Kolumne

should we do it? Das große H to the Heiraten

12. März 2017 • 32 Kommentare

Gesprächsthemen sollten ja immer variieren. Doch ab einem gewissen Alter, habe ich in letzter Zeit das Gefühl, gibt es nur noch ein großes Thema, wenn man sich auf Parties, zum Dinner oder Geburtstag trifft.

Heiraten.

-Wann ist es denn bei euch so weit? –

… muss dann irgendwann aus irgendeiner Ecke ganz passiv- aggressiv und mit süffisantem Lächeln in die Runde geworfen werden. Was antwortest du, wenn um dich herum beringte Paare stehen, die kurz vor oder nach der Hochzeit noch völlig im Dusel der Liebe stecken?

Wir als Paar sind ganz nett und unterhaltsam. Zumindest schätze ich uns so ein. Wenn wir zusammen einen Raum betreten, wissen die meisten wir zwei sind ein Paar. Wir sind uns gleich. Wir sind auf einer Ebene und zeigen das auch oft genug. Wir beide haben kein Problem damit, wenn man uns nach mehr fragt, wir beide wissen ganz genau was wir verraten und was nicht. Doch in letzter Zeit befinden wir uns beide in einer Endlosschleife  der immer wieder währenden Frage nach der Hochzeit. Denn das wird ab jetzt von uns erwartet. Das ist der nächste große Schritt in der Liebe.

Aber was ist nur passiert?

Bis zur Mitte der Zwanziger war das alles absolut entspannt. Man horcht sich nach dem Kennenlernen aus, der länge der Beziehung und den nächsten Plänen. Manche führen gerade noch eine Fernbeziehung, haben sich frisch verliebt, denken über die erste gemeinsame Wohnung nach oder wollen sich beruflich noch weiterbilden. Doch mit dem überschreiten der Fünfundzwanzig muss etwas passieren. Vielleicht ist es eine besondere Schwelle die andere kommen sehen und wir immer noch ignorieren. Vielleicht gibt ist es ungeschriebenes Gesetz zwischen zwei Menschen, die seit mehr als drei Jahren Bett, Konto und Gedanken teilen. Der Eintritt in etwas, das sich echtes Leben nennt? Oder weil es einfach nur eine logische Schlussfolgerung ist, dass es jetzt Zeit wird über ein offizielles Wir nachzudenken. Genau das passiert uns jetzt in regelmäßigen Abständen. Wir kommen an, zeigen uns als Paar, verstricken uns in gute Gespräche und nach dem zaghaften Anfragen der Dauer der Beziehung wird jede Aussage über mehr als drei Jahre sofort quittiert mit:

Wann es ist bei euch soweit? Wollt ihr heiraten?

Natürlich erwarte ich diese Frage von meiner Familie bei so gut wie jedem Anruf oder Treffen. Meine Mutter hätte sich gern schon vor zehn Jahren für mich gefreut wenn ich ja gesagt hätte. Doch ich hatte nie das Bedürfnis. Es stand nie auf meiner Lebensagenda. Mein Plan war nie zu heiraten, da es für mich persönlich und auch für meinen Freund nie eine große Rolle spielte. Ganz klar, das ja vor dem Herrn oder dem Staat kann das gewisse Etwas sein. Aber für uns wäre es nur ein Papier und eine gewisse Steuererleichterung. Ganz schön unromantisch. Finden wir beide auch. Daher war es nie erster Gedanke oder Plan. Nur langsam beschleicht uns beide das Gefühl, alle anderen erwarten es von uns. Es ist wie eine Pflichtaufgabe in der Liebe, eine logische Konsequenz für das auf immer und ewig.

Was soll denn jetzt auch noch passieren?

Für uns das Leben. Ob mit Ring am Finger und dem Ja vor allen lieben Menschen in meinem Leben oder nicht, der Mann an meiner Seite wird kein anderer werden. Meine Gefühle werden sich dadurch nicht ändern, ich werde nicht erfüllter leben und lieben. Trotzdem häufen sich die Fragen. Was ich zu beginn als Lückenfüller und Floskel in Unterhaltungen wahrnahm, wird langsam zur Dauerschleife.

