Kolumne

Life goes on

19. März 2014 • 10 Kommentare

Was mir manchmal durch den Kopf geht: Einfach alles beiseiteschieben. Die dunklen undurchsichtigen Wolken verjagen und der frechen Sonne ins runde Etwas lachen. Ja wenn das so einfach wäre. Alles hinter sich lassen, ohne Reue.

Life goes on

Manchmal möchte man ausreißen, weg aus der Realität. Dann wird die Musik ruhiger, aber lauter aufgedreht. Denn man möchte kein Wort mehr hören, kein Bild mehr sehen. Es wäre doch so leicht, die Augen zuschließen und mit dem nächsten Augenaufschlag alles wieder klar zu sehen. Kein Fleck, keine Kratzer, alles ganz deutlich und ohne dunklen Regen. Wie schön und simpel das klingt. Aber irgendwie gehöre ich zur Sorte Mensch: Nimm alles mit, auch die Probleme anderer. Völlig überladen an all den Auseinandersetzungen, aufgebrachten Worten und Taten steht man dann da. Schwer sich da noch zu bewegen. Nichts mit Leichtfüßigkeit. Alles geht langsamer und fühlt sich anstrengender an. Und der Gedanke poppt immer wieder auf: „Zergrübeln andere auch alles so akribisch bis zum Morgengrauen?“ Vielleicht ein Problem meiner Generation? Eigentlich geht es mir gut, sehr gut, aber ich kann es nicht genießen. Erst wieder, wenn mir jemand bewusst macht, dass es so ist. Wenn er mir seine Geschichte erzählt und ich mir dann eingestehen muss: Du lebst, du atmest und hast eine tolle Umgebung voll von lieben Menschen. Durchatmen, abschütteln, schätzen und leben. Wie simpel das klingt, wie einfach das doch ist, nur warum verdammt vergesse ich das immer wieder und benötige Seitenhiebe von außen?

Genau das geht mir manchmal durch den Kopf, euch auch?

Liebste Grüße

Kommentare

10 Kommentare zu “Life goes on”
  1. lena sagt:

    öfters, ich verfalle auch immer viel ins nachdenken über dinge, über die ich gar nicht nachdenken muss. aber dann muss man sich ablenken, durch sport z.b., das hilft wahre wunder!

    http://gregoryxgregory.blogspot.de

  2. Sarah sagt:

    Mir auch. Ich lieg oft stundenlang wach und schlafe oft schlecht. Dabei geht es mir so gut und alle meine „Probleme“ sind reiner Luxus. Ob ich morgen dies oder das zu tun habe, ob ich mir dies oder das leisten kann oder warum ich grad diesen ätzenden Pickel hab. Ich hab mal 21 Tage lang jeden morgen 10 Dinge aufgeschrieben, für die ich dankbar bin. Das hat sehr geholfen 😉
    xx, Sarah

    • N. sagt:

      Das ist ja mal ne gute Idee, dann vergisst man nicht wie gut es einem doch geht!

      ich versuche immer aus allem etwas positives zu gewinnen. Vorallem denke ich immer: es gibt weitaus schlimmeres! Sich verrückt zu machen, macht einen unglücklich. Wir sind das was WIR aus uns machen!

      LG 🙂

  3. sabrina sagt:

    und ob! im moment erlebe ich eine so unglaublich schöne zeit; mit einem wundervollen menschen, der einfach so in mein leben gepurzelt ist. der mich glücklich macht, den ich glücklich machen und nie wieder los lassen möchte. und was mache ich? lasse zu, dass andere dinge sich darüber schieben, und das wunderbare gefühl dumpfer und mich unzufrieden machen.
    aber zum glück habe ich über die jahre dazu gelernt. ich brauche kaum mehr fremde seitenhiebe, ich merke immer öfter selbst, wenn ich mich zu sehr ins außen, aus der balance gebracht habe und mich dabei vergessen. dann braucht es gar nicht so viel, damit ich wieder ruhiger werde. und dann scheint die sonne wieder wärmer, die blausternchen am wegrand leuchten mehr, und das glück gewinnt wieder die oberhand.
    ich hab gelernt: sich jeden abend überlegen, worauf man sich am nächsten tag freuen kann. und wenn es nur die tasse kaffee zum frühstück ist. das ist eine mini-lektion, aber eine gute.
    und was mir auch hilft: wirklich bewusst nach dem gefühl zu forschen, das mich gerade beherrscht. es wirklich so richtig beim namen zu nennen. und es zu hinterfragen. am wochenende hatte ich so eine situation. ich war aus heiterem himmel komisch drauf. und habe überlegt, warum. war ich eifersüchtig? das war es aber nicht. neidisch? traurig? verärgert? das alles war es auch nicht. und so habe ich gemerkt, dass es überhaupt keinen grund gab für das gefühl, das ich hatte. ich glaube, ich war schlichtweg überrascht von dem auslöser, einem dummen alten foto. so konnte ich sehr schnell gegen steuern, und hab das gefühl abschütteln können.
    man lernt dazu. aber leider nicht von heut auf morgen. 😉 alles liebe für dich!

  4. vreni sagt:

    yes, das kenne ich nur zu gut. da hilft nur: pobacken zusammenkneifen, aufstehen, das schöne sehen 🙂

  5. Jenni sagt:

    Mir gehts heute exakt genau so^^ Am liebsten möchte ich wieder in Bett, die Decke über den Kopf und alles aussperren!! Und das trotz Sonne :O Aber vielleicht ist es manchmal gut das man sich seine Tagesplanung nicht immer so wirklich aussuchen kann…

  6. Antonia sagt:

    Kenne ich auch, liebe Franzi. Genießen fällt mir sehr schwer 🙁 Das ist so schade.

  7. Kitty sagt:

    Du benutzt defitniv zu oft das Wort „frech“. Soll sich das frech anhören?

  8. Cathrine sagt:

    Wir Frauen! Mann oh Mann 😉 Kann diesem nur übereinstimmen!

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