Kolumne

5 Gründe wieso niemand deinen Blog liest

16. März 2017 • 12 Kommentare

5 Gründe wieso niemand deinen Blog liest? Starke Schlagzeile und ja ich will euch natürlich damit locken. Ich bin keine Hellseherin und habe das Wissen und Talent nicht gepachtet, aber ich blogge schon eine Weile und habe mit dem einen oder anderen Fehler leben und vor allem lernen müssen. Das mit dem Bloggen ist auch nicht mehr so einfach wie früher.

Kleiner Exkurs ins „Damals war alles besser für uns Blogger“- Land. Vor fünf oder sechs Jahren war der Markt der Blogger überschaubar. Wir kannten uns alle und wussten wer wo und zu welchem Event, wenn es denn einmal eins gab, eingeladen wurde. Wir waren eine kleine Truppe von Neulingen die mehr damit zu kämpfen hatte, von Journalisten und Agenturen wahrgenommen zu werden. Jetzt sieht das anders aus. Die Blogger Community ist stark gewachsen und verändert sich täglich. Jeden Tag beginnt irgendwo ein Mensch im Netz eine Seite und füllt sie mit seinen Gedanken. Zusätzlich ergaben sich in letzter Zeit auch Möglichkeiten, dank Social Media ganz ohne Blog durchzustarten. Genau das ist auch einer der Gründe, wieso ich heute diesen Beitrag schreibe. Der Leser hat die Auswahl.

Das Netz ist voll, die Möglichkeiten sind vielseitig und der Blog muss dem Tempo der Veränderungen mithalten. Was könnten daher die Gründe sein, warum niemand deinen Blog liest?

Deine Nische, deine Themen

Einer der Gründe ist definitiv das „Seine Nische finden“. Du kannst alles abdecken, du kannst über jedes Thema schreiben, aber irgendwo muss der Leser dich auch einordnen können. Für was stehst du, für was möchtest du stehen? Werde dir um deines Wiedererkennungswerts bewusst. Wann soll sich der Leser an dich erinnern und genau bei dir vorbeischauen? Auch sind bestimmte feste Themenbereiche eine gute Sache um zum Profi zu werden. Du hast ein großes Talent für Fotographie? Dann mach es zu deinem Steckenpferd. Du bist der SEO Pro? Nutze dein Wissen, um dich in bestimmten Bereichen richtig fit zu machen und dein Talent mit anderen zu teilen.

Die Qualität deiner Blogposts

Schnell mal ein Gefühl loslassen? Kann in einem Post immer mal wieder gut ankommen. Jedoch solltest du auch drauf achten dich mit Themen nicht nur oberflächlich zu beschäftigen. Das merkt der Leser. Er findet schnell heraus wieviel Ahnung du hast. Das heißt nicht, dass du dich dich nicht ausprobieren und nie einen Text online stellen solltest, bei dem es Wissenslücken oder einfach Unwissenheit zwischen den Zeilen zu lesen gibt. Nein, wir lernen alle indem wir es einfach umsetzen. Aber manche Themen benötigen einfach mehr Zeit, Recherche und vielleicht auch einmal eine Nacht Ruhe um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Überlege was dich selbst interessieren würde und wieviel Input du zu einem Thema bräuchtest. Frage dich bei jedem Text nach dem Mehrwert für deinen Leser.

Blogoptimierung

Ein wichtiger Punkt. Sieh deinen Blog als dein Aushängeschild. Du musst dich darum kümmern, dass der Leser sich beim Betreten deiner Website wohlfühlt. Klare Aufteilungen und Strukturen sind ein weiterer Punkt auf der Agenda Blogoptimierung. Findet der Leser sofort den neuesten Blogpost? Ist die Seite einfach zu bedienen, oder verliert der Leser nach den ersten drei wilden Klicks die Lust am Sehen und Lesen? Wenn du HTML Profi bist, schaue immer mal wieder nach den Funktionen und den neusten Errungenschaften in Sachen Design, oder schnapp dir jemanden der Ahnung hat. Wichtig sind auch technische Details: Wie schnell lädt deine Seite? Ist sie responsive (Smartphone optimiert) und kann man leicht mit dir in Kontakt treten?  SEO ist auch noch so eine Sache. Wie finden dich deine Leser? Textarbeit, Key Words, Überschriften und Bildbeschriftungen solltest du im Auge haben, damit Google auch etwas mit dir anfangen kann und deine Seite gut ranked. Im Netz gibt es für SEO immer wieder hilfreiche Tipps von Kollegen und auch genügend Plugins für WordPress, die dir deine Arbeit erleichtern.