Heiraten. Das schwebt gerade über uns wie eine dunkle Wolke. Wenn du dann in geselliger Runde versuchst zu erklären, wieso du nicht deine Liebe daran knüpfst, wirst du immer mit einem süffisanten Lächeln oder ein er gewissen Abneigung beäugt. Ich möchte niemanden vor den Kopf stoßen, aber wieso sollte ich ein Modell wählen, das mir eigentlich nicht passt. Wieso sollte ich heiraten, weil ich dann den Beweis der Liebe in der Hand hätte? Fremdgehen, verlassen werden und sich entlieben passiert auch in den besten Ehen. Vielleicht ist es auch ein ganz praktischer Fakt in unserer Gesellschaft? Denn wenn Frau unter der Haube ist, spart man Steuern. Das passt mir nicht in den Kram, dass jemand über unsere Art der Liebe entscheiden könnte. Das große H to the Heiraten spielte und spielt nach wie vor keine übergeordnete Rolle. Zumindest für uns, zumindest jetzt. Hoffentlich bald auch nicht mehr in unserem Umfeld.

Eine ganz normale Entwicklung, oder sollte ich mir einen neuen Freundeskreis suchen?

Kommentare

32 Kommentare zu “should we do it? Das große H to the Heiraten”
  1. Patricia sagt:

    Ach Mann, es ist doch wirklich traurig, dass das heutzutage wirklich noch so passiert. Sind wir etwa wieder konservativer geworden? Oder liegt das daran, dass momentan einfach wieder viel mehr geheiratet wird? Ich finde es echt traurig, dass das einfach erwartet wird und selten in Erwägung gezogen wird, dass man einfach nicht heiraten will. Bei uns war es tatsächlich so, dass die Frage nach dem Heiraten schon nach etwa 3 Jahren Beziehung kam. Da war ich gerade mal 20 und steckte noch mitten im Studium! Bei uns war es nicht so, dass wir nicht heiraten wollten, sondern dass wir uns beide DIE Hochzeit leisten können wollten, die wir uns erträumten. Ein großes Fest mit unseren liebsten Menschen. Und das hat dann eben 10 Jahre gedauert. Als wir dann unsere Verlobung bekanntgaben, war niemand wirklich überrascht oder ist ausgeflippt. Immerhin war es dann aber bei der Schwangerschaft so, weil damit anscheinend dann doch niemand so schnell gerechnet hat. Wir ja selbst nicht. 😀 Also ich kann nur sagen: Zieht einfach euer Ding durch und macht es genau so, wie ihr das wollt. Ich hab euch ja auch schon live als Paar erlebt und ihr seid ein tolles Paar, das bestimmt kein Blatt Papier braucht, um die Liebe nach außen hin zu bestätigen.

    • Franzi sagt:

      Ja, ich glaube es ist nie böse gemeint. Aber manchmal wäre nicht fragen auch ganz nett. Vor allem wenn man sich 3 Tage später wieder sieht. Dann komme ich mir nicht ernst genommen vor, oder es ist wirklich nur eine simple Floskel um vielleicht ein gesprächsthema zu finden. Wir reden so gut wie nie über die Ehe, weil es uns gerade auch absolut nicht in den kram passt. Aber irgendwie ist es doch eien Erwartung, die an uns gestellt wird. Warum auch immer, wir machen unser Ding. Aber es scheint ja vielen Paaren so zu gehen. Und wenn nicht Heirat, dann sind Kinder ein großes Thema. Der letzte Abschnitt ist Zucker! Danke dir!

  2. Julia sagt:

    Hi , bei uns ist es genau so ich bin 31 und mein Freund 41 , da wird jetzt auch öfter diese Frage gestellt. ?? aber wenn wir wollen machen wir das und wenn nicht dann nicht. Ganz einfach. ? das ist meine Meinung. Wünsche dir noch einen schönen Sonntag. ?

