitig etwas vor. Das echte Leben spielt sich immer noch in den eigenen vier Wänden ab. Das echte Leben läuft nicht auf Instagram oder auf Blogs. Das muss ich mir selbst genau so oft sagen wie ihr, wenn ich auf meinem Handy durch meinen Feed scrolle, wenn ich Texte lese, Bilder entdecke oder selbst Artikel und Fotos in die Welt sende. Nichts ist absolut echt, nichts kann das reale Leben ersetzen oder Menschen kreieren. Es ist nur ein Ausschnitt. Ein kurzer Augenblick, der nicht alles zeigt.

Haben wir das schon verstanden? Müssen wir das noch lernen?

Muss ich überall dabei sein? Nein. Ich muss nur wissen was für mich gut ist und welcher Moment mir kostbar erscheint. Es ist wie immer eigentlich ganz simpel zu erklären.

Ich will alles sehen, alles erleben und nichts verpassen was mir wichtig ist.
Ich muss nicht jedem die Hand geben, an jedem Tisch gesessen haben um glücklich zu sein. Ich muss nur wissen, was mich glücklich macht.

Liebe Grüße

Kommentare

11 Kommentare zu “Travel vibes // Was braucht es mehr?”
  1. Vanessa sagt:

    Toller Beitrag liebe Franzi!

    Und da stimme ich dir 100% zu.
    Man selbst sollte das erleben und für gut befinden, was man selbst gerne erleben und sehen möchte.

    Was bringt es mir wenn andere Leute z.B. alle nach Coachella wollen und ich dafür garkein Typ bin. Nur um mitreden zu können (eigentlich würde ich da ziemlich gerne hin 😀 nur ein Beispiel!) wäre das ziemlich lächerlich.

    Jeder sollte sein Leben so lieben und genießen wie man es sich wünscht.
    Ich gratuliere gerne Freundinnen wenn diese etwas erreicht oder gesehen haben, was für sie auf der Prioritäten Liste ganz weit oben steht – meine Liste kann wiederum ganz anders aussehen.

    Und auch wenn ich von einem Star Schuhe, Kleidung, Make-Up sehe auf einem der vielen Social Media Kanäle, heißt es nicht, dass diese mir auch stehen und ich diese unbedingt benötige um mein echtes Leben weiter zu leben.

    Weshalb ich deinen letzten Satz sehr begrüße, man selbst muss glücklich werden und das bedeutet nicht, überall dabei zu sein bzw. alles zu besitzen.

    Hab einen wundervollen Tag!

    LG Vanny <3

    http://vanessa-may-photography.blogspot.de

  2. Iris sagt:

    Dieses Vergleichen mit den Reisen anderer hat bei mir vor kurzem zu einem ganz seltsamen Moment geführt. Ich mache zurzeit ein einjähriges Auslandsstudium. Als ich voller Neid und Frust die tollen Bilder eines Freundes sah, der Work&Travel machte, vergaß ich meinen Aufenthalt komplett, bis mir auffiel, dass ich es ja selber toll hatte. Also, dieses Vergleichen mit anderen kann die Realität tatsächlich komplett vergessen lassen.

    • Franzi sagt:

      Total bescheuert! Aber so ist es mir auch schon ergangen. Richtig albern. Aber es liegt uns vielleicht im Blut, dass wir gern vergleichen und kurz glauben dem anderen dort drüben geht es besser, er muss glücklicher sein und mehr Spaß haben. Dabei vergessen wir einfach oft unsere eigene Möglichkeit die Zeit zu genießen. Ist so! Passiert mir auch oft. Leider!

  3. Eva Jasmin sagt:

    Wow was für ein toller Post, ich liebe ja deinen Schreibstil! Ich muss zugeben, ich leide doch oft unter der sogenannten ‚fomo‘ (ein bescheuerteres Wort hätte man sich echt nicht ausdenken können, aber egal!), allerdings ist das bei mir in den letzten Jahren schon um einiges besser geworden, ich denke da hast du mir doch noch etwas voraus und ich habe da noch einiges zu lernen. Aber es stimmt, letzten Endes muss man für sich wissen, welche Momente es einem wert sind, und bei welchen es nicht so sehr lohnt. Aber sobald man das herausgefunden hat, kann man sich daran machen, möglichst viele wichtige und schöne Momente zu erleben und sein Sammelsurium aus Erinnerungen immer größer werden zu lassen, denn immerhin ist dieses Erleben doch was tolles!
    Liebe Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de

    • Franzi sagt:

      Liebe Eva! Danke für das Schreibstil Kompliment! Freut mich sehr! Kenn ich! FOMO. Wenn man was verpasst, was wird dann passieren? Nichts. Aber das Gefühl ist eben trotzdem da! Geht mir nicht anders. Du hast so Recht. Ich muss nichts mehr ergänzen … Danke dir

      Liebe Grüße

  4. Lisa sagt:

    Ein toller Beitrag!
    Übrigens finde ich deine Jacke total schön 🙂

  5. Barbarella sagt:

    Hallo Franzi,

    ich muss sagen, ich neige auch ein wenig dazu mich mit anderen vergleichen zu wollen. Ich muss immer gucken, wie machen es andere. Dabei kommt es doch nur darauf an, dass ich mit etwas glücklich bin und das man sich mit anderen Menschen gar nicht vergleichen kann. Wir sind doch alle Indiviuduell 😉
    Aber ein bisschen Inspiration darf sein 🙂

    LG, Barbarella <3

    https://barbarella149.wordpress.com

  6. Dany sagt:

    Ein toller Text der zum Nachdenken anregt. Ich mag sie auch, die hübsch zurechtgemachten Bilder, Videos in denen man das Gefühl hat – die Person ist nur unterwegs und entdeckt so viel. Auch ich halte schöne Momente in denen ich einfach nur glücklich bin fest. Aber das zu finden was einen glücklich macht ist manchmal gar nicht so leicht. Wir sollten wieder mehr darauf achten, dass es oft die kleinen Dinge sind die Freude bereiten und glücklich machen.

    Und so halte ich mir so oft ich kann vor Augen, dass ich einen tollen Mann an meiner Seite habe. Ein Dach über dem Kopf, dass ich das ausleben kann was mir Freude bereitet und mich glücklich macht. Und das dieser eine Mensch mich in allem unterstützt. Und es macht mich happy ihn ebenso beim Glücklichsein zu helfen.

    Aber man sollte sich nicht verlieren – in dieser wundervollen doch so oft eher Scheinwelt.

    Liebste Grüße aus Dresden
    Dany

    http://www.danyalacarte.de/

    • Franzi sagt:

      Hallo Dany! Ja ich bin ja auch ein mega Fan und lasse mich gern inspirieren. Aber manchmal verliere ich auch die Bodenhaftung und denke auf einmal, ich muss das auch so machen oder noch besser. Dabei habe ich ein tolles Leben und teile das ja auch mit euch! Den Mittelweg für sich zu finden zwischen Inspiration und Vergleich ist echt richtig schwierig geworden. Warum auch immer. Aber das Gute ist ja, ich kann es euch erzählen und wir können darüber quatschen!

      Liebe Grüße

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