Meine Tipps:

  1. Optik: Einladend, aktuell
  2. Funktion: Ladezeit der Seite, Bildgrößen, responsives Design, einfach Benutzeroberfläche
  3. Hintergrundarbeit: SEO Optimierung, Wortanzahl, Bildbeschriftung

Einschub: Hier gibt es natürlich noch ein paar mehr Dinge zu erwähnen, ich wollte euch nur einen groben Überblick vermitteln.

Social Media

Wie nutzt du deine Kanäle? Sharest du deine Blogposts immer auf allen Kanälen, doch nur ausgewählt? Das muss jeder für sich herausfinden und seine Leserschaft ein wenig mehr beobachten, um den Bedarf einschätzen zu können. Je nach Zielgruppe kannst du die meisten Leser von Facebook, Instagram oder Pinterest auf deinen Blog bringen. Du kannst Beiträge teasern, ein Gespräch anzetteln, oder auch einfach nur auf einen Beitrag verweisen. Social Media ist heute ein wichtige Faktor um Leser abzuholen. Sicher hast du Stammleser die immer wieder vorbeischauen, wenn es etwas Neues gibt. Aber dank diverser Kanäle kannst du zusätzlich neue Leser auf deine Seite locken. Schau dir deine Zielgruppe an. Altersstruktur, Interessen. Facebook ist für die Mittzwanziger und aufsteigend eine Wunderwaffe. Instagram kann dir junge und neue Leser bringen und Pinterest die Internationalen. Zumindest sieht es genau so bei mir aus.

Meine Tipps:

  1. Zielgruppe genau unter die Lupe nehmen
  2. Social Media Kanäle aussuchen, die dir liegen und deine Follower/ Leser nutzen
  3. Postings auf deinen Kanälen abstimmen
  4. Klickzahlen immer wieder checken

Scheuklappen aufsetzen

Du schaffst regelmäßig Content? Du schaust regelmäßig bei anderen vorbei und vergleichst dich? Und trotzdem klickt keiner deine Beiträge? Vielleicht setzt du ganz langsam unterbewusst genau das Gleiche um wie andere Seiten, weil dir die Idee so gut gefällt oder weil dort viele Kommentare zu lesen sind, weil es offenbar gut ankommt. Sei vorsichtig! Manchmal verbeißt man sich in Sachen, die man selbst gar nicht so umsetzen würde. Vielleicht wärst du viel kreativer, mehr du selbst, wenn du dich nicht immer mit anderen vergleichen würdest? Diese Frage solltest du dir immer wieder stellen, wenn du Content online stellst. Das ist oft keine Absicht, es passiert unterbewusst. Auf einmal findet man die Idee auch toll, will genau das gleiche Thema angehen. Kein Problem, solange du dich nicht verlierst. Aber selbst mir passiert es, dass ich auf einmal etwas schreibe, was ich woanders genau so gelesen habe. Content zu schaffen und neue Ideen umzusetzen kann manchmal richtig nervenaufreibend sein. Vor allem kann man das Rad nicht immer wieder neu erfinden. Du kannst aber schauen, wie du ein Thema zu deinem machst, ohne einfach nur blind abzuschreiben.

Mein Tipps:

  1. Scheuklappen öfter aufsetzen
  2. Lesen. Gern einfach nur Bücher, branchenfremde Blogs, News
  3. Ausruhen, den Kopf nicht zu etwas zwingen und dabei auch noch den Spaß verlieren
  4. Auch mal Mist fabrizieren und es akzeptieren. Passiert mir täglich. Keine Sorge

 

Meine fünf Gründe warum niemand deinen Blog liest sind ein Ausschnitt. Wenn ihr wollt kann ich diese Punkte auch gern genauer mit euch unter die Lupe nehmen. Lasst es mich wissen.
War das hilfreich? Würdet ihr gern etwas ergänzen?

Liebe Grüße

Kommentare

12 Kommentare zu “5 Gründe wieso niemand deinen Blog liest”
  1. Vanessa sagt:

    Guten Morgen liebe Franzi,

    JA, eine Antworten helfen und ja, man sollte sich über die Punkte tatsächlich Gedanken machen.
    Ein Blog ist Arbeit und man muss zeit investieren mit den und auch mit anderen Punkten, damit man seine Leser bekommt. Design ist wie du geschrieben hast auch ein wichtiger Aspekt und der Punkt mit „Themen wo du der Profi bist“ ist ganz wichtig. Dahin geschriebene Zeilen die nur Oberflächlich rüberkommen ließt keiner gern und intensiv, man sollte tatsächlich vom Fach sein. 🙂

    Ich wünsch dir einen schönen, sonnige Tag!