  3. Dany sagt:

    Ob oder ob nicht, das sollte immernoch jeder selbst für sich entscheiden können. Ich wollte früher auch nie heiraten hab viele Ehen kaputt gehen sehen. Aber für uns war es dann tatsächlich der nächste Schritt. Jedoch nicht weil andere es erwartet haben, das hat nämlich keiner erwartet. Aber auch nicht weil sie es nicht erwartet haben. Mein Mann ist was das angeht etwas altmodisch, er meinte wenn irgendwann Kinder dann vorher heiraten. Und ich mochte den Gedanken. Ich wollte seinen Namen mit stolz tragen und meinen als ein früheres Ich ablegen. Und tatsächlich habe ich mich verändert. Bei uns ist eher Kinder ein Thema welches über uns schwebt wie eine dunkle Wolke. Denn das ist es was alle erwarten und worauf alle warten. Aber wir haben einen Plan und an den halten wir uns.

    Ich denke eure Freunde werden irgendwann aufhören zu fragen. Ob ihr mit einem anderen Freundeskreis besser dran seid, das bezweifle ich irgendwie, denn entweder ist es dann irgendwann trotzdem Thema oder Kinder wie bei uns.

    Liebe Grüße Dany

    http://www.danyalacarte.de

  4. Sue sagt:

    Und wenn du heiratest, dann kommt die Kinderfrage. 😉

  5. Anja sagt:

    Hi Franzi,

    was bei euch die Frage nach dem heiraten ist, ist bei uns „und was macht die Nachwchsplanung?“ 😉 Ich bin geneigt zu schreien, ich bin erst 27 verdammt aber dann kommt ja prompt die Antwort, da war ich schon ein Jahr Mutter ? Ich denke, wenn jeder macht wie er mag, sind alle glücklich und würde mir wünschen, dass leben und leben lassen da mehr Anwendung findet.

    • Franzi sagt:

      Kenn ich! Manchmal möchte man aufstehen, das Fenster aufreißen und aus der Situation entspringen.Vor allem wenn man es immer wieder hört und dann die eigene Geschichte als absoluter Glücksbeweis genommen wird. Auch in Sachen Kinder. Wir hatten eine lustige Situation mit einem Paar, die gerade ihr zweites Kind bekommen haben. Das ältere von Beiden löste mit seinem Kreise drehen mit Roller in der Wohnung eine Kettenreaktion aus, bei der am Ende alles was auf dem Tisch stand, unter dem Tisch landete. Wir wussten nicht so Recht, wie wir reagieren sollten. Es war nicht unser Kind, unsere Wohnung und das neue Parkett. Doch der Vater beugte sich gerade zu uns hoch und sagte: Wenn sie dann lächeln ist jeder Groll verschwunden. Wir beide musste uns nur angrinsen. Auch da sind wir noch lange nicht bereit das mitzumachen … 😉 Aber genau so ist es, jeder wie er will. Komisch, dass dann unser Weg so fremd wirkt auf andere Mitmenschen.

  6. Alexandra sagt:

    Hallo Franzi,

    Dieses Thema kenne ich nur zu gut. Ich bin jetzt seit über 7 Jahren mit meinem Freund zusammen, bin nun 32 und habe noch dazu keine Kinder.
    Bei fast jedem Gespräch kommt entweder das Thema heiraten oder Kinder auf.
    Erst letztens bei einem Geschäftsessen (!!) meinte mein Gesprächspartner rausfinden zu müssen, ob ich vielleicht mit meinem Partner nicht glücklich bin, wenn ich nicht die nächsten „logischen Schritte“ gehe.
    Wenn man dann offen sagt, dass es diese Person nichts angeht aber es nun beides momentan nicht in deinem Lebensplan passt, dann erntet man nur oft „gut gemeinte Ratschläge“.

