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Winterblues -oder kreative Tiefs richtig nutzen

11. Januar 2017 • 15 Kommentare

Es gibt Zeiten an denen will der Kopf nicht so, wie ich es gern will. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in Sachen Kreativität läuft es bei mir nicht immer rund. Manchmal dauert es Tage, bis ich wieder wirklich Muße finde etwas Sinnvolles zu Papier zu bringen.

Winterblues -oder kreative Tiefs richtig nutzen

Dieses weiße Blatt, diese Leere vor mir, hat mir oft Bauchschmerzen bereitet. Es übt Druck aus, wenn auch nach zwei Stunden noch kein vernünftiger Satz durch meine Finger geflossen ist. Tippen, wieder löschen, starren und wieder sehe ich nur diesen kleinen schwarzen Strich, der mir ganz unruhig entgegenblinkt. Er fordert mich auf, endlich kreativ zu sein und etwas umzusetzen. Immerhin schaffen die Anderen das doch auch. Mit diesem Gedanken schließe ich den Laptop und muss mir eingestehen: Sich selbst zu erpressen, bringt mich auch kein Stück weiter. Im Gegenteil, das kann Frustration und so richtig schlechte Laune hervorbringen. Wie oft das passiert? Regelmäßig. Wie oft ich daran verzweifele? Es wird seltener. Denn eins musste ich schnell lernen, ich kann mich nicht zu etwas zwingen.

Ich darf Pausen einlegen und andere dürfen auch einmal besser sein als ich.

Immer zu 100% alles zu erfüllen, funktioniert nicht. Es ist ok, nicht immer alles sofort und perfekt abzuliefern. Das ist menschlich und daher auch nicht schlimm. So gönne ich mir einfach immer wieder Auszeiten, starre mein Blatt an, beobachte den Nachbarn mit Dackel beim Gassi gehen und genieße meine Tasse Kaffee. Ich versuche einfach abzuschalten. Setze mich in Cafés, schlendere durch die Stadt, mache Halt im Lieblingsrestaurant. Irgendwann wird sie schon kommen, die Inspiration, die Idee und das Gefühl, dass es sich lohnt weiterzumachen. Keine Panik und kein Druck, denn das hat bis jetzt auch nie zu besseren Texten geführt. Es hat nur Zeit und Nerven gekostet. Daher verschenke ich ganz bewusst Arbeitszeit an Auszeiten, um dann wieder viel effektiver und inspirierter zu arbeiten.

Falls ihr das nächste Mal jemanden mit Laptop und Latte Soja im Café sitzen seht, denkt nicht an den Hipster. Wünscht ihm lieber eine wunderbare Auszeit.

Noch auf der Suche nach der richtigen Ablenkung? Hier meine To Do’s für kreative Pausen

  • Aus dem Fenster starren ohne schlechtes Gewissen
  • Nicht auf die anderen hören
  • Katzenvideos am Stück konsumieren
  • Rausgehen, Bewegung suchen
  • Freunde treffen, nicht über die Arbeit sprechen
  • Kein schlechtes Gewissen haben

 

Liebe Grüße

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Kommentare

15 Kommentare zu “Winterblues -oder kreative Tiefs richtig nutzen”
  1. Luise sagt:

    Du hast vollkommen Recht, dass man in so einen kreativen Beruf, wie wir ihn ausführen nicht immer 100% „funktionieren“ kann und man sich deshalb bewusst Auszeiten nehmen sollte. Ich gehe in solchen Momenten immer gerne an die frische Luft, um den Kopf frei zu bekommen oder wechsle meinen Arbeitsplatz – dies hilft manchmal auch schon Wunder.

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  2. Vanessa sagt:

    Guten Morgen liebe Franzi,

    ich bin tagtäglich auf deinem Blog. Meistens Morgens, nachdem ich den Computer hoch fahre, ist es das erste was ich überprüfe „Hat Franzi einen neuen Post bei sich online“. Für mich als Leser ist es ein tolles Gefühl neuen Input von dir zu bekommen. Für dich als Schreiber bestimmt manchmal eine Herausforderung.