    LG Vanny <3

    http://vanessa-may-photography.blogspot.de

  2. Ein sehr schöner Beitrag Franzi! Ich blogge nun auch seit fast 6 Jahren und merke selbst wie sich der Markt verändert und wie schwer es ist Leser für den Blog zu gewinnen wenn es so viele Blogger gibt. Was früher sogar ohne Social Media lief ist heute eine echt harte Nuss! Ich selbst bin hauptberuflich tätig und habe daher auch wesentlich weniger Zeit für den Blog. Gerade im Winter ist das echt schwer. Bilder schießen, Produkte testen, guten Content liefern, gleichzeitig alle social Media Kanäle bedienen, Emails und Kommentare beantworten. Das ist manchmal fast nicht mehr umsetzbar. Dann ist es natürlich schade, wenn man so viel Zeit in Beiträge investiert und doch recht wenig Feedback erhält. Ich denke bei mir mangelt es oftmals an der nötigen Zeit. Um einen Blog muss man sich einfach regelmäßig kümmern und sich schnellstmöglich mitentwickeln. Das ist manchmal echt nicht so leicht, wenn man erst um 6 abends von der Arbeit kommt.

  3. Barbarella sagt:

    Toller und informativer Beitrag, vielen Dank dafür. Ich blogge seit ein paar Monaten wieder und bin für Tipps und Ratschläge sehr dankbar. Ich betreibe mein Blog rein privat und möchte mich damit einfach ein bisschen der Welt mitteilen und meine Gedanken und Ansichten aufschreiben. Es oft schwierig gute und interessante Beiträge zu schreiben, denn sie müssen einen ja erst mal einfallen. Aber das Internet und meine Umwelt inspirieren mich sehr oft zu guten Posts 🙂

    Lieben Gruß, Barbarella

    https://barbarella149.wordpress.com

  4. Mika Wippel sagt:

    Sehr effektive Überschrift, super interessanter Beitrag! Tatsächlich war er gefühlt aber viel zu kurz und eine Fortsetzung wäre grandios?
    Ich tue mich bisher tatsächlich mit dem Anfangen furchtbar schwer, obwohl ich mich seit Jahren immer wieder damit beschäftige. Ich hoffe, 2017 wird endlich das Jahr des Anfangs!

  5. Miss Pippi sagt:

    Sehr informativ und hilfreich! Ich würde gern mehr über dieses Thema lesen.

    http://misspippisstyle.blogspot.hu/

  6. Charli sagt:

    Hallo Franzi,
    der Tipp mit den Scheuklappen ist wirklich klasse. Ich ertappe mich manchmal selbst dabei, viel zuviel bei anderen zu lesen und am Ende ist mein Blog dann gar nicht mehr ich. In meiner Generation ist das Bloggen ja noch nicht so populär, aber ich arbeite daran es populärer zu machen und da sollten die Themen dann auch eher unsere sein, als die der erwachseneren Blogger. Auch wenn ich da gern lese. 😉
    Danke für die Tipps!
    LG von Charli

  7. Jennifer sagt:

    Tolle Tipps 😉 Werde ich gleich mal selbst an meinem Blog ausprobieren. Wünsche dir einen tollen Sonntag Abend <3

  8. Hella sagt:

    Eine schöne – aber sehr allgemeine – Übersicht. Ich würde mich freuen, wenn du die Punkte noch einmal in Detail angehst! 🙂
    Liebe Grüße aus Peking,
    Hella von http://www.advance-your-style.de

  9. Michaela sagt:

    Liebe Franzi,

    Das ist ein super hilfreicher Post, aber ich hoffe du schreibst noch eine Fortsetzung 🙂

    Ich merke im Moment, dass ich sowas von keine Ahnung habe von SEO und Blogoptimierung… Und darum merke ich dass nicht viele meine Blogposts lesen 🙁 Hast du einen Tipp wo ich einen Experten oder Hilfe finden kann?

    Liebe GRüsse
    Michaela

    Michaelablog
    Bloglovin

  10. Imke sagt:

    Hallo Franzi,

    danke für die Tipps. Irgendwie weiß man davon ja auch schon viel, aber für mich ist das als Erinnerung immer wieder klasse, denn an der ein oder anderen Stelle könnte ich noch mehr dafür tun 😉

    Viele Grüße
    Imke

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