    LG Alex

  7. Janine sagt:

    Ich bin ebenfalls mit der Frage zu oft genervt worden (ich 33, er 43, 5 Jahre Beziehung, eine Krebserkrankung…), inzwischen bin ich dafür bekannt, ebenso indiskrete Gegenfragen zu stellen und habe komischerweise meine Ruhe 🙂 Auch das ein oder andere offene Wort hat geholfen. Zumindest bei Freunden und Familie. Von losen Bekannten darf man wohl nicht zu viel erwarten.
    Ihr findet schon euren Weg zu antworten!

  8. Milli sagt:

    … und wenn man verheiratet ist kommt die ewige Frage nach den Kindern … das Ist leider wirklich so und ich frage mich wirklich warum aber mittlerweile speise ich mein gegenüber auch gerne mit der Antwort „da musst du meinen Schatz fragen, Anträge sind schließlich Männersache“ ab. Sitzt mein Freund daneben, ist die Antwort von meinem Schatz dann ja auch klar: „das werde ich jetzt nicht verraten sonst ist die Überraschung weg“ Mal schauen wie lange diese Taktik noch funktioniert 🙂

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  9. Hach, schön dass es mal jemand ausspricht (oder ausschreibt)! Mir geht es ganz genauso, denn nach 6 Jahren Beziehung scheint das die einzig logische Konsequenz unsere Liebe zu sein. Ob im Freundeskreis, in geselliger Runde oder gar im Büro – ich werde überschüttet mit diesen Fragen. „Ihr seid doch so ein süßes Paar, wann heiratet ihr denn nun endlich?“. Am liebsten würde ich dann „aus Prinzip GAR nicht“ antworten. Was mich dabei allerdings am meisten überrascht, ist dass mir diese Frage meist von meinen engsten Freunden gestellt wird und damit von einer Generation, die doch eigentlich mit „alternativen“ Lebensmodellen aufgewachsen ist.
    Ich finde, diese sehr persönliche Frage sollte jedes Paar für dich beantworten dürfen.
    Liebe Grüße,
    Julia

  10. Caterina sagt:

    An diesem Thema merkt man, dass man älter wird auch wenn man sich immer noch Anfang zwanzig fühlt. Ich möchte irgendwann auf jeden Fall heiraten aber mir ist das ganze noch zu früh und ich werde 28. ich sehe es wie du: das ändert an der liebe an sich ja nichts und es ist auch kein garant für eine sorgenfreie Zukunft.
    Ich hoffe du musst diese Frage nicht mehr so oft beantworten.

    LG Caterina
    http://caterinasblog.com

  11. Barbarella sagt:

    Man sollte sich bei diesem Thema nicht unter Druck setzen lassen. Viele Menschen sehen in der Ehe eben heute noch das Ideal. Aber ich glaube, ein großes Ideal das für alle gütig ist, gibt es nicht, und nur heiraten um dem Erwartungsdruck der Gesellschaft entgegenzukommen, hat keinen Sinn. Man sollte selbst den Zeitpunkt bestimmen, wann es am besten passt. Ich bin über 30 und auch noch ledig, aus eigener Entscheidung. Bereut habe ich es eigentlich bisher nicht. Aber seit einiger Zeit denke ich schon hin und wieder darüber nach. Und nach meiner Erfahrung wird man mit über 30 auch nicht mehr so oft danach gefragt, ist zumindest bei mir so. Vielleicht haben sich die Menschen in meinem Umfeld daran gewöhnt, dass ich ledig bin. Wie gesagt, es gibt keinen allgemeingültigen Zeitpunkt. Von daher, nur nicht stressen lassen 😉

    LG, Barbarella (Marion)
    https://barbarella149.wordpress.com

  12. BettinA sagt:

    Schlimmer als die Heiratsfrage ist nur noch die Frage nach Kindern.
    Unverständlich, warum sich andere Leute immer rausnehmen, nach solchen Dingen zu fragen.
    Ich für meinen Teil bin da mittlerweile so richtig allergisch drauf.