    Ich wäre vermutlich enttäuscht (oder bin es ab und zu), wenn ich keinen neuen Post von dir an einem Tag sehe (ich will kein Druck aufbauen! Sofern das falsch rüberkommt). Aber dann lese ich doch lieber Blogbeiträge von dir, bei denen man merkt das du alles reingesteckt hast was geht.

    Deswegen gönne dir diese Auszeiten. Nicht nur du, wir alle! Wie oft ich mich im Büro umdreh, aus den Fenster schaue, die Wolken sehe die an mir vorbei ziehen, dabei meinen Kaffee schlürfe und kurz in Erinnerung schwelge, bevor das Telefon klingelt und ich wieder parat sein muss.

    Deine Stichwortliste am Ende ist super, wie eben gesagt das mit dem Fenster rausschauen bringt viel.
    Einfach mal aufzustehen ist super. Kurz einen Smalltalk mit den Kollegen hilft auch viel. Es sind nur Kleinigkeiten wo man wieder kreativ durchstarten kann. Man darf nur nicht verbissen auf die Tastatur starren. Sondern jeden Moment auskosten den man hat!

    Liebe Grüße
    Vanny <3

    • Franzi sagt:

      Liebe Vanny! Das freut mich sehr und ich gebe mir Mühe, dir jeden Morgen Lesestoff zu bieten! Ich bleibe dran und mache mir aber keinen Stress ;). Du gehst es auch genau richtig an!

      Liebe Grüße

  3. Stephi sagt:

    Ein wirklich schöner Post, du hast es wirklich auf den Punkt gebracht. Ich ertappe mich selbst auch immer dabei, wie ich dazu neige den kompletten Tag mit Arbeitszeit zu verplanen weil man ja immer noch mehr machen könnte. Dabei ist es doch so so wichtig, auch mal eine Auszeit zu nehmen. Auch wenn sich das mit „Kein schlechtes Gewissen haben“ manchmal leichter sagt als umsetzt.

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

  4. Denise sagt:

    Liebe Franzi,
    du sprichst mir so aus dem Herzen.
    Diese ersten Wochen des Jahres, sie fallen mir immer so schwer.
    Und ich weiß das. Aber statt es zu akzeptieren, mache ich mir Vorwürfe, dass ich noch nicht die Life-Goals für 2017 ausformuliert habe, noch nicht mindestens 5 Reisen geplant und die Wohnung renoviert habe.
    Aber es ist genau wie du schreibst: ich weiß, die Inspiration wird kommen. Ich kenne meine Down-Phasen genau, weiß wann sie kommen. Da hilft auch kein Artikel der mir erzählt, wie ich zu einer Produktiveren Person werde, die schon vor 7 Uhr morgens 10 Punkte von ihrer To Do Liste abgehakt hat.
    Stattdessen sollte ich es akzeptieren und Kraft tanken für die Phasen, in denen es wieder richtig rund geht.
    Bis dahin arbeite ich am schlechten Gewissen 😉

    Es ist immer schön zu wissen, dass es anderen auch so geht 🙂

    Alles Liebe,
    Denise

    • Franzi sagt:

      Hallo liebe Denise! Nein du bist absolut nicht allein. Auch wenn ich das oft genug denke. Wir haben alle unsere To Do Liste und manchmal wollen wir mehr, als wir eigentlich schaffen. Mein großes Talent! Also entspann gern Mal, lass dich nicht stressen und hab bloß kein schlechtes Gewissen!

      Liebe Grüße

  5. Dany sagt:

    Liebe Franzi, oh ja Auszeiten sind sehr sehr wichtig. Das habe ich schon oft merken müssen. Immer 100 % geht einfach nicht. Umso schöner ist es wenn nach dieser Auszeit alles so viel leichter von der Hand geht. Wenn die ideen und die Motivation wieder sprudeln. Ohne schlechtes Gewissen einfach mal einen Tag lang einen Film nach den anderen schauen. Ohne schlechtes Gewissen einfach spazieren gehen oder sich im Cafe ans Fenster setzten und Leute beobachten. Ja du darfst und ich auch, wir alle dürfen und müssen uns Auszeiten gönnen. Sonst versiegt die Quelle der Inspiration und dann ist es leer.