  13. Charli sagt:

    Hallo Franzi,
    vielleicht doch der neue Freundeskreis? 😉
    Meine Eltern (ich bin 15) sind auch nicht verheiratet und viele ihrer Freunde ebenso nicht. Ich habe bei „elterlichen“ Partys noch nie solche Fragen oder Diskussionen gehört. Als ich klein war, hätte ich eine Hochzeit toll gefunden. Ich wollte gern das Blumenmädchen sein und ein schönes Kleidchen tragen. Inzwischen finde ich es cool so wie es ist, schliesslich sind in meinem Freundeskreis die meisten Eltern geschieden und meine sind noch immer sehr glücklich miteinander.
    Vielleicht hilft dir ja diese Teenagersicht, ist eventuell eine flockige Erklärung für die nächste Party: Die Kinder von heute wollen keine verheirateten Eltern mehr. Allerdings kommt dann eventuell die nächste Frage, also auch keine gute Idee. 😉
    Liebe Grüße
    Charli von https://frischgelesen.de

    • Franzi sagt:

      Charli! Ich habe immer erst das Gefühl, es liegen Welten ziwschen uns. Immerhin Jahre. Aber dann lese ich deien Wort und finde sie so gut und treffend, da müssen wir uns keine Sorge um die nächste Generation machen! Danke dir für den Denkanstoß!

      • Charli sagt:

        Ha, ha.. Dankeschön, da freue ich mich aber. 🙂 Ich habe manchmal Bedenken, dass so ein Teenie wie ich vielleicht gar nicht erwünscht ist. So wie auf dem Schulhof, da würde ich wahrscheinlich auch dumm gucken, wenn plötzlich eine Grundschülerin mit diskutiert. 😉
        Wünsche dir noch einen schönen Abend.
        LG Charli

        • Franzi sagt:

          Nein. Im Gegenteil. Du bereicherst die Seite! Mir würde etwas fehlen! Also komm gern auf den Schulhof so oft du willst. Ich freue mich über Austausch, denn den haben wir langsam verlernt.

          Liebe Grüße

  14. Stephi sagt:

    Ich finde deine Gedanken dazu wirklich super, mir geht es wirklich genauso. Auch wenn ich erst 22 bin und Gott sei dank noch nicht so viele um mich herum heiraten. Trotzdem finde ich es furchtbar, dass vor allem von uns Frauen erwartet wird heiraten und Kinder kriegen wäre unser einziges Lebensziel.

    Für mich braucht es keine Riesen Hochzeit um mir und allen anderen zu „beweisen“ das mein Freund und ich ein tolles Paar sind. Und es ist schade, dass man sich dafür immer rechtfertigen muss.

    Liebe Grüße
    Stephi // http://stephisstories.de

    • Franzi sagt:

      Ja do geht es mir auch manchmal. Wer seinen Weg so plant, wunderbar. Aber oft wird man doch seltsam angeschaut. Komischer Weise wäre in deinem Alter Kind Mann Hochzeit für viele auch wieder viel zu früh! Seltsame Sache, diese Akzeptanz unterschiedlicher Lebensziele und Formen.

      Liebe Grüße

  15. Tania sagt:

    Liebe Franzi,

    Ich bin seit einem halben Jahr verheiratet und für mich ist es perfekt. Ich fühle mich tatsächlich noch stärker mit meinem Mann verbunden als früher. Es ist verrückt, aber es ist so. In schwierigen Situationen gibt der Blick auf meinen Ring mit Kraft, da ich mich so mit ihm verbunden fühle.

    Ich kann aber total verstehen, dass die Fragerei nervt und ich finde das auch total unangebracht. Nach der Hochzeit fragt jeder wann ihr den Kinder bekommt. Die nervigen Fragen sind also damit nicht aus der Welt geschafft!!!

    Einen guten Start in den Tag

    Tania

  16. Flavia sagt:

    Im Zweifel: einfach mal rumtrollen 😉
    Über meinen Freund und mich wurde nach 6 Wochen (!!) Beziehung das Gerücht verbreitet, wir würden heiraten, und zwar noch im selben Jahr. Was wir bis heute nicht im geringsten vorhaben, versteht sich.
    Inzwischen tragen wir Verlobungsringe, lassen alle Fragen einfach unkommentiert und genießen die Reaktionen.

    • Franzi sagt:

      Das ist aber auch seltsam. Selbst wenn? Wäre ja auch kein Drama, oder? Komisch sind die Menschen ja doch oft genug! Wenn ihr glücklich seid, ist alles in Ordnung.

      Liebe Grüße

  17. Hella sagt:

    Lass dir nicht rein- und vor allem kein schlechtes Gewissen einreden! Wenn ihr euch beide so wohl fühlt: Super! Schwierig wird es ja nur, wenn einer gerne heiraten möchte und der andere nichts davon hält!
    Ich hab allerdings unsere Hochzeit als Party mit Familie und Freunden genossen 😀 aber es war unsere Entscheidung und reinreden haben wir uns da von niemanden lassen. Wir wollten das gerne von uns aus!

    Liebe Grüße aus Tokio,
    Hella von http://www.advance-your-style.de

  18. Eve sagt:

    Hi Franzi,

    ich weiß, was du meinst. Um mich herum wird auch fleißig geheiratet und Nachwuchs gezeugt. Ich würde wenn überhaupt tatsächlich nur wegen der Vergünstigungen heiraten. Bin Pragmatiker. Aber das Thema steht bei uns und in unserem Umfeld gar nicht so oft an, weil wir nach 9 Jahren nicht mal zusammen wohnen. Da wird aber dafür umso häufiger darauf rumgehackt. Warum zieht ihr nicht zusammen, zieht doch mal zusammen, ihr seht euch doch eh ständig. Mann, Mann, Mann, das ist nervig.
    Ehrlich gesagt, bin ich gar nicht gegen das Zusammenziehen, aber es ist einfach so anstrengend, zwei Haushalte zusammenzulegen und ich bin vor bald fünf Jahren erst umgezogen und richte meine Wohnung immer noch (oder wieder) her. Ich will einfach nicht wieder umziehen. Und für uns beide ist die Wohnung zu klein. Also bleibt es erstmal wie es ist und ich hör mir das Genöle weiter an. 🙂

    Lieben Gruß
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  19. Lieselotte sagt:

    Hallo Franzi,

    ich bin ungefähr so alt wie du – ein kleines bisschen älter 😉 – und mir wurde die Frage noch nie gestellt oder zumindest nicht als indirekter Vorwurf. Vielleicht mal aus reinem Interesse, weil der Fragensteller selbst verheiratet war oder so.
    Liegt vielleicht aber auch daran, dass ich das gar nicht ‚zulassen‘ würde. Ich wohne (noch) alleine, ich bin kein bisschen romantisch veranlagt und Heiraten halte ich zwar für vollkommen in Ordnung bei anderen, ich selbst sehe da aber überhaupt keinen Grund für. Habe nie vom ’schönsten Tag im Leben ganz in Weiß‘ geträumt, wie uns Frauen ja immer wieder gerne eingeredet wird.
    Aber ich denke auch manchmal über diese ‚Schritte‘ nach, denen ein Leben mehr oder weniger folgt. Und während einige meiner gleichaltrigen Freunde Schritt Zusammziehen, Schritt Heirat, Schritt Kind und Schritt Eigenheim schon absolviert haben, habe ich noch keinen einzigen dieser Schritte absolviert/geschafft/gemacht. In einem schwachen Moment denke ich leider manchmal, was ich bloß falsch mache… bis mir dann neulich meine verheiratete Freundin mit Eigenheim und Kind schrieb, wie sehr sie sich in wiederum ihren schwachen Momenten meine Unabhängigkeit und Freiheit wünscht…
    Das eine ist nicht besser als das andere – es ist nur einfach anders 🙂

    Liebe Grüße,
    Deine Lotte von http://www.lieselotteloves.wordpress.com

  20. Nicole sagt:

    Schrecklicher Schreibstil…

  21. Irina sagt:

    Ich kann das gut verstehen, dass du genervt davon bist, das wäre ich auch!