    Liebe Grüße Dany von http://www.danyalacarte.de/

  6. Jankna sagt:

    Oh das kenne ich! Meist sind es ja die eigenen Anforderungen die so Druck bereiten. Das Gefühl, das man anderen etwas schuldig ist etc. Aber haben wir nicht alle damit angefangen, dass wir unsere Leidenschaft ausleben wollten? Es einfach mal nur für uns zu probieren? Manchmal hilft es mir wenn ich daran zurückdenke warum ich angefangen habe und wie toll das Gefühl des Anfangszaubers war.

  7. Juliet sagt:

    Franzi,

    schön, dass Du dieses Thema ansprichst. Es wird vielen gleich ergehen. Auch mir. Manchmal will es einfach nicht, geht es einfach nicht. Und da stimme ich dir vollkommen zu….lasse all‘ dem Zeit. So sortiert man seine Gedanken & macht Freiraum.
    Dein Blog ist einer der wenigen, die ich verfolge, der regelmäßig und viele gute Beiträge veröffentlicht. Deshalb, sei stolz auf dich!

    Viele Grüße, Juliet

  8. Janine sagt:

    …. frage mich, ob das nicht kalt ist mit der Schnürung am Bein…. Grübel… Vielleicht werd ich zu alt…

    Bei deiner Zerstreuungs-Ideenliste fehlt mir der kleine Wonneproppen, der doch sicher jedes kreative Loch gerne nutzt um gekrault zu werden 😉

    • Franzi sagt:

      Haha du bist aber ganz genau. Da trägt man keine offenen Schuhe und doch findet jemand ein Kälte- Argument 🙂 Aber nein, ist ja nur eine kleine Schnürung. Also alles gut und du wirkst dadurch bestimmt nicht alt 😉

      Ja das Haustier zählt natürlich auch als Top Grund!!!

  9. Oh ja, durch dieses ganze verrückt machen wird es halt immer nur noch schlimmer… Aber ich finde wenn man dann mal ein bisschen wirklich Pause gemacht hat und nicht die ganze Zeit gedanklich beim Thema war läufts später viel besser, wie du ja schon gesagt hast 🙂
    Liebe Grüße 🙂

    http://www.sinnessuche.blogspot.de

  10. Vie sagt:

    Die Jeans ist ja mal der absolute Hammer… sorry das musste ich erstmal loswerden! 😀

    Aber ich kann die da absolut nachvollziehen! Kreativität kann man nicht erzwingen. Ablenkung fördert die Kreativität viel mehr hervor. Ich spiele dann gerne Spiele, gucke meine Lieblingsserie, gehe ins Kino, fahre Auto oder gehe zum Tanzen. Dabei kommen mir die besten Ideen 😀

    xx Vie
    von http://www.viejola.de

  11. Brini sagt:

    Das sind wirklich tolle Tipps und das kann man auch nicht erzwingen. Ich ertappe mich auch viel zu oft, dass ich einfach gar nicht abschalte und deshalb auch viel zu gestresst bin. Da kommt dann auch nicht immer wirklich Kreativität bei rum 😀
    LG
    Brini
    http://www.brinisfashionbook.com

  12. Julia sagt:

    Hallo Franzi,

    ja, solche kreativen Blockaden kenn ich auch. Bei mir hilft dann, raus an die frische Luft, Spaziergang machen, shoppen (dann wird’s teuer), oder einfach in ein schönes Cafe setzen und pausieren. Irgendwann geht’s dann wieder. Ich wünsche Dir viel kreative Schaffenskraft!

    Herzliche Grüße aus Hamburg,
    Julia

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