    Vielleicht hat es schon auch mit dem Umfeld zu tun.
    Mir ist die Frage zum ersten und einzigen Mal vor kurzem gestellt worden (bin 29). Und das in einer Frauenrunde, in der gerade die Heiratspläne von einer der Frauen diskutiert wurden – ich vermute, die fragenden Person wollte mich einfach ins Gespräch einbeziehen…
    Auch von der Kinderfrage bin ich bisher fast vollständig verschont geblieben – trotz meines Alters.
    Andererseits kann es gut sein, dass sich das alles ändert, wenn ich in ein Monaten mit meinem Freund zusammen ziehe.
    Oder dann nach dem 30. Geburtstag… 😉

  22. Sanni sagt:

    Liebe Franzi,

    ich kann diese Fragerei nicht mehr hören. Ich bin 25 und seit 7 Jahren mit meinem Freund zusammen.
    Die erste große Liebe-und sie besteht immernoch, dafür bin ich dankbar.
    Aber IMMER werden wir nach dem großen H gefragt. Warum frage ich mich nur? Wir haben noch nicht mal eine gemeinsame Wohnung! Durch Studium und Arbeitsplätzen hat sich das bisher nicht ergeben, ja und?
    Und jetzt sollen wir heiraten, nur um sagen zu können wir sind verheiratet? Hab ich schon erledigt, Lebensplanung abgehakt? Steuerersparnis juchhee und als Beamter extra Gehalt? YES, das ist meine Motivation? Wegen den paar Kröten mehr auf dem Konto in die Steuerprogression und dann ist vom Steuersparmodell Heirat auch nicht mehr viel übrig in einigen Fällen ( ich weiß das, mein Beruf ).
    Ich denke wir sollten einfach selbstbestimmt sagen können, „Ja ich will“ oder eben „Nein, ich will (noch) nicht“. Das heißt nicht, dass Zweifel bestehen in der Liebe oder dem Vertrauen.
    Ich für mich muss sagen, ich will den Moment jetzt leben, ich möchte reisen und vielleicht mein Geld in eine Handtasche oder Schuhe investieren, weil sie mich glücklich machen. Nicht in eine Hochzeit, die mir aufgezwungen wird und ich mein hart erarbeitetes Geld für die Verköstigung der Familie stecken muss.

    Das klingt jetzt sehr schroff, aber ich möchte aus voller Überzeugung „JA“ sagen können. Ich möchte irgendwann heiraten und ja ich möchte auch Kinder. Aber jeder ist doch individuell. Es ist ja nicht so, als dass man nur mit 25 heiraten kann und Kinder bekommt. Soo kurz ist diesees Ablaufdatum der tickenden bilogische Zeitbombe nun auch wieder nicht. Und selbst wenn, dann habe ich mein Leben so gelebt, wie ich es in diesem Moment wollte, basta!

    Toller Post, du sprichst mir und vielen anderen aus dem Herzen. Ich freue mich auf weiteres von dir 🙂

    Liebste Grüße

  23. Julia sagt:

    Oh ja, dieses „leidige“ Thema kenne ich nur zu gut. Ich bin dieses Jahr 25 geworden, viele meiner Freunde planen in Zukunft zu heiraten oder haben sogar schon geheiratet. Und was habe ich gemacht? Mich nach einigen Jahren von meinem Freund getrennt. Ich war (und bin) der Meinung, dass er zwar ein super Kerl ist, aber nicht der Richtige für mich.
    Einen Vorteil hat es: Es reibt mir keiner von meiner mehr das Thema „Heiraten“ unter die Nase (und ich stehe dem Heiraten sehr offen und positiv gegenüber). Dafür darf ich mir jetzt anhören, wie schwer es wird, wieder einen Partner zu finden, schließlich seien die Guten schon alle weg. Derzeit sehe ich das (noch) ganz relaxt, obwohl ich schon manchmal das Gefühl habe, dass Leute meine Entscheidungen nicht nachvollziehen können. Wie dem auch sei, das Wichtigste ist, dass wir glücklich sind! Und ob man das Verheiratet oder Single ist, sollte doch jeder alleine entscheiden dürfen 🙂

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